Es geschah am Wochenende des 4. Advent, dass mich und Maik die Reiselust packte, und wir von Samstag auf Sonntag nach Shanghai fuhren. Geplant war nicht wirklich was, nur dass wir am Abend eine Karaoke-Bar besuchen wollten. Und wie das so ist, wenn man nichts plant, war die Herberge, in die wir gehen wollten, wegen Renovierungen geschlossen. Alternative Möglichkeiten hatten wir uns auch nicht herausgesucht. Nach 3 Stunden, 2 anderen Herbergen und einem Dunkin Donut fanden wir eine Unterkunft, in der seltsamerweise noch viele Betten frei waren. Der Preis des Captain Inn war auch angemessen und die Matrosenanzüge der Angestellten waren Belohnung genug für den langen Marsch. die „Kajüten“ waren auch nicht schlecht.
Die Herberge befindet sich in der Fuzhou-Lu fast direkt an der Promenade des Huangpu-Flusses, die man auch BUND nennt. Zur Haupteinkaufszone, der Nanjing-Road, sind es von dort nur 10 Minuten zu Fuß und somit auch nur 10 Minuten zur nächsten U-Bahn. Die Lage hätte man sich gar nicht besser wünschen können. Und da wir ja direkt am BUND gewohnt haben, war das auch unser erstes Besichtigungs Ziel. Die Baustellen haben leider den Blick auf Pudong etwas verunschönt, doch der am Tag so hässliche Fernsehturm (auch genannt Perle des Ostens) erstrahlte in all seinen wechselnden Regenbogenfarben.
Mittlerweile war es auch schon ziemlich kalt geworden und ich entschied mich dann doch eine Wintermütze von einem Straßenhändler zu kaufen. Das tolle an dieser Mütze ist, dass sie aussieht wie ein Pandakopf. Wenn ich ehrlich bin, wollte ich mir so eine Mütze von vorneherein schon kaufen, seitdem ich sie zum ersten Mal sah. Es war der Beginn einer Reise, die immer wieder ein Lächeln auf die Gesichter der Menschen zauberte. Es gab also doch noch etwas, was die Chinesen zum Schmunzeln anregte, wenn es schon Brillenträger ohne Brillengläser oder Frauen im Schlafanzug beim Einkaufen im Supermarkt nicht mehr tun. Ich überredete Maik auch eine zu kaufen und beim nächsten Straßenhändler erstand er eine Mütze, Modell Mausohren; er meint Modell Koala.
Wir kamen kurz danach an einer supermegatollen HyperAttraktion an; Vielleicht die beste, die Shanghai zu bieten hat. Und weil ich euch auch am Pudong-Sightseeingtunnel teilhaben lassen möchte, habe ich eine kleine Dokumentation darüber gedreht:
Ich sehe man ist sichtlich begeistert. Dieses atemberaubende Spektakel kostete auch nur 40 Yuan, also 4 Euro, was für chinesische Verhältnisse doch schon recht viel ist. Nunja zumindest ist es aufregender, als mit der U-Bahn nach Pudong zu fahren. Wir schauten uns den BUND nun auch von der anderen Seite an.
Weiter ging es dann in einen ganz anderen Teil der Stadt: In die French Concession. Dieser Teil der Stadt sieht relativ europäisch aus. Es gibt eigentlich keine Hochhäuser, dafür aber viele Villen und Nobelrestaurants. Die Suche nach einem billigen Restaurant gestaltete sich hier schwierig, doch am Ende aßen wir relativ gut und recht billig.
Nach dem Essen machten wir uns auf diese Karaoke-Bar, namens Bobo’s Bar, zu suchen. Als wir sie fanden, fanden wir sie unbeleuchtet und geschlossen vor, kein Schild, ob nun endgültig geschlossen oder nur im Urlaub. Einen Alternativplan haben wir uns nicht aufgestellt und so liefen wir einfach nur zurück zur Herberge, was sich etwa 2 einhalb Stunden hinzog. Auf dem Weg fiel Maik auf, dass die Werbetafel-Sitzgelegenheiten in Shanghai absolut undurchdacht ist. Man stelle sich einen LCD-Bildschirm vor, an dessen eine Bank festgemacht ist. Wenn man sich nun hinsetzt blickt man von der Werbetafel weg, und zwar nicht in Richtung Straße oder gegenüberliegende Starßenseite mit Werbetafel, sondern Richtung Mauer, Hauswand oder Gebäude. Zudem werden diese nachts nicht ausgeschaltet, was ich bei der Stromsparpolitik Chinas, die in chinesischen Studentenwohnheimen um 11 Uhr oft den Strom abstellen lässt, nicht nachvollziehen kann.
Am nächsten Tag streiften wir nurnoch durch Shanghai und schauten uns Sachen an, die auf der Karte als Sehenswürdigkeit angezeichnet waren. So waren wir zuerst an einem altertümlichen Markt in der Fangbang-Lu, der dem Nanjinger Fuzimiao (Konfuziusmarkt) sehr ähnelt. Anbei gab es noch einen daoistischen Tempel, der sehr bunt und Kitschig war, aber schöne Figuren an den Dächern hatte. Von dort aus gingen wir geradewegs zu etwas, was auf der Karte als „Spice-Market“ angezeichnet war. Auf dem Weg kamen wir wieder an einer Art europäischem Viertel vorbei, wo es auch wirklich billige Sachen zu kaufen gab. Einfach die Fangbang-Lu Richtung Westen entlang gehen. Vor dem Spice Market war noch ein Park mit See, an dessen kompletter Uferpromenade eine gelbe Linie entlangführte, auf der stand: „Danger do not go beyond yellow line“. Der „Spice-Market“ stellte sich dann heraus als ein westliches Restaurant‑ und Kneipen-Viertel mit viel zu teuren Preisen (natürlich). Also für westliche Touristen eigentlich komplett uninteressant. Wir sind dann noch an einen anderen Platz gefahren mit einer Kirche und waren danach Kaffe trinken. Maik hat einen Irish Coffee und ich einen Latte Macchiato mit Irish Cream getrunken. Es war genau dasselbe.
Eine Kreuzung, bizarr hässlich
Die Wohnung des Teufels
Chinesiche Winterdeko: Kohlbäume
Nahe Innenstadt, Expo-Baustellen-Chaos
Der altertümliche Markt
Daoistische Tempel und Dachverzierung
Auf dem Weg zum „Spice-Market“
Extrem gefährlicher ausgetrockneter See und wilder Panda
Touristen-Geldausdertaschezieh-Viertel mit wunderschönen Weihnachtswichteln
Kirche und asiatisches Gebäude auf Hochhausdach
chinesische Logik: Unter gewissen Umständen ist Norden auch mal unten
Chinesen und der Regenbogen
Am Ende muss ich sagen, dass das interessanteste an der ganzen Sache die Reaktionen auf unsere Mützen waren. Ein flüchtiges Lächeln, ein lautes Gelächter, ein „可爱 (ke’ai)“ oder einfach nur ein „interesting hat“. Alles davon hat mich stolz gemacht, und irgendwie auch glücklich, auch wenn es den Anschein hat, dass wir uns stattdessen lächerlich gemacht haben. Denn die einzigen, die abfällig die Nase darüber gerümpft haben, waren die westlichen Touristen. Alle anderen haben sich gefreut uns zu sehen.
Amen
Die letzten Tage war ich in San Cristobal einer wunderschoenen Stadt/Dorf im Bundesstaat Chiapas im Sueden Mexikos, einem Ort voller kleiner Cafes, bunter Haeuser, Toursiten und Indigenos. So schoen, dass es nach 5 Tagen schwer faellt weiter zu ziehen.
Fuer einen Tag waren wir in Chamula, einem Dorf der Tzotziles (einem lokalen Indigeno Stamm) Obwohl es nur 10 km entfernt war, waren wir dort in einer anderen Welt. Das Herz des Dorfes war, wie in jedem anderen mexikanischen Dorf auch ;) die Kapelle im Zentrum. In Chamula war diese aber nur aeusserlich eine normale mexikanische Kirche, innen wurden eine einzigartige Mischung aus alte Riten, Moderner und Katholizimus praktiziert. Es gab keine Baenke, der Boden war mit Gras ausgelegt, in der Luft lag deshalb eine Mischung aus frischem Gras und Weihrauch. Die Leute sassen am Boden vor einem Meer aus Kerzen. Es gab keine gemeinsame Zeremonie wie man sie aus anderen Kirchen kennt. An vielen Orten wurde unabhaengig voneinander im Familienkreis ein gleicher Ritus praktiziert. Ueber den Kerzen schwenkten sie Lebensmittel (Eier, Fisch, lebende Haehnem Coca-cola Flaschen, Popcorn, …) in kreisenden Bewegunge, danach dieselbsen Bewegungen ueber dem Kopf eines Angehoerigen. Die Einwohner schienen mit allen Einfluessen recht tolerant umzugehen und schafften es gleichzeitig ihre Eigenheit zu bewahren… Neben allen erwaehnten Einfluessen ist zuletzt noch der Tourismus hinzugekommen. Neben Seltsamen Riten eine Handvoll Touris
und die bunte Mischung wird ein bisschen bunter. Was den Einwohnern bei der Tourisache wichtig/heilig ist: absolutes Fotoverbot – da dadurch die Geister gestohlen werden koennten. So tolernat sie waren, war ich natuerlich auch und habe deshalb keine Bilder im Angebot.
Jetzt bin ich leider nicht zu anderen Themen gekommen :( – ich habe hier so viel gamcht. Muss leider aufhoeren, da ich keine Zeit mehr habe. Das ist mein letzter Eintrag aus Mexiko fuers erste. Morgen geht es nach Guatemala
Von dort melde ich mich wieder!
Update 1.7.2009
Ein weiterer Ausflug von San Christobal ging nach Toniná (26.6), einer alten Mayastaette, die etwa 2 Stunden entfernt ist. Toniná ist schoen und rellativ untouristisch. Wir waren praktisch alleine auf einer riesigen Pyramide. Das es so wenige Leute sind liegt neben der Jahreszeit auch an den Nachwirkungen der Influeza. Ich habe jetzt schon von einigen gehoert, dass sie sich lange ueberlegt haben nach Mexiko zu fahren und viele Freunde kennen, die vore in oder zwei Monaten ihre Reise hierher storniert haben. Wirklich schade fuer die Leute die hier leben und vielfach auf die Einnahmen des Tourismus angewiesen sind.
Toniná ist eine gut erhaltene Maya-Pyramide, die man frei besichtigen kann. Es gibt fast keine Zauene oder sonstige Beschraenkungen. Wie bei anderen Ruinen auch, ist der Aufstieg ganz schoen anstrengend und der Rueckweg ein Abenteuer, da die Treppen 45 Grad und steiler sind.
Ansonsten haben wir die Zeit in San Christobal genossen. Es gibt wirklich super Lokations dort. Wie ein argentinisches Cafe, bei dem man zu jedem Glas Rotwein, ein belegtes Brot gratis (nach dem 5.Glas ist man langsam satt ;)) Ein wirklich angenehmes Oertchen,wo man gut seine Zeit verbringen kann.
Also ich bin nach insg. 26h Reise (von LA nach San Diego mit Greyhound und dann mit U.S. Airways nach Hartford) bin ich jetzt wieder auf dem geliebten Campus. Die Reise selbst war eher unspektakulaer, man ist von Greyhound ja schon Verspaetung und Busausfall gewoehnt. U.S. Airways war soweit auch ok, alte Flieger, kein Entertaiment, keine Getraenke dafuer super puenktlich und die Jungs haben meine Reisetasche als grosse Carry-On mitgenommen. Insofern solider, no-frills service.
Heute habe ich mich dann auch mal auf die Suche nach einem Nachfolger fuer mein Notebook gemacht. Wenn ich mich nicht spontan umentscheide werde ich morgen das folgende Teil bestellen:
Processor: Intel Core2 Duo Processor T6400
Display: 14.1“ Diagonal WXGA High-Definition (8) HP BrightView Widescreen Display (1280 × 800)
Memory: 4096MB DDR2 System Memory
Graphics card: Intel Graphics Media Accelerator 4500MHD (shared) with up to 1759MB total available graphics memory
Networking: Integrated 10⁄100BASE-T Ethernet LAN (RJ-45 connector)
Broadband wireless: Wireless LAN 802.11a/b/g/n WLAN
Primary CD/DVD drive: LightScribe SuperMulti 8X DVD±R/RW with Double Layer Support
Hard drive: 320GB (5400RPM) Hard Drive (SATA) [gigabyte is defined as 1,000,000,000 bytes, accessible capacity may vary]
Review: hier (ist aber aeltere Version)
Kostet tut der Kerl $650, mit Steuern $688 = 514 Euro, was bei der Leistung schon ok sein sollte oder? Eine Alternative waere noch dieser hier, aber der wird wenn erst in 2 Wochen verschickt :| Schon aergerlich wenn man so spontan kaufen muss, aber ohne Notebook dazustehen wenn die classes anfangen ist halt echt bescheiden.
Was meint ihr welchen ich nehmen soll? Habt ihr noch Vorschlaege die bezahlbar sind (will heissen unter $700 inkl Tax und Shipping)? Einzige Vorgabe sind dass ich nur 13 und 14 Zoeller will
Was mach ich eigentlich in der Thanksgiving Woche?! Ich hab grad rumgeschaut und habe gefunden:
- Hartfort → San Diego/6 Tage/$260
- Hartfort → Toronto/5 Tage/$206
- Hartfort → Jacksonville, FL /6 Tage/$190
- Hartfort → West Palm Beach, FL /5 Tage/$232
- Providence → Las Vegas/5 Tage/$285
Mhhm schwere Entscheidung. Was meint ihr? Ich tendiere ja zu Californien oder Las Vegas






