Das neue Semester hat angefangen, und aufgrund des Müßiggangs letzten Semesters, wurden die Anforderungen etwas angezogen. Ich bin derzeit froh, wenn ich einfach nichts machen muss vor lauter Hausaufgaben usw. Ich habe auch einen Job als Deutschlehrer angenommen und ich unterrichte privat bei 2 Mittelschülerinnen, die die doppelte Staatsbürgerschaft (Chinesisch-Deutsch) haben und für den Deutschunterricht in der internationalen Schule Nachhilfe in Deutsch brauchen. Da ich keine Ahnung von deutscher Grammatik habe, ist jede Vorbereitung auf den Unterricht etwas anstrengend. Ich werde auch bald Lehrer am Goethe Institut für komplette Anfänger (A1) sein. Dann wird das ganze noch stressiger, ohje.
Naja es fehlen von meiner Reise ja eigentlich noch die Eindrücke von Guilin und Hongkong. Beginnen wir einmal mit Guilin. Ich bin also von Seoul (Sonnenschein, kalt) mit dem Flieger nach Guangzhou (Regen, warm) und von dort nach Guilin (Bewölkt, warm). In Guangzhou habe ich mich übrigens mit der Dame am Haägen Dasz-Stand darüber unterhalten, dass man in Deutschland umgerechnet billigeres Eis bekommt als bei ihr. Das half leider nichts. Vom Flughafen in Guilin wurden wir dann mit nem Shuttlebus in die Stadt gebracht, wo mich Laowei und sein Onkel abgeholt haben und ins Hotel gebracht haben. Am nächsten Morgen gings dann auch gleich mal los um die Stadt etwas zu erkunden. Wir haben uns dann auch gepflegt kurz verlaufen und sind auf einen der vielen Berge gestiegen um einen Überblick über die Stadt zu haben. Beim Abstieg plätscherte dann ein Wasserfall, von einem anderen Berg herunter, der beim Auftsieg noch nicht existiert hatte. Man könnte Guilin auch die Stadt der tausend fake-Wasserfälle nennen.
Irgendwann hat sich Laowei auch wieder ausgekannt und wir sind ins Stadtzentrum zurückgelaufen. Eine Guiliner Spezialität ist neben dem „Mifen“ (米粉 Reisnudeln mit Schweinehaut und Chilli, angereichert mit eingelegten Bohnen, etc.) auch das in Essig eingelegte Gemüse. In der Stadt gabs das überall auf die Hand zu kaufen. Endlich halbwegs gescheite Gewürzgurken! Hätten wir die an Weihnachten für die Hotdogs und den Kartoffelsalat gehabt, dachte ich mir. Abends aßen wir dann noch bei den Großeltern von Laowei zu Abend und auf dem Heimweg von ihnen kamen wir an einem riesigen Nachtmarkt vorbei. Ich habe mir einen Fächer gekauft, wo der Verkäufer aus meinem chinesichem Namen ein Gedicht drauf geschrieben hat. Ich muss mir von Laowei nochmal den Wortlaut geben lassen.
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Ich habe gestern zum ersten Mal jemanden gesehen, der in einem chinesischen Restaurant mit Messer und Gabel gegessen hat. Normalerweise gehört das Messer in Küche, die Gabel gibt es gar nicht und mit Küchengeräten isst man nicht. Das wäre Esskultur. Ich frage mich manchmal nur, ob es wirklich Esskultur ist, wenn man versucht Schnitzel (diese gibt es durchaus in China) mit den Stäbchen zu essen. Das sieht bei den meisten genauso elegant aus, wie ein Hund, der aus dem Napf frisst.
Nun habe ich aber gestern jemanden gesehen, der mit Messer und Gabel gegessen hat. Nur scheint dieser Gabel und Messer teilweise zu vertauschen: denn was liegt näher, als mit dem Messerl das Essen auf die Gabel zu schieben und die Gabel zum Mund zu führen? Richtig: Mit der Gabel das Essen auf das messer zu schaufeln und mit dem messer zu Essen! Und als ich ihn so beobachtet und mich darüber wunderte, wie Chinesen essen, ist mir aufgefallen, dass ich den Mann schon einmal gesehen habe und er ein Vietnamese und gar kein Chinese ist. Das war wohl die Rache der Franzosen!
Guten Appetit!
Jetzt nach dem Spring Break schlägt der Alltag mit voller Härte zu. Dh. wieder viel zu tun und Campusleben mit td und Library. DSP war heute richtig gut, habe die FFT erst einmal bei Neumann gesehen und nicht wirklich bis garnicht verstanden. Jetzt kann ich aber denke ich behaupten zumindest die Zusammenhänge zu kennen. Lob an den Dozenten, aber der Willett ist auch ein alter Hase im DFT Geschäft
In Comp. Genomics habe ich am Donnerstag meine erste Präsentation in Englisch — wird wahrscheinlich ein Desaster. Aus den tollen Frühlingsbildern ist leider wegen Regen nichts geworden, es ist aber erstaunlich wie selten es hier regnet. Das wird mich daheim insbes. in Ulm bestimmt wieder nerven.
Hatte heute auch in der DSP Pause eine nette Unterhaltung, einer meine Kommilitionen hat viele Verwandte in Europa (Deutschland, Österreich) und hat schon einige Praktika in Dtl gemacht. Er würde sehr gern in Europa arbeiten nach der Graduation, leider ist es wohl super schwer für Europa ein Arbeitsvisa zu bekommen. Das sind die Dinge die man als „Europäer“ garnicht kennt — dabei fällt mir der folgende Artikel aus der Zeit ein.
In diesem Sinne hat dieser Post keine wirklich Pointe …
Außer dass meine Dusche immer noch propped ist *grml* und ich merks jedesmal erst wenn ich schon das halbe „Bad“ unter Wasser gesetzt habe.
Da es immer wieder Leute gibt die denken Mexiko wäre eines der billigsten Länder der Welt, hier mal ein kleiner Kostenvergleich… Es stimmt ja schon das viele Dinge hier einfach billiger sind, aber da kann man nicht einfach so pauschalisieren..
billiger in Mexiko
- Sprit: Deutschland 1,50 (oder bin ich schon veraltet?), Mexiko 50 Cent
- Essen auf der Stzraße: Ⅾ 1,50 € Mx 0,50 €
- Essen im Resaurant: Ⅾ 6–15 €, Mx 3–8 € (ja ich weiß es geht auch teurer… so auch in Mexiko. Meine hier aber die Restaurant wo ich so hingehe)
- Dienstleistungen… Bsp Putzfrau Mx: 3–4 Std. 10 €
- Bier (Bar) Ⅾ: 1€-3.5 €, Mx: 1€-2€
etwa gleich
- Tequila (ca 10 €)
- Bier (Supermarkt)
- Computer
- Handy
- Handygespräche
- Essen (Supermarkt)
- …
teurer in Mexiko
- Autobahnen (alle Stunde wollen sie so 10 € haben)
- Studiengebühren (da sind wir in Ⅾ immer noch billig)
- Espressokannen, Ⅾ: 10 €, Mx, 30 €
Seit ein paar Tagen besitze ich ein Fahrrad und bin eigentlich ganz zu Frieden. Die Gegend in der ich wohne ist doch mitunter etwas weitläufig – es ist halt doch etwas nervig immer gleich eine halbe Stunde unterwegs zu sein um irgendwo hinzukommen. Gleichzeitig ist es hier auch verkehrsberuhigt, so das man auch halbwegs sicher ist.
Zum Iteso ist es leider etwas zu weit, außerdem müsste man ein Stück auf einer sech-spurigen Straße fahren… Das lasse ich mal vorerst lieber sein
Mexikaner sind keine Freunde von Duschgel. Sie bevorzugen ein Stück Seife. Ein Freund hat es mal so ausgedrückt: er fühle sich danach einfach sauberer wenn er ein Stück Seife an seinem Körper reiben kann, das geht mit Duschgel einfach nicht so.
Ich habe mich nach drei Monaten dann doch mal auf die Suche nach Duschgel gemacht. Manche mexikanischen Eigenheiten kann kann ich halt einfach nicht nachvollziehen (oder sind es dann doch die deutschen Eigenheiten ….). Dass es eine ähnlich breite Auswahl wie bei uns gibt, habe ich nicht erwartet. Irgendwelche fancy Axe, Adidas etc Düfte gibts halt einfach nicht. Naja… am Ende war ich froh überhaupt fündig geworden zu sein. Die Auswahl bestand aus extrem penetranten Fruchtgeruch und der etwas neutraleren Variante – für was ich mich wohl entschieden habe
Der Hersteller des Duschgels ist übrigens „Schwarzkopf“
und das lustigeste: auf der Rückseite befindet sich eine Anleitung wie man das Zeug verwendet
Nachdem man in Mexiko nicht aus der Leitung trinken kann, haben wir in der Wohnung seperates Trinkwasser. Um Den Behälter aufzufüllen, muss man eine Plasitiktüte voller Wasser auf einen Plastikspieß drücken. Diese Technik ist zuverlässiger als gedacht – bis jetzt hatten wir erst eine Überschwemmung
Pris beim Wasseraufüllen:
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In Sprachkursen lernt man irgendwie immer nur verbale Kommunikation. Im anderen Land angekommen fällt einem dann erst auf, wie viel nonverbal gesagt werden kann. Bsp: Wenn man in Mexiko seine Rechnung haben will, muss man einfach nur in der Luft unterschreiben. Dabei kam ich mir am Anfang schon ein bisschen affig vor, aber es funktioniert halt einfach in jedem Restaurant, quer durch den ganzen Raum, einfach immer. Wie macht man das in Deutschland? Mit dem Daumen an den Fingern reiben, funktioniert ja nur manchmal, ansonsten halt Bedienung herrufen und um die Rechnung bitten (oder bin ich schon zu lang im Ausland?) Was mich selbst ein bisschen beeindruckt hat ist, wie schnell man das Ganze übernimmt und für selbstverständlich betrachtet. In Mexiko wird beispielsweise mit dem Zeigefinger angefangen zu zählen (eins: Zeigefinger, zwei: Zeige‑ +Mittelfinger, drei: +Ringfinger …). Vor einer Woche habe ich mich dabei ertappt, wie ich für mich selbst auf mexikanisch gezählt habe, obwohl ich eigentlich in deutsch gedacht habe. Diese Gesten gehen halt echt super schnell in Fleisch und Blut über. Das mit dem Zählen ist übrigens echt wichtig: Zu Beginn kamen von drei bestellten Bier immer nur zwei an
Andere Gesten die mir spontan einfallen: Hand vor Gesicht: Danke. Ja, Nein: statt Nicken und Kopfschütteln kann die gleiche Bewegung auch mit dem Zeigefinger gemacht werden.
Wusstet ihr dass man in einer Senseo auch Teewasser heiß machen kann? Einfach kein Pad rein und auf den Knopf drücken
Sehr praktisch, das Wasser ist weder zu heiß noch zu kalt sondern genau richtig!
(Nein ich hab mir hier keine Senseo gekauft, die hab ich von einem Austauschstudenten der vorherigen „Generation“ vererbt bekommen.)
Bin echt froh wenn die Regenzeit vorrüber ist. Zur Zeit regnet es noch jeden zweiten Tag. Leider ist das Kanalsystem hier nicht so ausgebaut, so dass sich Straßen in Flüsse verwandeln. Zu Fuß kommt man hier nicht mehr weiter, wenn es regnet. Vor allem auch weil die Autos, nicht unbedingt langsamer fahren und die Wasserfontäne schon mal bis zur Häuserfassade reicht.
| Aus meinem Picasa Album |
Das Bild ist von meinem Fester aus aufgenommen. Als der Regen fast vorbei war – und nur das Wasser in den Straßen steht.
Auf Grund des Wetters gab es gestern auch noch einen Stromausfall – mal wieder. Der letzte war, als ich grade mit Jutta am skypen war.






