… in stillem Gedenken an gutes Wetter und 23 Grad am Nachmittag. Zur Zeit haben wir so um die 10. Aber es soll ja besser werden…
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Schöne Ecken gibts nicht nur in Granada sondern auch drumrum. Am Sonntag sind wir das erste Mal Richtung Sierra Nevada aufgebrochen, fürs erste allerdings nur in den Naturpark ganz am Rand, der 10km hinter Granada beginnt. Die Viertausender heben wir uns besser für den Sommer auf, zur Zeit liegen da noch 2m Schnee…
Nach diversen Problemen mit nicht existenten Busfahrplänen und verschlafenden Belgiern (naja, beim Warten hab ich wenigstens endlich auch mal Churros probiert…) waren wir gegen mittag da. Die Steigungen hier sind extrem heftig, die Aufstiege waren meistens eher Klettern als Wandern, allerdings lohnt sich die Sicht von oben auch.
Anschließend haben wir im Ort noch ein sehr gemütliches Café gefunden, inklusive Brettspielen und einem argentinisch-belgischen Gitarristenduo, in dem wir den Tag dann ausklingen lassen haben. Insgesamt sehr cool… und nach zahlreichen Kneipenabenden wahrscheinlich auch mein erster halbwegs gesunder Tag in Granada.
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el disfraz heißt die Verkleidung. Ja, auch die Spanier lieben Karneval… Überall in Granada hingen in den letzten Wochen Anzeigen für Reisen zum Carnaval nach Cadiz aus. Abfahrt Samstag 10 : 30 , Rückfahrt Sonntag zwischen 6 und 8 in der Früh. Wir haben dann auch Plätze in einem der 9 Reisebusse (und das war nur unser Busunternehmen) ergattert. Insgesamt sollen dieses Wochenende so 300.000 Leute dagewesen sein. Ich war als Fahrradunfall (sorry Viddi und danke für die Idee…-remember Sportfest) unterwegs, mit nem alten Helm ausm Second-Hand-Shop, Pflastern und Schmink-Blut überall und ner zerrissenen Jeans. Den Spaniern hats gefallen… praktisch an jeder Ecke haben mich Leute angequatscht. Der Karneval an sich ist um einiges weniger traditionell als in Deutschland. Eher einfach eine große Party mit botellón überall auf den Straßen. Auf jeden Fall sehr lohnend. Das einzige Rätsel ist mir noch, was die anderen aus dem Bus zwischen 3 und 6 getan haben. Wir saßen in nem Park und haben unseren Rausch abekühlt nachdem alle Kneipen schon dicht waren… Lustig – aber a…kalt. Auf der Rückfahrt waren dann natürlich alle brotfertig,
Die Bilder gibts sobald ich wieder irgendwo meine Digicam anschließen kann. Ich brauch Internet verdammt!!
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Keine Ahnung wie man das auf Spanisch sagt. Aber inzwischen fühle ich mich in meiner Bude schon wohl. Dake nochmal für die Bilder… die machen das Zimmer erst gemütlich.
Etwas abenteuerlich aber ganz normal in Granada ist, dass alles mit Gas funktioniert. Also zum Kochen Gasflasche anschließen, aufdrehen, anzünden und los. Vor dem Duschen wird die Gasflasche dann an den etwas mittelalterlich wirkenden Durchlauferhitzer angeschlossen. Wenn die Buddel leer ist hängt man einfach nen Zettel unten ans Haus und morgens kommt der Gasmann mit einer neuen vollen. Scheint hier seit Jahren so zu funktionieren und ich habe mich eigentlich schon dran gewöhnt.
Meine Mitbewohner hier sind echt gemütlich, gut um abends bei nem Tee und ner Shisha rumzugammeln und Fernsehn zu schauen. Außerdem haben sie mir zugesagt, nen Internetvertrag zu machen, falls sich kein WLAN findet, an dem wir uns beteiligen können. Ich denke mal dass mich nicht das Schicksal von meinem Vorgänger Christoph ereilt, der in seinen 5 Monaten Erasmus 3 verschiedene Wohnungen hatte.
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Ich habe den Eindruck ich habe sie langsam alle durch… von der kleinen Klitsche direkt bei meiner Wohnung bis zum Riesen-Internet-Saal am Camino de Ronda, abgesiffte Buden und stylische Säle mit Retro-Jukebox und Betreiber jeglicher Herkunft.
Was allen gemeinsam ist, ist ein gewisses Vertrauen in ihre Kundschaft. Kiosk-Modus gibts hier einfach nicht, jeder Benutzer hat die Rechte alles zu installieren, zu benutzen oder herunterzuladen was ihm gerade einfällt. Manche bieten WLAN an, mit einem festen Passwort, mit dem man auch schön von vor der Tür mitsurfen kann… Praktisch – scheinbar ist hier noch niemand damit auf die Schnauze geflogen.
Aber wieso in der Rechnerhöhle sitzen wenn das Wetter genial ist wie zur Zeit. Den Nachmittag habe ich damit verbracht wieder mal in den Albaicin zu gehen, in einem kleinen Laden ne Cola zu trinken und natürlich Tapas zu futtern und dann noch bei nem Café con leche die Sonne zu genießen. Nachdem es bis vor ner Woche wohl nur geregnet hat haben wir jetzt blauen Himmel, Sonnenschein und tagsüber so um die 25 Grad. Abends kühlt es zwar deutlich ab, mit ner dünnen Jacke oder im Pulli lässt sichs aber schon aushalten. Ich bin gespannt auf die Hitzezeit im Sommer. Da ist es dann wohl selbst den Spaniern zu heiß…
Heute morgen war erstmal Uni angesagt. Begrüßungsveranstaltung für alle neuen ERASMUS hier. Der Verwaltungskram hält sich in Grenzen, eigentlich nur noch den Studentenausweis abholen und dann an der Fakultät die Kurse wählen. Hier schreibt man sich für einen Kurs ein, es gibt begrenzte Plätze und man sollte dann auch hingehen. Da klingt doch Deutschlan gut. Scih einfach in so viele Vorlesungen setzen wie man Lust hat, Übungen machen wo man will und am Ende dann Prüfungen sofern man will.
Bei der Begrüßung hab ich dann auch die ersten anderen Erasmus-Leute kennengelernt. Kerstin aus Ulm, Laura aus Stuttgart und Martin aus Wien. Außerdem hab ich meine ersten Erlebnisse mit Tapas gemacht, also kleinen Portionen von Essbarem aller Art die man zu den Getränken dazugibt. Naja, an ersten Tag hatte ich weniger Glück. Da haben alle in der Bar welche bekommen – außer mir… Heute morgen haben wir zur Cola einen Teller mit Brot, Schinken und Oliven bekommen, später dann gabs zu nem Getränk ein kleines Brötchen mit Fleisch (miniminiminischnitzel…) und Pommes. Daran könnte ich mich echt gewöhnen – Fotos gibts unten zu sehen.
Am Nachmittag kam dann der „Umzug“… naja, nicht so richtig, einfach den Saustall im Hostel ein wenig zusammenräumen, in meine große Tasche packen und mit dem Bus ab in die Wohnung. Nach besagtem kleinen Schlüsselproblem war ich dann noch mit meinem neuen Mitbewohner Yassid und einem Freund von ihm unterwegs. Zuerst im alten arabischen Viertel, dem Albaicin, von wo man auch die Alhambra und die Sierra Nevada sehen kann und dann noch im Realejo, dem etwas neueren katholischen Teil. Die Aufteilung war hier wohl früher sehr strikt, ein Viertel katholisch, eins arabisch und eins jüdisch.
Echt genialer Blick auf die Stadt, ich hoffe die Fotos geben das einigermaßen wieder.
Heute abend gehe ich dann wohl noch mit Martin auf eine Erasmus-Party. Auf den Plakaten steht Happy Hour bis 3 : 30, aber mein Mitbewohner meinte, dass die Disco wohl auch erst um 3 aufmacht… an die anderen Zeiten hier werde ich mich gewöhnen müssen.
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… geht hier leichter als gedacht. Bei der dritten Adresse hatte ich schon ne Zusage. Ich hab dann noch ein bisschen gezögert, ohne Internet war nicht so mein Ding. Aber nachdem ich per SMS abgesagt hatte hat mein jetziger MItbewohner eingewilligt, nen Vertrag zu machen und die Kosten zu teilen. Oder wir können uns an einem der zahlreichen WLANs im Haus beteiligen… mal sehen. Nachdem ich heute von anderen Erasmus gehört habe, dass Verträge hier sehr unüblich sind und eigentlich fast jeder die Mite in bar zahlt, war ich dann auch beruhigt, dass das bei mir auch so ist. Achja: spanische Türen lassen sich öffnen wenn man den Schlüssel nach rechts dreht. Hat mich einen Anruf und meinen Mitbewohner einige Minuten Fußweg gekostet ;-).
Ansonsten waren die ersten beiden Tage vor allem anstrengend. Verplant wie ich eben MANCHMAL! bin, lag zwischen zwei Wohnungen, die nah beieinander lagen immer mindestens eine, die ganz woanders war. Dafür bin ich jetzt die Straßenkarte. Mindeschtens.
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…war das funktionierende WiFi im Hostel, das ich gestern spä noch für ein Telefonat mit Benni, Basti und Nora und diverse Chats genutzt habe, in der Hoffnung mich für die Zukunft daran gewöhnen zu können. Um halb eins war die Verbindung wieder weg. Wäre auch zu schön gewesen euch jetzt hier die ersten Fotos präsentieren zu können.
Nach dem Frühstück gerade eben mache ich mich jetzt dann mal ans rumtelefonieren wegen einer Wohnung, damit die Abgeschnittenheit von der Außenwelt kein Dauerzustand wird. Termine habe ich erst einen, aber noch jede Menge abfotografierte Aushänge und einige Anzeigen aus der spanischen Version von wg-gesucht. Hoffe mal dass ich in die Richtung bald was erfreuliches berichten kann.
Christoph, mein Vorgänger in Granada, hatte mich ja schon gewarnt. Mir passiert es dann jetzt grade schon am ersten Tag, auf dem Weg zur Anmeldung bei der Uni und Suche nach einer billigen spanischen Prepaid-Handy-Karte:
La huelga bedeutet Streik oder Ausstand. Hier sind es gerade die städtischen Busse. Die wenigen die fahren tragen ein Schild mit servicio mínimo und sind gerammelt voll. Zum Glück hat mich ein netter Señor darauf hingewiesen dass es ins Stadtzentrum nur 15 min Fußweg sind. Auf dem Weg bin ich dann in meiner Lieblingsinternetklitsche vorbeigekommen. Dann mal auf ins centro cíudad, ein café solo und dann gehts los…
Wie sehr einem manchmal die Worte fehlen merke ich gerade. Heute morgen bin ich noch in Künzelsau aufgewacht… jetzt bin ich etwa 2000 Kilometer weit weg, irgendwo in Granada in einem Internetcafé. Aber der Reihe nach.
Los gings mit dem Auto zum Flughafen Stuttgart. Glaubt mir einfach dass so ein Abschied nicht einfach ist. Vielen Dank an alle die sich angesprochen fühlen für die letzten Tage – es war toll und es macht es mir sicher nicht leicht. Ich vergesse euch hier unten sicher nicht und freu mich drauf ganz viel von euch und aus Ulm zu hören. Ich hatte lange vor zu gehen, aber erst weit am Schluss merkt man, was man alles zurücklässt. DANKE.
Nach gut zwei Stunden Flug, einigen Kaffees und einem Gericht aus Reis und kaugummikonsistentem Hähnchenfleisch war ich dann in Málaga. Weiter dann mit dem Bus zur estación de autobuses. Dort Ticket kaufen und ein Konversationsversuch mit dem netten Marokkaner Mohammed, der leider kaum ein Wort von dem verstanden hat was ich ihm sagen wollte. Dann nochmal fast zwei Stunden Busfahrt für die letzten 130 Kilometer bis Granada und dann mit dem Taxi ins Hostel.
Ich scheine nicht der erste ERASMUS-Student für die dort zu sein und hatte schon jede Menge Beratung was es wo gibt… einzig schade ist, dass das WLAN dort gerade nicht tut. Die nächsten Tage werde ich dann vor allem eine Wohnung suchen müssen. Ich bin gespannt ob sich schnell was ergibt. Für heute hab ich genug und bin einfach noch ein bisschen zu durcheinander nach allem. Aber ich bin hier und bald gibts mehr von hier aus Granada.


















































































