Mat am Freitag, 7. August 2009

Jetzt bleibt mir nur noch ein Monat bis ich nach China fliege; oder eher gesagt bis ich geplant habe nach China zu fliegen. Denn mir liegt einiges daran nicht ausgewiesen zu werden, weil mir das Visum fehlt. Um ein Visum zu bekommen, welches für ein Jahr gilt, benötigt man eine schriftliche Einladung aus China. Diese wiederum ist noch nicht angekommen. Ich habe nun in den letzten 2 Wochen telefoniert, auch nach China, und eMails versandt, die mit einem, jetzt flapsig ausgedrückt, „kommt schon noch“ beantwortet wurden, wenn ich überhaupt jemanden erreichen konnte. Nun hat sich mein Bangen dahingegen etwas gelegt, da es nun hieß:

„Lieber Herr Limmer, ich weiß nicht, was die chines. Kollegen gemacht haben…. anscheinend ist das Express-Paket wieder auf dem Weg zurück nach Nanjing. Sie wollen heute noch eine neue Sendung auf den Weg bringen – nun mit der hoffentlich richtigen Addresse.“

Irgendwie beruhigt mich das ungemein. Zumindest weiß ich nun überhaupt etwas. Wenn ich das Gefühl beschreiben müsste, könnte man es mit dem Gefühl vergleichen, das man als Kind immer hatte, wenn man an Heilig Abend auf die Bescherung gewartet hat.

Als schöne Bescherung hingegen kann man bezeichnen, dass mein Nachmieter in spe unerwarteterweise doch nicht nachmieten bzw zwischenmieten möchte. Jetzt ist halt noch ein bisschen Wg-Casting angesagt, was sich in anbetracht des kommenden Wintersemesters als gar nicht so schwierig herausstellt. Es waren nun 3 Leute da, von denen es an keinem etwas auszusetzen gab. Ich finde das ein gutes Zeichen.

Zeichnen und Layouten sollte ich auch bald mal. Das Projekt für unser Anwendungsfach läuft stetig voran und ich als Gui-Team-Mitglied habe diese Aufgabe in letzter Zeit etwas hintenangestellt. Dabei ist das das wichtigste für unsere Dozenten, die bekannt gegeben haben, dass sie nun bis zum Anfang des nächsten Semesters im Urlaub sind. Da werden wir nun wild drauf los designen und am Ende hören müssen, dass es nicht gut ausschaut. Also ich werde es von China aus dann wohl eher lesen als hören und hoffen, dass ich auch ohne körperliche Anwesenheit bei der Abschlusspräsentation eine gute Note bekomme.

Aber was wäre ein Auslandsaufenthalt, wenn man nicht in Vorbereitungsstress käme. Irgendwie gehört das dazu. Und mit diesen Worten entlasse ich nun alle Interessierten von meinem ersten Reiseblogeintrag.

Ein Kommentar zu “Stolpersteine auf der Zielgeraden”

  1. wieso kommt mir das nur so bekannt vor o:-)

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