Mat am Montag, 21. September 2009

Etwas demotiviert kam ich ins Wohnheim, wo mich Chinh mit ner Torte überraschte. Er meinte, dass so ein paar Leute um 7 vorbeikämen, also ging ich noch schnell einkaufen und besorgte etwas Bier und Wein. Natürlich hab ich Becher und Korkenzieher vergessen. Also ging ich los und besorgte schnell noch ein paar Einwegbecher. Es kamen Flo und Laurent vorbei und Flo meinte er fragt noch ein paar Leute ob sie kommen. Im Endeffekt wurde jeder eingeladen, der zufällig an unserem Zimmer vorbei kam, oder jemanden traf, der zu uns kommen wollte. Später kam noch Maik und brachte nochmal etwas Kuchen mit. In Ermangelung von Gabeln, verwendeten wir einfach Stäbchen zum Kuchenessen, die Korken vom Wein wurden kurzerhand in die Flasche gedrückt. Das funktionierte wider erwarten prima. Flo holte auch seine Spiegelreflex-Kamera und schoss Fotos. Chinh schoss auch jede Menge Fotos, weil er sich die Kamera bei jeder Gelegenheit unter den Nagel riss. Ansonsten zeigte er auf den Fotos ausgenommen von Ausnahmen immer die vietnamesische Trendpose mit den zum Ⅴ gespreizten Mittel‑ und Zeigefingern. Hier mal ein paar Eindrücke:

Der Kuchen:

Der 2. Kuchen:

Chinh

Flo, der Ösi

Ewald (Dem ich, laut seiner Aussage, den Titel zum größten Nerd des Wohnheims geklaut habe … ich musste kurz lachen)

Maik

Martin, der Schweizer

Laurent:

Duba:

Caroline, eine Französin der extravaganten Sorte

Mit ner Flasche Odenwälder Feuerzauber

Hier erkläre ich meine Familienverhältnisse mit den Aßmusses und Keinaths

Nachdem wir also das Wohnheim unsicher gemacht haben, wurden wir noch von Duba ins Scarlet eingeladen. Er meinte er würde uns Getränke klar machen. Und so fuhren wir nach nem kleinen Mitternachtssnack ins Scarlet, wo es eine Flasche Champagner und Freigetränke noch und nöcher regnete. Der Chef vom Scarlet ist auch ein Afrikaner und anscheinend mit Duba sehr gut befreundet. Trendgetränk ist hier Whiskey mit Eistee, habe ich festgestellt. Chinh hatte auf einmal das dringende Bedürfnis mich mit jedem weiblichen Wesen in diesem Club verkuppeln zu wollen. Andererseits hatte Flo alle Nase lang eine andere Asiatin im Auge, die er mit seiner zu betrunkenen Konstitution eher verschreckte.

Wie man sieht, hatte ich Spaß. Mir kam es auch so vor, dass ich je später der Abend wurde, immer besser Chinesisch sprechen konnten. Das ist natürlich sehr subjektiv und ich bin mir nicht sicher, ob ich nicht die ganze Zeit meine eigene Sprache gesprochen habe. Zumindest habe ich es geschafft einen Volltrunkenen und 2 nicht chinesisch-sprechende mit dem Taxi nach Hause zu bringen, also muss ich dem Taxifahrer die richtige Adresse gesagt haben.

Am nächsten Tag schwänzten ich und Chinh erstmal den Unterricht … ausnüchtern :-)

4 Kommentare zu “Shēngrì kuàilè 生日 快乐”

  1. Partey!

  2. Also erstens nochmal alles Gute, falls ich das nicht schon anderenorts nachgeholt habe (Fatzebook oder so)

    Zweitens ist das wohl jetzt ein Raimar-effekt, durch das Blog verursacht: Du kannst die Landessprache nur schlecht, haengst mit Deutschen ab und bist die nerdigste Person im Wohnheim (wie hast du Ewald den Rang abgelaufen?!). Nice one :D

    Drittens bin ich keineswegs ueberrascht, dass Caroline Franzoesin ist. Bin ich jetzt Rassist?

    Und viertens: Mehr davon :)

  3. Und bitte sei mal schneller mit den Blogeinträgen… eine Woche nachhängen gilt nicht!

  4. Hallo – das ist ja super – 3riesenfeten in einem monat – bist gut integriert – alles liebe von uns allen.

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