Vom Iteso bekommt man jedes Semester einen kostenlosen Block geschenkt. Was an sich natürlich keine Nachricht währe
Beeindruckend finde ich aber schon, wie viel Imagewerbung hier gemacht wird. Ich habe mal ein Foto von der Titelseite gemacht.
Falls also mal wieder Ideen für die Studiengebühren gesucht werden
Jedesmal wenn ich sage dass ich aus der Uni Ulm komme sind die Mexikaner ein bisschen beeindruckt. Irgendwie ist Ulm die einzige deutsche Uni die man hier so kennt – inkl. dem besten Ruf.
Das bezieht sich nicht nur auf die Studenten, auch in einer offiziellen Broschüre steht zum internationalen Austauschprogram: Ihr könnt in mehr als 70 Ländern studieren, über 100 Unis allein in den USA und unter den Universitäten unter denen ihr auswählen könnt findet ihr auf Platz 1: Uni Ulm (Deutschland) …
Direkt neben dem Iteso ist ein Hügel, von dem man eine gute Aussicht auf die Stadt und das Iteso hat. Letzte Woche bin ich zusammen mit Anna (eine deutsche Austauschstudentin) hochgelaufen um ein paar Fotos zu machen. Leider sieht man nicht all zu viel vom Campus – zu viele Bäume. Die letzten drei Bilder sind meine besten Aufnahmen in der Kategorie „Iteso von oben“.
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Meine Vorlesungen hier in Mexiko haben von ihrer Struktur hier mehr mit einer deutschen Oberstufe, als einer deutschen Universität gemeinsam. Man sitzt in kleiner Runde mit einem Dotzenten in einem Seminarraum, neuer Stoff und Übungsaufgaben wechseln sich ab, die Studenten werden eingebunden.
In Betriebssysteme gibt es am Anfang jeder Stunde eine Fragerunde. Die Frage sind zwar leicht (Darf ein Anwendungsprogramm auf die Hardware zugreifen? j/n), es wird aber erst nach der Frage mittels Skript bestimmt wer sie zu beantworten hat. Was zumindest mich dazu zwingt, jede einzelne Frage im Kopf schon mal vorzuformulieren.
Auch bekommt man hier mehr Unterstützung beim Lösen von Aufgaben. Die Assembler Entwicklungsumgebung wurde detailliert beschrieben, einfache Programme werden im Unterricht durchgegangen, inkl. Beteiligung der Studenten (Das Flussdiagramm vom memcopy habe ich hin bekommen)
Der Vorteil davon ist, dass ich hier mehr tue als während dem Semester für eine deutsche Vorlesung und dementsprechend auch schneller lerne. Auf der anderen Seite bekomme ich aber auch mit, das mexikanische Studenten schon ihre Probleme haben, mit Aufgaben die nicht explizit so im Unterricht dran kamen. In so fern habe ich den Riesen Vorteil, beides mal zu erleben
Ein kleiner Blick in den Pool des Itesos. Neben PCs finden sich auch Macs! Vorteile: Sie haben einen größeren Bildschirm, bessere Software (Das ganze Adobe Zeugs) und auch sonst *leichter* zu bedienen sind.
(Gabs nicht irgenwo mal die Diskussion, was wir in Ulm mit den Studiengebühren anfangen könnten)
Noch mal was zu den einzelnen Fächern die ich habe. Einmal in einer anderen Reihenfolge/Priorisierung
Den internationalen Dialog mit Mexiko habe ich mir eigentlich einfacher vorgestellt. Eigentlich sollte das ja ein kleines Nebenfach sein das ohne großen Aufwand nebenher läuft. Mittlerweile müssen wir auf jede Stunde einen Text von fünf Seiten lesen, pro Wochen einen kleinen Aufsatz über ein bestimmtes Thema schreiben, bestimmte Museen besuchen … Ich lerne über das Land und Leute, übe mein Spanisch, mein Ehrgeiz aber hält sich in Grenzen.
Bei Transmision de Datos bin ich halbwegs angekommen. Mittlerweile weiß ich das Abtasten = Sampling = muestreo ist, habe einiges in Matlab gemacht, so das ich mir gewisse Dinge vorstellen kann. Im ersten Übungsblatt hatte ich immerhin mehr als 50 % (wenn auch nur knapp
Das reicht zwar nicht für eine gute Note, aber nachdem ich erfahren habe dass dieser Kurs eigentlich für Netzwerk-ingenere im neunten Semester ist, wäre ich eh schon soltz auf mich, wenn ich bestehe. Umsonst gelernt ist es eh nicht. Manches läßt sich in CV einbringen anderes in Ubicom.
Bei den eingebetten Systemen war ja der Chip das letzte mal ein großes Thema. Also es handelt sich um einen ColdFire® V1 Core. Mittlerweile können Fabi und ich (als Medieninformatiker ;-)) ein bisschen Assembler. Unsere Taktrate hat sich innerhalb von einem Tag, von einer halben Stunde auf unter fünf Minuten pro Codezeile gesteigert.
Bei Betriebssysteme und Web-Programmieren hat sich noch nicht so viel getan seit dem ersten Bericht. Vielleicht schreibe ich nächste Woche ein bisschen darüber.
Ich habe meine erste Uniwoche hinter mir. Eine kleine Zusammenfassung:
Sprache
Alles verstehe ich nicht was in den Vorlesungen gesagt wird. Es ist mehr so, dass ich immer mal wieder ein Stichwort aufschnappe das ich kenne und dann versuche im Thema zu bleiben. Klappt soweit ganz gut. Die meisten Dinge kommen mir dann doch irgendwie aus dem Studium bekannt vor. Ich komme also fachlich gut mit, verstehe (fast) alles und verpasse (hoffentlich) nur ein Haufen Unwichtigkeiten, Witze etc.
Niveau (für diejenigen die Tücken eines Informatikstudiums kennen)
Wie in Deutschland auch kommt das Niveau sehr auf die Vorlesung drauf an…
In meiner ersten Vorlesung (Transmision de Datos), wurde am Anfang erklärt, was als Grundwissen vorausgesetzt wird: Fourir Transformation, Filter Operationen, und ein paar andere Dinge. Ich bin echt froh, dass ich das im letzten Semester in Computer Vision gemacht habe (natürlich mit ganz anderer Zielsetzung). Ziel dieses Kurses ist es die Simulation einer Datenübertragung in Matlab zu schreiben, über die Eingabe, Kodierung, Komprimierung, Übertragung, Decodierung, Fehlerkorrektur, unter Angabe bestimmter Randbedingungen. Der Kurs scheint mir wohl der Anspruchvollste zu sein, den ich belegt habe. Hoffe immer noch das es in Matlab am Ende dann doch nur zwei Zeilen Code sind
Zur Zeit kämpfe ich in der Vorlesung vor allem damit, dass alles was ich mitgeschrieben habe in Spanisch ist, die Pflichtlektüre in Englisch und sich die Terminologien komplett unterscheiden.
Machbar und trotzdem anspruchsvoll sind wohl Betriebssysteme. Viele Dinge wie Mutex, Semaphoren, … sind schon aus dem Grundstudium bekannt. In dem Kurs werde ich wohl Assembler lernen (Da bin ich als Medieninformatiker in Ulm drum-rumgekommen)
Auf ähnlichem Niveau erscheint mir Embedded Systems. Ebenfalls Hardware-nah inkl. Assembler etc. und irgeneinen Chip programmieren, der wohl super toll ist und alles kann.
Meine beiden leichten Kurse sind einmal Web-Programmierung (am ersten Tag haben wir in einer Stunde soviel gemacht, wie in Ulm auf eine Folie passt – trotzdem: ich freu mich auf das Praktikum) und interkultureller Dialog (ein wirklich super toller Kurs in dem auch viele andere Austauschstudenten sind und ich wohl vieles über Mexiko lernen werde)
Das war jetzt natürlich immer nur ein erster Eindruck. Ich halte euch auf dem laufenden!
Vorlesungszeiten
Meine Vorlesungszeiten wären in Deutschland nicht durchsetzbar. Ich habe einen Kurs der um 7:00 Uhr beginnt (Das heißt für mich 5 Uhr aufstehen) Ich habe zweimal die Woche eine Vorlesung von 20 : 00 bis 22:00 Uhr. Um genau zu sein, habe ich Mittwochs bis zehn und Donnerstag gleich wieder um 7. Diese Woche bin ich mittwochs nach Hause gekommen, sofort ins Bett gefallen und war am nächsten Morgen doch super fertig.
Dafür habe ich an zwei Tagen eine Pause von 7 Stunden, zwischen den Vorlesungen. Der Campus ist schön, man findet einen ruhigen Ort und kann in aller Ruhe ein paar Stunden schlafen (warm genug ist es ja)
Außerdem hätte es mich schlimmer treffen können: Mario, ein Student aus Spanien hat die ganze Woche über jeden Tag Vorlesungen um 7.
Mensa
Auch eine praktische Sache ist hier die Verpflegung. Es gibt kein Studentenwerk oder so was, sondern private Firmen, die ihr Essen auf dem Campus verkaufen können. Der Vorteil: Ich habe die Auswahl zwischen mexikanischem, asiatischen Essen, Pizza und Burger etc zu absolut bezahlbaren Preisen
Hoffe ihr habt, den etwas längeren Artikel ganz gelesen
Wenn es etwas neueres gibt, schreibe ich es natürlich sofort in den Blog!
Gibt es eigentlich Leute, die noch mehr lesen wollen, aus Mexiko, dem Iteso und ueber mich? Zum Beispiel, weil das Compilieren bei der Arbeit mal wieder gaaanz lange dauert
*insider-joke*
Fabian hat auch einen Blog, und vor ein paar Tagen sogar seinen ersten Eintrag geschrieben:
www.knolli.net/
Heute (Donnerstag) war ein kleiner Einführungstag am Iteso außschließlich für Intercambios, sprich Austauschstudenten .
Ok ein Wort zu dem Begriff Intercambio, unter dem wir in Europa wohl etwas leicht anderes verstehen, ihn etwa ohne weiteres mit Ausländer gleichsetzten. Von den 80 Austauschstudenten die das Iteso hat, kommen über 40 aus anderen Unis in Mexiko. (Wäre so was in Deutschland überhaupt möglich? Wir lachen doch schon Erasmus Studenten aus, die ein Semester nach Österreich gehen, oder)
Die Leute vom Iteso waren auf jeden Fall supr nett. Haben uns bei der Hand genommen und alles erklärt was wir machen können, sollen dürfen, nicht dürfen → zum Unileben ein ander mal ein bisschen mehr.
Ich habe viele von den anderen Studenten kennengelernt (und sollte mir dringend ein neues System überlegen Namen in meinem Handy abzuspeichern „Mexico ‹Vorname>“ ist nicht wirklich hilfreich :() Die geschätze Hälfte sind Mexikaner, ca 15 Franzosen, einige Amerikaner, jeweils eine Handvoll Deutsche und Spanier, der Rest sonstige Europäer und zwei Argentinier. Kein einziger Chinese
und wenn man die Amis mit mexikanischen Pass betrachtet richtig viele Muttersprachler
Während dem ganzen Tag wurde eigentlich nie Englisch geredet. Nach dem Jahr kann ich auf alle Fälle fließendes Spanisch
Heute abend geht es noch auf ne kleine Partys von den Intercamios.
Nos vemos!
Bin am ersten Tag gleich mal zum Iteso gefahren, meiner Uni hier in Mexiko. Der Campus ist wirklich tausendmal schöner als alles was Ulm zu bieten hat: schöne Gebäude, Parkanlagen etc. Momentan ist es mir ein bisschen zu aufwändig Bilder hochzuladen, das Internet im Hostel ist hier nicht wirklich schnell, und meine ganzen Kabel sind auf meine Koffer verteilt. Bilder kommen in den nächsten Tagen.
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Ansonsten bin ich zur Zeit auf Wohnungssuche. Es ist wohl nicht ganz so leicht wie ich mir das vorgestellt habe. An der Uni war nur ein einziger Aushang (um ein ganzes Haus zu mieten …) Muss mal schaun, was sich da heute noch ergibt.
Es hat sich aber auch so gelohnt einemal an die Uni zu fahren. Wir haben beim internationalen Office Hallo gesagt und haben einen Studentenausweis bekommen








