Für den folgenden Tag hat mir Laowei vorgeschlagen ich solle doch nen Tagesausflug nach Yangshuo machen. Standardmäßig fährt man da mit dem Schiff einmal den Li-Fluss nach Yangshuo und zurück. Dort gibt es dann einige Tempel und Tropfsteinhöhlen zu sehen.
Und so machte ich den Trip mit und wurde am Morgen mit nem Bus vom Hotel abgeholt. Wir sind nicht lange gefahren, als wir schon an der ersten Station ankamen. Ein großer Souvenirladen mitten in der Pampa. Wir waren nicht der einzige Reisebus der hier halt machte und es zeichnete sich schon ab, was das Motto dieser Fahrt werden würde: Souvenirs gefällig?
Nach einer halben Stunde warten und verschwendeter Zeit ging es dann auch weiter. Wir fuhren zu einem Tempel und auf der Fahrt fiel mir einer der mitreisenden Chinesen besonders dadurch auf die Nerven, dass er ständig auf eine prollige Art und Weise durch den Bus brüllte und (auch wenn ich ihn nicht verstanden habe) anscheinend alles besser wusste als sein Begleiter. Ich werde ihn von nun an „Herr Proll“ nennen.
Herrn Proll hat dann im besagten buddhistischen Tempel auf ganz souveräne Weise die größten Räucherstäbchen zum Beten gekauft um auf recht dillentatische Art und Weise zu beten. Abgesehen von seiner spektakulären Show war der Tempel eher uninteressant. So ging ich dann auch gleich wieder raus, wo eine Reihe Straßenhändler schon auf die nächste Beute warteten. So wie Spinnen unter der Straßenlaterne am dicksten werden, versprechen sich auch diese den meisten Profit an den Bussen von Touristen, die jeden Tag zuhauf hierher gekarrt werden, um sich zu langweilen oder die größten Räucherstäbchen zu markieren. An mir haben sie nichts verdient und wie ich dann so warte, bis auch die anderen den Tempel verlassen haben, betrachtete ich mir den Affendresseur, mit dessen Affen man schöne Erinnerungsfotos schießen konnte. Nur die Dressurmethoden waren mir etwas zuwider. Er hatte vier Affen, 2 davon im Zirkusoutfit gekleidet mit lustigem Stöckchen und Hütchen. Die anderen beiden waren angekettet und nackt, wobei sie auf den Zehenspitzen stehen mussten um sich nicht selbst zu erhängen. Hin und wieder vernahm man von ihnen ein klägliches Jaulen. Prost Mahlzeit.
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Als dann alle beisammen waren ging es weiter um einen Banyan-Baum zu besichtigen. Man sagt, dass diese Art Baum ein ganzer Wald werden könne. Am Eingang wurde man auch schon von Fotografen empfangen, die einen gegen einen Unkostenbeitrag vor allen Sachen, die man möchte, fotografieren und die Fotos danach ausdrucken und mitgeben. Das ist hier ziemich normal. Und so stürzte sich Herr Proll sofort auf den ersten Fotografen, der ihn dann in erhabener Pose vor dem Banyanbaum, hinter dem Banyanbaum, neben dem Banyanbaum, usw fotografierte. Ich habe es vorgezogen die Bilder lieber selbst zu machen.
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In der Nähe des Banyanbaums besuchten wir dann eine Tropfsteinhöhle. Dort gab es auch mehrere Stellen an denen man sich fotografieren konnte. Die Frage, wer als erster darauf losstürmte, wenn sich die Gelegenheit bot, muss ich nicht beantworten. Stellenweise war die Höhle echt klasse, manchmal musste man aber auch am guten Beleuchtungsgeschmack zweifeln.
Am Ausgang der Höhle konnte man dann noch im großen Maßstab Geschirrspültücher kaufen. es liegt ja auch auf der Hand sowas in einer Tropfsteinhöhle zu verkaufen.
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Nach dem Essen ging es dann endlich zur Bootsfahrt. Beim Essen habe ich mich mit einer Familie aus Guangzhou angefreundet, mit der ich am Schiff dann an einem Tisch saß. Es war sehr entspannt und relaxed. Für die Fotos muss man einfach nur warten bis die Chinesen alle fertig fotografiert haben. Denn alle wollen gleich zu Anfang die Fotos schießen und stehen dafür auch an, auch wenn genug Zeit bleibt später Fotos zu machen. Besser für mich!
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Donnerstag, 15. April 2010 um 15:31 |
hallo freu mich schon auf china, bin ja gespannt – tolle berge, einfach super gruß family