Mat am Donnerstag, 7. Januar 2010

… nicht einmal die Lieder deutscher Pop-Indie-Bands, deren Versuche im europäischem Ausland Fuß zu fassen kläglich gescheitert sind. (Was nicht für den Musikgeschmack dieser Länder spricht) Ich möchte euch natürlich nicht vorenthalten, was ich soeben entdeckt und für (im Raabschen Sinne) sensationell befunden habe:

Wer das deutsche Original nun nicht kennt, hier zum Vergleich:

Achja und die Seite zum Videogucken für Chinesen heißt „youku.com“, das Plagiat zu „youtube.com“, welches in China gesperrt ist. Es gibt auch ein chinesisches Gesichtsbuch alias „facebook“. Dieses heißt 人人 oder auch „renren“, was „MenschMensch“ bedeutet. Frei übersetzt würde ich es „Menschmeier“ nennen, aber das ist vielleicht auch nur mein Geschmack.

Mat am Samstag, 2. Januar 2010

Hallo,

ich möchte nur schnell mal meine Weihnachtsgrüße an Alle loslassen; Die Neujahrswünsche nicht zu vergessen. Nun habt ihr euch denn auch gute Vorsätze fürs neue Jahr gemacht? Ich habe mir 2 Vorsätze gefasst:

1. Mich mehr darum zu kümmern, dass dieser Ort von Leben erfüllt wird

2. Ein bisschen mehr herum zu reisen. Es kann ja nicht sein, dass ich schon mehr als ein Vierteljahr wohne und außer Nanjing, Hangzhou und Shanghai nichts gesehen habe.

Es gibt noch viele Bilder von meinem Trip nach Shanghai, den man auch die „Reise der lachenden Gesichter“ nennen könnte. Oben drein kann ich dazu sogar ein Video einstelle.

Weiterhin gibt es noch ein paar Bilder von der Zeit zwischen den Jahren. Ich kann sagen Popularität ist total anstrengend und stinkt!

Leider bleibt mir heute nicht so viel Zeit etwas zu schreiben, weil ich bald noch mit Maik Chilli kochen möchte … ob das geklappt hat, kann ich ja dann bei Gelegenheit auch berichten.

Was meine Zeit in den letzten beiden Wochen auch etwas gekürzt hat, war, dass ich nun endlich Arbeit bekommen habe vom Informatik-Institut. Ich habe 2 Paper gelesen und sprachlich korrigiert. Ich muss sagen, dass das bei weitem schwerer ist, als ich dachte, und vor allem auch zeitaufwendiger. Mir ist aber schon einiges aufgefallen:

1. Chineische Wörterbücher verwenden veraltete und meistens auch unübliche Begriffe für nicht so unübliche Dinge.

2. Chinesen haben extreme Probleme „a“, „the“, „this“, usw. richtig zu verwenden. Meistens genau falsch herum, als man es eigentlich verwendet. Erklären kann ich mir das nicht wirklich.

3. Die Paper waren extrem einfach. Hingegen die Paper, die ich für gewisse Seminar, insbesondere für Computergrafik, lesen musste sind hundertmal schwerer gewesen. Vielleicht wissenChinesen einfach besser, wie man Sachen erklärt.

Mat am Mittwoch, 16. Dezember 2009

Am Sonntag war ich mit Flo und Unmei in der Gedenkstätte des Nanjing Massakers. Genau an dem Jahrestag (13.12.1937), als die japanische Armee als Sieger in die ehemalige Hauptstadt Chinas einzog. Die darauffolgenden 6 Wochen wurden laut chinesischen Angaben über 300.000 Menschen, auch Frauen und Kinder, auf brutalste Art und Weise hingerichtet und über 20.000 Frauen vergewaltigt. Die Objektivität dieser Zahlen und Daten wird einem spätestens dann genommen, wenn man dieses Mahnmal, begleitet von einem gleichmäßigen Glockenschlag, der den Eingang der Ausstellungshalle umnebelt, betritt. Es wurden dort die Namen all derer, die unschuldigerweise von der japanischen Armee niedergestreckt wurden, in die Wand graviert. Hin und wieder findet man sich in einem nachgebauten Kriegsszenario wieder und kann auf Schautafeln peinlich genau nachvollziehen, was vor, in und nach dem Massaker passiert ist. Es wird auch nicht gescheut die Texte mit reißerischen Adjektiven zu versüßen, dass man sich auch in die damalige Situation versetzen kann. Es wird von Grausamkeiten berichtet, wie Menschenjagd, wahrloses Erschießen von Passanten, Massenvergewaltigung, etc. Angst, Hass und Trauer liegen hier stark beieinander, vermischt mit einem kleinen bisschen schlechtem Geschmack. Ich frage mich ein bisschen ob es Leute gibt, die die ganze Sache mehr als Unterhaltung als als Andacht sehen, wenn man beobachtet, dass Eltern ihre Kinder im Vor‑ und Grundschulalter dorthin mitnehmen. Für diese ist das ganze doch nichts anderes als eine Geisterbahn in der man auf der Hälfte des Weges Hotdogs kaufen kann. Vor allem der 2. Stock zeugt von schlechtem Geschmack, wenn man im ersten davon predigt wie schlimm Krieg ist, dafür aber im 2. mehrmals mit Victory und der Großartigkeit Chinas erschlagen wird.

Die Parkanlage Außerhalb fand ich hingegen wieder sehr gelungen. Hier waren aufgrund des Jahrestages viele Blumenkränze aufgebahrt. Ich habe jedoch leider verpasst, als um 10 Uhr morgens die ganze Stadt anlässlich dieses Tages Glocken läuten hat. Es gibt dort einen Gedenkstein, vor dem eine ewig-brennende Flamme brennt, die aber kurz vor der Schließung der Anlange ausgemacht wird. Manchmal kann man sich echt nur wundern. Aber viel Spaß mit den Bildern von der Außenanlage, drinnen war das fotografieren verboten.

Trotz mancher (meiner Meinung nach) Geschmacklosigkeiten ist der Besuch hier sehr empfehlenswert.

Es gab dieses Jahr auch einen deutschen Film, der dieses Massaker aus Sicht eines Deutschen, namens John Rabe, beschreibt. Dieser richtete im Namen des roten Kreuzes zu dieser Zeit eine Sicherheitszone in der Stadt ein und rette damit 250.000 Chinesen das Leben. Ein Nazi, der, aus Sicht der Chinesen, ein Held war, und dem Hitlerregime eher eine positive Reputation in China verschaffte.

Oli am Freitag, 11. Dezember 2009

Obwohl in Australien ja bekanntermaßen so ziemlich alle Orte an der Ostküste sind, muss man sich früher oder später doch ans andere Ufer wagen. Aus diesem Grund (und weil uns langweilig war) hatten Marita und ich uns dazu entschieden, mal eben kurzerhand nach Perth zu fliegen. Unsere erste Überlegung war New Zealand, was aber innerhalb von einer Woche kaum schaffbar gewesen wäre. Außerdem hab ich so jetzt immer einen Grund nochmal zurück zu kommen :)

Der Gesamteindruck von Perth war wirklich sehr gut. Die Stadt is wesentlich „australischer“ als Melbourne und von daher auch mehr laid back als es hier der Fall ist. Außerdem kann man auch gut eine Woche oder mehr dort verbringen, da in dre Umgebung einiges zu sehen ist und wir in den 5 Tagen nicht annähernd alles schaffen konnten. Aber nun erstmal von Anfang an:

Am Donnerstag sind wir seeeeeeeeehr früh morgens zum Flughafen gefahren und waren deshalb schon rcht müde, was aber auch nicht wirklich ein Problem war, da wir so den ganzen Flug einfach schlafen konnten. nach einigen Stunden, die aufgrund der Zeitverschiebung auf eine Stunde zusammengestaucht waren, kamen wir dann am Flughafen an, wo uns dann gleich eine Frau dabei geholfen hat, die richtigen Flyer, Hostels und Busse zu finden (Für sowas muss man Australier einfach lieben). Nach kurzer Orientierung sind wir dann in einen Bus gesprungen, der uns in den CBD gebracht hat. Allerdings war dort übrhaupt nichts los und uns kamen schon ein paar Befürchtungen, dass vielleicht die gesamte Stadt so sein könnte. Nachdem wir dann in den nächsten Bus in den Norden gestiegen sind, da dort alle Hostels zu sein schienen, wurde uns aber sofort bewusst, dass Restaurants, Clubs und Geschäfte einfach mehr im Norden der Stadt waren. Unsere Sachen haben wir dann schnell ins nächstbeste Backpackers geschmissen und sind gleich mal die Stadt erkunden gegangen. Dort sind wir dann auch gleich mal ins Museum of WA und ins Arts Museum gegangen und gleich mal auf einen guten alten Bekannten gestoßen.

 

Da wir beide alleridngs immernoch etwas kaputt waren, sind wir dann am Ende in eienm Café gelandet und haben uns überlegt, wo wir abend essen könnten. Außerdm haben wir uns gleich mal für den nächsten Tag Tickets für die Fähre nach Rottnest Island gekauft, um dann dort eine Fahrrad Tour zu machen und die Landschaft anzuschauen. Kleiner Nachteil: Wir sollten um 6 Uhr morgens von einem Shuttle Bus abgeholt werden :-o (wer mich kennt, der weiß, dass ich normalerweise so um die Zeit gerad ins Bett gehe :P).

Am nächsten Morgen hieß es dann aufstehen, schnell Peanutbutter-Jelly Sandwiches reinhauen und in den Bus. Nach insgesamt 2 Stunden Reisezeit waren wir dann auch direkt auf der Insel und konnten den restlichen Tag genießen. Somit sind wir einmal über die Komplette Insel gefahren, die wunderschöne Strände und Korallen, sowie Leuchttürme und Tiere bot. Zusammenfassend auf jeden Fall sehr lohnenswert.

Eigentlich war der Plan, abends in die Stadt zu gehen, dies hat dann aufgrund der leichten Müdigkeit allerdings nicht so ganz geklappt.

Samstag haben wir uns aufgrund des guten Wetters (Jaha, 32° :)) dazu entschieden, in einen Wildlife Park zu gehen, der direkt bei Perth liegt. Hier gab es alles Mögliche an in Australien heimischen Tieren, die sich auch von den Besuchern nicht wirklich beeindrucken ließen. Hier haben wir auch eine Gruppe von Studenten kennen gelernt, die uns ein bisschen mehr über die Stadt und ihre Ausgehmöglichkeiten erzählen konnten.

Abends zurück gekommen haben wir uns dann gleich auf zu einem vegetarischen indischen Restaurant gemacht, in dem man nur so viel bezahlen musste, wie man wollte. Das essen dort war sehr gut und von daher hat man auch schon gerne etwas Geld locker gemacht.

     

Als wir zurück ins Hostel kamen, haben wir mithilfe von ein paar Biers und Wein uns schnell mit ein paar Engländern angefreundet, mit denen wir dann noch in die Stadt gegangen sind. Als wir beim Club angekommen waren, hatte sich dann allerdings die Hälfte von denen überlegt, dass sie doch nicht reinwill :D Ich schmeiß auch gern Geld für ein Taxi und ne Stunde meines Lebens weg :)

Der nächste Tag begann dann auch erst gegen 12, was aber nicht so schlimm war, da unser Plan daraus bestand, ein Picnic im botanischen Garten zu machen und einfach das Wetter zu genießen. Daraufhin haben wir uns dann noch die Stadt und das House of Parliament ein wenig angeschaut. Außerdem muss man sagen, dass der botanische Garten wirklich sehr schön ist, so dass man sich bei gutem Wetter ohne Probleme ne ganze Weile dort aufhalten kann.

     

Abends haben wir uns dann noch auf dem Weg zum Casino gemacht, wo wir Tim und drei seiner Freunde getroffen haben, die die vorigen 5 Wochen von Darwin nach Perth gefahren sind, um die Champions League Spiele zu sehen. Auf dem Weg sind wir dann außerdem auf folgendes sehr hilfreiches Verkehrsschild getroffen.

Huaaaaaa

Zurück im Hostel waren wir dann gegen 5, wobei wir auch um 9 wiedee aufstehen mussten, um auszuchecken… Irgendwie war der Urlaub nicht so wirklich entspannend, was die Schlafzeiten betraf :)

Nachdem wir ausgecheckt haben, brachten wir dann unsere Taschne zum Bahnhof und schlossen sie in einen Locker, um sie dann abends einfach abholen zu kännen. Den Tag über verbrachten wir dann außerhalb Perths und schauten uns ein wenig die Umgebung an, die auch wirklich nicht zu verachten war. An diesem letzten Abend trafen wir dann nochmal auf Tim und seine Leute, wobei wir uns dann gegen 9 verabschieden mussten und beinahe unseren Flug verpasst hätten. Aber was ist schon ein Urlaub ohne Abenteuer :)

     

Die Woche hier war dann teilweise mit Arbeit verbunden, die ich für mein Projekt der Uni Ulm machen musste und mit Steves Abschiede (Abschiede, da er Mittwoch, Donnerstag und Freitag je seinen Abschied gefeiert hat :D). Dazu muss ich nochmal eben sagen, dass Steve einer der ersten Leute war, die ich hier in Australien kennen gelernt habe. All die Abschiede machen einm doch irgendwie dann schon bewusst, dass es alles schon bald vorbei sein wird, was mehr als komisch ist, da es mir schon fast so vorkommt, als wäre ich schon ewig hier (is ja auch eigentlich so :D). Aber nächste Woche kommen dann erstmal Timo und Mömmel vorbei und ich kanns eigentlich echt schon kaum noch erwarten. Da wird sicher so einiges gehen, sag ich da mal.

Das wars dann auch erstmal von mir und meinem Trip und ich werd versuchen, die letzten Wochen alle, die noch hin und wieder in den Blog reinschauen, auf dem laufenden zu halten :)

Mat am Samstag, 28. November 2009

Nach dem Unterricht schrieb mir Duba eine Nachricht, dass er gerne mal mit vielen Leuten eine Sehenswürdigkeit besuchen wolle, die den wundervollen Namen: „Das Taiping himmlische Königreich Museum der Geschichte“ trägt. Ein bisschen Abwechslung kann ja nich schaden, also gingen wir (das waren Duba, Joe, Bino, Chinh und ich) dorthin, ohne zu wissen, was es da eigentlich zu sehen gibt. Wenn das schon so heißt, dachte ich, kann es ja nur toll sein.

Das Museum befindet sich auf der Südseite vom Konfuziusmarkt (Fuzimiao 夫子庙). Als ich dort ankam, erinnerte ich mich, dass ich das sowieso schonmal anschauen wollte, weil der Eingang schon so beeindruckend ist. Es besitzt riesige Tore und muss früher mal etwas wie ein Anwesen gewesen sein. Chinh meinte, dass er schonmal da war und es eigentlich nicht so toll war. Das Museum an sich war auch nicht so aufregend. Es handelt sich dabei um eine Abhandlung einer Epoche der Geschichte Nanjings, welche das „himmlische Königreich“ genannt wird.

Die Kunstgegenstände im Museum waren nicht so aufregend. Jedoch war das Anwesen einfach toll: schöne verwinkelt Gänge, Gallerien und Pavillons; Teiche, Felsen und auch ein Wasserfall. Eine perfekt Location mal ein bisschen mit der Kamera rumzuspielen und ganz viele Fotos zu machen.

Hauptdarsteller sind:

Duba

Joe

Bino

Chinh

und Mirko aus Höchst

Los gehts!



































Der Wasserfall wurde ausgeschaltet, nachdem eine Olle rumgemotzt hat und wir dennoch nicht vom Berg hinabgestiegen sind.

Mat am Mittwoch, 25. November 2009

Weil Juliane mal nachgefragt hat, wie denn nun der Campus ausschaut und ich bisher der Bebilderung schuldig bin, werde ich das nun hiermit tun. Das war einen Tag nach dem ersten Schnee und ich hatte schon vergessen, dass einem die Finger ziemlich schnell einfrieren, wenn man bei –3° ohne Handschuhe Fotos macht. Ich gehe auch davon aus, dass dies auch einer der Gründe ist, warum ich gerade mit Husten und Schnupfen im Bett liege/sitze und mir die Zeit nehme das zu schreiben.

Ich beschreibe hier den Weg vom Wohnheim aus zu meinem Klassenraum, wo ich die Sprachkurse habe. Von dort aus gehe ich zum Gebäude, wo die Informatiker ihr Lab haben, bzw hoffentlich auch bleiben dürfen. Mir kam nämlich zu Ohren, dass die Informatiker zum neuen Campus umziehen müssen. Ich hoffe nicht, dass dies geschieht, das wäre aus diversen Gründen, die ich irgenwann mal erleutern werde, ziemlich „incovenient“.

Raus aus dem Wohnheim auf die Straße:

rechts abbiegen und an dieser Kreuzung wieder links abbiegen


Der Straße ein Stück folgen, auf der linken Seite ist eine der Mensen, einen Schwenk nach rechts sieht man den Eingang vom Sipailou-Campus.





Der Hauptstraße folgend, sieht man links ein Verwaltungsgebäude, in dem man Geld auf seine Karte laden kann, rechts daneben die Bücherei (Tushuguan 图书馆).



Zentrum des Campus bildet dieser Springbrunnen, hier biegen wir wieder links ab, links sieht man ein Gebäude, das gerade renoviert wird und in das die Verwaltung und das Präsidium der Uni ziehen soll. Irgendein toller Mensch hat mal darin gewohnt, erzählte mir Laowei.



Am Ende der Straße biegen wir rechts ab und sehen links das Konferenzzentrum des Campuseigenen Hotels, rechts sehen wir den Sportplatz, mit Tennisplätzen, Volleyballnetzen, Basketballnetzen und Dauerlaufbahn.


Ein Stück und dann links ist das Hotel, indem wir unseren Klassenraum haben. Irgendwo im 2. Stock ist dieser „Klassenraum“. Ihm werde ich auch noch ein Kapitel widmen.

Wenn man aber geradeaus am Sportplatz entlang läuft, ist links eine Sporthalle mit Kraftraum, Badmintonplätzen und Tischtennisplatten, die man gegen Geld reservieren kann.


Weiter hinten ist ein kleiner Park, indem ich einen wunderschönen Schneemann gefunden habe. Zudem eine Statue von irgendjemanden, der just in diesem Moment eine Erleuchtung hatte.





Wenn man von dort aus rechts abbiegt, am Sportplatz entlang geht kommt man nach einer Weile an einem Parkplatz vorbei und schließlich am Gebäude der Informatiker an.



Ich hoffe der Rundgang hat gefallen. Wartet gespannt auf Teil 2!

Oli am Mittwoch, 25. November 2009

Eigentlich kann man ja den virtuellen Staub in meinem Blog schon fast anfassen, aber ich hab mir jetzt einfach mal gedacht: Besser spät als nie. Dementsprechend geb ich allen, die zufällig nochmal auf meiner Seite vorbei schauen ein update über mich und meine Erlebnisse.

Letztes Mal habe ich ja geschrieben, als bei mir gerade das erste Trimester vorbei war und ich mich endlich ein wenig entspannen konnte. Nach ein paar Abschiedsparties und dementsprechend vielen Abschieden war s dann endlich an der Zeit rumzureisen. Hierbei darf man auch gleich mal wieder erwähnen, dass Australien riesig ist und sich eigentlich wirklich kaum alles wichtige besuchen lässt (Außer man hat einen schön saftigen Geldvorrat bei sich). Dementsprechend hatten wir uns dazu entschieden, Queensland zu besuchen und die Strecke Cairns-Brisbane mit dem Campervan zurück zu legen.


Größere Kartenansicht

Google sagt hier 1682km, aber da wir uns erstmal kurzfristig bis an die Nordspitze begeben haben, kamen wir am Ende mit exakt 2400km auf der Anzeige an. Neben spielen wie „wie weit kommen wir ohne nachzutanken“ und „wer am meisten Finnen findet die uns bestätigen, dass Finnland zu Skandinavien gehört“ war echt alles dabei und das beste is, ich haue hier einfach mal ein paar Fotos rein, damit man sich das eine oder andere darunter vorstellen kann.

 

Das zweite Trimester war dann wie schon erwartet ganz anders. ungefähr 50 % der Leute, mit denen ich meine Zeit hier verbracht hatte, sind wieder nach Hause geflogen, weshalb einem hier alles etwas anders vorkam. Mein Haus bestand vorerst nur noch aus Andrew und mir bis dann zwei Inder, Parishek und Abishek, eingezogen sind. Sehr lustige Typen mit denen man doch allerlei Spaß erleben konnte und natürich mehr indische Kultur (auch wenn die beiden nicht gerade Meisterköche waren :D). Trotzdem war es schon eine sehr passende Mischung. Später ist dann auch noch Amanda, eine Australierin, hinzugezogen, die allerdings nicht ganz so viel an der Community teilnahm, da sie auch keine Studentin ist sondern arbeitet. Trotzdem hatten wir einiges an Spaß und doch immer recht lustige Erlebnisse.

   

Das Trimester selbst war wie auch das vorige recht anstrengend und mit viel Arbeit und Gruppenprojekten verbunden, die zwar alle interessant waren aber manchmal echt frustrierend waren. Als dann die Klausuren kamen, war mein Akku auch schon so ziemlich leer und ich musste mich extrem dazu zwingen, noch meine letzten Kräfte anzusammeln. Aber als es dann endlich alles vorbei war, konnte ich meine Freiheit genießen und musste an sich nur noch auf die Klausurenergebnisse warten.

In der Zwischenzeit begab ich mich an die Great Ocean Road und nach Adelaide (wo das Wetter übrigens viel besser war als hier…). Die Fotos hab ich leider noch nicht bekommen, weshalb ich die hier gerade nicht reinsetzen kann, aber das werde ich machen, sobald Marita sie mir gibt. Ich war nämlich nur für die Filmarbeiten zuständig und habe es aufgegeben, beides gleichzeitig zu versuchen, da es zu viel Zeit und Anstrengung kostet. Der Trip an sich war aber sehr cool und es ist schon immer wieder ein Erlebnis, die verschiedenen Gegenden zu befahren, da sich die Landschaften echt krass ändern mit der Zeit. Kängurus haben wir auch einige geshen, allerdings waren die meisten davon tot… :-o

Gestern war es dann so weit und ich hatte meine Bachelor Verleihung. Das ganze war schon extrem krass, da es echt alles richtig Zeremoniell war mit trompetern und Kanzeler und lustigen Königsstühlen und so weiter. Aber schon total spaßig. Zumindest um einiges besser als ne dreckige email zu erhalten, dass man seinen Bachelor jetzt im Büro abholen kann :D Ein paar Fotos könnt ihr auch hier betrachten, damit ihr bescheid wisst, wie man sich das so vorstellen kann.

     

Und momentan sitze ich hier und werde morgen dann nach Perth fliegen. Dazu hab ich mich quasi ganz kurzfristig entschieden, da ich erst eigentlich nach New Zealand wollte, aber die Zeit nicht wirklich ausreicht, da ja dann schon der Timomann und der Michi mich besuchen kommen und mein Geld auch dann noch zum Reisen ausreichen sollte :D Heute wollte ich eigentlich auch surfen gehen, aber da ich noch was für mein Seminar in Ulm machen muss, hab ich das jetzt einfach mal ausfallen lassen. Fotos aus dem hoffentlich schönen Perth gibt es dann in meinem nächsten Artikel in nem halben Jahr :D Ne, nur Spaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaß.

Mat am Dienstag, 24. November 2009

Vor einer Woche geschah etwas, dass in Nanjing seit 50 Jahren nicht mehr passiert ist … es hat im November geschneit. Normalerweise schneit es hier im Januar, frühestens im Dezember. Nun dieses Jahr hat es am 16. November geschneit; oder sollte man sagen: „geschneematscht“. Was da Sonntag Nacht und Montag vom Himmel kam, war eine Mischung aus Regen und Schnee, der am Boden angekommen ziemlich schnell wieder geschmolzen ist. Durch Windböen und Zerstäubung aufgepeppt war es einfach unvergesslich mieses Wetter.

Nur die Vietnamesen freuten sich und waren ganz aus dem Häuschen. Chinh, der an diesem Tag zum zweiten Mal in seinem Leben Schnee gesehen hat, forderte mich auf, meine am Tag zuvor neu gekaufte Kamera einzupacken und Fotos zu schießen. Die müsse er seinen Freunden zeigen, meinte er. Ich wollte die Kamera sowieso einstecken und mal austesten, ob sich meine 120 € gelohnt haben. Unten kann man sehen was daraus geworden ist. Ich muss noch ein bisschen mit den Einstellungen rumspielen und die Modi austesten. Meiner Meinung nach ist alles zu verschwommen.

Fontäne

Als wir dann auf dem Weg zum Unterricht an dem Springbrunnen vorbeikamen, war etwas ungewöhnlich. Der normalerweise moderat-plätschernde Springbrunnen spritzte diesen Morgen eine riesen Fontäne aus Schneematsch in den Himmel. 很有意思!

Mat am Donnerstag, 12. November 2009

Es war einer dieser Tage, die jeder kennt. Man steht auf, viel zu spät, findet ganz viele Beschäftigungen um sich vom Lernen abzuhalten und dann hat man fast nichts gemacht, bis man sich mit seinen Freunden in der Stadt treffen wollte. So traf ich mich mit Maik, etwas angenervt von den vielen Leuten auf der Straße, die im Gegensatz zu mir nicht die Bestrebungen hatten von A nach B zu kommen. So dachte ich darüber nach, was denn passieren würde, wenn ich mal ausversehen einem dreist sich vorbeischlängelnden Radfahrer einen Stoß gäben, so dass er mitsamt dem Fahrrad umkippt und auf dem Boden landet um damit meine angestaute Wut in den Erdboden abzuleiten. Ich kam zu dem Schluss, dass das wohl doch keine so gute Idee ist. Ich bin ja gewissermaßen ein Repräsentant Deutschlands, wobei ich vielen Mittel-Europäern auch aus dem Herzen sprechen, wenn ich diese Gedanken ausformuliere. Das Gewusel und die Ungeduld der drängelnden Chinesen ist meiner Meinung nach das anstrengenste an China. Im Gegensatz dazu steht das Verhalten eines Chinesen, der an einem Schalter sitzt. Da lässt er sich die Zeit eines meditierenden Mönches, ganz zum Leidwesen der Anstehenden. Gleich ein Grund noch etwas mehr zu drängeln.

Aber eigentlich wollte ich darauf hinaus, dass ich mich mit Maik traf um einmal in der Bücherei Avant-Garde vorbeizuschauen. Er meinte, dass es dort abgesehen von Büchern noch viele interessante Sachen zu kaufen gibt, auch im Hinblick, dass man nach Weihnachtsgeschenken ausschau halten kann. Die Bücherei ist einer ehemaligen Tiefgarage gelegen. So ist die Einfahrt der Eingang zur Bücherei. Nach etwa 10 Metern kommt eine Linkskurve und es geht eine Rampe nach oben. Nach der Rampe ist ein ehemaliges Parkdeck. Die Einfahrt mit Rampe und Parkdeck ist alles Laden‑ und Ausstellungsfläche.

Wenn man die Rampe wieder herunterläuft um zur Kasse und zum Ausgang zu gehen, sieht man ein riesiges christliches Kreuz über den Leuten schweben. Das ist, was den Laden avantgardistisch macht … Hajo meinte auf einem Portal, dass man zu deutsch „Gesichtsbuch“ nennt: „Wenn eine kleine Bar in Ulm avantgardistisch ist, weil sie einen Buddha im Laden stehen hat, dann ist das umgekehrt genauso gerechtfertigt!“

Aber nicht nur das massive Kreuz sorgte bei mir für ein Schmunzeln. Da gab es noch die Motivauswahl der Holzbilder, die man dort kaufen konnte. Ein kleiner Saddam für den Nachttisch? Oder wie wäre es mit einer Gallerie von Schwarz/Weiß-Silhouetten der größten Diktatoren der Welt im Wohnzimmer? All das kann man hier kaufen. Mich hätte es ja gereizt den einen oder anderen Hitler, Stalin, Mao oder Michael Jackson als Geschenk los zu schicken, aber wer weiß, was die Leute beim Zoll denken, wenn sie so etwas in einem Paket finden. Vor allem bei nem Michael Jackson ;-)

Ich habe dann das Setting etwas verändert, um ein noch eindrucksvolleres Bild zu erzeugen. Wer findet den Fehler?

Ich habe mir dann noch eine modische „Chanel No5″-Tasche gekauft:

Wobei ich die „Bible-Bag“ –Tasche auch ganz putzig fand.

Mat am Freitag, 6. November 2009

Ich habe mir nun endlich die Bilder von Flo geholt und möchte sie euch natürlich nicht vorenthalten!

Beginnen wir einmal mit Halloween:

Marie und Flo




Ich als böser Zombie oder sowas.



Flo und Chinh, als Mensch mit Vampirzähnen, ka

Sarah, eine der Belgierinnen

Im roten T-Shirt ist Yangwei, einer der Nachtwachen im Büro des Wohnheims

Angestellte vom Club, die chinesische Geister mimten. Sehr cool!


Jolien



Einen Spongebob gabs auch

Weiter gehts mit dem Teehaus:

Der Ladenbesitzer, Chinh und Jolien

Ich und 2 Mädels, eine davon nennt sich Vera

Jolien auf dem „Thron“:


im roten T-shirt ist Yangwei, einer der Nachtwachen im Büro des Wohnheims