Cookie am Sonntag, 14. Juni 2009

Diese komplette Woche ging hier in Granada die „Feria del Corpus“, also das Fronleichnamsfest. Im Vergleich zur Osterwoche, der Semana Santa ist das ganze eher ein Volksfest als dass man nennenswert den ehemals religiösen Charakter durchsieht… naja, die ganze Stadt ist mit dem dekoriert was bei uns Weihnachtsdeko wäre, Lichterketten, tannenzweige – bei Temperaturen von 41° mittags mutet das schon etwas seltsam an. Auf einem Platz etwas außerhalb in der Nähe der Autobusstation ist (bzw war bis heute) ein Vergnügungspark mit Achterbahnen und allem was es in der Richtung noch so gibt aufgebaut, wo die komplette Stadt unterwegs ist. Richtig nett ist, dass das ganze die komplette Nacht geht (um halb 6 morgens nochmal die letzte Runde Boxautos :-P) und alle Discos der Stadt kleine Partybunker (“casetas“ – mit normaler Musik und ohne blau-weiße Tischdecken) aufgebaut haben, in denen man ab 12 dann tanzen gehen kann. Ich war insgesamt drei Mal da und wirklich wirklich Spaß gehabt. Es lebe die spanische alegria.

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Cookie am Mittwoch, 10. Juni 2009

Die Woche mit Raimar und Benni ist einfach unglaublich schnell vorbei gewesen. Ich hab das Gefühl dass ich ungefähr vor zwei Tagen nach Malaga gefahren bin um die beiden abzuholen, dabei war vor zwei Tagen schon der letzte Abend. Einige Dinge die wir gelernt haben diese Woche:

  • Spanien macht Raimar fertig weil hier jeder tut was er will… unter anderem auch Dinge die in den Staaten wohl considered to be evil sind
  • Mindestens einer von uns hat ein hübsches Hinterteil, wir wissen nur nicht wer
  • Spanier wissen nicht im Voraus wann sie Straßen aufreißen wollen, sie kommen einfach zwei Stunden vorher vorbei und schleppen alle Autos ab (ja, auch meinen süßen kleinen Miet-Golf)
  • Wir sind erbärmliche Informatikstudenten
  • Wir sind die bestaussehendsten und nettesten Informatikstudenten, die Esther (eine Freundin hier) jemals gesehen hat
  • Esther wollte für die Aussage ein Bier
  • Raimar wusste im Auto meistens, wo wir hinfahren müssen :-P
  • Zu dritt auf 10 Quadratmetern ist es schön warm und kuschlig
  • Würde man Bennis und Raimars Sonnenbrand addieren deckt man damit 80 % des Körpers ab
  • Kakerlaken glühen erst nach längerer Deo-Behandlung
  • Granada ist so klein dass wir 2 andere Deutsche jeden Tag zufällig getroffen haben oO

Ja, was haben wir denn getan die Tage… Natürlich haben wir die Alhambra angeschaut, einen Tag am Strand verbracht, waren wandern (naja, haben es zumindest versucht), haben jede menge Tapas gegessen und das Nachtleben genossen. Der letzte Monat für mich hier ist angebrochen und irgendwie war der Besuch auch schon ein netter Vorgeschmack auf Ulm. Trotz allem was ich hier genieße freue ich mich doch schon wieder auf ein halbwegs geregeltes Leben und komischerweise auch wieder auf die Uni. Bei mir stehen jetzt noch die letzten Vorbereitungen für meine Praktika und ein wenig Lernen für die Prüfungen an, sollte aber nicht in zu viel Stress ausarten. Zum Schluss noch eine Auswahl unserer Blder vom Alhambra-Besuch… hasta luego und bis bald im deutschen Sommer.

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Cookie am Donnerstag, 21. Mai 2009

Nachdem von meinen anfangs 4 Vorlesungen noch 2 übrig sind, die ich ernsthaft betreibe (plus den Sprachkurs, in dem ich gestern die Prüfung geschrieben habe) geht langsam der Stress mit den Praktika los. Sowohl in Informatica Gráfica als auch in Críptografia zählen die Praktika am Ende 80 % der Note und die schriftliche Prüfung ist nur dazu da seine Note noch zu verbessern. Das heißt jetzt gerade in IG JOGL frickeln und in Krypto Hashverfahren ausdenken und AES implementieren. Ohmann, ich freu mich auf die Woche nach der letzten Klausur und überhaupt auf die Zeit wenn die Vorlesungen um sind (besonders natürlich 2.–9.6.) und man ohne schlechtes Gewissen daheim bleiben kann.

Informatica gráfica

Cookie am Montag, 18. Mai 2009

Auf der einen Seite bedeutet Gamba Riesengarnele. Die Dinger heißen nicht nur so, sie sind auch verdammt riesig und unglaublich gut. Und eignen sich hier bei einem Kilopreis von knapp 5 Euro durchaus auch für die Studentenküche. Auf der anderen Seite benutzt der charmante Spanier das Wort Gamba auch für die Damen der Schöpfung, und zwar für solche mit guter Figur und nicht ganz so wunderschönem Gesicht ;-) warum nur…

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Cookie am Sonntag, 17. Mai 2009

Nachdem ich ne ganze Weile gebraucht habe um ein paar mehr (bzw aussagekräftige) Fotos zusammenzuschnorren gibts jetzt den Artikel über letztes Wochenende in Cabo de Gata. Die anderen, die schon das Wochenende vorher da waren, hatten uns einen etwas abseits gelegenen Strand empfohlen… keine Ahnung wie man so was weiß oder findet, es gibt zumindest keine Straße dort hin. Mit den drei Mietwagen gings erstmal nach Almeria und von dort in ein kleines verschlafenes Nest names Las Negras. Dort muss man nen Bootsbesitzer finden, der einen nach San Pedro fährt oder eine Stunde auf nem schmalen Wanderweg übern Berg kraxeln. Wir haben mit unserem ganzen Campinggepäck die Bootvariante gewählt. San Pedro hat so ca 20 Häuser und wurde irgendwann von seinen Bewohnern verlassen, von den Häusern steht zum Teil noch vieles, zum Teil auch nur noch die Grundmauern. Als neue Bewohner sind Aussteiger, zum größten Teil aus Deutschland und der Schweiz, eingezogen, die dort zum Teil schon um die zehn Jahre leben. Dementsprechend ist auch die Ausstattung gar nicht so schlecht, Solar‑ und Windkraftanlagen, ein bisschen Landwirtschaft, eine Bäckerei… und es gibt sogar einen Wasserhahn für alle zusammen. Wir haben unsere Zelte am Strand aufgeschlagen und die Zeit mit Baden, Gammeln und ein bisschen Wandern verbracht und langsam so die schrägen Bewohner kennengelernt. Die Storys erzähl ich am besten mal persönlich… auf jeden Fall größtenteils echt fertige Leute. Achso, Kleider stehen nicht so hoch im Kurs, das nur zur Erklärung für das eine Foto, auf dem Käpt’n Nudo (alias Flocki) von der Burg aus übers Meer blickt.

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Cookie am Samstag, 11. April 2009

Ja, ich habe die Großstadt überlebt und bin seit gestern abend wieder in Granada. Madrid hat schon viel Flair, viele schöne Ecken zum rumhängen und sicher noch einiges mehr zu sehen. Dafür leider aber auch Großstadtpreise und – pervers: man bezahlt Geld für Essen. Versteh ich nicht. Wir haben uns das Touri-Zentrum mit Plaza Mayor und Königspalast angetan, danach ein bisschen im wirklich riesigen (für meine Verhältnisse etwas überpflegten) Park gepennt und danach das Museo Reina Sofia angeschaut wo die neueren Epochen der spanischen Kunst zu sehen sind, Dali, Miró und Picasso. Alles im Museum kann man wahrscheinlich in drei Tagen nicht anschauen, wir ham uns nur Teile der Dauerausstellung angeschaut. Am Abend gabs dann Bayern – Barcelona bei nem Bier im Pub, anschließend was zu essen im Zentrum (sehr leckere und edle Tapas in einer stylischen Bar). Unterwegs waren wir mit nem Bekannten von dem belgischen Mädel, das mit dabei war, einem Spanier, der allerdings in Belgien aufgewachsen ist, und jetzt Erasmus in seinem Heimatland macht. Mit ihm waren wir dann noch auf ner WG-Party, die auch sehr belgisch dominiert war. Die Disco hab ich mir gespart weil ich noch nicht wieder ganz gesund bin und dann pennen wollte, gab wohl feinen Reggaeton…naja, muss nicht immer sein. Am nächsten Tag waren wir dann einfach noch ne Runde zu Fuß in der Stadt unterwegs und haben bei ganz gutem Wetter das Ambiente genossen. Insgesamt eine Stadt mit echt Atmosphäre, allerdings könnte ich mir den Granada-Lebensstil mit jeden Abend weggehen dort auf keinen Fall leisten… ne Ausflug wars allemal wert. Und morgen (respektive heute, es ist gleich 3) gibts dann auch den nächsten zum Konzert von SKA-P in nem ganz kleinen Nest. Irgend ein Mitbewohner einer freundin hier weiß wohl wie man da mit dem Bus hinkommt… Ich hab nach langem Kampf gegen spanische Busanbieter-Internetseiten aufgegeben‑ keine Ahnung wie die das hier machen, es ist zum Teil echt unmöglich an Informationen zu kommen, die man sucht. Naja, ich hoffe das klappt und ich kann am Sonntag von meinem Trip berichten.

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Cookie am Dienstag, 7. April 2009

Eigentlich wollte ich ja schon lange mal was über die Uni und meine Veranstaltungen erzählen, ich bin ja ein braver ERASMUS-Student, der zuverlässig seine Arbeit macht :-D. Anbetracht der Tatsache dass wir gerade Ferien haben, müsst ihr euch noch ein bisschen gedulden die wahnsinnig spannenden Details über meine Kurse zu hören. Ferien sind, weil hier gerade die Semana Santa, also die Karwoche gefeiert wird (die Prozession in Ronda sieht man auch zum Teil auf den Bildern‑ und die Damen und Herren mit den weißen Mützen sind keine Urlauber aus den USA). Und die meisten Erasmusleute nutzen die zum Reisen. Ich war vergangenen Sonntag in Ronda, weil ein Kollege von mir dort seinen früheren Spanischlehrer getroffen hat (im Restaurant bei nem Menü von 14 Gängen/5 Stunden mit Spezialitäten), der gerade wieder mit einer Klasse hier ist. Die Stadt ist recht klein und einigermaßen touristisch und eine der ältesten Städte Spaniens aus dem 9. Jahrhundert vor Christus. Für die vielen Museen konnten wir uns weniger begeistern, eindrucksvoll ist aber die 60 Meter tiefe Schlucht, um die die Stadt herumgebaut ist, und die man sich von allen Seiten anschauen kann. Morgen werde ich dann für zwei Tage nach Madrid fahren und ein bisschen Großstadtluft schnuppern und am Samstag wenn alles gut geht aufs Konzert von SKA-P fahren.

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Cookie am Mittwoch, 25. März 2009

el perro heißt „der Hund“. Warum ich das schreibe? Ganz egal an welcher Ecke von Granada man sich befindet sieht man überall Hunde, die in den Straßen herumstreunen. Manche Leute bringen das mit den Hippies in Zusammenhang, die am Sacromonte in Höhlen wohnen – die haben auch viele Hunde und vielleicht macht sich der eine oder andere ab und zu mal selbstständig. Und manche der Viecher haben nix besseres zu tun als mir (geschehen gestern abend) mein Abendessen aus der Hand zu klauen, einen wirklich leckeren Döner (das Brot hier ist viel geiler!) von Don Kebab in der Calle Elvira. putos perros!

Cookie am Dienstag, 24. März 2009

Zum Frühlingsfest am letzten Freitag kommen traditionell Leute aus dem ganzen Umland nach Granada. Man trifft sich auf dem Parkplatz beim Hipercor-Supermarkt, jeder bringt ein paar Freunde und jede Menge Alkohol mit und das sind dann so 25.000 Menschen. Ganz witzig anzuschauen, jedoch nicht wirklich komfortabel. Eigentlich ist es ein einziges Gedränge, es gibt wenig Chance sich hinzusetzen, und alles ist unglaublich siffig. Immerhin spricht man für dieses Jahr von 12.500 Kilo Müll und auf dem Boden steht an manchen stellen die –räusper‑ knöcheltief… (Artikel in el País auf spanisch).
Der positive Effekt ist, dass danach auch in der Stadt noch unglaublich was los ist und alle Kneipen, Bars und Diskos voll, wo wir dann n bisschen gemütlicher den Abend ausklingen lassen konnten.
Ein paar bessere Fotos als meine mit Handy-Cam gibts hier

       

Cookie am Freitag, 20. März 2009

Was Macbooks können und mein Vostro 1310 nicht müsst ihr mich mal persönlich fragen. Auf jeden Fall habe ich in meiner Bude jetzt erst mal Internet. Genau rechtzeitig, wos an der Uni ein bisschen arbeitsamer zugeht und ich die ersten Praktikumssachen abgeben muss…