Die mexikanische Version des Wrestlings heißt Lucha Libre. Es geht also um einen Kampf bei dem nicht immer die Grenze zwischen Wettkampf und Schauspielerei klar definiert sind, wo sich zwei Luchadores also theoretisch frei bekämpfen, man aber immer das Gefühl hat, das ist irgendwie von vorne bis hinten abgesprochen. Wobei ich das nicht negativ werten will. Ich bin ja nicht zu den Kämpfen gegangen weil ich ernsthaft daran interessiert war, wer den diesen Kapf jetzt gewinnt. Nein, am Lucha Libre in Mexiko ist viel mehr die Atmosphäre interessant.
Im Unterschied zum Wrestling tragen die Kämpfer hier alle Masken, was das ganze recht lustig macht. Weiterer Punkt ist das Publikum. Dieses beschimpft und beschreit, die Kämpfer, die Unparteiischen, andere Teile des Publikums… mit Beleidigungen, die ich nur zur Hälfte verstanden habe. Meine mexikanischen Freunde waren kräftig am übersetzten bzw. beschreiben. Wenn man mal eine Liste aufstellen will, welche Worte Kinder auf keinen Fall lernen sollen, ist man bei Lucha Libre gut vertreten
Im Endeffekt zahlt man also dafür Geld, mal richtig den Frust raus schreien zu können, einem Luchador der gerade jubelnd in der Ecke steht, weil er seinen Kampf gerade gewonnen hat, ins Gesicht zu schreien, er habe einen kleinen Pito. Das ganze Publikum auf einmal.
Zum Ritual gehörte auch, Leute zu beleidigen die aufstehen um sich Bier zu kaufen. Zwei Jungs werden als Pärchen verspottet (vorauf wir erst richtig angefangen haben Händchen zu halten – in your face homophobian), Mädchen zum „tanzen“ aufgefordert. Ich selbst wurde als „Shaggy“ bezeichnet. Wobei ich das schon an anderer Stelle gehört habe.
Zusammenfassend also mal eine nette Erfahrung, die ich aber sicherlich nicht jede Woche wiederhohlen werde. Das erste mal bei den Kämpfen hat aber doch eine Bereicherung Erweiterung meines Wortschatzes bedeutet
|
|
|







Schreibe einen Kommentar