Frank am Samstag, 24. Januar 2009

… leider muss ich meinen Rucksack packen. Ich wär ja gerne noch ein wenig länger geblieben (so 1–2 Jahre). Aber morgen geht schon mein Flug. Anfang Februar fang ich ein Praktikum in München an (2 Monate, HVB Information Service). Ich werd die Zeit hier echt vermissen. Das Leben hier kann so einfach und angenehm sein …

Ein paar ausführlichere Wort und abschließende Gedanken folgen dann die nächsten Tage von Deutschland aus.

*snief*

Frank am Donnerstag, 22. Januar 2009

Muay Thai, oder auch Thai Boxing genannt, ist der thailändische Nationalsport. Der Sport ist durch diverse Martial Arts Filme und Spiele (Sagat! :) ) weltweit sehr bekannt geworden. Besonders erwähnen will ich hier den Film Ong Bak der in Thailand Kultstatus erreicht hat. (Onk Bak 2 [Trailer ], der bis auf den Hauptdarsteller nichts mit dem ersten zu tun hat, läuft hier gerade im Kino. Wenn ihr auf stylische Prügeleien steht, solltet ihr euch Film unbedingt ansehen. Tony Jaa geht mit fast jeder Kampfsportart und Wafffe die es damals gab gegen den Bösewicht vor. Yeahy!)

Um uns auch mal ein paar Kämpfe live anzusehen waren wir im Lumpini Stadium, dem größten in Thailand. Es war trotzdem eher klein, dafür dass es der Nationalsport ist. Naja, die Tickets sind sehr teuer und viele Thais gehen nicht ins Stadium sondern schauen sich die Kämpfe im TV an.

Weil beim Muay Thai nicht nur mit den Boxhandschuhen sondern auch mit den Knien und den Ellbogen ins Gesicht gedroschen wird, ist die ganze Sache doch recht blutig und manchmal unappetitlich anzusehen. Die Kämpfe werden von einer kleinen „Band“ begleitet die eine nervenaufreibende Musik spielt. Spätestens nach 4 Kämpfen wird nervenaufreibend zu nervig und man freut sich auf die Pausen zwischen den Kämpfen wenn wieder Ruhe ist. Der als Main Fight angepriesene Kampf war eher enttäuschend (kein Blut & Sieg nach Punkten) dafür waren die zwei davor sehr gut (viel Blut & KO).

   

Ich hab kein Video machen können, aber bei YouTube gibts natürlich was…

Frank am Montag, 19. Januar 2009

Nach unserem Hong Kong Trip sind wir zur Erholung nach Ko Chang (thai: Ko = Insel, Chang = Elephant) gefahren. Die einzigen Elefanten auf der Insel sind dressiert und tragen einen für Geld den Berg rauf. Die Form der Insel sieht ein bisschen wie ein Elephantenkopf aus. Vielleicht deshalb Ko Chang. Oder aber sie wurde doch nach dem Chang Beer, einem beliebten thailändischen Getränk gegen schlechte Laune, benannt. Wer weiß…

Im Vergleich mit anderen thailändischen Inseln (hab mittlerweile doch schon einige gesehn) schlägt sich Ko Chang eigentlich ganz gut. Strände, Natur, Location: passt alles. Nicht so bekannt wie Ko Samui und Phuket, wird doch seit ein paar Jahren fleißig am Ausbau der Insel gearbeitet. Und das bedeutet in Thailand leider nix Gutes. Der Vorteil von Ko Chang ist dass die Insel sehr bergig ist (743m!) und deswegen – bis auf den kleinen Streifen am Meer – so gut wie nichts bebaut werden kann. Aber eben dieser kleine Streifen am Meer…

Einige Strände haben sich doch sehr verändert seit dem ich das letzt mal, vor knapp 4 Jahren, hier war. Irgendwie hab ich das Gefühl die Preise für Bungalows steigen direkt proportional mit dem Anteil an verbautem Beton :(Wenn man aber mit dem Pickup ne halbe Stunden die Küsten entlang nach Süden tuckert, findet man doch noch Backpacker-bewohnte schöne Strände. (Ich will damit aber nicht sagen dass  Backpacker-bewohnte und schön immer im diekten Zusammenhang steht)

Auch in Ko Chang war die allgemeine Kältewelle zu spüren und das ein oder andere Mal musste ich mir beim abendlichen Seafood BBQ am Strand doch einen Pulli anziehen :p Tagsüber hatte es zwar immer noch so um die 32℃. Aber ein Deutscher der am Strand lag meinte, er hätte es noch nie so kalt in Thailand erlebt. Und er war immerhin schon neun mal hier…

Hier noch ein paar Bilder vom monkey on the wire und dem Freak mit dem Metalldetektor am Strand (hat kein Schatz gefunden!)

Frank am Donnerstag, 1. Januar 2009

Vorgestern sind wir aus Phuket zurückgeflogen um rechtzeitig wieder in BKK für den Jahreswechsel zu sein. Phuket war ungefähr so wie ich es mir vorgestellt hab. Diese tolle, oft beworbene Insel finde ich wird völlig überschätzt. Man hat nie das Gefühl auf eines Insel zu sein (es gibt eine Autobahnbrücke nach Phuket und einen Flughafen!) und es ist sehr vollgebaut und zugepflastert. Die Preise haben oft auch nichts mehr mit dem Rest von Thailand zu tun. Aber unser Hotel war sehr schön und die Strände können sich sehen lassen. Aber es gibt definitv schönere Orte in Thailand.

Zur Jahreswechsel-Countdown-Zelebration sind wir zum Siam Sq, dem inoffiziellen Stadtzentrum, gefahren und haben dann natürlich alle möglichen Leute im Chaos verloren oder erst gar nicht gefunden. Irgendwann haben sich die meisten dann aber doch noch gefunden. Wir waren eine unüberschaubare bunten Gruppe von Europäern aus Uni.  Anschließend sind wir zu nem Club gefahren, glücklicherweise nicht in das Santika, das gestern abgebrannt ist.

Der Club in dem wir waren, der culture club, war wirklich top. Musikalisch sehr fein und das Publikum sehr angenehm – im Gegensatz zu manch anderen Lokalitäten hier. Oft sind die Clubs, sobald sie bekannt und „mainstream“ werden, voller Nutten, Shemales und Westlern auf der Suche nach beiden ersteren. Oder, eigentlich noch schlimmer: Touristen mit ihren Trekkingsandalen und Cargopants die irgendwelche commission-gierigen Tuktukfahrer angekarrt haben.

Captain Obvious sagt: die ersten 5 Bilder sind aus Phuket, der Rest ausm culture club

 

Morgen gehts auf nach Hong Kong. Ich freu mich schon wie ein Schnitzel auf die Stadt. Ich hab mittlerweile schon von vielen Leuten sehr viel Positives gehört. Soll wirklich cool und komplett anders als BKK sein. Ich bin gespannt :)

Frank am Dienstag, 16. Dezember 2008

Nach etwas längerer Zeit meld‘ ich mich auch mal wieder. Letzte Woche waren die letzten Prüfungen hier an der „Uni“ und die meisten Falangstudenten sind danach in alle Himmelsrichtungen aufgebrochen. Zum Abschied haben wir eine kleine WG Party bei uns im SV59 veranstaltet. Was als anschließender gemeinsamer Restaurantbesuch geplant war hat mit vielen vielen Leuten in dubiosen Bangkoker Clubs geendet… hihi

Wir (Ju & ich) sind danach in den Dschungel aufgebrochen. Genauer gesagt in den Khao Sok National Park im Süden Thailands. Der Nationalpark ist meiner Meinung nach einer der schönsten in Thailand. Die Landschaft sieht unglaublich geil aus. Durch die steilen hohen Felsen und den dichten Dschungel hat man das Gefühl man ist ein einem Film und ich hatte immer gehofft hinter dem nächsten Baum auf Kate zu treffen (oder wenigstens Hurley & Sawyer). Viele National Parks haben noch einen, zumindest teilweise, intakten Urwald, der Urwald hier im Khao Sok soll aber angeblich der älteste sein. Wobei ich mich ja schon frag‘ wie man das so raus findet. Welcher Wald der älteste ist. Die Jahresringe der Bäume zählen ?! lol Das wirklich besondere hier ist aber der See. Der ist 1982 entstanden weil die Thais einen Staudamm zur Stromerzeugung errichtet haben. Und zwar NACHDEM sie die komplette Gegend zum National Park erklärt haben. Typisch Thai.

Der See erstreckt sich über 165 km² und einige malerische Thaidörfer liegen jetzt 80m unter der Wasseroberfläche. Die offizielle Seite sagt: „EGAT attempted the largest capture and release operation (to save the animals facing drowning in the lake) ever in Thailand. Unfortunately, this operation was largely unsuccessful and many of the species captured died from the stress.“ lol Auch typisch Thai.

Wegen dem See hat man wirklich gute Sicht auf die Landschaft und den Urwald und nicht wie sonst im Dschungel das Problem, dass man den UrWald vor lauter Bäumen nicht sieht. Daher sehr sehenswert.

Ich hoff ich komm morgen dazu die Fotos zu sortieren und ein Album zusammen zu suchen. Bis dahin gibt nur diese eine Bild. Hmm, die Ju war mit bloggen und Fotoalbum natürlich wieder schneller… :(

Frank am Montag, 1. Dezember 2008

„Steht Thailand ein Militärputsch oder ein Volksaufstand bevor? Die Stimmung in Bangkok wird immer gereizter. Während 100.000 Touristen festsitzen, rüsten alle Seiten zum Kampf um die Macht.“

Ich habe meine Text über die Lage Thailands über den Haufen geworfen und zitiere lieber einen Profi. Ja bissl faul, aber der Artikel auf SPIEGEL ONLINE fasst die Sache sehr gut und prägnant zusammen. Sehr lesenswert!

Mittlerweile ist die Situation echt ärgerlich. Mein Visa müsste bald mal erneuert werden und unser geplanter Hongkong Trip nächstes Wochenende wird wohl ziehmlich wahrscheinlich ausfallen. Außer wir nehmen das Schiff. Auch einige andere Leute hier sind, wie die 100,000 Touristen in Thailand, betroffen. Antoine, ein Franzose der seinen Freund hier besucht hat kann nicht mehr heimfliegen und muss jetzt, anstatt daheim arbeiten zu dürfen, mit uns hier am Pool abhängen (OK, gibt schlimmeres ^_^). Patrik, ein Student aus Amsterdam, hat für dieses Wochenende eigentlich seine Eltern erwartet und auch andere haben Wochenendtrips in die umliegenden Länder geplant. Außerdem meide ich im Moment manche Bereiche in Bangkok lieber. Der tolle FlowerNightMarket nördlich der KaoSanRoad liegt doch zu nah am, seit Monaten besetzten, Govermenthouse. Uns nachdem seit kurzen dort immer häufiger Granaten explodieren lass ich die Erkundung der Gegend mal lieber.

Frank am Donnerstag, 27. November 2008

Mittlerweile sind beide Flughäfen von Bangkok gesperrt bzw. besetzt und bleiben es wohl noch bist zum Sonntag. Naja, falls das Militär nicht eingreift… :(

Beim heutigen schlendern durch Bangkok ist uns außerdem die erhöhte Militärpräsenz aufgefallen. An wichtigen Kreuzungen und Skytrainstationen hängen plötzlich Soldaten rum. Das war bisher definitiv nicht so. Dazu passend gibt es gerade immer mehr Gerüche über einen bevorstehenden Militärputsch. Mal schaun. Großartig !

Spiegel TV [Video]

Frank am Dienstag, 25. November 2008

Ich wollt eigentlich schon seit längerem mal was über die aktuelle politische Situation in Thailand schreiben. Die Proteste dauern schon seit Monaten an, aber im Moment herrscht ein neuer Höhepunkt. Ihr habt es wahrscheinlich in den Nachrichten mitbekommen: Das Parlament wurde umstellt und der Flughafen zeitweisebesetzt. Und wie es aussieht wird in den nächsten paar Tagen noch einiges folgen.

SpOn und NYTime berichten.

Uns betrifft es hier gerade noch nicht wirklich. In dem meisten Teilen Bangkoks ist es ruhig. Das Guesthouse in dem wir die nächsten paar Tage verbringen wollten liegt aber in der Nähe des Regierungsviertels :(  das heißt wir werden uns wohl doch was anderes suchen.

Und hier für die lesenfaulen ein Video.

Frank am Montag, 24. November 2008

Ich wollte auch mal was zum Thema Guave beisteuern. Die sind hier auch sehr verbreitet und beliebt. Ich persönlich mag sie nicht und werde immer stinkig wenn sie mir hier in mein green curry die Dinger halbiert(!!) reinwerfen, und dann auch noch am chicken sparen. Naja anyway. Die Guave heißt auf Thai farang (oder auch falang - wegen der asiatischen r/l Schwäche, hihi). Farang ist aber auch das Wort für uns Westler oder Weiße im Allgemeinen. Oft im negativen Sinne gebraucht. Man bekommt das Wort hier auch öfter mal mit wenn man mit Thais zu tun hat und ihnen aufmerksam zuhört.

Warum die Thais uns als Guaven bezeichnen wissen sie selber nicht so recht, aber die allwissende Wikipedia hat natürlich einige Theorien dazu.

foto von cheesy_lady [flickr]

Frank am Montag, 24. November 2008

Wir waren die letzten paar Tage im Westen von Thailand unterwegs. Wir haben einige Tage auf Ko Samed verbracht. Die Insel ist in ein paar Stunden mit dem Bus von BKK aus erreichbar und daher ein beliebtest Ziel von Thais und Expats am Wochenende. Ko Samed ist recht klein und währen der low season sehr einsam und idyllisch. Im Moment ist aber leider gerade high season. Das bedeutet die Leute sind nur halb so nett und alles ist  doppelt so teuer. Ach wenn es dieses Jahr nicht sehr viele Touristen in Thailand gibt – Finanzkrise und Thailands politischer Krise sei Dank – so ist die Insel doch eher ungemütlich gewesen als wir ein paar entspannte Strandtage genießen wollten. Vor paar Monaten waren hauptsächlich junge Backpacker unterwegs, doch jetzt hat sich das Publikum komplett geändert. Es besteht nun hauptsächlich aus Gruppen von whiskeysaufenden Thais und – ganz dem Klischee entsprechend – fetten, hässlichen und alten Westlern mit ihren blutjungen Thai „Bekanntschaften“. Das berühmt-berüchtigte Pattaya ist nur zwei Autostunden weg und viele kommen wohl direkt von dort mit ihrer neuen „Freundin“ im Gepäck. Schon sehr sehr traurig. Der Sextourismus ist zwar nur in wenigen Teilen Thailands wirklich präsent, da aber dann wirklich stark. Es ist wirklich schade, dass dieser kleine Teil das Image des ganzen Landes so sehr prägt…

Mit ein bisschen suchen gibts aber auch auf Ko Samed immer noch schöne Strände und nette Leute :) Yeahy!