Mat am Sonntag, 28. Februar 2010

Zuerst möchte ich noch einmal rekapitulieren wie der Stand war, bevor ich nach Dandong fuhr. Ich hatte dummerweise meine Kreditkarte sperren lassen, und hatte somit nurnoch Zugriff auf das Konto der Bank of China, das ich glücklicherweise für mein chinesisches Stipendium angelegt hatte. Ich hatte mir das Zugticket nach Dandong schon vor der Sperrung gekauft und so saß ich in der Wartehalle des Bahnhofs von Harbin, mit etwa 100 Euro in der Tasche und einem ungewissen Betrag auf dem chinesischen Bankkonto. In der Wartehalle traf ich einen Neuseeländer namens Tom, der in Dandong wohnt und mir seine Telefonnummer gegeben hatte, falls man mal abends weggehen möchte. Als ich dann am nächsten Morgen in Dandong ankam und den Stand meines Bankkontos abgefragt hatte, bekam ich erst einmal einen Schock: 800元 also etwa 80 Euro. Das war genau der Betrag, der die Fähre nach Südkorea kostet.

„Erst einmal eine Unterkunft finden, die am besten gar nichts kostet, und Freunde, die gerade nicht selbst reisen, fragen, ob sie mir Geld auf mein chinesisches Bankkonto einzahlen“, schwirrte in meinem Kopf umher. Maik hat mir zum Glück am Abend gleich mal Geld eingezahlt und somit meine Reise erst einmal gerettet. Ich schrieb auch Tom eine Nachricht, ob er eine Couch oder ähnliches zum Übernachten hätte und meldete mich gleichzeitig bei Couchsurfer an, das für Dandong eine Hand voll Leute anbot, die ihre Couch zur Verfügung stellen. Kurz danach meldete sich auch Tom zurück, der eine Übernachtungsmöglichkeit für mich gefunden hatte. Es war eine renovierungsbedürftige 2-Zimmer Wohnung mit Matratze und kaputtem Bettgestell. Es war in diesem Moment ein Traum, auch wenn ich nachts in Ermangelung einer Decke und einer genügend heizenden Heizung ein wenig fror.

Es meldete sich, kurz nachdem ich zu Mittag gegessen hatte, auch der eine Mensch von Couchsurfer, den ich wegen einer Unterkunft angeschrieben hatte. Er bot mir an mich ein bisschen rumzuführen und so wurde er mein Reiseleiter für die nächsten paar Tage, weil er zurzeit auch nichts besseres zutun hatte. Sein Name war Lüyou (吕游) und er ist ein ehemaliger Informatikstudent, der vor hat in Nigeria Chinesisch zu unterrichten um Geld für eine Europareise zu sparen.

Wir trafen uns am Bahnhof von Dandong, wo ein riesiger roter Mao über den Platz wacht und gingen dann erstmal zu dem Ort, wo jeder Tourist zu allererst hingeht: Zur zerstörten Brücke nach Nordkorea. Damals in einem der Koreakriege hatte China über diese Brücke die nordkoreanische Armee mit Gütern versorgt, weil sie die einzige Eisenbahnbrücke von Nordkorea in die Ausenwelt war. Daher wurde sie von Amerika bombadiert und zerstört. China restaurierte sie zur Hälfte und machte ein Denkmal für die unendliche Freundschaft zweier kommunistischer Staaten daraus. Es wurde auch eine neue Eisenbahnbrücke etwa 50 Meter daneben errichtet, auf der 3 Mal in der Woche ein Zug von Beijing nach Pyongyang fährt. Das Tor in eine andere Welt.

Der Platz vor dem Bahnhof Hier sagen sich Fuchs und Mao noch guten Tag Lüyou, mein Guide durch Dandong Denkmal eines Krieges Vereint gegen die Amis
Der zerstörte Teil der Brücke Landesgrenze Mal anders Auch in Nordkorea kennt man Spaß ohne Worte
Grenzwache                                                                                              ein Denkmal
Nicht nur Agrarwirtschaft in Nordkorea Ich war da Foto      

Am nächsten Tag fuhr ich dann mit Lüyou und einem japanischen Freund, namens Yuki, zum Tigerberg 虎山 um einen restaurierten Teil der chinesischen „Großen Mauer“ zu sehen, der nicht so von Toursiten überlaufen war, wie der Teil bei Beijing. Zudem gibt es hier noch eine Besonderheit: der Berg liegt direkt an der nordkoreanischen Grenze und bietet bei freier Sicht einen tiefen Blick ins Land und am Fuße des Berges hat man die Möglichkeit nordkoreanisches Festland zu betreten, wenn man den Fluss überquert. Leider war die Sicht an diesem Tag sehr dunstig, dafür war aber der Fluss fest zugefroren. Doch zuerst ein paar Bilder von der Mauer und dem Mauermuseum:

Vor der Großen Mauer mit Yuki Der Tigerberg                                                               Yuki und Lüyou
Die Treppe war etwas vertikal                                                                                              Da sind wir hergekommen
                               unendliche Weiten des Kommunismus Lüyou und Ich Arbeiter oder Schauspieler? Eine Höllenabfahrt
Yuki und Lüyou Please hold the Handrail! ein Fotograf mit Elan                                Hände geklaut
Capture the Flag

Nachdem wir uns das Mauermuseum angeschaut hatten, was ziemlich unspektakulär war, begaben wir uns auf einen Wanderpfad um den Tigerberg herum. Von einem Geländer unterstützt musste man richtige Kletterpartien an dem Felsen ausführen bis man zu einer Treppe kam, die vom Berg herunter an das Flussufer des Flusses bzw. Baches, der China von Nordkorea trennte, führte. Auf beiden Ufern des Flusses wurde das jeweilige Land mit einem Stacheldrahtzaun geschützt. Doch auf chinesischer Seite gab es genau an dieser Treppe eine Tür im Zaun, und so kann jeder gewitzte Reisende kurz mal schnell aus China ausreisen, den gefrorenen Fluss überqueren und sich auf nordkoreanischem Territorium, aber noch vor dem schützenden Zaun, fotografieren lassen um zu beweisen wie wagemutig er ohne Pass und Visum in Nordkorea war. Doch die Grenzsoldaten, die die am Berg entlang kletternden schon lange im Vorraus sehen kann, muss dann zu dieser Stelle schlendern und mit einer routinierten wenig überzeugten Bissigkeit, die Wagemutigen verscheuchen. Man soll sein Glück ja nicht herausfordern und so gingen wir zurück auf chinesisches Territorium und ich machte von dort aus ein Foto des Soldaten. Danach setzten wir den Rundgang um den Berg fort und waren wieder dort, wo wir die große Mauer zuerst bestiegen hatten.

Tour um den Berg                                Nordkorea
unser Grenzübergang Soldaten Kletteraction Ertappt: Japaner übertritt illegalerweise die nordkoreanische Grenze
Lüyou, Yuki und Ich in Nordkorea zurück auf sicherem Boden
Soldatenkabuff        

Am nächsten Tag zeigten mir Lüyou und ein Freund von ihm 2 der Dandonger Parks. Der erste war der Park um den Fernsehturm, der aussieht wie die halbe Version vom Shanghaier Fernsehturm. Nachts ist er auch so ähnlich erleuchtet … leider hab ich kein Bild davon machen können. Lüyou erzählte auch, dass Nordkorea sich über den Turm beschwert hat, weil er die nordkoreanischen Funksignale überstrahlt. Am Fuße des Berges, auf dem der Turm steht, war noch ein Nonnenkloster. Das war das erste Kloster, das mich wirklich an ein Kloster und nicht an eine Touristenfalle erinnert hat.

Der andere Park hatte auch einen kleinen Tiergarten, obwohl mir die Tiere da eher Leid taten. Kleine Käfige und dreckig. Zu bemerken sei auch, dass in Dandong die Parks, im Gegensatz zu allen anderen Orten in China, an denen ich schon war, nichts kosten. Auf der Spitze des Parks war dann noch die Pagode, auf die man steigen konnte und einen schönen Blick über Dandong hatte.

Fernsehturm Dandong Frauenkloster
                                                                                             Blick vom Fernsehturm auf Park 2 Dandongcity ... eine Augenweide
das Brachland ist Mordor Lüyou und sein Kumpel, wie auch immer er hieß Bananenlimo
                               Park 2 Blick auf den Fernsehturm Bahnhof Dandong (VR) und Sinŭiju (DPRK) Ein bisschen stürmisch da oben
                               Lüyous Mutter macht Essen      

Doch später am Abend aß ich noch mit Tom und der kleinen Dandonger Ausländerclique Barbecue. Man bestellte Spieße verschiedener Sorten (Schwein (猪肉), Rind(牛肉), Hühnchen(鸡肉), Tofu(豆腐), Baozi(包子), Pilze(蘑菇), …) und steckte diese in den Aussparung im Tisch, in der mehrere Säulen mit glühenden Kohlen waren. Die Spieße drehte der Tisch automatisch (soviel Luxus muss sein). Zudem gab es noch Schalen auf der Kohle, auf denen man das Gebratene warm halten und zB Muscheln grillen konnte.

Selfmade BBQ Man kann alle Ausländer Dandongs an einem Tisch versammeln rechts die Frau, der das Zimmer gehörte, links Tom, der mir das Zimmer vermittelt hat

Am nächsten Tag reparierte ich mit Tom noch notdürftig das Bett und machte mich Mittags auf den Weg zur Fähre nach Südkorea. Obwohl der Hafen zu Dandong gehört, liegt er in einer anderen Stadt, namens Donggang (东港), etwa eine Stunde per Bus gen Süden. Am Busbahnhof in Donggang angekommen musste ich noch ein Taxi zum Fährhafen nehmen, wo der Taxifahrer mit mir einen viel zu hohen festen Preis aushandeln wollte. Doch so leicht lasse ich mich nicht beluren und ich machten den Taxameter an. In der Wartehalle war ich erstaunt, wieviel die Chinesen oder Koreaner da mitschleppen. Das ist ja bei Zugfahrten auch schon krass, aber das hat mich echt überrascht:

Beim CheckIn am Fährhafen Hafen von Dandong in Donggang                                Nordkorea Auf Wiedersehen China

Mat am Freitag, 26. Februar 2010

Es folgen nun die Bilder von den diversen Eis‑ und Schneeparks, die Eintritt gekostet haben und die Bilder vom Tiger-Wildpark. Ich habe nicht alle selbst geschossen, daher danke auch an Steffi, Robert, Robert und Caroline für die Bilder. Viel Spaß:

Zuerst kommen die Bilder vom Heilongjiang-Tiger-Wildpark: 黑龙江东北虎林园 (Heilongjiang Dongbeihu Linyuan). Anwesend die 3 Deutschen (Robert ⅹ 2 und Steffi) und die Belgierin Caroline, sowie der Australier Jed und 2 Mädels aus Groß-Britannien und der Weg dorthin, sowie die Bilder vom Koreaner, wo es Hundefleisch-Eintopf gab.

     

Diese Bilder sind von der Sunny-Island und dem Schneeskulpturenpark, der direkt gegenüber der Hauptattraktion von Harbin, der „großen Eiswelt“ gelegen ist. Ich war dort mit den 3 Deutschen aus Jena, bzw. Wuhan, Caroline der Belgierin aus Lewen und Jed, dem Australier. Die Britinnen haben sich abgeseilt:

   

Nun die Bilder von der 冰雪大世界 (Bingxue Dashijie), der großen Eiswelt (gefroren Schnee groß Welt). Anwesend wieder Steffi, Caroline Robert x2, Ich und ein Kanadier. Anzumerken sei, dass die Gebäude wirklich riesig waren, wenn man den Maßstab auf den Bildern nicht sein kann. Als ich auf meiner Reise etwa 3 Wochen später in Guilin war, sagte mir jemand, dass sich hier wohl Steine gelöst hätten und jemand erschlagen haben, kurz nachdem ich dort war. Trotz des Unfalles kann ich den Park dennoch sehr empfehlen.

                                      

Zuletzt noch die gesammelten Werke, als ich mit Steffi & Co die Stadt unsicher gemacht hab.

                                      

Mat am Donnerstag, 25. Februar 2010

So nun bin ich wieder ins schöne Nanjing zurückgekehrt. Als ich etwas müde aus der U-bahn stieg, wehte mir der staubige Duft der Stadt in die Nase. Das ist Nanjing, hier riecht es nicht so wie in Harbin oder Guilin, dachte ich mir. In meinem Wohnheimszimmer angekommen sehnte ich mich nach einer Dusche und einem Gang zur Toilette. Dort wurde mir gewahr, dass ich die ganzen 4 Wochen das Badezimmerfenster offen gelassen habe. Und als ich dann die Klobrille putzte war das Toilettenpapier ganz schwarz. Beim duschen sah man, wie das Wasser einen Staub und Dreckfilm vor sich weg schob und sich mit diesem langsam vermischte. Nanjing hat ganz schön viel Dreck in der Luft. Man sagt ja, ein Tag Beijinger Luft ist wie eine Schachtel Zigaretten. Hier ist das wohl so ähnlich.

Edit: Die Harbin-Bilder sind nun bei den passenden Beiträgen

Mat am Mittwoch, 3. Februar 2010

Ich sitze gerade in Seoul in einem sehr gemuetlichen Hostel und dachte mir, ich schreibe mal wieder etwas.

3. Tag in Harbin: Es ist erstaunlich warm. Die beiden Australier haben sich entschlossen heute die Sachen anzuschauen, die ich am ersten Tag schon gesehen hatte, also bin ich alleine umher gezogen. Ich wollte die ominoeso Gogol-street finden. Ich bin mir nicht sicher ob ich sie gefunden habe, dafuer habe ich eine echt schoene Uferpromenade eines Kanals gefunden, der durch Harbin hindurchfliesst. Ich ging durch einen Park, der im Sommer wohl so etwas wie ein Freizeitpark fuer kleine Kinder ist. Obwohl im Winter alles zu hatte, musste ich dennoch Eintritt (2 Yuan) zahlen. Dieser lag an besagtem Kanal, der auch zugefroren war. Man konnte also einfach ueber den Kanal gehen und in den Park „einbrechen“.

Als ich den Kanal so entlang schritt, fand ich eine Eisplatte vor, auf der man Schlittschuhlaufen konnte. Beobachtet von vielen neugierigen Augen, was fuer ein Auslaender sich denn hierhin verlaeuft, schoss ich ein paar Fotos, als eine Horde neugieriger Kinder auf mich zukam. Sie fragten mich wo ich herkaeme und wie ich hiesse und fragten mich, ob ich denn schon einmal Schlittschuhgelaufen waere. Bejahend ueberredeten sie mich doch auch welche auszuleihen und ein bisschen zu laufen. Die Leihgebuehr betrug 10 Yuan, was ich fuer angemessen hielt und fing an zu laufen, zumindest versuchte ich es. Die meiste Zeit jedoch war ich damit beschaftigt mich mit den Kindern in chinesisch und englisch zu unterhalten: Was man in Deutschland und China so isst, was meine Lieblingsfarbe ist, usw. Das war sehr unterhaltsam und hat wirklich Spass gemacht.

Spaeter kamen noch ein paar andere Auslaender auf das Eis. Ich habe sie schonmal am Abend vorher gesehen, als ich mit den Jed und Nick den australischen Nationalfeiertag in einer USA-Bar gefeiert habe. Es stellte sich heraus, dass die Menschen in den russischen Winteranzuegen alles Englischlehrer aus Tianjin, Guangzhou oder Shanghai waren, die fuer das britische Konsulat arbeiten. Ich haengte mich an sie dran und wir spielten in meinem Hostel noch etwas Gitarre und sangen dazu. Spaet am Abend kam noch eine Belgierin (Caroline) dazu, die auf ihre deutschen Reisegefahrten aus Wuhan wartete. Wir fanden heraus, dass sie an der selben Universitaet studiert wie die anderen Belgierinnen aus Nanjing ist, die ich kenne (aber nicht sonderlich leiden kann).

                                                                 

Wir machten aus, dass wir am naechsten Tag zusammen den Tigerpark und den Eispark anschauen. Und so begann der 4. Tag in Harbin, nur mit dem Problem, dass ich meinen Geldbeutel nicht finden konnte. Ich liess sofort meine Kreditkarte sperren, weil man das halt so macht. Und so kam es wie es kommen sollte: Nach langem hin und her und erfolglosem Gelderfragen bei der Bank of China, fand ich meinen Geldbeutel dort, wo wir am Abend vorher sassen und Musik gespielt haben, unter nem Stuhl neben der Heizung. Da haette ich auch als allererstes schauen koennen! Mit der gesperrten Kreditkarte war auch meine Geldquelle mit einem Male futsch. Zu diesem Zeitpunkt wusste ich aber noch nicht, dass man Kreditkarten nicht entsperren kann und war bisher ganz gluecklich und unbeschwert.

So fuhren wir (das waren Jed, einer der Australier, der noch nicht abgereist war, Caroline, die Belgierin, die 3 deutschen Pharmazeuten aus Jena, Steffi, Robert und Robert, und 2 zufaellig zugestossene Maedels aus England) in den Tigerpark, der seine 65 Yuan echt Wert war. Man faehrt zuerst mit einem Kleinbus durch die Wildgehege, direkt an den Tigern vorbei, die sich von den Autos schon lang nicht mehr stoeren liessen. Diese pinkelten die Busse hoechstens an, so dass man obacht geben musste, dass m,an ja rechtzeitig das Fenster schliesst. Ein Ranger kam dann in den Bus und sammelte Geld ein um eine Live-Fuetterung vorzufuehren. Mit einem Haenchen auf dem Dach fuhr das Rangerauto in das Gehege und wurde mit einem Sprung sofort von einem Tiger erklommmen. Mit dem Tiger auf dem Dach, der das Haehnchen verzehrte, fuhr der Wagen eine Runde und kam zum stehen. Der Tierhueter oeffnete nur einen Spalt seine Tuer und warf immer wieder einen Fleischbrocken heraus, um de sich die anderen Tiger pruegelten.

Nach der Safari kann man noch etwas in einer Art Tierpark herumlaufen, und exotische Tiere wie den Liger oder weisse Tiger betrachten.

Nach dem Park besuchten wir die Sun Island auf der die Schneestatuen-austellung war. Der Eintritt kostet unermaessigt 150 Yuan, was schon recht happig ist. Ermaessigt als Student waeren das 75 Yuan. Man kann zur Not auch nen Fuehrerschein als Studentenausweis missbrauchen, so wie es die eine Englaenderin auf unser Anraten hin getan hat. Die Schneestatuen waren ziemlich beeindruckend, nur spuerte man auch hier, dass was Harbin schon die ganze Zeit umwehte. Vor allen Dingen als Auslaender wird man hier ausgenommen wie es geht. In einem Iglucafe wollte wir einen Kaffe geniessen, der 20 Yuan kosten sollte. Kein ungewoehnlicher Preis fuer Kaffee in China. Was wir aber bekamen waren waessrige Pulverkaffeemischungen, deren Einkaufswert wohl nicht 2 Yuan uebersteigen. Das war schon ganz schoen unverschaemt.

Als wir dann damit fertig waren fuhren wir zurueck in die Stadt, weil wir den ganzen Tag noch nichts richtiges gegessen haben. Wir fanden auch ein Restaurant mit angemessenem Preis und leckeren Gerichten, doch war es danach leider zu spaet um noch zum Eispark zu gehen, sodass wir das auf den naechstn Tag verschoben, was fuer mich etwas unpraktisch war, weil mein Zug nach Dandong auch an diesem Tag gehen sollte.

Mein letzter Tag in Harbin begann schleppend und lief den ganze Tag schleppend. Ich war wieder mit den Deutschen unterwegs und ein Kanadier begleitete uns noch. Zuerst fuhren wir zum Bahnhof, weil die anderen Zugtickets kaufen wollte, wobei sie zuerst die falschen kauften, die zurueckgeben mussten und sich fuer die anderen nicht sofort entschieden. Dann besuchten wir die Kirche, wobei ich draussen blieb, weil ich sie schon einmal gesehen habe und besuchten eine Synagoge. Dabei liessen sich alle soviel Zeit, wobei ich ja keine hatte. Unser Plan war es danach mit der Seilbahn zur Sun-Island zu fahren und von dort aus zum Eispark zu gehen. Wir kamen leider 10 Minuten zu spaet und die Seilbahn hat gerade geschlossen. Also versuchten wir zum Eisark zu kommen ohne ein Taxi zu verwenden, was von der Harbinner Innenstadt gar nicht so leicht is, weil nur ein Spezialbus dahin faehrt und der nur in grossen Zeitabstaenden. Schluss‑ und letztendlich kamen wir dann dort an, wobei ich mich von den anderen etwas abspaltete und alleine alles anschaute, bevor ich mich mit ihnen wieder traf und ein Abschiedsfoto schoss, um dann den Bus zum Hauptbahnhof zu nehmen.