Noch eine letzte alte Geschichte, ab morgen blogge ich aus Mexiko City.
An einem dieser Wochenenden um Guadalajara herum, es ist vielleicht drei Wochen her, da war ich mit Melodie, Fabian und Lili in Tapalpa einem kleinen Dorf (pueblo magico!) etwa zwei Stunden von GDL entfernt. Nebenbei bemerkt ist es glaube ich das erste mal, dass ich mit meinem Ulmer Kollegen unterwegs war. Tapalpa ist ein wirklich wunderschoenen Dorf mit einer kleiner Kathedrale, komplett aus Backstein, netten Leuten und kleinen Plazas. Daneben war aber vor allem die Natur und die damit verbundenen Aktivitaeten die Reise wert. Im „Ecoparks“ balancierten wir in 20m Hoehe ueber kleine Bruecken von Baum zu Baum.
El Salto del Nogal ist einer der schoensten Wasserfaelle die ich bis jetzt gesehen habe. Vor allem ist er rellativ schwer zuganglich und kaum touristisch erschlossen. Eine fast unberuehrte Schoenheit.
Geschlafen haben wir in einem urigen Ferienhaus ohne fliessend Wasser und Strom.
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Fabian (ein Ulmer Student der mit mir am Iteso studiert) schreibt eher selten neue Artikel in seinem Blog. Seit diesem Wochenende gibt es einen Rückblick auf die letzten Monate mit einigen sehr schönen Bilder, wie ich anmerken darf. Einige Orte und Erfahrungen überschneiden sich zu meinen. (Wir waren in den selben Cabañas in Tulum, Yucatan)
Ganz habe ich seinen Artikel aber noch nicht gelesen
Hier ist der Artikel
Da sich in den letzten Tagen schon einige Leute bei mir gemeldet haben… Ich weiß dass ich in den letzten Wochen nicht zum Blogschreiben gekommen bin und möchte das gerne hiermit nachholen. Bitte verzeiht mir gleich zu Beginn, Form und Länge des Artikels. Ich habe hier mehr für mich geschrieben, um mich an die Vorlesungen in diesem Semester zu erinnern. Was neu für mich war, welche Fächer mir etwas gebracht haben und welche nicht.
Mein Semester ist vorbei. Das komplette Wintersemester, alle Prüfungen – wirklich alles. Dafür war es in der letzten Woche um so stressiger. Für alle Informatiker: Noten werden hier nach dem Prinzip SOPRA vergeben und damit ist eigentlich alles gesagt. Aber Schritt für Schritt. Ich habe ja im Moment wirklich Zeit für einen kompletten Artikel im Gegensatz zu Raimis Twitter Meldungen
Ich hatte mich schon vor einigen Wochen entschlossen aus verschiedenen Gründen ein paar von meinen Kursen abzulegen. Da war zum einen dieser interkulturelle Dialog mit Mexiko: Irgedwie bin ich mit der Art des Unterrichts nicht zurecht gekommen. Ich hatte ständig das Gefühl mehr über Mexiko zu lernen, wenn ich einfach jedes Wochenende irgendwo hinfahre und mir das Land einfach anschaue. Der zweite Kurs den ich abgelegt habe war Webprogrammieren. Hier war mir das Niveau einfach zu niedrig. Sorry das so direkt zu sagen, ich hatte hier auch wirklich gute Vorlesungen, aber Webprogrammieren kam mir wie Zeitverschwendung vor (beim php Einstieg wurde unter anderem ausführlich die syntax und Semantik einer for-SChleife erklärt, xhtml existierte für den Dozenten noch nicht …) Der dritte Kurs den ich abgewählt habe war „Transmision de Datos“. Dieser war eigentlich wirklich gut, aber leider für einem anderen Studiengang. Wie in Ulm auch, sind hier verschiedene Ingeneurswissenschaften unter einem Dach zusammengefasst und in meinen Unterlagen waren die Vorlesungen ausschließlich nach Instituten sortiert. Ich hatte mir da eine Vorlesung über WLAN und Bluetooth vorgestellt – Datenübertragung auf Protokollebene… Es ging dann eher darum was eine Manchaster kodierung ist und es war eine Regelvorlesung für Netzwerktechnikern im hören Semester (die meiste Zeit habe ich nur Bahnhof verstanden), also ganz nahe an der Physik.
Übrig blieben also nur „Betriebssysteme“ und „eingebettete Systeme“. Ich habe echt lange gezögert drei Kurse abzuwählen. Es blieb mir ja nur noch weniger als die Hälfte. Aber letztendlich war es mir dann doch lieber einige wenige Kurse auf gutem Niveau gut zu bestehen, als in anderen Kursen meine Zeit abzusitzen. (Ok: das Hauptargument gegen Webprogrammieren war: das es um 7:00 Uhr in der Früh war
Betriebssysteme hat mir insgesamt gut gefallen. In dieser Vorlesung haben wir viel über Simulationen gelernt. Am Ende des Semesters hatte ich zu allen wichtigen Teilen eines OS eine kleine Simulation geschrieben. Das sieht zum Beispiel beim virtuellem Speicher so aus: Eine Programmcode, den ich nicht verändern kann, erzeugt ein shared memory und ein paar Prozesse. Die Simulation sorgt dafür, dass die Processe aufgerufen werden (und sie brauchen natürlich mehr Speicher als sie im shared memomry haben). Die Aufgabe bestand darin eine kleine Speicherverwaltung zu schreiben (um zu wissen was schon belegt ist), nach einem Verdrängungsalgorithmus (Technische Infomatik 1) eine Seite auswählen, und diese in eine Textfile schrieben (Verdrängung auf die Festplatte… Und alle Prozesse haben Zugriff, wie einfach die Welt doch sein kann). Klar das so ne Simulation nur dann funktioniert, wenn das echte Betriebssytem keinen Ärger macht. Aber es ging auch nur um 48kB shared memory, bei 1 GB RAM.
Daneben gab es bei Betriebssystemen auch Klausuren, die bei den Mexikanern gefürchtet sind. Entsprechend habe ich mich auf sie vorbereitet. Am Ende hatte ich aber immer ausreichend Zeit mir die Fragen erst mal mit Wörterbuch zu übersetzten und Fabi und ich (die beiden Deutschen)waren die besten aus dem Kurs. Jaja – meine Prüfungsvorbereitungen habe ich während des Vordiploms perfektioniert
Eingebettete Systeme war das zweite Fach in dem ich rundum zufrieden war. Hier bestand die komplette Note aus mehreren praktischen Teilen und ein paar Fragen dazu. Als Hauptprojekt haben wir den Klingelton Generator von Nokia nachgebaut. Ich weiß, hört sich nicht sonderlich spektakulär an. Aber ich saß schon mal ewig dran, einen Play/Pause Knopf so zu programmieren, dass er jederzeit (also auch wenn gerade ein Ton gespielt wird) funktioniert. Sämtliche Programme laufen direkt auf dem Chip (also ohne OS) – wenn ein Programm abstürzt, funktioniert nichts anderes mehr. Ich habe ziemlich viel Code auf Interrupts (durch die Clock) umgeschrieben, da wir eine Woche vor der Abgabe noch ziemlich oft while-Schleifen als Delays mißbraucht hatten. Ansonsten Bestand die Arbeit in einem kleinen Parser und Editor für das Nokiaformat von Monotonen Klingeltönen – plus Treiber für alle Endgeräte die wir angesteuert haben.
Neben einer Vorlesung für embedded systems habe ich hier auch einen kleinen Programmierkurs für Fortgeschrittene bekommen. Zwar sehe ich die Kommentare von Leuten vor mir, die wie beim Guaveartikel schon vorher alles besser wussten (ich bin mir sicher das die Mehrheit ihre Unwissenheit nur nicht veröffentlichen wollte ;-))trotzdem: ich habe vor diesem Semster noch nie das Schlüsselwort volatile in einem Ⅽ Code benutzt (bzw. es war mir egal welche Variablen gerade im Stack und welche im Register sind), mir nie darüber Gedanken gemacht warum es besser ist for(;;) zu schreiben statt while(1)
Aber über manche Dinge macht man sich halt nur in der Not Gedanken… Und mein Register hatte halt nur acht Plätze.
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Warum ich das ganze mit dem SOPRA verglichen habe: Irgendwie wird am Ende dann doch immer die Gruppenleistung benotet. Es gibt immer Leute im Team die absolut gar nicht tun geben wir ihnen doch das Pseudonym Duki. Außerdem diese wiederkehrende Fehleinschätzung wie viel Zeit so ein Projekt in Anspruch nimmt. Die letzte Woche habe ich mehr oder weniger durchgearbeitet. Montag 14 Stunden, Dienstag 14 Stunden. Mittwoch und Donnerstag 36 Stunden mit einer Stunde Schlaf im Computerraum. (Das ist mein neuer Rekord). Donnerstag bin ich um 23 Uhr nach Hause, am Freitag war ich um 9 : 00 wieder im Iteso – für die Abnahme des anderen Projektes. Erstaunlich ist dass man nach über 30 Stunden immer noch sinnvollen Code schreiben kann. Andere Basisfähigkeiten waren dafür nicht mehr so ausgeprägt. Wir haben es am Donnerstag Abend geschafft einen der Chips durchzuschmorren (Wahrscheinlich haben wir irgendwelche Kabel falsch verbunden, der Fehler war nicht mehr rekonstruierbar).
Zur Benotung: In beiden Fächer habe ich 10 von 10 Punkten… In sofern bin ich froh, mich auf die richtigen Kurse konzetriert zu haben und im Ausland eine ordentliche Leistung als Ulmer Stundent geliefert zu haben
P.S.:
–und morgen schreib ich irgendeinen lustigen Artikel‑
Tacos, Tortillas, Guacamole … Vieles ist ja in Deutschland bekannt. Und das Zeug ist wirklich gut. Obwohl ich hier jetzt schon eine Weile bin, esse ich es immer noch wahnsinnig gerne.
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Dann gibt es aber wieder Dinge die mir eher seltsam vorkommen.
Eines betrifft das Frühstück. Es existiert hier als Mahlzeit einfach nicht. Zu jeder Tages und Nachzeit kann man hier die gleichen Dinge essen (Tacos, Totillas, Torta Ahogada) Also schwere Gerichte mit viel Chili. Will man den Tag etwas leichter beginnen. Mit einem Fruchtsalat etc… (und eigentlich sind ja Früchte hier so viel besser als in Deutschland – richtig lecker), wird man von den Mexikanern schief angeschaut „Bist du etwa ein Vegetarier?“. Von Kaffee fange ich an dieser Stelle mal gar nicht an zu reden. Das würde noch mal einen Blogartikel füllen.
Immerhin habe ich in diesem Punkt die Unterstützung meiner europäischen Austauschstudenten. Auch wenn es manchmal schwer ist ein gutes Frühstück zu finden, wir halten da zusammen und wurden meistens nach etwas suchen fündig. Später am Tag bin ich dann auch immer für den Taco von der Straße zu haben. (By the way: Der Vorschlag der Gringas war zum Thema gutes Frühstück: Burger King…)
Zweite Sache die ich etwas seltsam finde, ist die Würzung des Essens. Diese ist meiner Meinung nach vollständig auf den Taco ausgerichtet: Limonen, Salz, Chili. Diese drei Dinge scheint den Mexikanern wahnsinnig zu schmecken. Bei Tacos, Tortillas etc… stimme ich dem auch zu – schmeckt wirklich gut. Aber wie bereitet ein Mexikaner einen Fruchtsalat zu? Richtig: mit Limonen, Salz und Chili. Popcorn? Yep… und Bier? Vorsicht hier kommt noch eine vierte Zutat hinzu: Maggi Soße! Das ist kein Witz, es schmeckt furchtbar und hält dem bayerischen Reinheitsgebot bestimmt nicht stand es heißt: Michelada
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Letztes Wochenende war ich mit ein paar Freunden am Pazafik in Manzanillo. Als Gruppe haben wir ein Haus gemietet. War echt purer Luxus… Haus mit eigenem Schwimmbecken etc.
Tagsüber waren wir am Strand. Ich hatte mir ein Bodyboard (zum richtig Surfen war es zu kurz) gemietet. Der Pazifik ist hier echt so nah… Da werde ich wohl noch ein paar mal hinfahren
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Der Tag der Toten (Dia de los muertos) ist ein besonderes Fest in Mexiko. Das Fest ist zeitgleich mit dem deutschen Allerheiligen, es geht um das Gedenken an die Toten geht und doch ist alles anders.
Der Tod als Teil des Lebens in der Kultur Mexikos
Der Umgang der Mexikaner mit dem Tod wirkt auf westliche Kulturen befremdlich, da der Tod dort nicht tabuisiert wird. Er wird als etwas betrachtet, vor dem man sich nicht zu fürchten braucht, etwas, dem man jederzeit begegnen kann – mit Ironie. Alltägliches in Mexiko wie: ‚La Calzada del Hueso‘ (Die gepflasterte Knochenstraße), ‚La Barranca del Muerto‘ (Die Todesschlucht) wurde so in Relation mit dem Tod gebracht. Der Tod ist allgegenwärtig und ein Teil des Lebens. Besonders deutlich wird das in der Zeit rund um die Días de los Muertos, wenn die Calaveras (Skelette aus Pappmaché, Gips oder Zucker) in allen möglichen Alltagssituationen dar‑ und in den Straßen und Geschäften aufgestellt werden.
Nach altmexikanischem Glauben kommen die Toten einmal im Jahr zum Ende der Erntezeit zu Besuch aus dem Jenseits und feiern gemeinsam mit den Lebenden ein fröhliches Wiedersehen mit Musik, Tanz und gutem Essen. Durch spanische Missionare, die vergeblich versuchten, das Fest abzuschaffen, wurden die Feiern mit den christlichen Feiertagen Allerseelen und Allerheiligen zusammengelegt. Parallelen zwischen der christlichen Vorstellung vom Tod und dem indigenen Glauben ermöglichten diese Verschmelzung. Schon die Azteken sahen den Tod nicht als Ende, sondern als Anfang neuen Lebens, eine Übergangsphase zu einer anderen Daseinsform. In Vermischung mit dem christlichen Glauben entstand ein einzigartiges kulturelles Fest, das die Bräuche des vorspanischen Mexiko teilweise weiterleben ließ.
[Quelle: wikipedia.de]
Wir haben letztes Wochenende einen Ausflug nach Pátzcuaro und Tzintzuntzan gemacht, die beide berühmt für diesen Feiertag sind. Die Friedhöfe waren mit Kerzen und Blumen geschmückt – wirklich umwerfend… Zum Teil aber hart an der Grenze zum Kitsch (Skelett-Puppe am Grabstein) natürlich nur in meinen westlichen Augen
An den Gräbern wurden Speißen mit den Verstorbenen geteilt, in den Straßen gab es ein Volksfest.
Einen guten Artikel zum Dia de los muertos gibt es auf mexiko-lexikon.de
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Am Rande gab es ein Hockeyspiel mit einem Feuerball – Viele andere Nachtaufnahmen vom Volksfest sind aber leider nichts geworden…
Auch berühmt ist der Tanz der Greisen/Baile de viejitos
(Aufgenommen von mir in Tzintzuntzan) :
Sonntags besuchten wir noch den Pátzcuarosee mit seiner Insel Janitzio. Die kleine Freiheitsstatue habe ich bestiegen. Oben hatte man aber eher das Gefühl aus einem Luftschutz-bunker zu blicken, so klein und unbequem waren die Öffnungen auf den wunderschönen ‚Lago de Pátzcuaro‘. In den verwinkelten Gassen auf der Insel befanden sich kleine Kunstmärkte. Gekauft habe ich allerdings nichts.
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Mit dabei waren Prisca, Ivan, Mario und ich.
Wo kommt eigentlich der Tequila her: Natürlich aus Tequila :), einem kleinen Dorf etwa eine Stunde von Guadalajara entfernt.
Größere Kartenansicht
Tequila ist ein Pueblo Mágico, ein sehenswerter Ort in dem neben vielen Touristen auch eine Destillerie neben der anderen steht. In Fabrikbesichtigungen erfährt man wie Tequila hergestellt wird (Agave aufkochen bis sich der Zucker lößt, Fermentation, Destillation = Tequila)
Man erfährt was es mit Tequila silber und gold auf sich hat (auf Spanisch blanco, joven, reposado, añejo) und bekommt so manche Kostprobe :))
Sierra Tequila spielt hier eigentlich gar keine Rolle. Ist wohl so eine deutsche/europäische Eigenheit. Aber um bei Produktnamen zu bleiben: Ich war in der Fabrik von Jose Cuervo. Dieser Tequila ist sogar beim Wikipedia Artikel von Sierra erwähnt (Nein, ich habe ihn nicht gerade abgeändert ;-))
Wir haben es an diesem Tag nur in zwei Fabriken geschafft. So manche Flasche gekauft und viel Spaß gehabt
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Am Wochenende war ich mit einer Gruppe von um die 50 Leuten in Guanajuato. Fast alles waren Studenten vom Iteso, oder anderen Universitäten in Guadalajara, darunter viele Austauschstudenten die ein bisschen was vom Land sehen wollten. Insgesamt also eine lustige Gruppe. Loß ging es am Samastag morgen um 7(!!) in der früh. Das heißt natürlich ein bisschen später – bis halt die letzten Nachzügler da waren.
Cerro del Cubilete
Einen Zwischenstopp haben wir am Cerro del Cubilete gemacht, einem der Hauptpilgerstätten in Mexko. Nachdem sich meine Gläubigkeit in Grenzen hält, war es für mich hauptsächlich eine kleine Bergtour. Nachdem uns die Piglerbusse den Weg versperrt hatten (siehe erstes Bild), mussten wir ca. 40 min zu Fuß aufsteigen, mit Ausblick auf das Umland.
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Guanajuato
Weiter ging es nach Guanajuato. Eine Stadt die – um ehrlich zu sein‑ wesentlich schöner ist, als Guadalajara. Viele Gebäude, die schon ein paar Jahrhunderte hinter sich haben. Der Charakter, der Stadt ist näher an seinen spanischen Vorbilden. Es gibt weniger Umweltbelastung, auch weil Busse und Lastwagen konsequent ausgesperrt werden.
Guanajuato ist außerdem wesentlich kleiner als Guadalajara. Sie hat 130 000 Einwohner, also ähnlich groß wie Ulm oder Arandas. Im gegensatz zu Arandas hat Guanajuato aber durchaus einen städtischen Charakter.
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Foltermuseum
Eines der Highlights war ein Inquisitionsmuseum. Hier gab es hauptsächlich Nachbauten von Folterinstrumenten zu sehen. Schwule wurden beispielsweise auf eine Holzspize gesetzt (letztes Bild), ein paar Gewichte an die Beine …
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Mine
Außerdem gab es in der Stadt eine Mine, in der hauptsächlich Silber abgebaut wurde.
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Mumien
Das richtig krasse in dieser Stadt ist aber, die automatische Mumifizierung. Guanajuato ist der einzige Ort in der Welt, in der Menschen nach ihrem Ableben selbstständig zu Mumien werden, ohne jede chemische Einwirkung. Die einzige Voraussetzung ist eine trockene Lagerung. Ähnlich wie in der deutschen Ausstellung Körperwelten haben sich Menschen für ein Museum zur Verfügung gestellt.
Wenn ich es richtig verstanden habe, wird das sulfat-haltige Wasser für diesen Prozess verantwortlich gemacht.
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Fazit
Insgesamt ein schönes Wochenende mit wenig Schlaf und super schönen Hotelzimmer
Am Wochenende stand ein bisschen Kultur auf dem Programm. Eine halbe Stunde von GDL entfernt befinden sich die Guachimontones.
Die Pyramiden stammen aus der vor-kolumbianischen Zeit und gehören zur Kultur der Teuchitlanen. Sie wurden erst vor relativ kurzer Zeit entdeckt. Einige der Pyramiden sind deshalb noch nicht ganz ausgegraben – siehe Foto.
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Ich war mit drei Spaniern (Mario, Fernando, Myguel), Pris und ihrer Schwester unterwegs
Nachdem ich ja schon vor zwei Tagen geschrieben habe, was mir in Arandas Gott sei Dank nicht passiert ist, kommt heute der Teil, was ich die ganze Zeit so gemacht habe.
Die Ranch
Ich habe zusammen mit ein paar mexikanischen Freunden und einem Spanier das letzte Wochenende auf einer Ranch verbracht. Sie war ziemlich groß (Betten für mehr als 20 Leute). Außen herum waren nur Agavenplantagen so weit das Auge reicht. Agave ist der Grundbestandteil von Tequila – was irgendwie das einzige ist, was sie in Arandas produzieren. Viele Leute haben deshalb auch nur einen Ferienwohnsitz in diesem Dorf – so auch die Eltern von Alan, der uns eingeladen hatte. (die Steinhütte ist nicht die Ranch ;-) )
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Das Dorf
Kleiner Einwurf zu dem Begriff Dorf. Ich habe grade mal bei wikipedia nachgeschaut – es waren 2005 immerhin 80193 Einwohner. Der Begriff „pueblo – Dorf“ wird hier irgendwie inflationärer verwendet. Wobei ich zugeben muss, dass Arandas auf mich eher wie ein Dorf, als eine Stadt (Wird ein Gebilde gleicher Größe in BW nicht sogar „Großstadt „genannt
Ich glaube das liegt vor allem daran, dass sie einfach mehrere Dörfer, als eines zusammenfassen.
Sonntags
Sonntag sind wir auf eine Autoshow mit kleinem Volksfest gegangen. Alles war schon in der Stimmung des Unabhängigkeitstages am Montag – Überall Flaggen, Banner etc. Ungefähr halt so wie in Deutschland bei einer Europa‑/Weltmeisterschaft
Wir sind eher zufällig da gelandet, weil ein Cousin von Alan, dort mit seiner Band gespielt hat. War aber ganz nett (und es gab einen Begrüßungstequila umsonst)
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Essen
Auf der Ranch gab es irgendwie nie was zu essen. Also haben wir uns im Dorf versorgt. Dabei blieb die Warnung des Itesos auf der Strecke, nichts von der Straße zu Essen, da dort keinerlei hygenische Mindestanforderungen eingehalten werden. Genaugenommen haben wir jeden Tag drei Mahlzeiten auf der Straße eingenommen … Und Tortillas, mit Bohnen und Chili als Frühstück sind auch gewöhnungsbedürftig. Geschadet hat es nichts – meinem Magen geht es bis heute gut.
Man beachte auch die tollen Teller in Plastikbeuteln
(Hat Raimar nicht so was mal geschrieben? Finde das grade nicht …)
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Unabängigkeitstag
Montag abend wurde die Unabhängigkeit gefeiert – Mit Feuerwerk und Straßenfest. Leider haben wir den Schwur verpasst, weil irgendwer der Meinung war, der sei um 12 – war halt doch schon eine Stunde früher. Egal – das wichtigste haben wir mitbekommen.
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Dienstag war dann eigneltich nur noch ausschlafen und nach GDL zurückfahren. Musste am abend noch ein Übungsblatt machen. Zum Glück nur Web Programmieren – das war in ner halben Std erledigt.
Fazit
Ich hatte ein sehr schönes (verlängertes) Wochenende ohne Computer, Fernseher, Internet






