Mat am Mittwoch, 25. November 2009

Weil Juliane mal nachgefragt hat, wie denn nun der Campus ausschaut und ich bisher der Bebilderung schuldig bin, werde ich das nun hiermit tun. Das war einen Tag nach dem ersten Schnee und ich hatte schon vergessen, dass einem die Finger ziemlich schnell einfrieren, wenn man bei –3° ohne Handschuhe Fotos macht. Ich gehe auch davon aus, dass dies auch einer der Gründe ist, warum ich gerade mit Husten und Schnupfen im Bett liege/sitze und mir die Zeit nehme das zu schreiben.

Ich beschreibe hier den Weg vom Wohnheim aus zu meinem Klassenraum, wo ich die Sprachkurse habe. Von dort aus gehe ich zum Gebäude, wo die Informatiker ihr Lab haben, bzw hoffentlich auch bleiben dürfen. Mir kam nämlich zu Ohren, dass die Informatiker zum neuen Campus umziehen müssen. Ich hoffe nicht, dass dies geschieht, das wäre aus diversen Gründen, die ich irgenwann mal erleutern werde, ziemlich „incovenient“.

Raus aus dem Wohnheim auf die Straße:

rechts abbiegen und an dieser Kreuzung wieder links abbiegen


Der Straße ein Stück folgen, auf der linken Seite ist eine der Mensen, einen Schwenk nach rechts sieht man den Eingang vom Sipailou-Campus.





Der Hauptstraße folgend, sieht man links ein Verwaltungsgebäude, in dem man Geld auf seine Karte laden kann, rechts daneben die Bücherei (Tushuguan 图书馆).



Zentrum des Campus bildet dieser Springbrunnen, hier biegen wir wieder links ab, links sieht man ein Gebäude, das gerade renoviert wird und in das die Verwaltung und das Präsidium der Uni ziehen soll. Irgendein toller Mensch hat mal darin gewohnt, erzählte mir Laowei.



Am Ende der Straße biegen wir rechts ab und sehen links das Konferenzzentrum des Campuseigenen Hotels, rechts sehen wir den Sportplatz, mit Tennisplätzen, Volleyballnetzen, Basketballnetzen und Dauerlaufbahn.


Ein Stück und dann links ist das Hotel, indem wir unseren Klassenraum haben. Irgendwo im 2. Stock ist dieser „Klassenraum“. Ihm werde ich auch noch ein Kapitel widmen.

Wenn man aber geradeaus am Sportplatz entlang läuft, ist links eine Sporthalle mit Kraftraum, Badmintonplätzen und Tischtennisplatten, die man gegen Geld reservieren kann.


Weiter hinten ist ein kleiner Park, indem ich einen wunderschönen Schneemann gefunden habe. Zudem eine Statue von irgendjemanden, der just in diesem Moment eine Erleuchtung hatte.





Wenn man von dort aus rechts abbiegt, am Sportplatz entlang geht kommt man nach einer Weile an einem Parkplatz vorbei und schließlich am Gebäude der Informatiker an.



Ich hoffe der Rundgang hat gefallen. Wartet gespannt auf Teil 2!

Mat am Dienstag, 24. November 2009

Vor einer Woche geschah etwas, dass in Nanjing seit 50 Jahren nicht mehr passiert ist … es hat im November geschneit. Normalerweise schneit es hier im Januar, frühestens im Dezember. Nun dieses Jahr hat es am 16. November geschneit; oder sollte man sagen: „geschneematscht“. Was da Sonntag Nacht und Montag vom Himmel kam, war eine Mischung aus Regen und Schnee, der am Boden angekommen ziemlich schnell wieder geschmolzen ist. Durch Windböen und Zerstäubung aufgepeppt war es einfach unvergesslich mieses Wetter.

Nur die Vietnamesen freuten sich und waren ganz aus dem Häuschen. Chinh, der an diesem Tag zum zweiten Mal in seinem Leben Schnee gesehen hat, forderte mich auf, meine am Tag zuvor neu gekaufte Kamera einzupacken und Fotos zu schießen. Die müsse er seinen Freunden zeigen, meinte er. Ich wollte die Kamera sowieso einstecken und mal austesten, ob sich meine 120 € gelohnt haben. Unten kann man sehen was daraus geworden ist. Ich muss noch ein bisschen mit den Einstellungen rumspielen und die Modi austesten. Meiner Meinung nach ist alles zu verschwommen.

Fontäne

Als wir dann auf dem Weg zum Unterricht an dem Springbrunnen vorbeikamen, war etwas ungewöhnlich. Der normalerweise moderat-plätschernde Springbrunnen spritzte diesen Morgen eine riesen Fontäne aus Schneematsch in den Himmel. 很有意思!

Mat am Sonntag, 13. September 2009

Tja hier war es jetzt nicht so schön wie in Beijing. Ein bisschen grau und alt, der Flughafen. Keine LCD Anzeigen von welchem Flug das Gepäck nun aufs Gepäckband gelegt wurde, nur eine rote LED-Laufschrift. Zumindest war mein Gepäck schon auf dem Band, bevor ich überhaupt in der Halle ankam. Dann mal schnell zum Ausgang und prompt meine Kontaktperson übersehen.

So irrte ich in der Haupthalle des Flughafens, der nicht größer war als Frankfurt Hahn, hingegen aber 30 Jahre älter, und an einen alten Bahnhof erinnerte, herum und suchte und fand ein Kartentelefon. Das nahm natürlich nicht meine Karte, die ich in Beijing gekauft hatte und so schlich wiederholte Male um die Menschentraube herum, die sich am Ausgang gesammelte hatte und mit Zetteln bewaffnet war, auf denen irgendwelche Namen standen. Dann sah ich endlich meinen Namen und wunk ihm zu. Das war also Li Kai, Vorname Kai, Nachname Li. Wir begrüßten uns und ich klärte ihn über meine Namensverhältnisse auf, dass Matthias mein Vorname ist.

Er kaufte uns Bustickets und wir fuhren mit nem Linienbus in die Stadt. Die Fahrt dauerte ziemlich lange und so hatten wir Zeit uns zu unterhalten. Er fragte mich ob ich denn schon einen chinesischen Namen hätte oder wie man ihn denn auf chinesisch nennen sollte. Er schlug vor mich lǎomǎ (老马) zu nennen, weil man lǎo vor jeden beliebigen Namen hängen kann um daraus einen Spitznamen zu machen. Naja übersetzt heißen die Schriftzeichen „altes Pferd“, aber ich glaub ihm einfach mal, dass das wirklich keine Beleidigung ist. Im übrigen werden Ausländer kosenamenstechnisch als lǎowài (老外) bezeichnet. Das heißt soviel wie „alter Ausländer“. Ich könne ihn auch „Neo“ nennen, meinte er. Ihm gefalle nämlich der Film „the Matrix“ so sehr. Clichée bestätigt :-)

Wir redeten über diverse Dinge, was ich und er so zurzeit machen, was wir für Hobbies haben, etc. Er zählte mir einige deutsche Fußballspieler auf und sagte, dass man in China gerne die Bundesliga schaut und nannte natürlich auch stolz die beiden chinesichen Fußballspieler, die wohl in irgendwelchen deutschen Vereinen spielen. Dann fragte er mich, wie ich denn Karl Marx so finden würde. Da klingelten die Alarmglocken: „Oh, oh, Pfandfrage!“ Ich versuchte so neutral wie möglich zu antworten und sagte, dass ich seine Philosophie schon gut fände, es aber am Staat liegen würde, wie das umgesetzt wird. Er sagte dann nur sinngemäß: „Ich finde nicht, dass Marx ein Philosoph ist, Marx ist nicht gut, ich darf das jetzt nicht so laut sagen, aber die Regierung ist Mist.“ Irgendwie überraschte es mich nicht, dass ein PHD der Informatik sowas sagt.

Wir stiegen an einer für jede Richtung 3 Spurigen Straße aus dem Bus. Hier wurde mir zum ersten Mal klar, warum große Städte in China so versmoggt sind. Was sich da an Verkehr umwälzt, in einer Art geordnetem Chaos. Ich sage nur Survival of the Fittest. Wir warteten auf einen Anschlussbus. In China gibts keine Fahrpläne, nur eine Liste von Stationen, die angefahren werden. Nur weiß keiner, wann ein Bus nun kommt und ab wann er nichtmehr fährt. Also nachdem wir dann gesehen hatten, dass die Linie 3 innerhalb von 10 Minuten 10 mal an uns vorbeikam und alle anderen Linien auch mindestens einmal kamen, nur nicht die, die wir fahren wollten, beschloss Kai oder Neo (ich habe mich noch nicht entschieden, wie ich ihn nenne  soll) ein Taxi anzuhalten. Chinesen sind sehr ungeduldig, was sich im Verkehr und beim warten auf den Bus deutlich widerspiegelt. In Ulm muss man mindestens 10 Minuten auf nen Bus warten, eine Ewigkeit für einen Chinesen. Ein Taxi zu bekommen, war auch nicht so einfach, die Milliarden Taxis, die an uns vorbei kamen, waren alle schon belegt. Ich glaube die Hälfte aller in den Städten wohnenden Chinesen sind Taxifahrer, die andere Hälfte ist zu diesem Zeitpunkt leider Taxi mitgefahren.

Irgendwann bekamen wir dann auch ein Taxi, und wir fuhren zum Campushotel, weil es leider schon zu spät war für ein Wohnheimszimmer. Ich schluckte erstmal wieviel eine Nacht in dem Hotel kostet … das billigste Zimmer war etwa umgerechnet 50 €, dafür hatte es einen Flatscreen, ein überbreites Bett, schicke Sessel, etc und das ganze auf nur 8 m².

Unten im Nachtschränkchen lagen sogar Kondome. An alles haben sie gedacht, nur etwas teuer fand ich die:

Links 3 € rechts 2 €.

Zum Abendessen traf ich mich mit Maik, einem Bekannten, der bis vor kurzem noch in Berlin gewohnt hat, und jetzt zufällig auch in Nanjing eine Arbeit bekommen hat. Kai kam nicht mit, er wollte Heim zu seiner Frau, denn sie hatte gekocht *g*. So aß ich mein erstes chinesisches Essen von ner Fressbude, Maik hat bestellt.

Dann haben wir uns noch mit nem „Bier“, also es erinnerte eher an Kölsch-gold-eiskristall-extralight, an nen Brunnen im Campus gehockt.

Was man bei der schlechten Bildqualität nicht sieht ist, dass abends um 8 auf der Campusstraße der DōngNánDàXué (東南大學) SoutheastUniversity mehr los ist, als in der Ulmer Innenstadt am Samstag Nachmittag. Da wird unter dem Licht der Laternen Badminton gespielt, geradelt, Snakeboard gefahren, gelaufen, etc. Besonders lustig find ich es, dass auf dem Sportplatz im dunkeln gejoggt wird, nicht nur einer, sondern ein ganzes Joggeschwader ist da unterwegs. Und mit diesen Eindrücken kam mein erster Abend in China zu einem Ende.
Raimar am Sonntag, 19. April 2009

Um mal zu verdeutlichen dass hier auf dem so augenscheinlich hübschen heilen Campus nicht alles so läuft wie es sollte: Hier wurde in einem Undergrad-Wohnheim ein 19-jähriger Dealer hochgenommen, der Junge hatte bis zu Kokain alles am Start.
Und nein — ich studiere nicht in Detroit oder Los Angeles, sondern im beschaulichen Storrs, Connecticut.

Student arrested on 11 counts of drug charges
Ⅾ. F., 19, of Guilford, was arrested Tuesday night after a month-long UConn police investigation into narcotics trafficking on campus.

UConn police were issued a search and seizure warrant for Faulkner’s room on the fourth floor of Belden Hall dormitory on Tuesday, according to an April 15 police department news release.

Police major Ronald Blicher said officers were searching Faulkner’s room when he returned from class at about 8 : 30 p.m., when he was arrested on 11 drug charges, including operation of a drug factory.

Quelle: DailyCampus.com

Raimar am Montag, 9. Februar 2009

Eigentlich wollte ich ja nicht darüber bloggen, aber schmunzeln musste ich schon als ich diesen Security Alert bekommen habe:

torrs Campus
Suspicious Occurrence

On 2⁄7/09 at approx 635pm an incident occurred at Hilltop Apts In the parking lot between the Beard and French buildings. Police are looking for a white male 6?????? 0?????? with longer brown hair wearing a red jacket and jeans. The male approached a female from the opposite direction and came within several feet. This made her feel uncomfortable as if the male was to close. The female turned around and left the area. The male left in the opposite direction. There was no exchange of dialog.

If you have any information or witnessed the incident please call UConn Police at 486–4800.

If you??????re traveling at night you are urged to travel in groups and in well lighted areas. Husky Watch/Safe Rides is available at 486–4809

Großes Kino, eigentlich blogge ich das jetzt nur weil es die Geschichte auf Platz 1 bei reddit geschafft hat:

uuuh

Raimar am Mittwoch, 8. Oktober 2008

Ich bin, bis auf die Squirrels, noch garnicht auf die sonstige Tierwelt auf dem Campus eingegangen. Zum einen wären da die auch dauerpräsenten Chipmunks (Streifenhörnchen), diese Jungs sind unglaublich putzig! Kleiner als Squirrels, gestreift und macht lustige Laute. Primärer Wohnort ist unter den Grad-Dorms, zumindest verschwinden sie immer in Löchern an der Wand.
Die nächste nicht so seltene Tierart sind deers (Rehe), zumindest bei Northwood oben stehen die problemlos zwischen den Apartments auf der Wiese und grasen. Meine bisherige Versuche eins zu catchen waren leider bisher ohne Erfolg :-( Die sind zu schnell …

Ferdinand am Dienstag, 9. September 2008

Direkt neben dem Iteso ist ein Hügel, von dem man eine gute Aussicht auf die Stadt und das Iteso hat. Letzte Woche bin ich zusammen mit Anna (eine deutsche Austauschstudentin) hochgelaufen um ein paar Fotos zu machen. Leider sieht man nicht all zu viel vom Campus – zu viele Bäume. Die letzten drei Bilder sind meine besten Aufnahmen in der Kategorie „Iteso von oben“.

     

Raimar am Montag, 8. September 2008

     

Man bin ich klein ;-)

Raimar am Sonntag, 7. September 2008

Sehr übel, insbesonderer wenn man Mädels in Hilltop kennt.

Crime Alert: Sept. 6, 2008

Criminal-Sexual Assault

UConn Police are investigating an incident of sexual assault that occurred on Saturday morning, September 6, 2008 at about 1 : 50 a.m. The male perpetrator approached a female from behind as she was walking along the sidewalk to the east of Hilltop Apartments connecting with Alumni Drive. The perpetrator threatened the victim with a weapon and the assault took place in a wooded area adjacent to the walkway. The suspect fled in a southerly direction.

UConn Police are continuing to follow investigative leads and at this time have not charged anyone in connection with the crime. As the perpetrator is not in custody, police issue these reminders. Be cautious and aware of your surroundings. Walk in well lit areas. Walk in groups. Utilize the shuttle bus system or Husky Watch escort service (486–4809). Anyone with information that may be pertinent to this case is asked to call UConn Police at 860–486–4800.

Major R… B…

Division of Public and Environmental Safety
Director of Police Services
UConn Police Department
126 North Eagleville Road
Storrs, CT 06268