Raimar am Samstag, 28. Februar 2009

Erstmal muss ich mich entschuldigen, hier kommt noch ein Artikel mit Deutschland-Bezug. Aber die zimtsternöse hat mich auf die Umbennenung der BAs in einen Teil einer Dualen-Hochschule aufmerksam gemacht, deswegen musste ich mir das mal genauer anschauen. Gute Quelle ist das Gesetzblatt und die neue Webseite. Das Ganze hat auch einen Gewissen USA Bezug, wie sich zeigen wird!

Die Duale Hochschule Baden-Württemberg mit Sitz in Stuttgart fungiert in Anlehnung an das US-amerikanische State University System als eine Art „Holding-Gesellschaft“ aller bisherigen Berufsakademie-Standorte des Landes.

Quelle: dhbw.de

Jetzt muss man erstmal etwas über diese Konstruktion wissen, und inbesondere über die Stellung zu anderen staatlichen Hochschulen. Sowohl Connecticut als auch Kalifornien sind hier gute Beispiele und das obwohl beide Staaten sich, außer dass sie zu den USA gehören, nicht besonders ähneln. In Connecticut gibt es das Connecticut State University System bestehend aus vier Universitäten die über den Staat verteilt sind. Neben dieser Konstruktion gibt es die University of Connecticut mit Standorten ebenfalls im ganzen Staat. Diese University of Connecticut Teilcampuse (Mehrzahl von Campus?!) sind die Flagship Universities des Staates und damit die „besseren“ Universitäten. Will heißen teurer, angesehener, wesentlich höher in den Rankings … Das heißt, wir haben zwei Systeme — ein Besseres für eher Forschungsorientierte Bildung und eins für die Breitenausbildung. Genau das Gleiche gibt es in Kalifornien mit dem CalState System und dem Univ. of California System, hier mit dem selben Eigenschaften.

Okay, soviel zu den Parallelen, sowas möchten man bei uns einrichten. Wie wird das aber genau aussehen? Dazu muss man das Gesetzblatt bemühen und dort heißt es:

(2) Die Studienakademien nach § 76 Abs. 5 Satz 1 des Landeshochschulgesetzes (LHG) in der vor Inkrafttreten des Artikels 2 geltenden Fassung werden mit Errichtung der Dualen Hochschule rechtlich unselbstständige Unter-einheiten dieser Hochschule. Die Berufsakademien nach dem Zweiten Kapitel des Landeshochschulgesetzes in der vor Inkrafttreten des Artikels 2 geltenden Fassung erlöschen mit Errichtung der Dualen Hochschule.

Quelle: DH-ErrichtG

Das wichtige Wort ist hier „Hochschule“, will heißen wir haben damit eine neue Hochschule im Sinne des LHG im Land die selbst als Untereinheiten die ehemaligen BA’s hat. Man wollte wohl die BA’s nicht pauschal zu Hochschulen umfirmieren.

In jedem Fall möchte man die BA von Ihrer bisherigen Sonderrolle befreien und sie in das bestehende FH/Uni System eingliedern. Will heißen dass die Absolventen auch an FHs/Unis Master Studiengänge besuchen können, was durch die jetzt von einer Hochschule verliehenen Titeln durchaus einfacher werden sollte. Auch die BAs wollen wohl in Richtung Master Studiengänge gehen:

Kann ich an der Dualen Hochschule auch einen Masterabschluss erwerben?

Derzeit ist dies noch nicht möglich. In den kommenden Jahren wird die Duale Hochschule aber auch Master-Studiengänge anbieten. Bis dahin können Absolventen problemlos ein weiterführendes Studium an einer anderen Hochschule aufnehmen. Für das anschließende Master-Studium bieten sich die vielzähligen Kooperationen an, die die einzelnen Standorte bereits seit längerem unterhalten.

Quelle: dhbw.de

Hier auch wieder ein Schritt weiter in Richtung FH um die BA aus ihrer bisherigen Sonderstellung rauszuholen. Und eine letzte interessante Änderung, bisher war die BA immer eine Abi-only Geschichte. Leute mit FH-Reife konnten nicht angenommen werden. Dies ist jetzt auch geändert:

Die Duale Hochschule kann auch Bewerber mit Fachhochschulreife zulassen, wenn diese ihre Eignung für den Studiengang, zu dem sie die Zulassung anstreben, nachgewiesen haben; die Duale Hochschule regelt durch Satzung Voraussetzungen und Verfahren zur Feststellung der studienbezogenen Eignung.

Quelle: DH-ErrichtG

Und eins noch: Der Vorsitzender des Gründungsvorstandes der Dualen Hochschule Baden-Württemberg Hans Wolff war von 1995 bis 2003 Rektor der Universität Ulm (Quelle).

Bleibt nur die Frage wie das die Bildungslandschaft verändert, die Abschlüsse werden immer ähnlicher und das trotz signifikant unterschiedlichen Studieninhalten. Zum Glück bin ich in einem Uni Diplomstudiengang bei dem sofort sieht woher er kommt. :-)

Oli am Samstag, 28. Februar 2009

Als mein Wecker mich gestern morgen um 5:56 Uhr aus dem Schlaf rüttelte, war ich kurz davor, ihn einfach gewohnterweise zu ignorieren, als mir plötzlich einfiel, dass der Lärm  ja einen Grund haben könnte. Dem war auch so, denn um 7AM trafen Thomas, Steve und ich uns an der Tramstation und machten uns auf den weiten Weg nach Torquay,VIC.


Größere Kartenansicht

Untergekommen sind wir in einem Surferhostel und konnten gegen 1PM mit geliehenen Boards und Wetsuits das erste Mal das Wasser begehen. Wider Erwartungen ging das Surfen vergleichsweise gut und wir sahen uns alle direkt am ersten Tag sehr häufig auf dem Board stehen. Das Wetter war hauptsächlich sonnig und warm. Nach 2 Surfgängen waren wir allerdings so fertig, dass wir uns die ganze Zeit versprochen und verhört haben, was zu unvergesslichen Situationen führte. Als beispielsweise die Hausbesitzerin uns nach dem Dinner fragte, ob wir eine „mozzy lamp“ haben wollten, was australisch ist für „Mosquitolampe“, verstand Tim „ozzy lamb“, was eben ein australisches Lamm gewesen wäre. Hocherfreut ging er mit seinem Teller daraufhin in die Küche, während wir versucht haben zu verstehen, warum er einfach weg geht :D. Auf jeden Fall hatten wir einige großartige Momente und gingen dann nach einigen gemeinsamen Bieren ins Bett.

Als wir am nächsten morgen um 8.30AM aufstanden, waren besonders Thomas und Steve so fertig, dass sie nicht mehr vor hatten, surfen zu gehen. Tim und ich entschieden aber, die beiden einfach mitzuschleifen, weshalb sie letztendlich dann eben doch im Wasser landeten. 1PM war Thomas dann aber so kaputt, dass er lieber den Rückweg beginnen wollte, was wir nach einem leckeren Mittagessen am Torquay Beach auch machten. An sich war der Plan gewesen, uns zwischendurch noch Geelong anzuschauen, was wir dann aber verwarfen, weswegen wir letztendlich um 7 wieder in unserem trauten Heim ankamen.

Müde und erschöpft sitze ich nun noch vor meinem Notebook und erledige noch ein paar Kleinigkeiten, bevor ich dann letztendlich in meinem Bett verschwinden werde.

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Ferdinand am Samstag, 28. Februar 2009

Ich war schon ewig (den letzten Besuchern – also Weihnachten) nicht mehr im Stadtzentrum von Guadalajara. Gerade habe ich ein Semi‑profesionelles Video. Und trotz der verwackelten Bilder kommt die Stimmung der Stadt ganz gut rüber – mit jedenfalls gefällt das Zentrum von GDL…

Ferdinand am Samstag, 28. Februar 2009

Über meine Uni das Iteso wollte ich schon seit längerem einen eigenen Artikel schreiben. Hier ein paar Dinge die sich im Laufe der letzten Monate angesammelten haben.

-Raimar hat mich in den USA mal gefragt wie das hier Mensa-mäßig aussieht. Nun ja es gibt zwei Cafetarias auf dem Gelände. Beide bestehen aus vielen kleinen Restaurants wo man sich sein Essen holen kann. Die Auswahl reicht von typisch Mexikanisch (Tacos !), zu Italienisch (dort bekommt man die Pasta des Tages mit einer Auswahl von drei verschiedenen Soßen – sehr lecker), chinesisch, japanisch (Sushi halt ;-) … Preislich ist es auf jeden Fall O.k. ein Mittagessen kostet zwischen 1 € und 2,50 €, auch wenn das ein bisschen teurer ist als außerhalb des Geländes. Allerdings fehlt schon ein bisschen die Abwechslung. In Ulm gab es ja jeden Tag eine neue Auswahl, wenn auch auf drei Essen beschränkt. Hier kommt kein neues Essen dazu und ich Ende immer wieder bei den gleichen Dingen…

-Das Iteso hat seine eigene kostenlose Wochenzeitung, das Cruce. Sie wird professionell betreut (sie hat festangestellte Mitarbeiter). Die Artikel drehen sich um typische Unithemen (Veranstaltungen der letzten Woche, Termine der kommenden Woche), aber auch sonstige Informationen (neue Platte von Franz Ferdinand erschienen…) Ein guter Einstieg in die Woche am Montag Morgen.

 –Gebäude werden hier, wie in Ulm nach Buchstaben bezeichnet. Viele meiner Klassen finden in Gebäude Ⅾ statt. Lustig finde ich, dass es hier auch das Gebäude ñ gibt. Wäre in Deutschland ein Gebäudekreuz Ö27 denkbar? Klingt in meinen Ohren ziemlich schräg…

-Ansonsten finde ich das Ambiente dieser Uni in meinem zweiten Semester immer noch Hammer – viele Bäume und Grünflächen machen es echt angenehm. Donnerstags bin ich jetzt immer von 7:00 – 22 : 00 in der Uni und mache zwischendrin eine kleine Siesta. Außerdem gibt drei Cafeten, zum entspannten Kaffeetrinken, aber der Kaffee Artikel steht ja immer noch aus ;-)