Ferdinand am Dienstag, 23. Juni 2009
Bilder kann ich im Moment keine hochladen – habe auch eher wenige gemacht bisher. Da muss ich oefter mal abdruecken, glaube ich…
 
Seit Freitag sind Melodie und ich jetzt endgueltig unterwegs. Gestern sind wir in einem kleinen Dorf (Salina cruz) gestrandet, als wir zum Strand fahren wollten… Der Plan war eigentlich wenige Touristen, am Ende waren wir weit weg von allem. Trotzdem sehr schoen. Wir haben nette Leute kennengelernt – abends auf ein Bier mit einem Einheimischen – heute einen ruhigen Tag verbracht. Jetzt sitzen wir in einem Internetcafe. Busse fahren hier nicht all zu oft. Jetzt muessen wir auf den einzigen am Tag warten – es fehlen noch zwei Stunden, um Mitternacht geht es weiter;-)
 
Gekommen sind wir aus Oaxaca – der Welthauptstadt der Schokolade. Auch dort war es eher ruhig (im Gegensatz zu hier aber richtig viel loss). Es gibt zur Zeit fast keine Touristen – ¿ob das an der Influenza liegt? Viel Schokolade haben wir getrunken, gegessen, als Mole zusammen mit Huenchen – lecker. Gekauft haben wir natuerlich auch jede Menge. Melo hat da einen richtig guten Deal gemacht: andert-halb Kilo. Jetzt sind die Rucksaecke schwerer als vorher… Aber Teil des guten Deals war, dass ich ein halbes Kilo trage und sie den Rest. Mal schaun, wie lang wir das durchhalten.
 
Eine gute Nachricht zum Schluss: Ich habe mein Auto verkauft ;-) Zu einem rellativ guten Preis von 19,500 $, das sind – tagesaktuell – 1037 €. Ich habe also fuer mein halbes Jahr mit Auto 500 Peos (27 Euro) + diverse Reperaturen, Versicherung etc gezahlt, insegesammt vielleicht dreihundert Euro. Damit bin ich echt total zufrieden!
Ferdinand am Freitag, 5. Juni 2009

In Paricutin war ich Ende Mai – hoffe dass ich das jetzt noch alles noch zusammen bekomme ;-)
Zunaechst mal die Geschichte: Paricutin ist einer der juengsten Vulkane, der Erde – so jung, dass es von der Vulkangeburt ein exaktes Datum gibt (20.2.1943), Fotos, und eine Geschichte zur Geburt gibt. Er soll auf dem Feld des Bauern Dionisio Pulido entstanden sein, an jenem Tag entdeckte er einen Riss in seinem Feld, aus dem Qualm hervorstieg. Vor lauter Angst versuchte er den Riss wieder zuzuschuetten – am naechsten Tag war ein Huegel von 10m Hoehe auf seinem Feld, einen weiteren Tag spaeter waren es 50 Meter

Eruption von 1943

Der Vulkan wuchs langsam genug, dass die Dorfbewohner alle sicher evakuiert werden konnten. Der Name ihres Dorfes, wurde zum Namen des Vulkans.

Paricutin war eine (sehr sehr lange) Tagesreise. Ich bin mit Melodie und zwei Couchsurfern aus Australien (Pablo und Rach) in meinem Vocho/Kaefer  gefahren. Fast fuenf Stunden war die einfache Fahrt. Puhhh… Dort haben wir uns Pferde+Fuehrer gemietet. Reiten klappt mittlerweile ganz gut, zumindest wenn das Pferd mich mag. Nach 3-stuendigem Ritt, stiegen wir den Vulkan zu Fuss auf. Pure Asche und Geroell – Jeden Schritt den man nach oben macht rutscht man zur Haelfte wieder ab. Der Vulkan an sich war weniger beeindruckend als gedacht. Nur an der Form war er als Vulkan zu erkennen, heisses Wasser kommt aus Steinritzen hervor… aber irgendwie hatte ich dann doch dieses Idiana Jones Bild in meinem Kopf, mit der kleinen hoelzernen Haengebruecke ueber gluehender Lava. Abwaertz ging es in einer mehr oder weniger konrollierten halb-laufend halb rutschend auf einer Sandpiste abwaerts.

Auf dem Rueckweg machten wir im alten Dorf halt. Der Kirchturm der aus der Lava ragt ist beruehmt geworden. Diese Symbiose aus menschlichem Werke und Natur, habe ich auf diese Weise noch nie zuvor gesehen. Normalerweise ist ja immer der Fels das Alte, und das daraufstehende Gebaeude erst spaeter hinzugefuegt…

Mit ein bisschen Klettern war es moeglich, das Innere des Kirchturms zu betreten. Es ist unglaublich wie schnell sich alles veraendert, wenn man ein bisschen unterhalb der Lava ist. Es ist Stockdunkel, die Luft ist 10 Grad kuehler… Es ist schwer u beschrieben, aber war irgendwie gespenstisch…

Spaet in der Nacht ging es zurueck nach Guadalajara.

Ferdinand am Mittwoch, 3. Juni 2009

Hallo ihr Lieben,

Fast einen ganzen Monat habe ich mich nicht mehr gemeldet – das ist die längste Sendepause die ich bisher in diesem Blog hatte.

Mir geht es gut. Ich habe auch das zweite Semester am Iteso gut überstanden und bin kurz vorm Aufbruch  Richtung Süden. Guadalajara will ich endlich hinter mir lassen um Mexiko besser kennen zu lernen. Ich habe mich entschieden die nächsten Wochen nur mit Bussen zu reisen. Es ist einfach billiger einmal für ein Busticket zu zahlen, als alle 100 km Moutgeühren zu entrichten. Vor meinem Aufbruch möchte ich daher noch mein Auto verkaufen – ich hoffe die nächsten Tage bringen mir mehr Glück als bisher.

Ich weiß leider nicht, ob ich mich in Zukunft wieder regelmäßiger melden kann. Mein Rechner hat in der letzten Woche endgültig seinen Geist aufgegeben :( – damit ist meine ganze bisherige Infrastruktur, von Bilderordnern, Picasa zum Bilder hochladen, deutsche Tastatur etc. nicht mehr verfügbar. Naja einen neuen Rechner kaufe ich mir wohl auch erst wieder in Deutschland wieder.  Ein paar Sachen werde ich in den nächsten Tagen aber sicherlich noch schreiben, da habe ich die Bilder eh schon online ;-)

Influenza

Gott-sei-dank ist dieses Thema hier weitestgehend überstanden. Und von anderen Themen wieder verdrängt worden. Ich hatte zweimal eine Zwangspause in meinem Studium (und meine Praktika halt statt in der Uni, zuhause, oder im Starbucks fertig geschrieben – habe also letztendlich das gleiche studiert/gelernt/gearbeitet).

Die Hysterie war sicherlich größer als letzendlich die Auswirkungen. Die Opferzahlen haben sich zum Glück ja in Grenzen gehalten. Bei den Menschen hier herrscht größte Verwunderung darüber, warum das ganze überhaupt so ernst genommen wurde. Es gibt diversen Verschwörungstheorien. Hauptsächlich wird dabei die eigene Regierung für die Medienpanik verantwortlich gemacht. „Die haben dass doch nur erfunden, um hinterher als Retter dazustehen“. In einem Monat sind zwar Parlamentswahlen, aber wenn das wirklich ein PR-Coup gewesen sein soll, ist der Schuss eher nach hinten loß gegangen. Was die Regierung allerdings schon gemacht hat, war die Zeit für ein paar Gesetze zu nutzen über die sonst etwas länger diskutiert worden wäre. Als Kampf gegen die Drogenkriminalität wird gefeiert, dass geringe Mengen an Rauschgift ab sofort nicht mehr strafbar sind, statt dessen werden Wiederhohlungstäter in Enzugskliniken untergebracht – was genau das aber gegen die Drogenbanden bringen soll, weiß ich allerdings nicht – nur eine komplette Legalisierung in den Vereinigten Staaten würde ihr Geschäftsmodell nachhaltig zerstören. Weitere Gesetzte sind: Polizisten dürfen nun auch Zivil ermitteln (ich weiß in Deutschland ist das normal – die große Befürchtung ist hier allerdings eine Zunahme der Korruption) , oder das die Polizei rellativ leicht Wohneigentum betreten kann. Leider gibt es in Mexiko keine all zu protestwillige Zivilgesellschaft und ich persönlich beteilige mich auch lieber bei Petitionen meiner Heimat gegen sinnlose Gesetze.

In einigen Details hat die Influenza auch meinen Alltag geprägt. Während der Hysterie standen an allen Ecken Desinfektions-gele herum. So oft, wie in den letzten Wochen habe ich mir zuletzt während meines Zivildienstes (in einem Krankenhaus) die Hände desinfiziert. Wenn man die Beschreibungen dieser Produkte ließt steht relativ prominent, dass diese 99.9 % der Bakterien abtöten. Das soll sich wohl beruhigend anhören – dass man 0.1 % damit zu resistenen Biestern macht, scheint niemanden zu stören. Aber um es positiv zu sehen: Ich hatte seit 2 Monaten keine Magen‑ Darmprobleme mehr! Der Hygiene-quantensprung war deutlich zu spüren.

Ein weiterer Punkt dieser Zeit war, dass alle Bars, Discos, etc geschlossen hatten, was zu einer Blüte illegaler Partys geführt hat. Diverse WGs haben ihre Türen für die Öffentlichkeit geöffnet, 10 Pesos Eintritt, billiges Bier – Musik aus der Stereoanlage, oder von der Underground Band. Manche Bars haben auch einfach als Restaurant wieder aufgemacht und die Musik einfach ein bisschen leiser gedreht.

Iteso

Vor einer Woche bin ich mit meinem Semester fertig geworden. Es war mal wieder stressig und wie auch im letzten Semester blieb ich eine mehr oder weniger gemütliche Nacht am Iteso um noch schnell ein Praktikum fertig zu programmieren. Mal wieder ein bisschen SOPRA Feeling ;-) Aus fast zwei Wochen Abstand ist es nicht mehr schlimm – auch wenn ich innerhalb der letzten Woche (nach Angabe von Melodie und Prisca) etwas anstrengend gewesen sein musste… Aber Semesterstress geht vorbei – mittlerweile habe ich auf meine Klassen 3 mal 10 aus 10  und einmal 9 aus 10 bekommen. Damit bin ich mehr als zufrieden. Momentan bleibt mir nur zu hoffen, dass ich das auch dementsprechend in Ulm angerechnet bekomme.

Und nun der Nerdteil, meines Semesters. Alle Nichtinformatiker/Nichtinteressierten können gerne aufhören zu lesen – ich melde mich demnächst mit ein paar Urlaubsartikeln, wo ich die Fotos schon hochgeladen habe.

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Ferdinand am Samstag, 21. Februar 2009

Autofakts:

 – Hier in Mexiko hat der Pollenflug längst eingesetzt (Ja langsam aber sicher wird es hier Frühling ;-) und mein Auto wird dementsprechend schnell schmutzig. Fensterputzer stehen aber fast an jeder Ampel die gegen ein kleines Trinkgeld wähernd der Rotphase ein bisschen saubermachen.

 – Reifen werden hier wirklich gefahren bis nicht mehr geht… Besonders LKWs tun sich hier hervor. Sie haben ja meist mehr als zwei Reifen pro Achse wobei einer von denen oftmals ein Profil von –1 cm hat ;-) Llanterias (Reifendantler) gibt es an jeder Ecke – die kaputte Reifen durch „gebrauchte“ ersetzen…

 – Dinge die ich vorher von einem VW Käfer nicht wußte: Die Reifen haben ja nur einen Mantel direkt auf der Felge. Selbst mein Fahrad hat einen Schlauch darunter… und auf Autobahnen fehlt mir der 5. Gang…

 – Vorfahrt habe ich grundsätzlich nicht. Das liegt neben meinem kleinen PS schwachen Auto auch daran, das ich keine Hupe habe. Da kann ich mich an der Kreuzung einfach nicht durchsetzten

 –Manche Ampeln werden hier von Hilfspolitisten gesteuert. Die machen den ganzen Tag nichts anderes als von rot nach grün zu schalten. So bringt es was diese Ampeln geschlossen anzuhupen. Ds schlimme: das anhupen hilft wirklich, danach ist sofort grün. Am Hupen haben ich mich wegen fehlender Ausstattung nicht beteiligt, aberdas hohle ich dann in Ⅾ an der ersten Ampel nach ;-)

 – Wenn man nachts parken vor einem Lokal sein Auto parkt, stehen immer Leute rum, die für ein kleines „Trinkgeld ein Auge auf dein Auto haben“. Zunächst fand ich das eine gute Idee. Hier wird doch recht viel geklaut – aber irgendwie erinnert mich dass mehr und mehr an das Chicagoer Geschäftsmodell der 20er Jahre…

 – Ein paar Videos vom Strand (vor 2 Wochen):

Ferdinand am Samstag, 31. Januar 2009

Zu meinem Käfer:

  • Verkehr:
    Ich habe ja nun schon ein halbes Jahr den Verkehrsfluss vom Bus, in anderen Autos und als Fußgänger beobachtet, ehe ich mich seit einer Woche selbst daran beteilige. Das mexikanische Verkehrssystem ist eine Mischung aus amerikanischem (man darf rechts und links überhohlen, es fahren aber alle in etwa gleich schnell) und europäischem(links ausschließlich zum Überhohlen und bitteschön zügig). An manchen Straßen werden die einzelnen Fahrspuren Zielen zugeordnet (wer länger auf der Straße bleibt, fährt links – wer sie bald wieder verläßt rechts), andere Straßen kennzeichnen die linke Spur als Überholspur und die meißten Straßen lassen diese Frage völlig unbeantwortet. Die richtige Spur zu finden ist eh, die wichtigste Frage im Stadtverkehr. Mal wird man an einem Kreisel, in der äußeren Spur abgedrängt, weil die inneren Spuren geschlossen abbiegen, ein anderes mal kann man eine innere Spur des Kreisels nicht verlassen, da die äußeren sich zum weiterfahren entscheiden. Eindeutige Kennzeichnungen fehlen, Straßenmarkierungen widersprechen sich – es ist eher so, dass man einen Kreisel „kennen“ muss, um auf der richtigen Spur zu sein. Der Weg zur Uni klappt jedenfalls mittlerweile zügig und stressfrei.
  • Topes:
    Topes sind Bodenwellen, die zur Verkehrsberuhigung in vielen Straßen angebracht sind. Diese sind in Größe und Bauform allerdings recht uneinheitlich. Manche sind eher gemächlich und man kann sie in normaler Schrittgeschwindigkeit befahren, andere sind klein und fast rechwinklig – es empfiehlt sich hier unbedingt Standgas zu verwenden. Und bei manchen kann man das Aufsetzen des Motors kaum verhindern – ich umfahre diese Straßen mitlerweile.
  • Sicherheit:
    Ich glaube ich bin der einzige Mensch in Mexiko der nicht in der Lage ist einen VW Käfer zu knacken. Mitlerweile habe ich einige Instruktionen bekommen (Nützliche Fähigkeit wenn man seinen Schlüssel mal im Auto vergisst). Werde die nächste Woche mal ein bisschen üben und sage Bescheid wenn ich es hinbekommen habe. Auf der anderen Seite heißt das natürlich das ich keine Wertgegenstände im Auto lassen kann. Es machen außerdem Gerüchte die Runde das Diebe Lithium-Ionen-Akku irgendwie scannen können. Ich habe keine Ahnung wie das funktionieren soll, habe auch im Internet nichts dazu gefunden. Hier haben mir aber schon mehrere davon erzählt: „Der Dieb läuft mit seinem Gerät an Autos vorbei, wenn es piept, bricht er ein und hohlt sich den Laptop (oder vergleichbar)“. Wie auch immer – bei meinem Käfer kann er auf jeden Fall einfach so einbrechen und ist nicht gezwungen die Scheibe einzuschlagen, was bei einem Freund der teurere Schaden war (geklaut wurde nur die billige Stereo-Anlage). Und das mir keiner mit dem Auto davon fährt… Nun ja: mein kleiner Käfer hat eine Lenkrad und eine seperate Schaltknüppelsperrung (der Schaltknüppel wird mit einem Eisenriemen im Rückwärtsgang fixiert). Da kann er erst mal rückwärts im Kreis fahren ;-)
  • Meine Schaltung ist gesichert

  • Klimaanlage:
    Die ist nicht ganz so mächtig wie ich das von anderen Autos gewohnt war. Vielleicht muss ich auch noch was richtien lassen, aber mir kam das erst mal alles andere als warm vor, was mir gestern aus dem Lüfter kam. Sie ist per Keilriemen in an den Motor gehängt und braucht mehr Kraft als ich im Standgas zur Verfügung habe. An roten Ampeln also schnell die Klimaanlaage ausschalten oder der Motor stirbt ab.
  • Tanken:
    Noch fahre ich mit meiner ersten Tankfüllung. 22 Liter gab es für 200 Pesos (= 10,72€)
Raimar am Montag, 26. Januar 2009
  • Ich liebe amerikanische Fernsehsender, alle möglichen Serien als komplette Episoden online anschaubar! Ein Traum! :D Ich kann mich grad ned zwischen CSI: Miami und A-Team entscheiden ;)
  • In den USA heißen Waagen nicht ordinär „Waage“ sondern „Health Meter“! Zumindest Annes heißt so!
  • Die German-House-Eröffnungsparty war ein Riesenerfolg!
  • Ferdis Auto ist schöner als meins :|
  • Mein neues Notebook kommt morgen! :)
  • Die Ameisen sind alle weg — ResLife sei Dank! Das Sprühzeugs war auch bestimmt nicht giftig :x
  • Springbreak wird wohl Miami South Beach :D Das letzte Geld das ich noch habe ausgeben :/
Ferdinand am Sonntag, 25. Januar 2009

Seit dieser Woche bin ich Autobesitzer! Weil es die hier noch relativ häufig gibt und sie den Ruf haben zuverlässig zu sein (und natürlich weil sie relativ preiswert sind ;-) habe ich mich für einen VW Käfer, Baujahr 98 entschieden.

Hauptargument für meinen (doch recht späten Kauf) waren die Vorlesungzeiten in diesem Semester. Wie im letzten Jahr habe ich zweimal in der Woche um 7:00 Uhr und zweimal komme ich erst um 22 : 00 raus. (Das habe ich zwar schon vor einem halben Jahr erwähnt, ich wundere mich aber immer noch darüber zu welchen Uhrzeiten Mexikaner wie selbstverständlich studieren/arbeiten) Dazu kommt das Problem mit dem Nahverkehr (der Artikel hierzu kommt noch ;-) der um zehn Uhr abends einfach nicht mehr fährt, was mich im letzten Semester sogar zu der ein oder anderen Taxifahrt nach Hause gezwungen hat.
Zweiter Grund war das ich mir eine Pazifiktour überlege. Es gibt einfach sehr viele Strände die man ohne eigenes Gefährt nicht erreichen kann und mieten ist teurer als kaufen (ich rechne ja fest mit einem Verkauf vor dem Rückflug…)
Ein letzter Grund ist ein sehr überraschend kommender 500 € Zuschuss der Uni Ulm für Studenten mit „herausragenden Leistungen“ (Vielen Dank an dieser Stelle an die Studienkommission Informatik, deren studentische Mitglieder wahrscheinlich mitlesen)

Eine Woche kurve ich jetzt schon mit meinem neuen Gefährt durch Guadalajara (und habe noch so manche Probleme mit dem Verkehrsfluss). Das Auto ist wirklich zuverlässig (bis jetzt), kleinere Reperaturen (wie Sicherungen auswechseln) habe ich schon erfolgreich ausgeführt. Manche Technische Details wie eine Servolenkung vermisse ich gar nicht mehr, anderes hätte schon gerne noch gehabt (Fußgängererkennung ;-)
In vielen Dingen ist mein Vocho, so heißt der VW Käfer – und nicht das Tier(!) auf mexikanisch, besser ausgestattet als seine Artgenossen. So habe ich beispielsweise eine Klimaanlage (auch wenn diese von meinen 60 PS einiges für sich beansprucht – oder für Informatiker: wie Vista aufm Netbook).

Auto anmelden war mal wieder ein Behörden-Hürdenlauf, aber egal – da will ich gar nicht mehr drandenken.

Und so sieht er dann aus:

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Raimar am Montag, 13. Oktober 2008

Die never-ending story geht weiter, ihr wisst wir haben zum zweiten mal gefailed. Wir waren heute nochmal in unserer Werkstatt und der Chef hat sich des Ganzen nochmal angenommen. Es kam nun raus dass es der Computer ist der rumspinnt und nicht der Sensor. Neu kostet so eine Kiste $200‑$400, zuviel für so einen Eimer. Das schöne ist aber dass unsere Karre ne gültige Registration hat und laut dem Chef ist das einzige was uns passiert dass das registration renewal denid wird. Das is uns aber sowas von Bums, schließlich gilt die registration für 2 Jahre. Da bin ich schon lang wieder im Land des TÜV und ASU ;-). Die einzige Möglichkeit wäre wohl nen neuen Computer reinzupflanzen, das würde uns die Werkstatt auch kostenlos machen, wir müssten nur das Teil zahlen. Den Computer gibts gebraucht bei car-part.com für ab $15 + shipping, insofern überlegen wir uns das doch noch. Schließlich lässt sich das Auto viel besser verkaufen mit dem Test.
Achja, wir haben jetzt auch erfahren dass die Karre einen 2001er Tauschmotor drin hat. Das war wenigstens mal erfreulich ;-)

Raimar am Montag, 13. Oktober 2008

Der weiße Riese kommt

Wo er auftaucht, bekommt der Tankwart leuchtende Augen: Der Ford F-650 ist die rollende Unvernunft. Dennoch ist der eigentlich für den US-Markt konzipierte Fünf-Tonnen-Pick-up in Deutschland gefragt – so sehr, dass ein Importeur das Anti-Trendgefährt hierzulande anbietet.

 – via SpOn

Das Teil hab ich bisher noch nichtmal hier gesehen, das Maximale was hier rumgefahren ist war ein F-350 Superduty. Und das Ding war schon riesig …

Raimar am Sonntag, 12. Oktober 2008

Trotz unserer Autoprobleme sind wir gestern in Richtung Vermont aufgebrochen um den Indian Summer zu bestaunen. Morgends um 7h gings los und die erste Aussichtsstelle war schon Hammer! Unser eigentliches Ziel war aber der Mount Snow (eigentlich ein Skigebiet) in Vermont. Dort sind wir dann ein wenig den Berg hochgewandert, auf halben Weg haben wir uns dann aber getrennt da meine neuen Timberlands fiese Blasen produziert haben.
Beim Ankommen hatten wir schon gesehen dass da heute ein Oktoberfest stattfinden würde, es wurden nämlich fleißg Zelte aufgebaut und blau-weiße Tischdecken verteilt. Als wir von der Wanderung runterkamen konnten wir uns natürlich das Event nicht entgehen lassen: es gab importiertes Spaten und Erdinger! Der erste Schock waren $20 Eintritt, zum Glück kamen wir – öhm – anders rein. Für diese $20 bekam man nämlich nichts geboten außer der „Oberländer Hofbräu Band“. Innen haben wir uns dann beim Essen der widerlichen Weinerschnitzel (wir wissen bis heute nicht was es genau war, aber es war kein Schnitzel!) und Knockwuerste haben wir uns dann noch mit einem Investmentbanker aus New York unterhalten. Er war zwar sehr besorgt über die Krise an den Finanzmärkten, aber allein der Fakt dass er für ne Woche zum Radfahren nach Österreich gefahren ist zeigt dass es ihm so schlecht nicht gehen kann. Wenigstens konnte ich deren Bierkrug abstauben! :D

Hier erstmal einen kleinen Clip der Band, leider hab ich das „ois zwoi gsuffa“ nimmer draufbekommen ;-)

Auf dem Heimweg ist uns dann noch ein kleines Malheur passiert, wir haben den Schlüssel im Auto vergessen und mit dem Knopf innen abgeschlossen. Dann wars zum ersten mal Zeit für AAA und ich muss sagen: Hammer! Man ruft an und binnen 10 Minuten ist jemand da der unser Auto binnen Minuten geknackt hatte. Auf den ADAC wartet man immer Ewigkeiten! Den Jahresbeitrag hätten wir damit schonmal wieder drin :-)

Und nun die restlichen Bilder: