Schon kurz nach der Ankunft hat uns Megan, unser toller Couchsurfing Host, ganz stolz Ihren „German Christmas Pickle“ präsentiert. Wir waren erstmal etwas perplex als wir die grüne Glasgurke am Weihnachtsbaum hängen sehen haben. Die Zettel der auch dranhängt erzählt davon dass diese Gurke in Deutschland eine lange Tradition hat. Keiner von uns hatte je davon gehört Glasgurken an Weihnachtsbäume zu hängen.
Wir behalfen uns erstmal mit der Antwort dass das Möglicherweise mit der Region in Deutschland zusammenhängt. Heute Morgen haben wir dann doch mal gegoogelt und es kam raus dass das eine ganz komische Geschichte ist.

Es gibt sogar eine Seite die sich sehr ausgiebig mit dieser Weihnachtsgurke beschäftigt hat. Unglaublich
- Quelle: cnn.com
(Der Anfang zeigt Grand-Central Station und der Ausgang müsste Park Ave. sein.)
Mir ist bisher kein so wahnsinnig riesiges Konstrukt wie die US Immigration Law begegenet. Leider ist man diesem riesen Apparat hilfslos ausgesetzt, insbesondere meine Mexico Besuchspläne sind davon betroffen.
Das Problem ist generell die totale Macht der Immigration Officer, ich erfülle alle Vorraussetzungen Mexiko zu besuchen. Um hier mal etwas weiter auszuholen:
Ich habe nur ein Visum bis Ende Dezember 2008, das Visum ist nur nötig für die Einreise. Um legal im Land zu bleiben braucht man valides Visavordokument (bei mir ein DS-2019), das habe ich schon bis Mai 2009. Eigentlich wäre das kein Problem nach Mexiko zu fahren, ich komme aus keinem Terrorstaat, ich habe alle Dokumente und güligen Pass. Die Automatic Visa Revalidation würde greifen und alles wäre kein Problem, wenn da nicht die unendliche Macht der Immigration Officer wären. Sogar ein gültiges Visum ist in den USA nur eine Vorraussetzung für die Einreise beim Office und ist an kein Recht zur Einreise gebunden.
Nun bin ich in einer Art Zwickmühle, einerseits würde ich gerne nach Mexiko, habe alle Dokumente und es sollte normalerweise auch alles klappen. Andererseits habe ich bei der Einreise Probleme muss ich nach Deutschland für ein neues Visum, ihr könnt euch vorstellen wie teuer das wird! Wegen ein paar Tagen Mexiko.
Mal sehen, ich werde nächsten Wochen nochmal beim DISP vorbeischauen. Der Officer meinte es wäre risky, aber ich würde gerne wissen ob es da mal Probleme gab oder ob das eher eine abstrakte Gefahr ist. Im Zweifel muss ich halt auf Mexiko verzichten, was natürlich schade wäre.
Der Abend ging noch harmloslos , beim lernen in der Bib nebenbei die tollen Onlinefunktionen von cnn.com ausprobiert. Gegen 20h gings dann Richtung Branford Lounge um erste Ergebnisse auf CNN zu sehen, außer wagen Hochrechnunge war leider nichts. Dann gings weiter Richtung Student Union, dort lief leider das wesentlich schlechtere MSNBC. Über eine Stunde lag eine wahnsinnige Spannung in der Luft, es sah die ganze Zeit gut aus für Obama aber als dann die ganze Westküste gefallen war, war die Freunde völlig ausgelassen. Leider ist ein Mädel umgekippt und bewußtlos geworden, aber der Krankenwagen war bald da.
Danach hat Jason, der Uni-Politiker (nein einer von den Guten, kein KoZe!) schlechthin, einen Sieges-Freuden-Zug durch den Campus gestartet. Am Anfang waren wir 20 Leute, am Ende sicher 200 die nur „OBAMA“ und „YES WE CAN!“ rufend durch die Straßen gezogen sind! Eine Erfahrung wie bei uns an der WM! Ich denke Amerika hat die richtige Wahl getroffen, damit schließe ich die Berichterstattung live aus Storrs, CT.
Für weg-von-ulm.de – Raimar Wagner on 2:17h AM EST
Sorry stk, ich musste es klauen!
Connecticut ist übrigends so klein dass es rechts nur einen Button bekommen hat, den 5. von oben
Und Raimar ist mitten drin! Wenn ich jedes mal wählen gewesen wäre wenn mich irgendjemand oder irgendetwas dran erinnert hätte dann wäre ich noch heute Nacht beschäftigt
Überall T-Shirts, Banner, free Donuts, free Coffee für Wähler! Die Amis die ich heute getroffen habe waren eigentlich alle schon Obama-siegessicher. Alles weitere zeigt cnn.com, ich traue dem sicheren Sieg noch nicht! Mal sehen wie sich der Tag noch entwickelt
– Raimar Wagner für weg-von-ulm.de live aus Storrs, CT – 3PM EST
Nachdem Ferdi schon so gut vorgelegt hat muss ich gleiche nun auch für sie USA bringen ;-):
billiger in den USA:
- Benzin, die Gallon (~3.7l) gibts in CT grad für $3.42. Wer bei Citgo tankt ist ein schlechter Ami
Auch wenn sie meist am billigsten sind. - Klamotter aller Art, ich war erst heute nochmal im Outlet und habe umgerechnet 110 € für eine Hose, eine Pullover, 5 Boxershorts, ein Paar Handschuhe und einen Gürtel ausgegeben. Achja, alles Markenklamotten!
- Elektronik, auch jeder Art. Das meiste hat den gleichen Preis in US$ wie €, dh. man kommt bei Elektronik eigentlich immer gut weg.
- Essen gehen ist auch für eher ärmere Studenten durchaus bezahlbar und der durchschnittliche Diner bietet gute Qualität. Ein preiswertes Frühstück gibts auch immer beim Dunkin‘ Donut.
macht keinen Unteschied
- Alkohol ist eigentlich genauso teuer wenn man nicht gerade Importkram will.
- Autoreparaturen sind auch ähnlich teuer wie daheim ._.
teurer in den USA:
- gute Lebensmittel! Klar gibts Ramen im Wal-Mart billig aber was gescheites ist gleich teurer und gibts nur in „europäischeren“, teuren Supermärkten wie Big Y.
- Studium, dazu muss ich denke ich nichts sagen
- Öffentlicher Nahverkehr, da quasi inexistent können AmTrak und PeterPan/Greyhound teilweise unverschämte Preise verlangen
- Eintrittspreise, teilweise verlangen sogar die grottigsten Bars $5 Eintritt für nichts. Ein guter Club in Montreal hat andere Deutsche auch schon mal $25 Eintritt gekostet
- Maut gibts hier auf den Turnpikes auch, aber die ist eher lächerlich (meist ~$1). Uns wundert jedesmal dass es sich lohnt an jede Station so viele Angestellte zu stellen wenn jedes Auto nur $1 zahlt.
- Wohnen, zumindest ist der Preis den ich für dieses Wohnheim zahle eigentlich eine Unverschämtheit.
Ok, nicht meiner sondern Natalies. Faszinierend, eigentlich sollte man denken ein amerikanischer Stimmzettel besteht nur aus zwei Feldern
[ ] McCain
[ ] Obama
Aber auf dem Zettel der ca. so groß ist wie 3 DIN A4 Seiten kann man alles mögliche wählen, z.b. auch den Soil and Water Secretary von Oregon






