Ferdinand am Mittwoch, 1. Juli 2009

Sonntag haben wir die Grenze ueberquert. Wir hatten ein Shuttel, das uns von unserem Hotel in San Christobal direkt nach Xela in Guatemala gebracht hat. Es gibt zwischen den beiden Laendern keinen regulaeren Busverkehr und die Alternative zu diesem Shuttel waere ein 5-maliges Umsteigen in kleinen Collectivos gewesen.

Mein erster Eindruck von Guatemala: Alle haben mir gesagt es waere um ein vielfaches billiger, wie Mexiko und mir kommt hier alles teurer vor. Ein Supermarkteinkauf kostet deutlich mehr und Bier fast das doppelte! Vieleicht interesiere ich mich fuer die falschen Sachen: Spanischsprachschulen sind super billig: 1Woche 5*5 Stunden Individualunterricht mit ausgebildetem Sprachlehrer (der eine Universitaet dafuer besucht hat) kostet 100 $ (inkl.kostemlosen Internet, Abendveranstaltungen etc…)

Das weiss ich so genau, weil wir zur Zeit bei Eddy, einem Spanischlehrer wohnen (couchsurfing.org) Er hat uns dabei geholfen ein paar Touren hier in der Umgebung zu organisieren. Es gibt vor allem Vulkane zu besteigen :) Montag waren wir auf bei den Laguna Chicabal einem heiligen Ort der Maya. Aber…

Im Regenwald zur Regenzeit… Hoert sich eingetlich schon ziemlich verregnet an… Hier in Guatemala regnet es jeden Tag, wenn auch nicht dauernd, aber immer mal wieder.

Bei den Laguna Chicaba hat es uns nur leicht erwischt, andere Male sind wir aber von oben bis unten nass geworden :(

Gestern waren wir bei heissen Quellen mitten im Jungel.Schaut die Bilder an!!

Fotos gibt es, aber um das ganze ein bisschen einfacher zu halten haben wir nur einmal die Bilder hochgeladen:

http://www.facebook.com/album.php?aid=119466&id=589863899&l=5f953821d8

Heute machen wir noch eine kleine Couchsurfing-party bei Eddy.

Ferdinand am Dienstag, 5. Mai 2009

Mit etwas Verspätung wollte ich noch über meine Osterwoche im Norden Mexikos berichten:

Zunächst ging es mit einem Bus von Guadalajara nach Los Mochis einem eher kleinen Dorf (200 000 Einwohner) im nördlichen Sinaloa. Los Mochis ist eher langweilig (sorry das so direkt sagen zu müssen, ein guter Freund von mir kommt dort her – am man kann dort wirklich nichts unternehmen). Es gibt einen netten Strand. Das Meer ist in Sinaloa ruhiger und hat einen höheren Salzgehalt, was daran liegt das es von Baja Carlifornia vom eigentlichen Pazifik abgeschnitten ist. Die Leute sind super nett und aufgeschlossen, laden einen gleich in ihr Haus ein, bieten einem Kaffee und Wasser an, in Läden sind die Leute so ehrlich, dass ich mich ernsthaft gefragt habe, ob sie so jemals etwas verkaufen können. Ich wollte einem kleinen Laden Zugticket für die Chihuahua-al-Pacifico Eisenbahn kaufen – sie hätten schon Tickets gehabt, aber nur noch für die 1. Klasse – und die 2. Klasse ist ja eigentlich das selbe (sie ist genau genommen die alte 1. Klasse, mit bequemen Sesseln aus dem letzten Jahrhundert – nur eine Klimaanlage fehlt im Vergleich zur doppelt so teuren aktuellen 1.Klasse), außerdem gibt es am Bahnhof einen Rabatt für Studenten von 50 %, aber nur am Bahnhof… Daraufhin habe ich dann mein Ticket spontan am Bahnhof gekauft ;-)

Die Chihuahua-al-Pacifico Eisenbahn zählt mit seinen 86 Tunneln und 37 Brücken zu einen der größten Ingenieurleistungen der Welt. Sie wurde vor dem Panamakanal geplant und seine Bauzeit dauerte fast ein ganzes Jahrhundert (1880–1960). Die Strecke führt durch die Barranca del Cobre – die neben dem Grand Canyon – zu den spektaulärsten Cañons in Nordamerika zählt. Die Fahrt im Zug traumhaft und ziemlich lang (etwa 11 Stunden von Los Mochis nach Creel), mit spektakulären Aussichten die leider nur teilweise so in den Fotos rauskommen. Kurz vor Creel fällt die Strecke um 2000 Meter ab.

Strand von Los Mochis Ferrocarril Chihuahua al Pacífico Landschaftseindrücke Old Style Landschaftseindrücke
einer der vielen Tunnls Landschaftseindrücke Landschaftseindrücke    

Creel ist ein bequemer Ausgangspunkt für Exkurisonen aller Art in den Cañon. Das Dorf hat die richtige Mischung aus Verschlafen und Offenheit für Touristen. Ohne große Probleme kann man ein billiges Hotel finden. Viele nette Cafes und Restaurants sorgen für das leibliche Wohl. Trotzdem bleibt es überschaubar (Creel hat irgendwie nur eine Straße) Mich hat Creel sehr an Argentinien erinnert, nahe an den Bergen, nette Leute, wenig Gringos. An jeder Straßenecke sieht man Tarahumara-Indianer, was für Mexiko nicht selbst verständlich ist.
Von Creel aus gibt es Radtouren zu dem Valle de los hongos (Tal der Pilze), in Anspielung auf die Pilzform der Steine, es gibt das Valle de los monchos (Tal der Mönche), auch wenn ich persönlich eher andere Assoziationen hatte ;-)
Mit dem Pferd sieht man recht viel vom Cañon – Man hat mir der Rücken danach weh getan.

ich   Creel Die Schienen als Lebensader Creel Creel Fahrradfahren
Fahrradfahren Valle de los hongos Tarahumara Die beiden sehen irgendwie aus, wie ... Valle de los monchos
Valle de los monchos Valle de los monchos beim Reiten Mein Pferd in Vorbereitung der Cañon
ich habe mich getarnt Cañon Einfaches Leben    

Um Batopilas braucht man für die 60 km lange Zufahrtsstraße locker 3 Std. In einem kleinen 4 × 4 Transporter auf sandigen Straßen Mitten im Cañon. Ob es die Mühen wert ist… In vielen Reisefüheren wurde es gelobt, aber nach einer Woche im Cañon war ich wohl nicht mehr ganz so leicht zu beeindrucken. In Batopilas kann man einen deutschen Künstler treffen. Ich habe ihm ein paar Postkarten abgekauft… Wennman wirklich weit weg von allem will ist es wohl ein Ort zum Leben ;-)

Zurück ging es über Chihuahua. Wer sich Stiefel kaufen will ist dort richtig – ansonsten eher nicht der Rede wert.

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Cookie am Montag, 2. Februar 2009

Es wird ernst… ja, so ist es. Es gibt irgendwie nur zwei Zustände: das Gefühl, dass es sowieso noch ewig lange dauert bis man fährt, dass man alle Zeit der Welt hat alles zu erledigen und dann den Moment in dem man denkt, dass einem nur noch viel zu wenig Zeit bleibt.
An diesem Punkt bin ich und kann eigentlich nur an Raimars erste Einträge in diesem Blog verweisen. Ja, auch ich bin jetzt schon aufgeregt, traurig hier wegzugehen aber auch gespannt auf vieles in Granada…
Am Sonntag nachmittag fliege ich von Stuttgart nach Malaga, muss dann schauen wie ich geschickt noch am Abend nach Granada komme (Mietwagen oder Bus) und werde dann erstmal im Hostel wohnen. Montag gehts dann los mit Wohnung suchen und die Stadt abchecken…
Als wichtigste (und angenehmste) Pflicht stand vergangenes Wochenende noch meine Abschiedsparty an. Zuerst in meiner Lieblings-WG (danke nochmal Basti, Benni und Nora) und danach noch zum krönenden Absch(l)uss ins Mahatma.

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Ferdinand am Mittwoch, 24. Dezember 2008

Seit einer Woche ist Jutta nun hier in Mexiko und wir haben erst mal so richtig Urlaub gemacht. Außer Stadtbesichtigungen und kleineren Ausflügen sind wir zwei Tage an den Pazifik gefahren. Doch jetzt von vorne…

       

Wie man hier sieht, bemüht sich auch Guadalajara um festliche Weihnachtsstimmung. Aber trotz bunter Beleuchtung und leicht kitschigem Weihnachtsschmuck (siehe Coca Cola) fehlt einfach der Schnee, etwas Kälte, Glühwein und schöne Weihnachtsmärkte. Dafür kam unser selbst gewürzter Glühwein (GlühFIX und 5 Riesen-Stangen Zimt vom Markt sei dank) bei der letzten WG-Party richtig gut an. Etwas seltsam mutet allerdings an, dass hier so auf den typischen Weihnachtsklischees bestanden wird von wegen Weihnachtsmann im dicken Mantel, weiße Weihnacht und Tannenbäume, was hier alles etwas fehl am Platze scheint…

Wie das Weihnachtsfest selbst hier gefeiert wird, werden wir morgen erfahren.

Bei typischen Weihnachtsfeiern, posadas genannt gibt es einen ganz lustigen Brauch: Man prügelt so lange auf einen Stern ein, bis die Süßigkeiten, mit denen er gefüllt ist, herausfallen. Damit es nicht ganz so einfach ist, werden einem dabei die Augen verbunden und der Stern immer wieder weggezogen. Das Spiel namens Piñata erinnert zwar ein bisschen an Topfschlagen, hat aber einen tieferen Sinn: die sieben Spitzen des Sterns symbolisieren die sieben Todsünden, die so zerschlagen werden. Folgendes Lied wird dabei gesungen und wenn es zu Ende ist, kommt der nächste dran.

Spanischer Text

Dale, dale, dale
No pierdas el tino
Porque si lo pierdes
Pierdes el camino
Ya le diste una
Ya le diste dos
Ya le diste tres
Y tu tiempo se acabó

Sinngemäße Übersetzung

Schlag sie, schlag sie, schlag sie
Verlier nicht dein Ziel (wörtl. Treffsicherheit)
Denn verlierst du es
Kommst du vom Weg ab
Du hast einmal geschlagen
Du hast zweimal geschlagen
Du hast dreinmal geschlagen
Und deine Zeit ist um

       

Passend auch zur „Jahreszeit“ haben wir uns Barra de Navidad, ein kleines beschauliches Örtchen am Strand, herausgesucht. Naja, der eigentliche Grund war, dass es eine direkte Busverbindung dort hin gab… ;) Da wir morgens um halb sechs angekommen sind haben wir uns erst mal an den Strand gelegt und den Sonnenaufgang abgewartet, richtig schöne Morgenstimmung. Für weniger als Raimar’s günstige 16 € für’s Hostel haben wir ein laut Lonely Planet mid-range Hotel mit privatem Bad, Pool, Balkon und Aussicht in die Lagune bekommen. :D

Dann verbrachten wir den Tag mit Sonne tanken und dem Beobachten von amerikanischen Rentnern. Ferdi entdeckte auf einer Speisekarte sogar ein german Schnitzel, was er sich nicht zwei mal sagen ließ… Auch die Isla Navidad schauten wir uns an, aber außer ein paar, seltsamerweise verlassenen Luxushotels und einem Fischerdörfchen gab es dort nicht viel zu sehen.

 

Back in Guadalajara schlenderten wir durch die Künstlerstadt Tlaquepaque, wo es auch richtig leckeres mexikanisches Essen gab: Quesadillas (Tortillas mit Käse gefüllt), Guacamole (Avocadocreme), Sopes (dicke Maisfladen mit Bohnen, Gemüse, Salsa und Käse) und natürlich Salsa roja y verde (rote und grüne Chilisoße). Während das Essen sehr, sehr lecker ist, sieht es für Vegetarier von der Abwechslung her eher schlecht aus. :s In Tlaquepaque gibt es viele individuelle Künstlerateliers oder –galerien, die unterschiedliche Stile haben und sehr schöne, aber für mexikanische Verhältnisse auch teure Dinge aus Glas, Metall, Ton u.v.m. anbieten

     

Bevor wir Ferdis Eltern vom Flughafen abholten, haben wir noch eine kleine Tour durch Tequila gemacht, das 60 km von Guadalajara entfernt ist. Tourigerecht sind wir mit einem Tequilafass-Bus von Destillerie zu Destillerie gefahren und haben uns über die Kunst der Agavensaft-Zubereitung informiert. :)

Dank Ferdis Blog wusste Jutta schon, dass hier alles mit Limonen, Salz und Chili gewürzt wird. Als der Obstverkäufer dann aber genau diese Kombination über Melone, Ananas und Papaya kippte, war sie trotzdem einen Moment lang irritiert, vor allem wegen dem Salz… Schließlich schmeckte das aber so gut, dass sie nun nicht mehr ohne Fertiggewürz dieser drei Zutaten aus dem Haus geht. :D

In diesem Sinne wünschen wir allen Bloglesern ein schönes Weihnachtsfest und einen guten Rutsch ins neue Jahr!

2009 sehen wir uns alle wieder in Ulm im neuen Blog zurueck-in-ulm.de!

Ferdinand und Jutta

Ferdinand am Sonntag, 14. Dezember 2008

Ohne Schnee ist es für mich schwierig in Weihnachtsstimmung zu kommen. Prisca und ich haben deshalb unser kleines Heim ein bisschen dekoriert. Zwar schon vor ein paar Tagen, aber ich stelle die Bilder jetzt erst online. Juttas Flieger wird in 4 Stunden abheben und sie ist gerade eben auf dem Weg zum Flughafen… da kann ich sie morgen mit so was noch überraschen ;-)

Der Baumtransport war wirklich abenteuerlich. Der Baum wird (ohne jede Dachkonstruktion) auf das Auto gelegt und mit kaum sichtbaren Fäden festgezurrt… Langsame, vorsichtige Fahrweise hat unseren wunderschönen Baum gerettet.

     

Ferdinand am Mittwoch, 19. November 2008

Gestern bin ich aus Zacatecas zurück gekommen, einer Stadt (ca 4 Stunden von Guadalajara entfernt) deren Altstadt zum Unesco Kulturerbe zählt – warum das so ist… dazu will ich eigenltich keine großen Worte verlieren, sondern lieber auf die Fotos verweisen. Das Wochenende war verlängert, auf Spanisch „puente“ (also Brücke – wie ähnlich doch manche Wortbildungen sind) und dementsprechend gut besucht war Zacatecas. Der Reichtum der Stadt kommt aus von einer Silbermine, die man heute als Museum besuchen kann. Eine legendäre Disko innerhalb der Mine war Samstag Abend aber leider schon zu voll :(

Neben der schönen Stadt muss ich bei dem Wochenende aber an die Temperaturen denken. Sobald die Sonne weg war, wurde es wirklich sehr kalt. Samstag Nacht war von 5 Grad die Rede… und trotzdem sind Heizungen dort ein Fremndwort. Ich habe die Nächte über ziemlich gefroren.

 

Ferdinand am Freitag, 7. November 2008

Der Tag der Toten (Dia de los muertos) ist ein besonderes Fest in Mexiko. Das Fest ist zeitgleich mit dem deutschen Allerheiligen, es geht um das Gedenken an die Toten geht und doch ist alles anders.

Der Tod als Teil des Lebens in der Kultur Mexikos

Der Umgang der Mexikaner mit dem Tod wirkt auf westliche Kulturen befremdlich, da der Tod dort nicht tabuisiert wird. Er wird als etwas betrachtet, vor dem man sich nicht zu fürchten braucht, etwas, dem man jederzeit begegnen kann – mit Ironie. Alltägliches in Mexiko wie: ‚La Calzada del Hueso‘ (Die gepflasterte Knochenstraße), ‚La Barranca del Muerto‘ (Die Todesschlucht) wurde so in Relation mit dem Tod gebracht. Der Tod ist allgegenwärtig und ein Teil des Lebens. Besonders deutlich wird das in der Zeit rund um die Días de los Muertos, wenn die Calaveras (Skelette aus Pappmaché, Gips oder Zucker) in allen möglichen Alltagssituationen dar‑ und in den Straßen und Geschäften aufgestellt werden.

Nach altmexikanischem Glauben kommen die Toten einmal im Jahr zum Ende der Erntezeit zu Besuch aus dem Jenseits und feiern gemeinsam mit den Lebenden ein fröhliches Wiedersehen mit Musik, Tanz und gutem Essen. Durch spanische Missionare, die vergeblich versuchten, das Fest abzuschaffen, wurden die Feiern mit den christlichen Feiertagen Allerseelen und Allerheiligen zusammengelegt. Parallelen zwischen der christlichen Vorstellung vom Tod und dem indigenen Glauben ermöglichten diese Verschmelzung. Schon die Azteken sahen den Tod nicht als Ende, sondern als Anfang neuen Lebens, eine Übergangsphase zu einer anderen Daseinsform. In Vermischung mit dem christlichen Glauben entstand ein einzigartiges kulturelles Fest, das die Bräuche des vorspanischen Mexiko teilweise weiterleben ließ.

[Quelle: wikipedia.de]

Wir haben letztes Wochenende einen Ausflug nach Pátzcuaro und Tzintzuntzan gemacht, die beide berühmt für diesen Feiertag sind. Die Friedhöfe waren mit Kerzen und Blumen geschmückt – wirklich umwerfend… Zum Teil aber hart an der Grenze zum Kitsch (Skelett-Puppe am Grabstein) natürlich nur in meinen westlichen Augen ;-) An den Gräbern wurden Speißen mit den Verstorbenen geteilt, in den Straßen gab es ein Volksfest.
Einen guten Artikel zum Dia de los muertos gibt es auf mexiko-lexikon.de

   

Am Rande gab es ein Hockeyspiel mit einem Feuerball – Viele andere Nachtaufnahmen vom Volksfest sind aber leider nichts geworden… :(

Auch berühmt ist der Tanz der Greisen/Baile de viejitos

(Aufgenommen von mir in Tzintzuntzan) :

Sonntags besuchten wir noch den Pátzcuarosee mit seiner Insel Janitzio. Die kleine Freiheitsstatue habe ich bestiegen. Oben hatte man aber eher das Gefühl aus einem Luftschutz-bunker zu blicken, so klein und unbequem waren die Öffnungen auf den wunderschönen ‚Lago de Pátzcuaro‘. In den verwinkelten Gassen auf der Insel befanden sich kleine Kunstmärkte. Gekauft habe ich allerdings nichts.

     

Mit dabei waren Prisca, Ivan, Mario und ich.

Ferdinand am Samstag, 1. November 2008

Tag 1

Mit etwas Verspätung schreibe ich heute meinen Bergsteigerartikel. Die Tour zum Nevado de Colima war wirklich anstrengend. Mit etwas Verspätung (wie in Mexiko üblich) sind wir am Samstag gestartet. Angesetzt war eigentlich 6 Uhr am Iteso, 8 loßlaufen… Am Ende dann halt 7 Uhr loßfahren und 10 : 30 loßlaufen (natürlich denkt man nur an sein gemütliches Bett während man sinnlos wartet ;-))

Der Aufstieg

Mit einigen Pausen sind wir dann 7 Stunden gegangen. Leider weiß ich nicht genau bei welcher Höhe wir gestartet sind. Am Ende waren es dann gute 3500. Ich habe versucht den Aufstieg in ein paar Bildern festzuhalten. Aber wie das so ist. Am Anfang habe ich viele schöne Aufnahmen gemacht und am Ende (des Aufstiegs + meiner Kräfte) nur noch stumm einen Schrit vor den anderen gesetzt und gehofft bald da zu sein. Schlecht geplant war mein Wasser. Die 1,5 Liter waren knapp zu wenig. Hinzukam meine Anfälligkeit für die Höhenkrankheit (kenn ich aus Peru und Bolivien) die sich mit pochenden Kopfschmerzen bemerkbar machte. So war ich Samstagabend ehrlichgesagt ziemlich fertig. Oben angekommen war ich erst mal froh trockene und warme Kleindung zu haben (der Versorgungsbus war bereits da). Nach einer Aspirin und einer Pause am Feuer sah die Welt schon wieder besser aus. Von unserem Lagerplatz hatten wir bereits einen schönen Ausblick auf den Gipfel.

       

Die Nacht

Die Nacht im Zelt war kalt. Es hatte unter Null Grad. Ich hatte in einem kleinen drei-Mann-Zelt einen Platz gefunden und damit mehr Glück als manch andere (Die Hauszelte sind da wirklich nicht geeigent). Mein Schlafsack hat mich so weit warm gehalten, dass ich immer so zwei Stunden schlafen konnte, um mich zwischendrinn wieder ein bisschen warm zurubbeln. Letztendlich bin ich aber häufiger aufgewacht weil andere Leute gefroren haben (und das lautstark mitgeteilt haben). Fehlende Ausrüstung wird durch Härte ersetzt.

Der Hund

Mit auf der Tour war auch ein Hund. Er hieß glaub ich „Banio“ – bin mir nicht sicher. Er ist am Samstag schon doppelt so viel gelaufen wie alle anderen. Immer vor und zurück, um zu kontrollieren ob alle da sind und in den Pausen hat er fröhlich apportiert. In der Nacht beschütze er uns (Im Klartext: alle Leute die ein paar Meter weg sind, um auf Toillete zu gehen, hat er beim ankommen erst mal angebellt). Keine Ahnung wo der seine Kraft hernnahm. Am morgen war er erst mal verschwunden. Wir dachten schon, er sucht sich neue Freunde, aber der Besitzer hat sich keinen großen Kopf gemacht. Getroffen haben wir den Köter auf halber Höhe wo er auf uns bereits wartete …

Tag 2

Am Sonntag ging es mir deutlich besser… Kopfweh weg, hoch motiviert und bei Kräften ging  es loß mit dem Aufstieg. Zunächt an eine Art Sandhügel. Jeden Schritt nach zur Hälfte wieder nach unten rutschen Ich war froh wenigstens gute Schuhe gehabt zu haben. Viele sind da einfach mit Sportschuhen hoch. Danach war Klettern angesagt.

Einen schönen Blick hatte man immer wieder auf den Vulkan (einen der gefährlichsten der Welt). Er ist direkt neben an und ein paar Meter niedriger, so dass man schön in ihn hinein sehen kann.

     

Abstieg

Der Abstieg war länger als gedacht (Da war sogar der Hund ein paar mal fertig *schadenfreude*). Erst zurück zum Lager, packen und dann den nach unten. Am Schluss konnte ich kaum noch laufen und hatte auch die nächsten beiden Tage erst mal Muskelkater. War wunderschön der Ausflug. Mal ein bisschen was anderes.

Vielecht kommen noch ein paar Bilder dazu. Viele hatten gute Kameras dabei. Da finden sich bestimmt noch mehr Bilder wo ich drauf bin.

Ferdinand am Montag, 20. Oktober 2008

Wo kommt eigentlich der Tequila her: Natürlich aus Tequila :), einem kleinen Dorf etwa eine Stunde von Guadalajara entfernt.

Größere Kartenansicht

Tequila ist ein Pueblo Mágico, ein sehenswerter Ort in dem neben vielen Touristen auch eine Destillerie neben der anderen steht. In Fabrikbesichtigungen erfährt man wie Tequila hergestellt wird (Agave aufkochen bis sich der Zucker lößt, Fermentation, Destillation = Tequila)
Man erfährt was es mit Tequila silber und gold auf sich hat (auf Spanisch blanco, joven, reposado, añejo) und bekommt so manche Kostprobe :))

Sierra Tequila spielt hier eigentlich gar keine Rolle. Ist wohl so eine deutsche/europäische Eigenheit. Aber um bei Produktnamen zu bleiben: Ich war in der Fabrik von Jose Cuervo. Dieser Tequila ist sogar beim Wikipedia Artikel von Sierra erwähnt (Nein, ich habe ihn nicht gerade abgeändert ;-))

Wir haben es an diesem Tag nur in zwei Fabriken geschafft. So manche Flasche gekauft und viel Spaß gehabt :-)

     

Ferdinand am Mittwoch, 15. Oktober 2008

Nachdem ich schon 2 mal in der Woche Unterricht von 20:00 – 22:00 Uhr habe. Ein paar Eindrücke vom Iteso bei Nacht.

 

P.S. Es darf auch gerne Fotokritik geübt werden. Das läuft bei mir stark unter Trial and Error. Manche der Fotos haben 8 sek Belichtung bekommen.