Ferdinand am Dienstag, 21. Juli 2009

Gestern abend bin ich von meiner Reise durch den Sueden Mexicos und Guatemala zurueckgekommen und (mal) wieder in Guadalajara.Ein paar haben es ja schon mitbekommen, dass ich ab Freitag wieder in Deutschland bin – durch Facebookstatus (obwohl er in Spanisch ist) ;-)

Freu mich schon wahnsinnig wieder daheim zu sein! Es gibt einfach viele Leute die ich gerne wieder sehen will, mal wieder so richtige Semmeln essen – statt diesem Brotersatz hier, richtige Wurst statt gebratener Schweinehaut – es gibt einfach 1000 Dinge auf die ich mich freue.

Trotzdem weiss ich schon jetzt, dass ich Mexiko vermissen werde. Ich hatte hier ein super Jahr, viele Dinge erlebt (die meissten positiv), habe neue Freunde gefunden…

Dies ist nicht mein letzter Blogeintrag. Ich habe von der Reise noch viel zu berichten (da ist gerade mal die erste Woche niedergeschrieben), viele Fotos zum herzeigen, vielleicht fallen mir „Unterschiede“ auch erst auf, wenn ich wieder zurueck bin. Waehrend der Reise war es ein bisschen schwierig zu bloggen (langsame Interentcafes, vom Spambot ausgesperrt worden etc…)

Die meisten werde ich ja bald sehen. Zunaechst mal nach Penzberg und naechste Woche schaue ich, dass ich nach Ulm komme!

Meine Reiseroute als Vorgeschmack, fuer meine letzten Blogartikel:

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Sur de Mexico in a larger map

Ferdinand am Samstag, 27. Juni 2009

Die letzten Tage war ich in San Cristobal einer wunderschoenen Stadt/Dorf im Bundesstaat Chiapas im Sueden Mexikos, einem Ort voller kleiner Cafes, bunter Haeuser, Toursiten und Indigenos. So schoen, dass es nach 5 Tagen schwer faellt weiter zu ziehen.

Fuer einen Tag waren wir in Chamula, einem Dorf der Tzotziles (einem lokalen Indigeno Stamm) Obwohl es nur 10 km entfernt war, waren wir dort in einer anderen Welt. Das Herz des Dorfes war, wie in jedem anderen mexikanischen Dorf auch ;)  die Kapelle im Zentrum. In Chamula war diese aber nur aeusserlich eine normale mexikanische Kirche, innen wurden eine einzigartige Mischung aus  alte Riten, Moderner und Katholizimus praktiziert. Es gab keine Baenke, der Boden war mit Gras ausgelegt, in der Luft lag deshalb eine Mischung aus frischem Gras und Weihrauch. Die Leute sassen am Boden vor einem Meer aus Kerzen. Es gab keine gemeinsame Zeremonie wie man sie aus anderen Kirchen kennt. An vielen Orten wurde unabhaengig voneinander im Familienkreis ein gleicher Ritus praktiziert. Ueber den Kerzen schwenkten sie Lebensmittel (Eier, Fisch, lebende Haehnem Coca-cola Flaschen, Popcorn, …) in kreisenden Bewegunge, danach dieselbsen  Bewegungen ueber dem Kopf eines Angehoerigen. Die Einwohner schienen mit allen Einfluessen recht tolerant umzugehen und schafften es gleichzeitig ihre Eigenheit zu bewahren… Neben allen erwaehnten Einfluessen ist zuletzt noch der Tourismus hinzugekommen. Neben Seltsamen Riten eine Handvoll Touris ;) und die bunte Mischung wird ein bisschen bunter. Was den Einwohnern bei der Tourisache wichtig/heilig ist: absolutes Fotoverbot – da dadurch die Geister gestohlen werden koennten. So tolernat sie waren, war ich natuerlich auch und habe deshalb keine Bilder im Angebot.

Jetzt bin ich leider nicht zu anderen Themen gekommen :( – ich habe hier so viel gamcht. Muss leider aufhoeren, da ich keine Zeit mehr habe. Das ist mein letzter Eintrag aus Mexiko fuers erste. Morgen geht es nach Guatemala :)

Von dort melde ich mich wieder!

Update 1.7.2009

Ein weiterer Ausflug von San Christobal ging nach Toniná (26.6), einer alten Mayastaette, die etwa 2 Stunden entfernt ist. Toniná ist schoen und rellativ untouristisch. Wir waren praktisch alleine auf einer riesigen Pyramide. Das es so wenige Leute sind liegt neben der Jahreszeit auch an den Nachwirkungen der Influeza. Ich habe jetzt schon von einigen gehoert, dass sie sich lange ueberlegt haben nach Mexiko zu fahren und viele Freunde kennen, die vore in oder zwei Monaten ihre Reise hierher storniert haben. Wirklich schade fuer die Leute die hier leben und vielfach auf die Einnahmen des Tourismus angewiesen sind.

Toniná ist eine gut erhaltene Maya-Pyramide, die man frei besichtigen kann. Es gibt fast keine Zauene oder sonstige Beschraenkungen. Wie bei anderen Ruinen auch, ist der Aufstieg ganz schoen anstrengend und der Rueckweg ein Abenteuer, da die Treppen 45 Grad und steiler sind.

Ansonsten haben wir die Zeit in San Christobal genossen. Es gibt wirklich super Lokations dort. Wie ein argentinisches Cafe, bei dem man zu jedem Glas Rotwein, ein belegtes Brot gratis (nach dem 5.Glas ist man langsam satt ;)) Ein wirklich angenehmes Oertchen,wo man gut seine Zeit verbringen kann.

Ferdinand am Donnerstag, 18. Juni 2009

Mein erster Zwischenstopp auf meiner Rundreise war Mexiko Stadt (auch Distrito Federal, kurtz DF genannt). Gewohnt habe ich dort, fast eine Woche bei Cesar, einem guten Freund aus Guadalajara. Im letzten Semester hatten wir einige Kurse zusammen. Er ist jetzt fertig mit seinem Studium und hat eine halbe Woche darauf Arbeit in der Hauptstadt gefunden. Sein Haus hat echt eine absolut geniale Lage, genau zwischen Zentrum und Cuyuacan. Gut angeschlossen mit oeffentlichem Nahverkehr, der im Gegensatz zu Guadalajara deutlich nuetzlicher ist.

Die Stadt hat mir dieses Mal deutlich besser gefallen. Ich habe es ein bisschen ruhiger angehen lassen, erst mal gemuetlich gefruestueckt ;-) Mexiko hat einfach wahnsinnig viel zu bieten, unglaublich viele verschiedene Zonen, die sich sichtbar unterscheiden. Andererseits ist der Smog fast ueberall vorhanden (was einem nach ein paar Tagen aber nicht mehr so stark auffaellt – hmmm) Der Verkehr ist deutlich agressiver. In DF haette ich mir wohl nie ein Auto gekauft. Aber auch als Fussgaenger lebt man deutlich gefaehrlicher in der Gallerie gibt es ein Bild mit einer gruenen Fussgaengerampel und vorbeifahrenden Autos. Bevor ich das Foto gemacht habe musste ich mich mit einem Sprung rueckwaerts retten. Naja einfach immer auf den Verkehr achten und alle Art von Beschilderung am besten gleich ignorieren (Freu mich schon auf meine Verkehrserlebnisse in Deutschland)

Cuyuacan ist einfach genial. Viele Bars, Parks … Frueher war es der Rueckzugsort der ersten Spanier und ist dementsprechend voller alter Kolonialgebaeude. Dieses Stadtviertel war ausserdem die Heimat von Frieda Kahlo und Leo Trotzki. Friedas Haus, das heute ein Museum ist habe ich mir angesehen – wirklich sehenswert, leider waren Kameras nicht erlaubt. Trotzki habe ich mir geschenkt. Ich war schon in Argentinien im Geburtshaus von Che Guevara, da muss der Stuhl in dem Troztki hinterruecks ermordet wurde nicht umbedingt sein (Diese Museen glaenzen meisst mit recht einseitiger Geschichtsschreibung)

Sehenswert ist auch Chapultapec ein Park der fast im Zentrum Mexikos liegt. Richtig entspannend einmal groessere Gruenflaechen zu sehen. In dem Park ist auch das Antropologische Museum – wirklich genial. Fuer jede Region Mexikos gibt es einen riessigen Saal. Ich habe die Zeit zur Urlaubsvorbereitung genutzt – Golfkueste, Chiapas… Man ich freu mich schon wahnsinnig nach sueden zu kommen. Das bekannteste Austellungsstueck ist der Atztekenkalender, den sie Mitten im Zentrum Mexikos gefunden hatten.

Am Wochenende war ich auf einer mexikanischen Hochzeit. War eher Zufall das ich da reingekommen bin. Prisca hatte noch ein Einladung ueprig, die Hochzeit war in Cuernavaca (ziemlich Nahe bei Mexiko Stadt) und so bin ich, Melodie und ein Couchsurfer als weitere Cousins auf die Feier gekommen. Ok… Bei etwa 400 Gaesten sind wir nicht wirklich aufgefallen ;-) Es war wirklich etwas besonderes. Die Kirchliche Feier, riesige Menschenmengen, gutes Essen, am Schluss wirklich alle betrunken.

Plaza San Jacinto in San Angel Diese Ampel zeigt fuer Fussgaenger gruen!!! Coyocan / sehr zu empfehlen noch mal Coyocan Berlin! Muenchen gabs nicht - Wien ist ein paar Strassen weiter
Leo Trotzkis Todesstaette Wenn das die Gruenen in Deutschland wuessten... Gruen pro Todesstrafe Chapultapec nicht nur Raimar kann Fotos von Eichhoernchen schiessen
Das antropologische Museum Der Kalender der Atzteken Die Kathedrale wurde mit den Steinen des alten Temples gebaut Hochzeit
Hochzeit Hochzeit      

Im Moment bin ich fuer ein paar Tage nach Guadalajara zurueckgekommen. Da ist naemlich immer noch das Auto… Evtl. bekomme ich es morgen loss, oder ich muss mit dem Preis ein bisschen runter gehen  – mal schaun. Wenigstens ist ganz lustig hier. Wir haben einen Couchsurfer (Jeremy Marie aus Frankreich) hier, der es zur kleinen Beruehmtheit gebracht hat (video, zeitung1, 2, …). Von Frankreich aus ist er quer duch Afrika getramt(!!!), hat in Suedafrika ein katermaran gefunden in zwei Monaten den Atlanik ueberquert und setzt seine Reise hier fort… Was man alles machen kann wenn man sich 4 Jahre zum reisen Zeit nimmt

Ferdinand am Dienstag, 9. Juni 2009

Noch eine letzte alte Geschichte, ab morgen blogge ich aus Mexiko City.

An einem dieser Wochenenden um Guadalajara herum, es ist vielleicht drei Wochen her, da war ich mit Melodie, Fabian und Lili in Tapalpa einem kleinen Dorf (pueblo magico!) etwa zwei Stunden von GDL entfernt. Nebenbei bemerkt ist es glaube ich das erste mal, dass ich mit meinem Ulmer Kollegen unterwegs war. Tapalpa ist ein wirklich wunderschoenen Dorf mit einer kleiner Kathedrale, komplett aus Backstein, netten Leuten und kleinen Plazas. Daneben war aber vor allem die Natur und die damit verbundenen Aktivitaeten die Reise wert. Im „Ecoparks“ balancierten wir in 20m Hoehe ueber kleine Bruecken von Baum zu Baum.

El Salto del Nogal ist einer der schoensten Wasserfaelle die ich bis jetzt gesehen habe. Vor allem ist er rellativ schwer zuganglich und kaum touristisch erschlossen. Eine fast unberuehrte Schoenheit.

Geschlafen haben wir in einem urigen Ferienhaus ohne fliessend Wasser und Strom.

Ferdinand am Freitag, 5. Juni 2009

In Paricutin war ich Ende Mai – hoffe dass ich das jetzt noch alles noch zusammen bekomme ;-)
Zunaechst mal die Geschichte: Paricutin ist einer der juengsten Vulkane, der Erde – so jung, dass es von der Vulkangeburt ein exaktes Datum gibt (20.2.1943), Fotos, und eine Geschichte zur Geburt gibt. Er soll auf dem Feld des Bauern Dionisio Pulido entstanden sein, an jenem Tag entdeckte er einen Riss in seinem Feld, aus dem Qualm hervorstieg. Vor lauter Angst versuchte er den Riss wieder zuzuschuetten – am naechsten Tag war ein Huegel von 10m Hoehe auf seinem Feld, einen weiteren Tag spaeter waren es 50 Meter

Eruption von 1943

Der Vulkan wuchs langsam genug, dass die Dorfbewohner alle sicher evakuiert werden konnten. Der Name ihres Dorfes, wurde zum Namen des Vulkans.

Paricutin war eine (sehr sehr lange) Tagesreise. Ich bin mit Melodie und zwei Couchsurfern aus Australien (Pablo und Rach) in meinem Vocho/Kaefer  gefahren. Fast fuenf Stunden war die einfache Fahrt. Puhhh… Dort haben wir uns Pferde+Fuehrer gemietet. Reiten klappt mittlerweile ganz gut, zumindest wenn das Pferd mich mag. Nach 3-stuendigem Ritt, stiegen wir den Vulkan zu Fuss auf. Pure Asche und Geroell – Jeden Schritt den man nach oben macht rutscht man zur Haelfte wieder ab. Der Vulkan an sich war weniger beeindruckend als gedacht. Nur an der Form war er als Vulkan zu erkennen, heisses Wasser kommt aus Steinritzen hervor… aber irgendwie hatte ich dann doch dieses Idiana Jones Bild in meinem Kopf, mit der kleinen hoelzernen Haengebruecke ueber gluehender Lava. Abwaertz ging es in einer mehr oder weniger konrollierten halb-laufend halb rutschend auf einer Sandpiste abwaerts.

Auf dem Rueckweg machten wir im alten Dorf halt. Der Kirchturm der aus der Lava ragt ist beruehmt geworden. Diese Symbiose aus menschlichem Werke und Natur, habe ich auf diese Weise noch nie zuvor gesehen. Normalerweise ist ja immer der Fels das Alte, und das daraufstehende Gebaeude erst spaeter hinzugefuegt…

Mit ein bisschen Klettern war es moeglich, das Innere des Kirchturms zu betreten. Es ist unglaublich wie schnell sich alles veraendert, wenn man ein bisschen unterhalb der Lava ist. Es ist Stockdunkel, die Luft ist 10 Grad kuehler… Es ist schwer u beschrieben, aber war irgendwie gespenstisch…

Spaet in der Nacht ging es zurueck nach Guadalajara.

Ferdinand am Dienstag, 5. Mai 2009

Mit etwas Verspätung wollte ich noch über meine Osterwoche im Norden Mexikos berichten:

Zunächst ging es mit einem Bus von Guadalajara nach Los Mochis einem eher kleinen Dorf (200 000 Einwohner) im nördlichen Sinaloa. Los Mochis ist eher langweilig (sorry das so direkt sagen zu müssen, ein guter Freund von mir kommt dort her – am man kann dort wirklich nichts unternehmen). Es gibt einen netten Strand. Das Meer ist in Sinaloa ruhiger und hat einen höheren Salzgehalt, was daran liegt das es von Baja Carlifornia vom eigentlichen Pazifik abgeschnitten ist. Die Leute sind super nett und aufgeschlossen, laden einen gleich in ihr Haus ein, bieten einem Kaffee und Wasser an, in Läden sind die Leute so ehrlich, dass ich mich ernsthaft gefragt habe, ob sie so jemals etwas verkaufen können. Ich wollte einem kleinen Laden Zugticket für die Chihuahua-al-Pacifico Eisenbahn kaufen – sie hätten schon Tickets gehabt, aber nur noch für die 1. Klasse – und die 2. Klasse ist ja eigentlich das selbe (sie ist genau genommen die alte 1. Klasse, mit bequemen Sesseln aus dem letzten Jahrhundert – nur eine Klimaanlage fehlt im Vergleich zur doppelt so teuren aktuellen 1.Klasse), außerdem gibt es am Bahnhof einen Rabatt für Studenten von 50 %, aber nur am Bahnhof… Daraufhin habe ich dann mein Ticket spontan am Bahnhof gekauft ;-)

Die Chihuahua-al-Pacifico Eisenbahn zählt mit seinen 86 Tunneln und 37 Brücken zu einen der größten Ingenieurleistungen der Welt. Sie wurde vor dem Panamakanal geplant und seine Bauzeit dauerte fast ein ganzes Jahrhundert (1880–1960). Die Strecke führt durch die Barranca del Cobre – die neben dem Grand Canyon – zu den spektaulärsten Cañons in Nordamerika zählt. Die Fahrt im Zug traumhaft und ziemlich lang (etwa 11 Stunden von Los Mochis nach Creel), mit spektakulären Aussichten die leider nur teilweise so in den Fotos rauskommen. Kurz vor Creel fällt die Strecke um 2000 Meter ab.

Strand von Los Mochis Ferrocarril Chihuahua al Pacífico Landschaftseindrücke Old Style Landschaftseindrücke
einer der vielen Tunnls Landschaftseindrücke Landschaftseindrücke    

Creel ist ein bequemer Ausgangspunkt für Exkurisonen aller Art in den Cañon. Das Dorf hat die richtige Mischung aus Verschlafen und Offenheit für Touristen. Ohne große Probleme kann man ein billiges Hotel finden. Viele nette Cafes und Restaurants sorgen für das leibliche Wohl. Trotzdem bleibt es überschaubar (Creel hat irgendwie nur eine Straße) Mich hat Creel sehr an Argentinien erinnert, nahe an den Bergen, nette Leute, wenig Gringos. An jeder Straßenecke sieht man Tarahumara-Indianer, was für Mexiko nicht selbst verständlich ist.
Von Creel aus gibt es Radtouren zu dem Valle de los hongos (Tal der Pilze), in Anspielung auf die Pilzform der Steine, es gibt das Valle de los monchos (Tal der Mönche), auch wenn ich persönlich eher andere Assoziationen hatte ;-)
Mit dem Pferd sieht man recht viel vom Cañon – Man hat mir der Rücken danach weh getan.

ich   Creel Die Schienen als Lebensader Creel Creel Fahrradfahren
Fahrradfahren Valle de los hongos Tarahumara Die beiden sehen irgendwie aus, wie ... Valle de los monchos
Valle de los monchos Valle de los monchos beim Reiten Mein Pferd in Vorbereitung der Cañon
ich habe mich getarnt Cañon Einfaches Leben    

Um Batopilas braucht man für die 60 km lange Zufahrtsstraße locker 3 Std. In einem kleinen 4 × 4 Transporter auf sandigen Straßen Mitten im Cañon. Ob es die Mühen wert ist… In vielen Reisefüheren wurde es gelobt, aber nach einer Woche im Cañon war ich wohl nicht mehr ganz so leicht zu beeindrucken. In Batopilas kann man einen deutschen Künstler treffen. Ich habe ihm ein paar Postkarten abgekauft… Wennman wirklich weit weg von allem will ist es wohl ein Ort zum Leben ;-)

Zurück ging es über Chihuahua. Wer sich Stiefel kaufen will ist dort richtig – ansonsten eher nicht der Rede wert.

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Ferdinand am Dienstag, 28. April 2009

Neben Schweinegrippe nun auch noch ein Erdbeben in Mexiko (Erdbeben in Mexiko [tagesschau.de]). Dieses war so weit weg, dass ich davon nichts mitbekommen habe. Es haben keine Gebäude gewackelt oder ähnliches, wie in Mexiko Stadt – das ja gute 500 km von Guadalajara enfernt ist. Oder aber ich bin für Erdbeben einfach nicht feinfühlig genug. Bei meinem letzten (und einzigen Erdbeben) vor vier Jahren in Chile haben die Hunde gefühlte 5 min früher angeschlagen.

Im Gegensatz zum Beben bekommt man hier die Auswirkungen der Epedemie/Pandemie sehr wohl mit. Meine Uni hat, meiner Meinung nach, übervorsichtig für mehrere Tage geschlossen – Die Autobahn-zahl-stationen bedienen mit Mundschutz und Latexhandschuhen, Straßen sind wie leergefegt. Die Regierung verschickt Beruhigungs-SMS, es gebe genug Medikamente für alle – die Krankenhäuser sind vorbereitet… Alles erinnert ein bisschen an einen schlechten Katastrophenfilm.

Ohne das Risiko der neuen Krankheit kleinreden zu wollen – ich habe keine Ahnung davon. Aber es ist schon erstaunlich, wie bei solch einem Ereignis die Medien weltweit auf Gleichschritt schalten, wie eine Nachricht wie diese, von Deutschland bis Australien (Meine Chouchsurfer kommen aus Sydney und mußten ebenfalls ihre Eltern beruhigen) nur noch ein Thema zu kennen scheinen. Es kommt mir ein bisschen vor wie Saurons Auge – fokusiert auf ein einzelnes Ereignis – blind für den Rest. Ich bin mir deshalb ziemlich sicher, dass es letzlich egal ist, wie sich diese Krankheit entwickelt. Wenn  ein anderes Ereignis interesant genug ist, den Fokus der Weltmedien auf sich zu ziehen (eine weitere Bank geht Pleite), verschwindet die Schweinegrippe aus den Medien und mit ihr alle medial wirksamen Sicherheitsmaßnahmen. Gestern habe ich auf der Autobahn zwei Unfälle gesehen, letzte Woche einen Fussgänger der augenscheinlich von einem Auto erwischt wurde, nicht mehr zu retten war und halb bedeckt von einer blauen Plastikplane mitten auf der Straße lag. Das Risiko eines Verkehrsunfalls erscheint mir subjektiv höher, als eine Schweinegrippeinfektion.

Noch einmal: ich möchte nichts kleinreden und ich passe auf mich auf. Wenn ich Fieber oder ähnliches bekommen sollte, gehe ich sofort zum Arzt. Ebenso passe ich natürlich im Straßenverkehr weiterhin auf.

Ferdinand am Dienstag, 28. April 2009

Wegen der Schweinegrippe, herrschen besondere Vorsichtsmaßnahmen am Iteso – alle Vorlesungen, Kongresse, sonstige Veranstaltungen wurden mit sofortiger Wirkung ausgesetzt. Diese Regelung gilt mindestens bis zum Ende der Woche. Danach sind ein paar Tage (1. Mai und so) sowieso frei – das heißt ich muss vor dem 6. Mai im Iteso gar nicht erst auftauchen. Vorerst ist also der 6. Mai mein nächster Vorlesungstag – außer es gibt bis dahin neue Erkenntnisse.

Das Iteso empfihlt generelle Vorsichtsmaßnahmen (bei Verdacht sofort zum Arzt)

El ITESO suspende clases como medida preventiva contra
la influenza
Imagen noticia
Comunicación institucional
En atención a las recomendaciones del Sector Salud, como una medida preventiva orientada a reducir las posibilidades de aparición de casos de influenza y contagio por el virus en el estado de Jalisco, el ITESO suspenderá las clases de licenciatura, posgrado y educación continua, así como las actividades extracurriculares (como seminarios, congresos y conferencias) previamente programadas, los días lunes 27, martes 28, miércoles 29 y jueves 30 de abril. Del 1 al 5 de mayo continúa vigente la suspensión de actividades prevista en el calendario escolar. El personal académico y administrativo de tiempo fijo de la universidad trabajará normalmente en estos días, con las debidas precauciones para evitar la posibilidad de contagio. Los profesores de asignatura no tendrán actividades en el campus.

La Universidad restablecerá las clases a partir del miércoles 6 de mayo, mientras no haya otra comunicación.
Es recomendable que los alumnos permanezcan en casa, pues esa es la mejor manera de colaborar con las medidas recomendadas por las autoridades sanitarias para prevenir y controlar esta epidemia.
El ITESO recomienda a los miembros de la comunidad universitaria que tengan síntomas de enfermedad respiratoria a que se atiendan y acudan a consulta médica, y los autoriza a ausentarse de sus labores con justificante médico. Asimismo, a los empleados de la institución que son padres de familia y que no tengan con quien dejar a sus hijos, en caso de no tener clases se les permitirá también ausentarse de sus funciones para estar a su cuidado.
La Universidad  invita a sus alumnos, padres de familia, personal y colaboradores a que estén al pendiente de la información oficial de la Universidad en su portal informativo www.iteso.mx para cualquier nuevo aviso.
Para informarse sobre las medidas recomendadas para prevenir el contagio por influenza, y conocer las estrategias del Gobierno federal para controlar la epidemia, se puede consultar la página de la Secretaría de Salud, en www.salud.gob.mx

Artikelquelle: http://portal.iteso.mx/…

Ferdinand am Sonntag, 26. April 2009

Seit ein paar Tagen wird Mexiko von einer Schweinegrippe heimgesucht, wie unter anderem mehrere deutsche Medien berichten

Ich kann dazu wenig aus eigener Erfahrung berichten. Das ganze spielt sich hauptsächlich in Mexiko-Stadt ab in Guadalajara ist die Lage vergleichsweise ruhig. Ich bekomme mit das bestimmte Institutionen geschlossen werden, in Mexico-Stadt so gut wie alles, hier in GDL die öffetnliche Universität (vom Iteso habe ich noch nichts gehört, auf der HP steht nichts dergleichen).

Irgendwie kommt mir das ganze auf als Panikmache vor. Naja… ich werde trotzdem mal ein bisschen aufpassen, Menschenmassen meiden, bei Anzeichen von Fieber sofort zum Arzt gehen etc.

Wegen der Panik haben meine Couchsurfer Pablo und Rachel Abstand von ihrem Plan genommen nach Mexiko Stadt zu fahren (Selbst wenn man das Sicherheitsrisiko, wie sie, ein bisschen gelassener beurteilt – was will man in einer Stadt, in der alles geschlossen ist). Wir machen morgen einen kleinen Ausflug zu einem Vulkan – Artikel folgt.

Ferdinand am Freitag, 3. April 2009

Auch in Mexiko gibt es Uni-Rankings. Das Iteso landet bei Informatik landesweit auf dem vierten Platz nach einem Ranking der Zeitung El Universal und auf dem ersten Platz im Bundesland Jalisco. Wenn man bedenkt wie viele Unis es hier gibt, gar nicht mal so schlecht ;-) Für die Uni als ganzes (nicht nur das Fach Informatik) sieht es ein bisschen schlechter, aber immer noch ziemlich gut aus:

Ranking Informatik

Beste Unis in Mexiko