Total unspektakulär. Ich habe mein Visum für China in Frankfurt abgeholt. Es hat erstaunlicherweise auch nur 30 € gekostet, anstatt den erwarteten 90 €. Um es etwas aufzudröseln, ich besitze nun ein X-Visum für eine einmalige Einreise nach China (deshalb auch nur die 30€). Bei Duration per Stay ist eine 000 eingetragen. Ich darf also 0 Tage nach China einreisen?… nicht ganz. Mit diesem Visum muss man sich, angekommen in China, innerhalb von 30 Tagen bei der örtlichen Polizeibehörde melden und bekommt dort sein richtiges Visum.
Jetzt ist formal erstmal alles geregelt.
Wer sich schon einmal über die deutsche Bürokratie aufgeregt hat, der war noch nie ein Visum für China beantragen. Nicht nur, dass man 2 mal persönlich vorbei kommen muss um das Visum einerseits zu beantragen und andernfalls abzuholen, man muss sich auch einer Art bürokratischen Schikanierung unterziehen. Ich war vielleicht 20 Minuten nach 9 in der Botschaft und es hatte sich vor dem Schalter schon eine beträchtliche Schlange gebildet. Nun hat sich die Schlange nicht schnell reduziert, weil der Mann am Schalter wohl bei fast jedem Antragsteller irgendetwas auszusetzen hatte und es jedesmal in einer Diskussion resultierte. Zum Beispiel hat er einem Antragsteller nicht geglaubt, dass Homburg im Saarland liegt und wollte diesen aufgrund dessen wieder Heim schicken.
Eine knappe Stunde später kam ich dran: Zuerst hat er mich an die Studenten vor mir verwiesen, dass die schauen sollen, dass ich alles vollständig habe. Ich hatte alles vollständig, also bin ich wieder an den Schalter um alles abzugeben. Dummerweise hatte ich das Original meiner ärztlichen Untersuchung nach China geschickt und nur mehrere schwarz/weiß-Kopien dabei, was Grund genug dafür ist meinen Antrag von vorne herein erstmal abzulehnen. Ich habe diskutiert, dass ich ihm einen Farbscan des Originals vorlegen könnte und er hat mich wieder an eine andere Kundin verwiesen, die mir erklären sollte, was geht und was nicht. Diese war von einer Agentur, die im Auftrag Visa beantragt und abholt, und sie meinte ich brauche ein Gesundheitszeugnis mit abgestempeltem Bild. So etwas besitze ich nicht und vor allem nicht im Original. Das einzige, was ich versuchen konnte war, in einem Internetcafe den Farbscan meines Gesundheitszeugnisses in Farbe auszudrucken, ohne abgestempeltem Bild und es nochmal zu versuchen.
Jetzt musste ich nurnoch ein Internetcafe finden, weil ja niemand wusste wo jetzt genau eines ist. Irgendwann nach wirrer Suche fand ich eines am Frankfurter Hauptbahnhof. Ich habe die zwei Zettelchen ausgedruckt, in Farbe, mit einem kleinen Papierstau Intermezzo im Drucker. Nichtsdestotrotz mit einem Farbausdruck im Gepäck wieder in der Botschaft und wieder eine Stunde später, fand ich keine Schlange mehr am Schalter vor. Der mürrische Mann von vorher saß einen Schalter weiter rechts und es bediente eine sehr freundlich drein schauende junge Dame. Sie nahm den Antrag an und meinte zu den Farbkopien: „Da gibts kein Problem, die sind gut leserlich“. Ich war etwas verwirrt, dass es auf einmal ohne jeglich Diskussion geklappt hat. Und vor allem frage ich mich warum ein Farbscan, den man zwischenzeitlich sonstwie hätte manipulieren können, einen höheren Authentitätsgrad aufweist, als ein direkte Schwarz/Weiß-Kopie des Originals, die in der Leserlichkeit der Farbkopie in nichts nachsteht.
Zumindest haben die Leute es geschafft, dass ich den Antrag nichtmehr rechtzeitig abgeben konnte um ein Expressvisum für den selben Tag zu beantragen und freue mich daher auf ein weiteres Wiedersehen am Donnerstag. Hoffentlich ohne Komplikationen oder Schikane, aber mit nem gestempeltem Zettelchen mehr im Reisepass.
… ABC bringt die Jungs ins Fernsehn. Muss ich mir bei Gelegenheit mal anschauen …
Auf der Seite gibts auch volle Folgen, ich weiß leider nicht ob die in Europa funktionieren. Mit TSA, ICE, DHS, … hat man als Student und Tourist leider dauernd zu tun. Ich hoffe die vollen Episoden tun, die Serie gibt einem erst einen Einblick was einem an so einen Port of Entry passieren kann. :|
Auf besonders viele Vorbehalte stoßen seit den Terroranschlägen vom 11. September 2001 Studierende aus muslimischen Ländern, vor allem bei den notorischen Behördengängen.
In Nordrhein-Westfalen hat beispielsweise ein Fragebogen Ärger gemacht, den Männer aus 26 Ländern seit Ende 2007 auf der Ausländerbehörde ausfüllen müssen, wenn sie die Aufenthaltserlaubnis verlängern wollen: Ob man eine Flugausbildung habe, wird dort gefragt, ob man sich im Gebrauch von Chemikalien und Sprengstoffen auskenne oder zu einer terroristischen Vereinigung Kontakt habe.
„Unglaublich“, findet der Marokkaner Mourad Qortas, 31, diese Fragen. Qortas studiert Islamwissenschaften in Münster, bisher hat er sich wohl gefühlt, Probleme mit der Aufenthaltserlaubnis habe es auch nie gegeben. Mit dem Fragebogen werde aber eine ganze Gruppe unter Generalverdacht gestellt.
„Das verändert meine Sicht auf Deutschland“, sagt Qortas. „Ich habe das Gefühl, die wollen uns hier nicht.“ Qortas hat Klage vor dem Verwaltungsgericht Münster eingereicht, auch seine Hochschulleitung protestierte gegen den Fragebogen. Die Landesregierung hält bislang jedoch an der Praxis fest.
– via Spon.de
Ich sollte auch mal klagen …
Ich empfehle diese Artikel, das sind Methoden mit denen sich ein Land nicht gerade einladend zeigt.
Anders als alle anderen Länder, die auf dem globalen Bildungsmarkt um internationale Studierende konkurrieren, liberalisieren die USA also nicht sukzessive die Einreisebestimmungen, sondern errichten immer neue Hürden. Zwar hat die US-Regierung kürzlich die Arbeitsmöglichkeiten für ausländische Hochschulabsolventen erweitert, um Hochqualifizierte aus Naturwissenschaft, Ingenieurstechnik oder Mathematik im Land zu halten, aber der gesamte Bereich des Bildungstourismus scheint den Herren in Washington ziemlich schnuppe zu sein.
- via Transatlanticker
Mir ist bisher kein so wahnsinnig riesiges Konstrukt wie die US Immigration Law begegenet. Leider ist man diesem riesen Apparat hilfslos ausgesetzt, insbesondere meine Mexico Besuchspläne sind davon betroffen.
Das Problem ist generell die totale Macht der Immigration Officer, ich erfülle alle Vorraussetzungen Mexiko zu besuchen. Um hier mal etwas weiter auszuholen:
Ich habe nur ein Visum bis Ende Dezember 2008, das Visum ist nur nötig für die Einreise. Um legal im Land zu bleiben braucht man valides Visavordokument (bei mir ein DS-2019), das habe ich schon bis Mai 2009. Eigentlich wäre das kein Problem nach Mexiko zu fahren, ich komme aus keinem Terrorstaat, ich habe alle Dokumente und güligen Pass. Die Automatic Visa Revalidation würde greifen und alles wäre kein Problem, wenn da nicht die unendliche Macht der Immigration Officer wären. Sogar ein gültiges Visum ist in den USA nur eine Vorraussetzung für die Einreise beim Office und ist an kein Recht zur Einreise gebunden.
Nun bin ich in einer Art Zwickmühle, einerseits würde ich gerne nach Mexiko, habe alle Dokumente und es sollte normalerweise auch alles klappen. Andererseits habe ich bei der Einreise Probleme muss ich nach Deutschland für ein neues Visum, ihr könnt euch vorstellen wie teuer das wird! Wegen ein paar Tagen Mexiko.
Mal sehen, ich werde nächsten Wochen nochmal beim DISP vorbeischauen. Der Officer meinte es wäre risky, aber ich würde gerne wissen ob es da mal Probleme gab oder ob das eher eine abstrakte Gefahr ist. Im Zweifel muss ich halt auf Mexiko verzichten, was natürlich schade wäre.
Am Freitag habe ich meine Immigration endlich vervollständigt. Ich habe mich wirklich lange davor gedrückt, den Weg in die Stadt zu machen, um mein FM3 abzuholen. Aber irgendwann wollte ich halt dann doch alle meine Unterlagen vollständig haben, neben dem Pass auch die Immigration in meinem Besitz und nicht bei irgendeiner Behörde haben. Warum ich so lange gezögert habe… Der Palacio Federal, ein wunderschöner Plattenbau, war nach einer halben Stunde im Kreis laufen (manchmal, wenn Mexikaner nicht wissen wo etwas ist, geben sie Zufallswegbeschreibungen aus) gefunden. Dann ging der Behördenlauf loß: registrieren um das Gebäude betreten, dreimal mal Schlage stehen dreimal Daumenabdrücke (links und rechts) und 10 Unterschriften (ich habe keine Ahnung was ich da unterschrieben habe) und schon war der FM3 in meinem Besitz.
Mein Beitrag zu diesem Thema
Für meine Einreisedokumente musste ich ein Foto machen lassen. Spezielles Fomat (quadratisch), tausend Regln (freie Stirn, keine Brille …). Das Bild konnte also eigentlich nicht gut werden
Gemacht wurde dieses Bild mit einer Ur-alten Kamera aus dem letzten, oder vorletzten Jahrhundert. Riesengroß, mit irgendeiner Karte die man rausziehen musste um ein Foto zu machen.
Um in Mexiko für ein Jahr bleiben zu können muss man in Deutschland ein Visum beantragen (erledigt) und innherhalb von 30 Tagen nach Einreise einige Dokumente nachreichen um offiziell einen FM3, sprich einen Studentenstatus zu bekommen.
Glücklicherweise hilft mir das Iteso hierbei. Ein Anwalt der Uni übernimmt sämtliche Behördengänge und füllt alle Formulare aus, beschafft die nötigen Kopien (unter anderem jede Seite vom Pass).
Ein Teil des Fragebogens hatte es in sich. Fragen:
- Wie sieht ihre Nase aus? Konvex, Konkav, oder vielleich gerade.
- Wie sind ihre Mund? klein, mittel groß?
- Kinn? rechteckig, oder oval?
Natürlich hatte keiner von uns eine Ahnung, was er dazu sagen sollte. Und wir haben uns kräftig gegenseitig gefragt
Die beste Frage kam am Schluss, nach all dem Zeug:
- können sie lesen und schreiben oO
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PS: Nicht über das Enddatum wundern, das wird noch vor Ort verlängert.
Edit: Für die Visa-Nerds, ich bekomme ein neues DS-2019 was meinen Aufenthaltsrecht in den Staaten verlängert. Nur falls ich dazwischen Ausreise brauche ich auch ein neuen Visa-Aufkleber. Details gibts hier!
Um mal die Punkte von vor 11 Tagen zu updaten:
- Visum
Meine Formulare sind (endlich) alle da, meinen Termin hab ich am 30. Juli in Frankfurt. Was man für Visum alles ranschaffen muss findet man in diesem Blog sehr schön beschrieben.
Visum sollte in der nächsten Woche in Freiburg im Briefkasten liegen
- Wohnheim
Eines der Problemfelder, im Moment bin ich noch auf ein Doppelzimmer gebucht. Meine Betreuerin beteuert zwar dass ich ein Einzelzimmer bekomme aber ganz sicher ist das noch nicht
Ich hab ein Einzelzimmer in den Grad Dorms. Endlich
- Beurlaubung
Eigentlich erledigt, ich muss nurnoch einmal zum Studiensekretariat. Leider hat der Mensch der für mich zuständig ist bis zum 28. August Urlaub
War ganz einfach … wirklich
- Flug
Schon lang gebucht, ich werde um 13.10h MESZ in Frankfurt mit Lufthansa Flug LH406 nach NY-JFK aufbrechen.
Ich hoffe die Lufthansa wird mich mit Ihrem Strek nicht tangieren, mal sehen … (@PB aus Kommentaren).







