Ferdinand am Dienstag, 27. Januar 2009

Ein kleiner Überblick über meine neuen Vorlesungen für das Frühlingssemester 2009:

Verarbeitung von Sprachen (= Compilerbau)

Diese Vorlesung hat echt gut begonnen. Für mexikanische Verhältnisse ist sie wirklich sehr theoretisch angelegt, was bei diesem Thema zum Glück auch nicht anderes Möglich ist. Ich merke hier schon ein bisschen einen Vorteil, denn für deutsche Studenten ist die Chomsky-Hierarchie ein alter Hut (für Mexikaner anscheinend nicht…). Bin gespannt wie lange ich diesen Vorteil noch behalten werde, denn es geht schnell voran und Ziel ist es einen funktionierenden Compiler zu schreiben (also ist der Kurs für deutsche Verhältnisse doch recht praktisch ;-)).

Verteilte Systeme

In der ersten Woche gab es eigentlich nur Gruppenarbeit und Kurzreferate für/von andere(n) Studenten. Irgendwie bin ich doch ein Freund des Frontalunterrichts. Es kommt mir effizienter vor. Den Prof kenne ich schon aus Betriebssysteme vom letzten Jahr, wo er mir gut gefallen hat und nicht nur deshalb hoffe ich hier noch auf eine richtig gute Vorlesung.

Mensch-Maschine-Interaktion

Benutzerfreundlichkeit ist wichtig! Damit ist der Kern des Kurses wohl getroffen. So weit ich das nach einer Woche abschätzen kann ist das Themengebiet doch ein bisschen anders als Usability in der UUlm. Das habe ich nämlich vor einem Jahr schon prüfen lassen und kann es mir wohl kaum ein zweites mal anrechnen lassen. Der Prof ist kompetent, der Kurs gut – um Anrechunungsfragen mache ich mir in einem halben Jahr nen Kopf.

Software-Engeneering Ⅱ

„Der Unterschied zwischen Software-Engeneering und Computer Science ist, dass Software-Engeneering ein Produkt verkaufen will und Computer Science nur(!!) die theoretische Basis ist“ und „Was nützt einem ein neuer Suchalgorithmus wenn man ihn danach nicht verkaufen kann“.
Ja, hier wurde sehr schnell klar wo der Dozent die Prioritäten sieht. Er arbeitet hauptberuflich als Software Entwickler und wirkt sehr kompetent. In der Vorlesung geht es darum, welche Voraussetzungen herschen müssen, um professionell Software entwickeln zu können, sowie die praktische Umsetzung dessen und orientiert sich an einem Buch von Craig Larman (ich hoffe ich habe die richtige Übersetzung verlinkt, ansonsten hat es der Author auch schon zu Wikipedia geschafft). Im Klartext: UML, Patterns, und Open UP (nicht im Buch von Larman, dafür das Prozess-Framework in dem Eclipse entwickelt wir).
Erstes Fazit

Insgesamt eine nette Mischung, wie ich finde. Und (so mein erstes Fazit nach einer Woche) der größte Vorteil, zwei statt einem Auslandsemester einzulegen, ist, dass man erst ab dem zweiten Versuch die Kurse bekommt, die man haben wollte. Viele Dinge konnte ich bei dieser Kurswahl einfach besser einschätzen als vor einem Jahr.

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