Ich sitze gerade in Seoul in einem sehr gemuetlichen Hostel und dachte mir, ich schreibe mal wieder etwas.
3. Tag in Harbin: Es ist erstaunlich warm. Die beiden Australier haben sich entschlossen heute die Sachen anzuschauen, die ich am ersten Tag schon gesehen hatte, also bin ich alleine umher gezogen. Ich wollte die ominoeso Gogol-srteet finden. Ich bin mir nicht sicher ob ich sie gefunden habe, dafuer habe ich eine echt schoene Uferpromeade eines Kanals gefunden, der durch Harbin hindurchfliesst. Ich ging durch einen Park, der im Sommer wohl so etwas wie ein Freizeitpark fuer kleine Kinder ist. Obwohl im Winter alles zu hatte, musste ich dennoch Eintritt (2 Yuan) zahlen. Dieser lag an besagtem Kanal, der auch zugefroren war. Man konnte also einfach ueber den Kanal gehen und in den Park „einbrechen“.
Als ich den Kanal so entlang schritt, fand ich eine Eisplatte vor, auf derman Schlittschuhlaufen konnte. Beobachtet von vielen neugierigen Augen, was fuer ein Auslaender sich denn hierhin verlaeuft, schoss ich ein paar Fotos, als eine Horde neugieriger Kinder auf mich zukam. Sie fragten mich wo ich herkaeme und wie ich hiesse und fragten mich, ob ich denn schon einmal Schlittschuhgelaufen waere. Bejahend ueberredeten sie mich doch auch welche auszuleiehn und ein bisschen zu laufen. Die Leihgebuehr betrug 10 Yuan, was ich fuer angemessen hielt und fing an zu laufen, zumindest versuchte ich es. Die meiste Zeit jedoch war ich damit beschaftigt mich mit den Kindern in chinesisch und englisch zu unterhalten: Was man in Deutschland und China so isst, was meine Lieblingsfarbe ist, usw. Das war sehr unterhaltsam und hat wirklich Spass gemacht.
Spaeter kamen noch ein paar andere Auslaender auf das Eis. Ich habe sie schonmal am Abend vorher gesehen, als ich mit den Jed und Nick den australischen Nationalfeiertag in einer USA-Bar gefeiert habe. Es stellte sich heraus, dass die Menschen in den russischen Winteranzuegen alles Englischlehrer aus Tianjin, Guangzhou oder Shanghai waren, die fuer das britische Konsulat Konsulat arbeiten. Ich haengte mich an sie dran und wir spielten in meinem Hostel noch etwas Gitarre und sangen dazu. Spaet am Abend kam noch eine Belgierin (Caroline) dazu, die auf ihre deutschen Reisegefahrten aus Wuhan wartete. Wir fanden heraus, dass sie an der selben Universitae wie Jolien studiert und sogar Kommilitonin von den anderen Belgierinnen aus Nanjing ist, die ich auch kenne (aber nicht sonderlich leiden kann).
Wir machten aus, dass wir am naechsten Tag zusammen den Tigerpark und den Eispark anschauen. Und so begann der 4. Tag in Harbi, nur mit dem Problem, dass ich meinen Geldbeutel nicht finden konnte. Ich liess sofort meine Kreditkarte sperren, weil man das halt so macht. Und so kam es wie es kommen sollte: Nach langem hin und her und erfolglosem Gelderfragen bei der Bank of China, fand ich meinen Geldbeutel dort, wo wir am Abend vorher sassen und Musik gespielt haben, unter nem Stuhl neben der Heizung. Da haette ich auch als allererstes schauen koennen! Mit der gesperrten Kreditkarte war auch meine Geldquelle mit einem Male futsch. Zu diesem Zeitpunkt wusste ich aber noch nicht, dass man Kreditkarten nicht entsperren kann und war bisher ganz gluecklich und unbeschwert.
So fuhren wir (das waren Jed, einer der Australier, der noch nicht abgereist war, Caroline, die Belgierin, die 3 deutschen Pharmazeuten aus Jena, Steffi, Robert und Robert, und 2 zufaellig zugestossene Maedels aus England) in den Tigrpark, der seine 65 Yuan echt Wert war. Man faehrt zuerst mit einem Kleinbus durch die Wildgehege, direkt an den Tigern vorbei, die sich von den Autos schon lang nicht mehr stoeren liessen. Diese pinkelten die Busse hoechstens an, so dass man obacht geben musste, dass m,an ja rechtzeitig das Fenster schliesst. Ein Ranger kam dann in den Bus und sammelte Geld ein um eine Live-Fuetterung vorzufuehren. Mit einem Haenchen auf dem Dach fuhr das Rangerauto in das Gehege und wurde mit einem Sprung sofort von einem Tiger erklommmen. Mit dem Tiger auf dem Dach, der das Haehnchen verzehrte, fuhr der Wagen eine Runde und kam zum stehen. Der Tierhueter oeffnete nur einen Spalt seine Tuer und warf immer wieder einen Fleischbrocken heraus, um de sich die anderen Tiger pruegelten.
Nach der Safari kann man noch etwas in einer Art Tierpark herumlaufen, und exotische Tiere wie den Liger oder weisse Tiger betrachten.
Nach dem Park besuchten wir die Sun Island auf der die Schneestatuen-austellung war. Der Eintritt kostet unermaessigt 150 Yuan, was schon recht happig ist. Ermaessigt als Student waeren das 75 Yuan. Man kann zur Not auch nen Fuehrerschein als Studentenausweis missbrauchen, so wie es die eine Englaenderin auf unser Anraten hin getan hat. Die Schneestatuen waren ziemlich beeindruckend, nur spuerte man auch hier, dass was Harbin schon die ganze Zeit umwehte. Vor allen Dingen als Auslaender wird man hier ausgenommen wie es geht. In einem Iglucafe wollte wir einen Kaffe geniessen, der 20 Yuan kosten sollte. Kein ungewoehnlicher Preis fuer Kaffee in China. Was wir aber bekamen waren waessrige Pulverkaffeemischungen, deren Einkaufswert wohl nicht 2 Yuan uebersteigen. Das war schon ganz schoen unverschaemt.
Als wir dann damit fertig waren fuhren wir zurueck in die Stadt, weil wir den ganzen Tag noch nichts richtiges gegessen haben. Wir fanden auch ein Restaurant mit angemessenem Preis und leckeren Gerichten, doch war es danach leider zu spaet um noch zum Eispark zu gehen, sodass wir das auf den naechstn Tag verschoben, was fuer mich etwas unpraktisch war, weil mein Zug nach Dandong auch an diesem Tag gehen sollte.
Mein letzter Tag in Harbin begann schleppend und lief den ganze Tag schleppend. Ich war wieder mit den Deutschen unterwegs und ein Kanadier begleitete uns noch. Zuerst fuhren wir zum Bahnhof, weil die anderen Zugtickets kaufen wollte, wobei sie zuerst die falschen kauften, die zurueckgeben mussten und sich fuer die anderen nicht sofort entschieden. Dann besuchten wir die Kirche, wobei ich draussen blieb, weil ich sie schon einmal gesehen habe und besuchten eine Synagoge. Dabei liessen sich alle soviel Zeit, wobei ich ja keine hatte. Unser Plan war es danach mit der Seilbahn zur Sun-Island zu fahren und von dort aus zum Eispark zu gehen. Wir kamen leider 10 Minuten zu spaet und die Seilbahn hat gerade geschlossen. Also versuchten wir zum Eisark zu kommen ohne ein Taxi zu verwenden, was von der Harbinner Innenstadt gar nicht so leicht is, weil nur ein Spezialbus dahin faehrt und der nur in grossen Zeitabstaenden. Schluss‑ und letztendlich kamen wir dann dort an, wobei ich mich von den anderen etwas abspaltete und alleine alles anschaute, bevor ich mich mit ihnen wieder traf und ein Abschiedsfoto schoss, um dann den Bus zum Hauptbahnhof zu nehmen.






Mittwoch, 3. Februar 2010 um 06:13 |
Reisende Belgierinnen namens Caroline gibts wohl auch ueberall auf der Welt
Mittwoch, 3. Februar 2010 um 06:52 |
hallo matthias, herzlichen glückwunsch, du bist seit montag onkel –1–2–2010‑ und wir wissen mittlerweile dass deine schwester seit ende januar verheiratet ist. herzliche grüße aus einem tief verschneiten odenwald. ps reise ist für ende juni geplant. herzliche grüße ma.pa.de
Mittwoch, 3. Februar 2010 um 06:53 |
Kann es sein, dass du im letzten Abschnit meinst „Mein letzter Tag in Harbin…“ und nicht Dandong? Ich bin verwirrt. oO
Mittwoch, 3. Februar 2010 um 10:48 |
@Family: Zum Glueck erfaehrt man ja auch alles ausfuehrlich und zeitnah und jede e-Mail die man schreibt wird auch beantwortet
@stk: Ich habe bisher nur reisende Franzesinnen namens Caroline kennen gelernt
@Ace: Richtig wird korrigiert
Donnerstag, 4. Februar 2010 um 11:19 |
und wie kommst du jetzt wieder an geld? :S
Samstag, 13. Februar 2010 um 19:13 |
Hey Mat,
cool dass du Zeit zum schreiben findest während dem rumreisen
Irgendwie sind Eis‑ und Schneestatuen echt in in China hab ich so das Gefühl *g*
Hast du ein Foto von dem Liger, sind die echt so riesig?
lg, Juliane
Montag, 15. Februar 2010 um 03:26 |
Frohes Neues
Mittwoch, 17. Februar 2010 um 10:27 |
Danke! Xin nian kuaile
Bin gerade in Hongkong. Naja der Liger war eher klein, also vermute ich, dass es vielleicht ein Toewe war, ka
Und ich habe mich in die Schuld vieler Freunde gestuerzt, wenn ich wieder in China Mainland bin, muss ich die Bank nochmal anrufen wegen der Karte