Raimar am Dienstag, 16. Dezember 2008

Schon kurz nach der Ankunft hat uns Megan, unser toller Couchsurfing Host, ganz stolz Ihren „German Christmas Pickle“ präsentiert. Wir waren erstmal etwas perplex als wir die grüne Glasgurke am Weihnachtsbaum hängen sehen haben. Die Zettel der auch dranhängt erzählt davon dass diese Gurke in Deutschland eine lange Tradition hat. Keiner von uns hatte je davon gehört Glasgurken an Weihnachtsbäume zu hängen.
Wir behalfen uns erstmal mit der Antwort dass das Möglicherweise mit der Region in Deutschland zusammenhängt. Heute Morgen haben wir dann doch mal gegoogelt und es kam raus dass das eine ganz komische Geschichte ist.

Es gibt sogar eine Seite die sich sehr ausgiebig mit dieser Weihnachtsgurke beschäftigt hat. Unglaublich ;-)

Raimar am Dienstag, 16. Dezember 2008

Ein erster langer Tag geht zu Ende, wir sind sicher in Chicago angelangt :-) Der Tag ging früh los, Dani hat uns im frühen Morgen zu Bradley Internat. gefahren und wir haben unseren United Flug nach Chicago genommen. Der Flug war denkbar gut, ein paar Drinks, ein kleines Nickerchen und schon waren wir in Chicago. United ist wirklich nicht schlechter als die Lufthansa!
Wir waren geschockt als der Flugbegleiter uns ankündigte dass wir 3℉ haben werden! Wir hielten das für eine ℃ Angabe, die Umrechnung wird dem geneigten Leser überlassen! Und er sollte recht habe: es ist unglaublich kalt! Es windet und die Kälte beißt sich durch die Hose. Wir hatten nichmal Mützen dabei, aber da hat uns der örtliche H&M geholfen.
Wir sind primär von Geschäft zu Geschäft gestolpert nur um uns ein klein wenig auszuwärmen. Inbesondere ein Starbucks war unserer erstes zu Hause in Chicago, mit heißem Kaffee und den Reiseführern. Chicago ist nun auch unsere erste Couch-Surfer Erfahrung, wir haben hier einen sooo netten Host! Das ist unglaublich toll, anders kann man das nicht sagen! Stefan hat schon sein Springerle Rezept präsentiert und damit voll ins Schwarze getroffen :-) Ich war was Chouchsurfen angeht wirklich skeptisch, aber nun bin ich voll vom Gegenteil überzeugt! Wir hatten erstmal einen komplizierten Start, wir hatten unseren Koffer im falschen Treppenhaus abgestellt. Glücklicherweise hat sich das dann noch aufgeklärt :-)
Morgen ist hier free-admission day für die Museum und ein paar Neighborhoods stehen auf dem Programm. Nachher gehts noch los ein bissl was zu essen suchen und dann gehts ab in die Falle :-) Achja Friseur gibts morgen au noch :D

     

Raimar am Sonntag, 14. Dezember 2008

Nach einigen Abschiedsfeiern hier auf dem Campus gehts heute Abend noch zur finalen Feuerzangenbowle nach Hiltop. Stk und ich gehen nun noch kurz zum Coop ein paar Couchsurfer Fanutensilien zu kaufen. Dann werden Koffer gepackt und morgen früh geht unsere Maschine ins angenehm warme Chicago.
Wie vor einem Semester: Next one from Chicago, IL :-) Nur damals war der Flug länger und die Stadt war New York City.

Ferdinand am Sonntag, 14. Dezember 2008

Ohne Schnee ist es für mich schwierig in Weihnachtsstimmung zu kommen. Prisca und ich haben deshalb unser kleines Heim ein bisschen dekoriert. Zwar schon vor ein paar Tagen, aber ich stelle die Bilder jetzt erst online. Juttas Flieger wird in 4 Stunden abheben und sie ist gerade eben auf dem Weg zum Flughafen… da kann ich sie morgen mit so was noch überraschen ;-)

Der Baumtransport war wirklich abenteuerlich. Der Baum wird (ohne jede Dachkonstruktion) auf das Auto gelegt und mit kaum sichtbaren Fäden festgezurrt… Langsame, vorsichtige Fahrweise hat unseren wunderschönen Baum gerettet.

     

Raimar am Samstag, 13. Dezember 2008

Willkommen in den Ferien! Alle Klausuren rum, die ersten Noten kommen rein (A‑ in Parallel Systems :D) und ich bin frei! Jetzt geht noch wenig Party los und am Montag ruft Chicago. Nebenher mach ich grad noch Bewerbung für Juli wenn ich wieder zu Hause bin fertig, vier Wochen bissl Geld verdienen Erfahrung sammeln.
Next post? → Straight from Chicago, Illinois :)

Ferdinand am Samstag, 13. Dezember 2008

Witze zu übersetzten geht eigenltich immer schief. Am Anfang habe ich keinen einzigen verstanden (mein Spanisch ist also besser geworden) und meine ersten Übersetzungsversunche von Witzen haben statt Gelächter nur fragende Gesichter erzeugt. Um so überraschender, dass es manchmal dann doch mit einer platten Übersetzung funktioniert. Und dass dann ausgerechnet bei einem Witz der untersten Schublade.

Porque es la nive blanca ? – (1): por la venida de Santa
Warum ist der Schnee weiß ? : weil Santa gekommen ist

(1) die restliche Zeile markieren

Ja, ich weiß dass das eigentlich Mittelstufenniveau ist, aber als ich den gestern abend (nach dem dritten Bier) erzählt bekommen habe, war es ein ziemlicher Brüller. Die zusätzliche Bedeutung des Wortes venir (= kommen/ankommen) als ejakulieren … Das hätte ich mich leben nie getraut so zu übersetzten.
Und wenn wir schon bei Witzen sind gleich noch einer hinterher:

Que seríamos, si el mundo fuera un cubo? :cubanos
How would you call humans, if the world was a cube? : cubans

Im Spanischen funtioniert der wirklich super… Im Englischen wirkt es ein bisschen erzwungen, im Deutschen geht es endgültig schief (Kugleaner Würfelaner und Kubaner :-/). Ach ja, verbessert mich bitte, wenn mein Englischer Konditionalausdruck, gegen grammatische Regeln verstößt ;-)

Zum Schluss noch einer der nur im Englischen funktioniert:

Why is six afraid of seven? : because seven ate nine

Ferdinand am Samstag, 13. Dezember 2008

Da sich in den letzten Tagen schon einige Leute bei mir gemeldet haben… Ich weiß dass ich in den letzten Wochen nicht zum Blogschreiben gekommen bin und möchte das gerne hiermit nachholen. Bitte verzeiht mir gleich zu Beginn, Form und Länge des Artikels. Ich habe hier mehr für mich geschrieben, um mich an die Vorlesungen in diesem Semester zu erinnern. Was neu für mich war, welche Fächer mir etwas gebracht haben und welche nicht.

Mein Semester ist vorbei. Das komplette Wintersemester, alle Prüfungen – wirklich alles. Dafür war es in der letzten Woche um so stressiger. Für alle Informatiker: Noten werden hier nach dem Prinzip SOPRA vergeben und damit ist eigentlich alles gesagt. Aber Schritt für Schritt. Ich habe ja im Moment wirklich Zeit für einen kompletten Artikel im Gegensatz zu Raimis Twitter Meldungen

Ich hatte mich schon vor einigen Wochen entschlossen aus verschiedenen Gründen ein paar von meinen Kursen abzulegen. Da war zum einen dieser interkulturelle Dialog mit Mexiko: Irgedwie bin ich mit der Art des Unterrichts nicht zurecht gekommen. Ich hatte ständig das Gefühl mehr über Mexiko zu lernen, wenn ich einfach jedes Wochenende irgendwo hinfahre und mir das Land einfach anschaue. Der zweite Kurs den ich abgelegt habe war Webprogrammieren. Hier war mir das Niveau einfach zu niedrig. Sorry das so direkt zu sagen, ich hatte hier auch wirklich gute Vorlesungen, aber Webprogrammieren kam mir wie Zeitverschwendung vor (beim php Einstieg wurde unter anderem ausführlich die syntax und Semantik einer for-SChleife erklärt, xhtml existierte für den Dozenten noch nicht …) Der dritte Kurs den ich abgewählt habe war „Transmision de Datos“. Dieser war eigentlich wirklich gut, aber leider für einem anderen Studiengang. Wie in Ulm auch, sind hier verschiedene Ingeneurswissenschaften unter einem Dach zusammengefasst und in meinen Unterlagen waren die Vorlesungen ausschließlich nach Instituten sortiert. Ich hatte mir da eine Vorlesung über WLAN und Bluetooth vorgestellt – Datenübertragung auf Protokollebene… Es ging dann eher darum was eine Manchaster kodierung ist und es war eine Regelvorlesung für Netzwerktechnikern im hören Semester (die meiste Zeit habe ich nur Bahnhof verstanden), also ganz nahe an der Physik.
Übrig blieben also nur „Betriebssysteme“ und „eingebettete Systeme“. Ich habe echt lange gezögert drei Kurse abzuwählen. Es blieb mir ja nur noch weniger als die Hälfte. Aber letztendlich war es mir dann doch lieber einige wenige Kurse auf gutem Niveau gut zu bestehen, als in anderen Kursen meine Zeit abzusitzen. (Ok: das Hauptargument gegen Webprogrammieren war: das es um 7:00 Uhr in der Früh war ;-)

Betriebssysteme hat mir insgesamt gut gefallen. In dieser Vorlesung haben wir viel über Simulationen gelernt. Am Ende des Semesters hatte ich zu allen wichtigen Teilen eines OS eine kleine Simulation geschrieben. Das sieht zum Beispiel beim virtuellem Speicher so aus: Eine Programmcode, den ich nicht verändern kann, erzeugt ein shared memory und ein paar Prozesse. Die Simulation sorgt dafür, dass die Processe aufgerufen werden (und sie brauchen natürlich mehr Speicher als sie im shared memomry haben). Die Aufgabe bestand darin eine kleine Speicherverwaltung zu schreiben (um zu wissen was schon belegt ist), nach einem Verdrängungsalgorithmus (Technische Infomatik 1) eine Seite auswählen, und diese in eine Textfile schrieben (Verdrängung auf die Festplatte… Und alle Prozesse haben Zugriff, wie einfach die Welt doch sein kann). Klar das so ne Simulation nur dann funktioniert, wenn das echte Betriebssytem keinen Ärger macht. Aber es ging auch nur um 48kB shared memory, bei 1 GB RAM.
Daneben gab es bei Betriebssystemen auch Klausuren, die bei den Mexikanern gefürchtet sind. Entsprechend habe ich mich auf sie vorbereitet. Am Ende hatte ich aber immer ausreichend Zeit mir die Fragen erst mal mit Wörterbuch zu übersetzten und Fabi und ich (die beiden Deutschen)waren die besten aus dem Kurs. Jaja – meine Prüfungsvorbereitungen habe ich während des Vordiploms perfektioniert ;-)

Eingebettete Systeme war das zweite Fach in dem ich rundum zufrieden war. Hier bestand die komplette Note aus mehreren praktischen Teilen und ein paar Fragen dazu. Als Hauptprojekt haben wir den Klingelton Generator von Nokia nachgebaut. Ich weiß, hört sich nicht sonderlich spektakulär an. Aber ich saß schon mal ewig dran, einen Play/Pause Knopf so zu programmieren, dass er jederzeit (also auch wenn gerade ein Ton gespielt wird) funktioniert. Sämtliche Programme laufen direkt auf dem Chip (also ohne OS) – wenn ein Programm abstürzt, funktioniert nichts anderes mehr. Ich habe ziemlich viel Code auf Interrupts (durch die Clock) umgeschrieben, da wir eine Woche vor der Abgabe noch ziemlich oft while-Schleifen als Delays mißbraucht hatten. Ansonsten Bestand die Arbeit in einem kleinen Parser und Editor für das Nokiaformat von Monotonen Klingeltönen – plus Treiber für alle Endgeräte die wir angesteuert haben.
Neben einer Vorlesung für embedded systems habe ich hier auch einen kleinen Programmierkurs für Fortgeschrittene bekommen. Zwar sehe ich die Kommentare von Leuten vor mir, die wie beim Guaveartikel schon vorher alles besser wussten (ich bin mir sicher das die Mehrheit ihre Unwissenheit nur nicht veröffentlichen wollte ;-))trotzdem: ich habe vor diesem Semster noch nie das Schlüsselwort volatile in einem Ⅽ Code benutzt (bzw. es war mir egal welche Variablen gerade im Stack und welche im Register sind), mir nie darüber Gedanken gemacht warum es besser ist for(;;) zu schreiben statt while(1)
Aber über manche Dinge macht man sich halt nur in der Not Gedanken… Und mein Register hatte halt nur acht Plätze.

   

Warum ich das ganze mit dem SOPRA verglichen habe: Irgendwie wird am Ende dann doch immer die Gruppenleistung benotet. Es gibt immer Leute im Team die absolut gar nicht tun geben wir ihnen doch das Pseudonym Duki. Außerdem diese wiederkehrende Fehleinschätzung wie viel Zeit so ein Projekt in Anspruch nimmt. Die letzte Woche habe ich mehr oder weniger durchgearbeitet. Montag 14 Stunden, Dienstag 14 Stunden. Mittwoch und Donnerstag 36 Stunden mit einer Stunde Schlaf im Computerraum. (Das ist mein neuer Rekord). Donnerstag bin ich um 23 Uhr nach Hause, am Freitag war ich um 9 : 00 wieder im Iteso – für die Abnahme des anderen Projektes. Erstaunlich ist dass man nach über 30 Stunden immer noch sinnvollen Code schreiben kann. Andere Basisfähigkeiten waren dafür nicht mehr so ausgeprägt. Wir haben es am Donnerstag Abend geschafft einen der Chips durchzuschmorren (Wahrscheinlich haben wir irgendwelche Kabel falsch verbunden, der Fehler war nicht mehr rekonstruierbar).

Zur Benotung: In beiden Fächer habe ich 10 von 10 Punkten…  In sofern bin ich froh, mich auf die richtigen Kurse konzetriert zu haben und im Ausland eine ordentliche Leistung als Ulmer Stundent geliefert zu haben ;-)

P.S.:

 –und morgen schreib ich irgendeinen lustigen Artikel‑

Raimar am Samstag, 13. Dezember 2008

Ich bin nun endlich all-set! Alle Klausuren vorbei, jetzt kommt noch ein Wochenende feiern und dann am Montag geht United-Airlines 0355 von Hartford nach Chicago :-) stk hat auch schon unsere Couchsurfer Unterkunft klargemacht. Was in den letzten Tag ist am besten bei stk zu lesen, ich war primär in der Bib. Jetzt ist auch endlich die Zeit in der er sich selbst beschäftigen und die ganze Zeit auf Buchis Bumsbörse Team-Ulm (Danke für das Shirt!) chatten muss vorbei :-)
Die Klausuren liefen soweit ok bis gut. Nichts super toll, nichts voll ins Klo gelangt. Mal sehen was draus wird, noch ist nichts online. Ergebnisse sollten nächsten Tage kommen! :-)

Raimar am Donnerstag, 11. Dezember 2008

Raimar in der Bib am lernen, stk im Zimmer:

[22:35] Stefan T. K.: lol
[22:35] Stefan T. K.: Zimmerinspektion (y)
[22:36] Stefan T. K.: und hier steht Bier aufm Boden, Mehrfachstecker ueberall und der Zimmermieter gar nicht da
[23:23] Raimar: lol

[23:25] Stefan T. K.: war nett
[23:25] Stefan T. K.: Grosse Packung Coors aufm Boden
[23:25] Stefan T. K.: ueberall Crap am rumstehen

[23:26] Stefan T. K.: der Kerl war vollkommen ungeruehrt und meinte nur, ich soll halt mit deinem Namen unterschreiben
[23:26] Stefan T. K.: hat nicht mal reingeschaut, wie gesagt

\o/

So muss das laufen ;-)

Raimar am Mittwoch, 10. Dezember 2008

Wie erwartet geht hier nicht viel Dank den Finals …

  • Der Bursar schaut komisch wenn man ihm Bündelweise $20 Noten zum bezahlen vorlegt. Aber der Kurs von 1.30 muss genutzt werden :-)
  • 2 von 4 Finals sind rum, bisher lief alles ok bis gut. Mal sehen :-)
  • stk schafft es sogar halbwegs sich hier zu beschäftigen, mit Backen, Fotographieren und Türen abschließen :>
  • Hier regnets, scheiß Wetter!
  • Wer eine frisch-an-der-UConn Perspektive lesen will soll bei stk vorbeischauen!

Ich mum nun wieder lernen …