In Paricutin war ich Ende Mai – hoffe dass ich das jetzt noch alles noch zusammen bekomme
Zunaechst mal die Geschichte: Paricutin ist einer der juengsten Vulkane, der Erde – so jung, dass es von der Vulkangeburt ein exaktes Datum gibt (20.2.1943), Fotos, und eine Geschichte zur Geburt gibt. Er soll auf dem Feld des Bauern Dionisio Pulido entstanden sein, an jenem Tag entdeckte er einen Riss in seinem Feld, aus dem Qualm hervorstieg. Vor lauter Angst versuchte er den Riss wieder zuzuschuetten – am naechsten Tag war ein Huegel von 10m Hoehe auf seinem Feld, einen weiteren Tag spaeter waren es 50 Meter
Der Vulkan wuchs langsam genug, dass die Dorfbewohner alle sicher evakuiert werden konnten. Der Name ihres Dorfes, wurde zum Namen des Vulkans.
Paricutin war eine (sehr sehr lange) Tagesreise. Ich bin mit Melodie und zwei Couchsurfern aus Australien (Pablo und Rach) in meinem Vocho/Kaefer gefahren. Fast fuenf Stunden war die einfache Fahrt. Puhhh… Dort haben wir uns Pferde+Fuehrer gemietet. Reiten klappt mittlerweile ganz gut, zumindest wenn das Pferd mich mag. Nach 3-stuendigem Ritt, stiegen wir den Vulkan zu Fuss auf. Pure Asche und Geroell – Jeden Schritt den man nach oben macht rutscht man zur Haelfte wieder ab. Der Vulkan an sich war weniger beeindruckend als gedacht. Nur an der Form war er als Vulkan zu erkennen, heisses Wasser kommt aus Steinritzen hervor… aber irgendwie hatte ich dann doch dieses Idiana Jones Bild in meinem Kopf, mit der kleinen hoelzernen Haengebruecke ueber gluehender Lava. Abwaertz ging es in einer mehr oder weniger konrollierten halb-laufend halb rutschend auf einer Sandpiste abwaerts.
Auf dem Rueckweg machten wir im alten Dorf halt. Der Kirchturm der aus der Lava ragt ist beruehmt geworden. Diese Symbiose aus menschlichem Werke und Natur, habe ich auf diese Weise noch nie zuvor gesehen. Normalerweise ist ja immer der Fels das Alte, und das daraufstehende Gebaeude erst spaeter hinzugefuegt…
Mit ein bisschen Klettern war es moeglich, das Innere des Kirchturms zu betreten. Es ist unglaublich wie schnell sich alles veraendert, wenn man ein bisschen unterhalb der Lava ist. Es ist Stockdunkel, die Luft ist 10 Grad kuehler… Es ist schwer u beschrieben, aber war irgendwie gespenstisch…
Spaet in der Nacht ging es zurueck nach Guadalajara.
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