Ferdinand am Samstag, 13. Dezember 2008

Witze zu übersetzten geht eigenltich immer schief. Am Anfang habe ich keinen einzigen verstanden (mein Spanisch ist also besser geworden) und meine ersten Übersetzungsversunche von Witzen haben statt Gelächter nur fragende Gesichter erzeugt. Um so überraschender, dass es manchmal dann doch mit einer platten Übersetzung funktioniert. Und dass dann ausgerechnet bei einem Witz der untersten Schublade.

Porque es la nive blanca ? – (1): por la venida de Santa
Warum ist der Schnee weiß ? : weil Santa gekommen ist

(1) die restliche Zeile markieren

Ja, ich weiß dass das eigentlich Mittelstufenniveau ist, aber als ich den gestern abend (nach dem dritten Bier) erzählt bekommen habe, war es ein ziemlicher Brüller. Die zusätzliche Bedeutung des Wortes venir (= kommen/ankommen) als ejakulieren … Das hätte ich mich leben nie getraut so zu übersetzten.
Und wenn wir schon bei Witzen sind gleich noch einer hinterher:

Que seríamos, si el mundo fuera un cubo? :cubanos
How would you call humans, if the world was a cube? : cubans

Im Spanischen funtioniert der wirklich super… Im Englischen wirkt es ein bisschen erzwungen, im Deutschen geht es endgültig schief (Kugleaner Würfelaner und Kubaner :-/). Ach ja, verbessert mich bitte, wenn mein Englischer Konditionalausdruck, gegen grammatische Regeln verstößt ;-)

Zum Schluss noch einer der nur im Englischen funktioniert:

Why is six afraid of seven? : because seven ate nine

Ferdinand am Donnerstag, 20. November 2008

Aus Zacatecas habe ich eine kleine Erkältung mitgebracht und… ich beginne deutsche Taschentücher zu vermissen. In ihrer Festigkeit sind mexikanische Taschentücher eher mit 4-lagigem Toilettenpapier zu vergleichen (keine Sorge: immerhin sind sie deutlich weicher ;-) ) Die Taschentücher hier benutze ich einmal, steckt sie in die Hosentasche und hohlt beim nächsten mal nur noch Fasern raus..

Ich musste heute an diese alte Klitschko Tempo Fernsehwerbung denken. Die sollten hier keine Erkältung bekommen… ;-) (Habe den Clip leider nicht gefunden – aber ihr erinnert euch sicher alle daran… Klitschko hustet mit seinen 300km/h jedes andere Taschentuch um)

Genug Produktwerbung: Jedes deutsche Taschentuch wäre mir gerade lieber als mexikanisches Kleenex

Ferdinand am Donnerstag, 20. November 2008

Vor ein paar Wochen habe ich ein T-Shirt mit „Yo Guave“ gesehen. Zunächst dachte ich ja es wäre eine Stadt, so a lá „I LOVE NYC“ „I LOVE GUAVE“ (immerhin wohne ich in Guadalajara und war in Guanajuato schon zu Besuch), aber nein es ist ein Frucht. Nachdem ich aber Guave nie zu vor gehört hatte, wollte ich wissen ob das irgend eine exotische Frucht ist… vielleicht sogar typisch für Mexiko. Nein war die Antwort, das ist etwas ganz bekanntes, so wie Äpfel oder Limonen. Drei Mexikaner, waren nun auf der Suche nach dem englischen Wort für Guave und habe dabei wirklich den Eindruck gemacht, es läge ihnen fast auf der Zunge. Eine Beschreibung musste her: „rund, mit Kernen, wird mit Schale gegessen“: Pfirsich… nein „Gelb“ : Banane → nein (ich weiß ja, Banane widerspricht allem was davor gesagt wurde, aber bei gelb und Frucht kann ich einfach an nichts anderes denken), Etwas später haben wir dann Guave gekauft. Ich hatte sie nie davor gesehen. Was meine mexikanischen Begleiter sichtlich überraschte, eine englische oder gar deutsche Übersetzung existiert nicht und so würde ich die Guave irgendwie schon als exotische Frucht bezeichnen. Für Europa haben wir festgestellt, dass wenn es Guave überhaupt zu kaufen gibt, dann auf jeden Fall schwieriger als Mango oder Annanas etc., was für einen Mexikaner deutlich exotischer ist (wie einnig wir Europäer uns immer sind ;-)). Es ist interessant zu sehen wie in einer anderen Kultur Vorstellungen wie „Alltägliches“ und „Exotisches“ mit einander kollidieren.

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Ferdinand am Samstag, 15. November 2008

Tacos, Tortillas, Guacamole … Vieles ist ja in Deutschland bekannt. Und das Zeug ist wirklich gut. Obwohl ich hier jetzt schon eine Weile bin, esse ich es immer noch wahnsinnig gerne.

     

Dann gibt es aber wieder Dinge die mir eher seltsam vorkommen.

Eines betrifft das Frühstück. Es existiert hier als Mahlzeit einfach nicht. Zu jeder Tages und Nachzeit kann man hier die gleichen Dinge essen (Tacos, Totillas, Torta Ahogada) Also schwere Gerichte mit viel Chili. Will man den Tag etwas leichter beginnen. Mit einem Fruchtsalat etc… (und eigentlich sind ja Früchte hier so viel besser als in Deutschland – richtig lecker), wird man von den Mexikanern schief angeschaut „Bist du etwa ein Vegetarier?“. Von Kaffee fange ich an dieser Stelle mal gar nicht an zu reden. Das würde noch mal einen Blogartikel füllen.
Immerhin habe ich in diesem Punkt die Unterstützung meiner europäischen Austauschstudenten. Auch wenn es manchmal schwer ist ein gutes Frühstück zu finden, wir halten da zusammen und wurden meistens nach etwas suchen fündig. Später am Tag bin ich dann auch immer für den Taco von der Straße zu haben. (By the way: Der Vorschlag der Gringas war zum Thema gutes Frühstück: Burger King…)

Zweite Sache die ich etwas seltsam finde, ist die Würzung des Essens. Diese ist meiner Meinung nach vollständig auf den Taco ausgerichtet: Limonen, Salz, Chili. Diese drei Dinge scheint den Mexikanern wahnsinnig zu schmecken. Bei Tacos, Tortillas etc… stimme ich dem auch zu – schmeckt wirklich gut. Aber wie bereitet ein Mexikaner einen Fruchtsalat zu? Richtig: mit Limonen, Salz und Chili. Popcorn? Yep… und Bier? Vorsicht hier kommt noch eine vierte Zutat hinzu: Maggi Soße! Das ist kein Witz, es schmeckt furchtbar und hält dem bayerischen Reinheitsgebot bestimmt nicht stand es heißt: Michelada

 

Raimar am Samstag, 18. Oktober 2008

Beim Bestatter gibts grad ne nette Liste was man nach der Rückkehr aus Amerika machen sollte könnte ;-)

Bringe ihnen etwas möglichst Häßliches und absolut Nutzloses mit.
Am Besten etwas wofür es in Deutschland weder Zutaten, noch Verbrauchsmaterialien gibt.

Das ist problemlos möglich, das fängt schon bei Leitz-Ordnern und allen Arten von Schreibmaterial an (US-Letter) an … ;-)

Ferdinand am Samstag, 18. Oktober 2008

Mexikaner sind keine Freunde von Duschgel. Sie bevorzugen ein Stück Seife. Ein Freund hat es mal so ausgedrückt: er fühle sich danach einfach sauberer wenn er ein Stück Seife an seinem Körper reiben kann, das geht mit Duschgel einfach nicht so.

Ich habe mich nach drei Monaten dann doch mal auf die Suche nach Duschgel gemacht. Manche mexikanischen Eigenheiten kann kann ich halt einfach nicht nachvollziehen (oder sind es dann doch die deutschen Eigenheiten ….). Dass es eine ähnlich breite Auswahl wie bei uns gibt, habe ich nicht erwartet. Irgendwelche fancy Axe, Adidas etc Düfte gibts halt einfach nicht. Naja… am Ende war ich froh überhaupt fündig geworden zu sein. Die Auswahl bestand aus extrem penetranten Fruchtgeruch und der etwas neutraleren Variante – für was ich mich wohl entschieden habe ;-)

Der Hersteller des Duschgels ist übrigens „Schwarzkopf“ :-) und das lustigeste: auf der Rückseite befindet sich eine Anleitung wie man das Zeug verwendet :-)

Ferdinand am Montag, 13. Oktober 2008

Jajaja … Hier das gleiche wie in den USA. Die beiden größten Missverständnisse zum Oktoberfest:

  • Weit verbreitet: Das Oktoberfest findet im Oktober statt.
  • Es wird viel Bier getrunkten => Bier ist dort billig

Ich sehe schon nächstes Jahr, Mitte Oktober Leute vor meiner stehen, die auf die Wiesn wolln …

Nachtrag: (neben anderen)

  • Bier kostet 0.0x €
  • findet statt am 18. Oktober …
Ferdinand am Samstag, 11. Oktober 2008

Am Iteso herrscht ein rellativ großes Umweltbewußtsein. Viele Dinge sind vorbildlich geregelt:

  • es gibt hier Mülltrennung – was ich sonst noch nirgends in GDL erlebt habe. (Auch wenn ich Zweifel habe ob der Müll nicht außerhalb des Itesos einfach wieder zusammengeschüttet wird. Ich kann mir nicht vorstellen wie das Konzept der Mülltrennung als Insellösung funktionieren kann.)
  • Es gibt praktisch keine Wasserverschwendung. Alle Wasserhähne sind mit Sensoren ausgestattet – das Wasser geht praktisch sofort aus, wenn die Hände weg sind.

Andere Dinge sind etwas inkonsequenter. Allein was man an Müll sparen könnte, wenn das Essen nicht in Plastiktellern ausgegeben würde…

Und wieder andere Dinge sind mir sogar ein bisschen zu umweltbewußt. Hier werden teilweise Dokumente als Kopierpapier recycelt. Heißt: man bekommt etwas ausgedruckt, wo auf der Rückseite beispielsweise eine Korrespondenz mir einer anderen Uni ist. Keine richtig heißen Infos, aber immerhin Anschriften, Telefonnummern und den Namen eines Studeten der vor einigen Semestern hier am Iteso war.

Raimar am Freitag, 10. Oktober 2008

… wenn Konzerte in echten Theatern stattfinden, mit Sitzplätzen. Wir haben nicht schlecht gestaunt als wir ins Chevrolet Theatre gekommen sind. Die haben einfach die ersten 10 Sitzreihen abmontiert und auf der Theaterbühne die komplette Bandausstattung aufgebaut.
Das Konzert war super, das Ganze war eine komplett andere Atmosphäre als auf dem Southside! Es waren vll 300 Leute da und von daher war das Ganze eher wie ein kleines Privatkonzert, man konnte problemlos vorne an die Bühne kommen ohne zu sterben ;-)
Was etwas genervt hat waren die 3 Vorbands von denen nur eine was getaugt hat. Sonst war das Publikum eher strange, zumeist junge Emo‑Kinder mit Eltern und PETA-Freaks. Wir sind danach erstmal zum McD. gefahren :D

Ferdinand am Donnerstag, 9. Oktober 2008

Gas bezahlen funktioniert in Mexiko so: Da kommt einer vorbei und sammelt das Geld ein. Jetzt ist es aber so, dass sowohl ich, als auch Pris eigentlich fast nie zu Hause sind. => Heute morgen musste ich kalt duschen (Mittlerweile haben wir bezahlt)