Ich dachte ja, dass Tiere auf der Welt überall gleiche Laute von sich geben…aber nein, der französische Hahn macht „Coucericou“ und der Hund „wof“. Wogegen in Spanien die Welt wieder in Ordnung ist, hier schreit der Hahn auch „Kikeriki“ und der Hund „Wau“. Andere Nationalitäten waren bei unserer heutigen Diskussion leider nicht anwesend..hat jemand noch andere Länder parat?
Es wird glaube ich mal wieder Zeit für einen kleinen Touri-Bericht. Lyon ist ja – wie bereits gezeigt – sehr schön, aber das Umland hat auch einige Schätze zu bieten. Also was liegt näher als an einem schönen, sonnigen Tag auf das Fahrrad zu steigen und paar Runden zu drehen. Da ich das nun nicht einzel bloggen wollte hier der Bericht über meine letzten drei Touren:
1) „Kleiner“ Trip die Rhône runter. Eigentlich wollte ich im Rhônetal fahren, doch auf Grund viel Industrie/Autobahn und Co ist die nicht so wirklich befahrbar – 3-spurige Straßen bin ich zwar inzwischen gewohnt, aber Autobahnen sind verboten :(. Also ging es eher planlos durch das hügelige Inland mit starkem Gegenwind. Somit wurde aus meinem geplanten Halbtages‑ ein Ganztagestrip mit ca. 100km. Aber dafür war ich nun in Wien Vienne, einer kleinen Stadt mit bereits mediterranem Feeling und Überreste einer alten Römersiedlung.
2) Hatte einen freien Mittag und somit Zeit bisschen die Rhône hoch zu fahren. Daran schließt sich der Park Miribel an, welcher als Staubecken eine Seenlandschaft bildet und überall zwischendrin kleine Mountainbike-Strecken beherbergt. Traumhaft um mal einen Mittag Spaß zu haben! Blöderweise fand das mein Vorderrad nicht so toll, somit endete das mit einem ca. 15km Fußmarsch, weil der Park natürlich nicht an den Nahverkehr angeschlossen ist :(. Am nächsten Tag habe ich mich erstmal mit Ersatzschlauch, Luftpumpe und Schraubenschlüssel ausgestattet…
3) Etwas südwestlich von Lyon liegt der Parc Naturel Régional du Pilat. Wer länger hier ist sollte diesem auf jeden Fall einen Besuch abstatten. Lauter gaaaanz kleine BergHügeldörfer und eine super Landschaft, durchkreuzt mit unzähligen kleinen Straßen. Alles mit Blick über das Rhônetal. Ich hatte das Glück einer weiten Sicht und konnte somit die komplette Alpenkette mit Mount Blanc sehen :). Mit 1360m sind die Hügel auch nicht ganz so klein…
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Bisher komme ich mir vor, als wenn ich wieder zurück in die Schule versetzt wurde. Wie schon erwähnt gibt es hier einen festen Stundenplan, der zwar von Woche zu Woche wechselt, aber fast durchgängig 8–18 Uhr beinhaltet. Außer einer Mittagspause von 12–14 Uhr, die natürlich zum Essen genutzt wird – hier darf auch unter keinen Umständen irgendetwas passieren, weil das Essen nimmt bei Franzosen einen unheimlich hohen Stellenwert ein :-). Wahlmöglichkeiten gibt es auch nur im 5. Jahr, wo die Studenten zwischen 4 Modulen wählen können, natürlich gibt es bei Sprachen und Humbugkram mehr Möglichkeiten, aber ich rede hier mal von vernünftigen Kursen ;-). Das ganze findet dann im festen Klassenverbund statt.
Es gibt wie bei uns auch Vorlesungen in der ein Prof mehr oder weniger gut seinen Stoff vorträgt und die Schüler Studenten das entweder von der Tafel kopieren oder die ausgeteilten Folien vervollständigen. Die Kurse sind darauf ausgelegt, dass man es bereits währenddessen versteht und nicht wie bei uns eine gewisse Nachbearbeitungszeit braucht. Qualität variiert natürlich auch nach Prof, ich hatte bisher recht viel Glück und eigentlich ein ähnliches Niveau wie bei uns mit sehr kompetenten Profs. Gibt aber auch genügend Stories in denen der Prof einfach 1 : 1 das abschreibt was im ausgeteilten Skript steht – gestern wurde mir deswegen der Sinn eines Smartphones erklärt, weil man unbemerkt nebenher surfen kann (Laptops hat hier in den Kursen niemand dabei). Interessant auch, dass hier wirklich alle Unterlagen auf Französisch sind, also nicht so wie bei uns mit Englischen Folien. Damit kämpfe ich noch etwas, weil Französisch zuhören, selbst überlegen und französisch wieder zu Papier bringen verursacht noch einen kleinen Knoten im Kopf. Deswegen sind meine Notizen auch durchgängig mehrsprachig, durchaus auch mit einem Wechsel in einem Satz ;-). Weiterhin sollte ich mich mal dringend mit Mathematik beschäftigen…dazu haben sie hier ein durchaus höheres Grundlagenwissen…
Zu fast jeder Vorlesung gibt es TPs (Traveaux practique), also praktische Übungen. Dies ist im Prinzip ein Übungsblatt, das in einer festen Zeit direkt vor dem Computer bearbeitet und von einem Prof beaufsichtigt wird. Das finde ich bisher sehr gut und man lernt dabei recht viel. Die Aufgaben sind auch durchweg interessant, lediglich mit Matlab kämpfe ich noch. Was bei uns Java ist, ist hier Matlab, d.h. damit wird eigentlich von der ersten Stunde alles gemacht. Vor kurzem hatte ich ein TP, welches alternativ auch in C++ gemacht werden konnte. Dafür gab es auch ein Framework und was musste ich da sehen…hier wird auch in französisch programmiert, also mit Variablen und Kommentare in Franz…für das 5. Jahr finde ich das bisschen enttäuschend. Wobei mich würde echt interessieren was mit einer Variablen mit Accent gemacht wird ;-).
Gut, ich bin mal gespannt wie mein Projekt wird…das hört sich bisher an wie eine Mischung aus Praktikum und Seminar, wobei es komischerweise feste Zeiten im Stundenplan hat. Die Themen sind dabei super spannend, z.B. aus dem Bereich Computergrafik: naturgetreue Wassersimulation, Pflanzen, große Landschaften, Rauch oder Computer Vision: Erkennung von Tumoren, Separation gleicher Strukturen.
Abschließend kann man wohl noch sagen, dass auch Franzosen ihre Universität als eine Weiterführung der Schule sehen. Ich ernte immer etwas komische Blicke, wenn ich von meinem Jahr Australien zwischen Schule und Studium erzähle…hier ist alles daraufhin ausgerichtet, so schnell wie nur irgendwie möglich in den Job zu kommen. D.h. schnell Schule, dann ab in die Universität und nichts wie sofort nach 5 Jahren auf den Arbeitsmarkt. Bisher ist mir auch nichts bekannt, dass Leute länger als die Regelstudienzeit brauchen (ok, es gibt eine Möglichkeit mal ein praktisches Jahr bei einer Firma dazwischen zu schieben). Ebenso legt die Uni sehr viel wert darauf ihre Studenten an Firmen zu vermitteln. Praktikum‑ und Jobangebote werden von den Profs gesammelt und aktiv beworben. Weiterhin gibt es auch Ausflüge in Firmen…also alles sehr straight. Eine lustige Anekdote aus den ersten Stunden: da zwischen dem 4. und 5. Jahr eigentlich alle in den Ferien ein Praktikum machen hat jeder kurz in paar Sätzen gesagt wo er war und was er gemacht hat. Gut, da ich noch nie ein externes Praktikum gemacht habe, habe ich meinen fast zweijährigen Werkstudentenjob bei Daimler hergenommen. Irgendwie war das dann die Attraktion, weil keiner verstehen konnte wie man parallel zu seinem Studium irgendwo arbeiten kann und das dann auch noch in dem Themengebiet das man studiert…tja, andere Länder andere Studienbedingungen ;-). Aber jut, dafür dürfen Franzosen ja dann auch schon früher in Rente, ganz egal wie ihr Streik ausgeht. Wobei fairerweise angemerkt sei, dass sie ohne Abzüge auch erst mit jetzt 65 bzw. dann vielleicht in Zukunft 67 gehen können.
Hehe, das war eines der ersten Wörter, welche wir im FLE gelernt haben und nun braucht man es auch sofort. Da ich bereits von mehreren Seiten gefragt wurde, ob ich noch Benzin habe, mein Auto schon brennt oder überhaupt noch auf die Straße kann, hier die Entwarnung. Bisher habe ich von dem ganzen noch nichts mitbekommen.
Anscheinend prügeln sich zwar am Place de Bellecour Polizisten mit Demonstranten und paar Autos brennen. Laut Facebook ist auch irgend eine Uni aus Sicherheitsgründen gesperrt und im Radio kam gerade, dass alle Museen in der Innenstadt zu sind, die Metro nur eingeschränkt verkehrt und noch paar Sachen..aber hier auf’m Campus läuft alles wie gewohnt :-). Und wegen mangelnder Diretto-Ausstattung werde ich mich wohl auch nicht die Tage in die Stadt bewegen.
Weiterhin kam ich am Samstag ohne Zwischenfälle wieder von der Schweiz nach Lyon. Ebenso gibt es hier noch Benzin, hab allerdings vorhin mal sicherheitshalber getankt, da ich am Wochenende mit dem Skiclub wohl in die Alpen fahren werde um die diesjährige Skisaison zu eröffnen :).
Eigentlich gibt es für diesen Beitrag keine passenden Worte…deswegen werde ich die Bilder mehr sprechen lassen, denn Lyon ist einfach eine wunderschöne Stadt! 1998 wurde die Altstadt (Vieux Lyon) zum UNESCO Weltkulturerbe erklärt und ich kanns verstehen :). Alle Facts finden sich natürlich hier.
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Ich habe nun schon diverse Städte gesehen und muss sagen Lyon steigt auf jeden Fall oben in der Top 5 ein! Hat einen ähnlichen Stil wie Paris – also wird zum Norden Frankreichs gezählt und noch nicht zum mediterranen Teil – ist allerdings viel kleiner, überschaulicher und nicht so stressig. Kommt allerdings an meine absolute Lieblingsstadt Perth (Australien) und auch nicht an Sydney ran…also sieht nach Platz 3 aus :-).
Jut, warum ist dem so..generell muss man sagen, dass Lyon sehr vielseitig ist. Wenn man mal vom riesigen Campusgelände Villeurbanne Richtung Innenstadt läuft (bzw. lieber Fahrrad fährt), kommt man erst in den Parc de Tête d’ore in dem es riesige Grünflächen, einen See und dazu auch noch einen kostenlosen Zoo gibt. Anschließend findet man einige Geschäftsstraßen mit paar Wolkenkratzern, unter anderem der größten Zigarre der Welt und riesige Einkaufszentren. Wendet man sich dann Richtung Rhône, kann man an deren Ufer wunderschön entlang laufen, auf einem Hausboot einen Café trinken (bzw. abends in eine schwimmende Bar oder/und Disko gehen) und gibt auch Volleyballfelder, Kinderspielplätze usw. Am Wochenende mit dem Fahrrad aber bisschen kritisch, weil man gute Bremsen braucht oder einige Franzosen, die sich gegenseitig auf die Füße treten, über den Haufen fährt…Über eine der vielen Brücken kommt man dann in die Innenstadt mit Oper und Hôtel de Ville mit Fußgängerzone und lauter mittelkleinen Gässchen und einem Künstlerviertel. Überquert man den Place de Bellecour kommt man an die Saône und anschließend in das wunderschöne Vieux Lyon. Kleine Gassen mit Kopfsteinpflaster und alte Häuser werden von der Basilica aufm Berg überblickt. Hier geht es auch kräftig hoch, aber der Blick lohn sich! Nebenbei findet sich auf dem Weg nach oben noch ein großes römisches Theater. Beim Runterfahren sollte man bisschen aufpassen, manche Kurven sind enger als man denkt und wenn man zu schnell ist kann man sich schnell blaue Oberschenkel, Schulter, einen aufgeschürften Ellenbogen und eine kaputte Hose einhandeln…Soviel zu meiner kurzen Stadtführung, wer mehr will kann mich gerne besuchen ;-)!
Achja ich habe bei den Bildern noch einen Elektrobus hochgeladen…ich find das Ding unheimlich faszinierend. Überall finden sich Oberleitungen wie für Trams, aber die Busse fahren ganz normal und hängen oben an der Leitung. Resultat ist: man sieht ein Bus der fährt aber kein Geräusch von sich gibt, absolut strange…jedes Mal wenn ich so ein Ding sehe frage ich mich was wohl passiert wenn der Fahrer nicht aufpasst und in eine Straße ohne Oberleitung abbiegt…oder einem Auto/Fahrrad ausweichen muss ;-).
In letzter Zeit konnte ich mich weniger um Frankreich und den Blog hier kuemmern, da ich noch an so einem Project namens MAMPF beteiligt war. Das ist nun allerdings seit Dienstag abgegeben und wer sich dafuer interessiert findet hier die Webseite mit Moeglichkeit zum selber rumspielen und gibt auch noch ein Video
Und nun sitze ich in einem Computerpool und warte bis mein Traveaux Practique anfaengt..Tollerweise haben die das von 8 auf 9 Uhr verlegt, aber natuerlich teilt man sowas nicht mit, dann koennten die Studenten ja eine Stunde laenger schlafen…naechster Artikel wird ueber Lyon, aber auf einer franz. Tastatur ist mir das zu aufwendig ;-). Und selbst wenn man auf English umschaltet ist es kurze Zeit spaeter wieder automatisch franzoesisch…
Ok, es wird glaub Zeit, dass ich mal wieder über etwas allgemein verträgliches schreibe :). Ich warte immernoch über Rückmeldungen was ihr so hören wollt, wenn nichts kommt mach ich einfach mal so weiter wie bisher…
Erstmal bisschen was über das Leben als deutscher, informationsverwöhnter Student an einer französischen Uni. Für mich war es bisher eigentlich selbstverständlich einen festen Wochenplan zu haben und so gut wie alle Informationen online zu finden – zumindest mal die Zeiten wann Kurse so sind. Hier ist das total anders…es gibt eigentlich nichts aktuelles online (sie haben echt ein beneidenswertes Campussystem, aber Stand ist 2007). Wichtig ist, dass man weiß wo man seine persönliche Postbox hat und noch viel wichtiger wo das Brett für sein Semester zu finden ist. Anm. über Datenschutz: selbst vertrauliche Accountdaten werden zusammengetackert in das öffentlich zugängliche Postfach gelegt ;-). Am Brett sollte man 2–3 Mal am Tag vorbei schauen, weil sich doch auch mal die Anfangszeiten eines Kurses ändern können – deswegen kam ich doch glatt zu meinem ersten Kurs 30min zu spät. Weiterhin gibt es dann noch ein extra Brett für Sprachkurse das auch erstmal gefunden werden will. Hier ist es anscheinend normal, dass man morgens um 8e an die Uni kommt und nicht so genau weiß was einen erwartet.
Dann habe ich nun auch das meiste Bürokratische hinter mir, jetzt muss nur noch die Änderung meines Learning Agreements eingetütet werden und ab zur Post. Ich werde nun Calibration, Advanced Image Processing and Analysis, Synthèse d’Image, Research Project und Französisch sowie Cambridge First Certificate in Englisch (B2) machen.
Achja, dann habe ich glücklicherweise dank Google ein tolles Ultimate Frisbee Team hier gefunden :). Ist nicht an einer Uni angesiedelt, aber ein lokaler französischer Sportverein. War ich Freitag beim Training, unheimlich genial, die sind hier genauso nett und fair wie in Deutschland..einfach ein toller Sport! Und auch endlich mal nur Franzosen in freier Wildbahn ;-). Gibt übrigens keine großen Unterschiede, auch alle englischen Begriffe werden benutzt nur mit der Sonderheit, dass –er angehängt wird und die dann halt wie normale französische er-Verben konjungiert werden. Sehr lustig, so wird plötzlich aus dem engl. „pull“ das französische „puller“.
Vielleicht noch was zum tollen Datenschutz..ich habe letzten Donnerstag mit der Deutschlehrerin hier gesprochen, da ich auf der Suche nach einem Tandempartner bin und sagte die mir doch glatt, dass eine ihrer Informatikstudentinnen auf dem Weg nach Ulm ist. Wtf?!? Beide IOs wissen davon, aber dürfen nicht einfach so Kontakt herstellen…das ist für mich einfach unverständlich (für die nach Ulm kommt übrigens auch)…hätte ich das vor einem Monat gewusst, hätte mir das höchstwahrscheinlich unheimlich viel rumirren gespart :(. Gut, ich habe sie gleich mal an die ESE/FUESE verwiesen, Leute ich will keine Klagen hören, benehmt euch ;-).
Heute war es dann soweit, ich bin nun stolzer Besitzer eines WLAN Codes für das Wohnheimnetz…natürlich erstmal ausgecheckt welche Ports in dem Netz gesperrt sind und natürlich auch sofort fündig geworden. Meine lieben Franzosen, ich mag euch ja inzwischen echt gerne, aber muss man immer sämtliche Dienste im Internet sperren?!? Oder sind die französischen Studenten so schlimm, wenn man sie in das offene Netz entlässt? Ich weiß es nicht. Zumindest fühlt man sich echt wie ein Schwerverbrecher, wenn man erstmal 6-seitige Anträge durchlesen, in dem man darüber aufgeklärt wird was alles Schlimmes man nicht machen darf, und diese auch noch unterschreiben muss. Wobei warum eigentlich? Wie will ich den illegal Musik runterladen wenn jegliche P2P Verbindungen (inkl. Skype) gesperrt sind? D.h. man muss immer überlegen und dann schauen wo man das was man machen will auch kann. Zu Not hilft MacDonalds, der bisher mir einzig bekannte Platz wo es keine Sperren im WLAN gibt! Sonst hab ich bisher folgende Sperren gefunden:
- Uninetz: Thunderbird (TLS), OpenVPN, CISCO-VPN, MYSQL-DB
- Wohnheim: Thunderbird (TLS), Skype (P2P), MYSQL-DB, mehrere Computer gleichzeitig
- FreeWifi: keine Mails versenden, Picasa, MYSQL-DB, upload bis 20KB – danach bricht alles zusammen (auch über VPN)
Aber gut, zum Glück gibt es die UUlm mit ihrem tollen VPN-Zugang! Die Möglichkeiten eines Tunnels kennen die im Wohnheim zum Glück nicht :-). Also nicht wundern, wenn ich mit ner UUlm IP irgendwo auftauche, bin trotzdem noch in Lyon! Wobei ich mich hier Internettechnisch wie im tiefsten Afrika fühle…
ESE/FUESE in Frankreich
Sowas gibt es doch glatt hier auch :). Wobei das etwas anders ist..erstmal muss man sagen, eine Unterscheidung macht hier keinen Sinn, da es sowieso nur zwei Fachbereiche gibt. Somit wohl auch nicht mehrere Fachschaften existieren, sondern eine einzige Oberorganisation namens BDE (bureau des éleves). In wie weit die irgendetwas an der Uni zu sagen haben weiß ich noch nicht, aber zumindest haben sie die „Semaine de l’intérogation“ organisiert.
Die Begrüßung habe ich allerdings gleich mal verpasst, weil ich da zeitgleich ein Termin bei einer Professorin hatte :(. Aber sie haben anscheinend nur „Salut..“ gesagt und sämtliche lustige Filme aus den Associations gezeigt. Jeden Mittag in der Woche gab es ein gemeinsames Mittagessen im Foyer – war aber eher nichts für mich, da ich jetzt mit Hot-Dogs oder ähnlichem wenig anfangen kann, zumal auch noch recht überteuert. Am Abend stand gemütliches Zusammensitzen in der Bar auf dem Programm, bei einem Bier für 1 Euro ganz nett zum After-Work nach dem Sprachkurs. Der nächste Abend bestand aus einem Karaoke-Abend ohne Alkohol – irgendwie haben die den Sinn von Karaoke nicht so ganz verstanden..war auch ein ziemlicher Flop und wir sind recht schnell in einer anderen Bar gelandet. Eine Rallye und Stadtbesichtigung gab es zwar auch noch, aber irgendwie ging an uns vorbei wo die anfängt – an der Uni war es zumindest nicht ;-). Bezüglich Information wo/was stattfindet haben die es hier nicht so, manchmal steht die Uhrzeit dran oder aber wo was ist, aber beides eigentlich nie. Also keine Kleingruppen, Seminare oder ähnliches. Aber auch ganz viele verrückten Leute die in türkisenen T-Shirts rumgesprungen sind ;-). Wobei ich muss sagen, es ist eine interessante Erfahrung auf meine letzten Semester mal wieder so „Quasiersti“ ohne Plan zu sein. Ein recht interessantes System haben sie hier mit fest zugeteilten Paten. D.h. jeder Ersti bekommt jemand Erfahrenes an die Hand.
Heute fand schließlich eine Art „Uniforum“ statt. Allerdings existieren hier so etwas wie Hochschulgruppen glaube ich nicht, sondern lediglich „Associations“. Im Prinzip sind die so ähnlich, aber überhaupt nicht politisch, eher wie bei uns der Hochschulsport. Ein kleiner Auszug: Weinkunde, Kochclub, Skiclub, Sport, Chemie Passion, Rollenspiele, Hip Hop, Musique, Blasorchester, Enterprise, Photo-Club uvm. Jede Association hatte ihren kleinen Stand und man konnte sich informieren und auf eine Mailingliste setzen lassen. Tolle Info für mich: es gibt im Winter anscheinend fast jedes Wochenende eine Skiausfahrt in die Alpen *yeah*! Doch gleich mal wieder auf eine Mailingliste mit meiner französischen Emailaddresse! Weiterhin fand ich noch den Kochclub interessant, die besuchen angesagte französische Restaurants hier und kochen immer mal wieder gemeinsam – passt glaube ich zur Region ;-). Gut, alles in allem wird hier an Clubs und Socializing viel geboten, freu mich schon :).






