WOW ist sowas wie ESE, nur in Amerikanisch. WOW heißt soviel wie „Weekend of Welcome“ und ist verbunden mit „Alles kostenlos“. Will heißen kostenlose T-Shirts, kostenloses Barbecue, kostenloses Eis, kostenlose Werbe-Merchandise-Sachen der Uni. Die Identifikation mit der Uni ist hier eine ganz andere wie in Deutschland:
„Now you are a Student, but a Husky you’ll be for your whole life!“
Bei uns würde sich niemand mit dem Abi-Schnitt der Freshmen brüsten, hier wird kein Hehl aus einem neuen SAT-Rekord der Freshmen gemacht. Das ganze ist hier einfach ein ganz anderes Gefühl als es einer UUlm der Fall ist. Ungewohnt, aber wirklich cool! Ein bischen davon würde einer deutschen Uni sicher nicht schaden, eine Uni ist hier definitiv mehr als eine bessere Schule!
Leider sind die Bilder vom WOW alle nichts geworden
Es ist wirklich unglaublich wie hier mit Rohstoffen und Energie umgegangen wird. Das fängt bei der Mülltrennung an, die gibts nämlich nicht. Müll wandert in schwarze „Trash“-Eimer mit schwarzen Tüten drin. Selten findet man noch Papiercontainer, aber z.B. nicht im Wohnheim. Da wird alles getrasht …
Weiter geht das Ganze in der Kneipe, dort bekommt man jedes Getränk in einem Einweg Plastikbecher. Das endet dann so dass man nach einiger Zeit einen Berg Becher aufm Tisch stehen hat der dann in den Müll wandert. Achja und um Walmart gibts Plastiktüten umsonst zu allem, ich benutz die dann als Mülltüten
Und weiter gehts im Bad und in der Dusche, unser Klo spült bei einem Spülgang gefühlte 100l runter und die Dusche hat den gefühlten Druck eines deutschen Hochdruckreinigers. Ich wurde nun auch über die im Sommer dampfenden Gulli-Deckel aufgeklärt, die Jungs hier heizen nämlich mit heißem Dampf der durch die Weltgeschichte geleitet wird. Und wenns da bissl leckt dampfts halt ausm Gulli.
Von den ACs muss ich euch wohl nichts erzählen, es ist ja allgemein bekannt dass hier wirklich alles (mal von meinem Dorm abgesehen) klimatisiert ist. Aber nicht sanft wie vll bei uns, sondern wenn dann runter auf 18℃. Bei offziellen Verstaltungen im Ball Room oder Wilbur-Cross sollte man immer nen Pulli mitnehmen, sonst friert man irgendwann und muss raus (!) zum aufwärmen. Interssant ist auch dass man hier Kühlschränke für $80 bekommt und nirgends steht wieviel die verbrauchen. Keine Ergergieeffizienzklassen und so crap
Zu den Autos muss ich wohl auch nichts sagen, unter V6 geht nichts. VW verkauft hier als kleinstes Auto den Bora (der hier Jetta heißt). Wenn ein Auto deutsch ist hat es mindestens 5l Hubraum und wenn es ein Ami ist dann mind 6l.
Soweit meine Abrechnung hier, wobei ich sagen muss dass man sich sehr schnell an das alles gewöhnt. Ich glaube der Schritt vom Energiedrecksauland zum Energiesparland wird härter
Mein Beitrag zu diesem Thema
Für meine Einreisedokumente musste ich ein Foto machen lassen. Spezielles Fomat (quadratisch), tausend Regln (freie Stirn, keine Brille …). Das Bild konnte also eigentlich nicht gut werden
Gemacht wurde dieses Bild mit einer Ur-alten Kamera aus dem letzten, oder vorletzten Jahrhundert. Riesengroß, mit irgendeiner Karte die man rausziehen musste um ein Foto zu machen.
Ich habe meine erste Uniwoche hinter mir. Eine kleine Zusammenfassung:
Sprache
Alles verstehe ich nicht was in den Vorlesungen gesagt wird. Es ist mehr so, dass ich immer mal wieder ein Stichwort aufschnappe das ich kenne und dann versuche im Thema zu bleiben. Klappt soweit ganz gut. Die meisten Dinge kommen mir dann doch irgendwie aus dem Studium bekannt vor. Ich komme also fachlich gut mit, verstehe (fast) alles und verpasse (hoffentlich) nur ein Haufen Unwichtigkeiten, Witze etc.
Niveau (für diejenigen die Tücken eines Informatikstudiums kennen)
Wie in Deutschland auch kommt das Niveau sehr auf die Vorlesung drauf an…
In meiner ersten Vorlesung (Transmision de Datos), wurde am Anfang erklärt, was als Grundwissen vorausgesetzt wird: Fourir Transformation, Filter Operationen, und ein paar andere Dinge. Ich bin echt froh, dass ich das im letzten Semester in Computer Vision gemacht habe (natürlich mit ganz anderer Zielsetzung). Ziel dieses Kurses ist es die Simulation einer Datenübertragung in Matlab zu schreiben, über die Eingabe, Kodierung, Komprimierung, Übertragung, Decodierung, Fehlerkorrektur, unter Angabe bestimmter Randbedingungen. Der Kurs scheint mir wohl der Anspruchvollste zu sein, den ich belegt habe. Hoffe immer noch das es in Matlab am Ende dann doch nur zwei Zeilen Code sind
Zur Zeit kämpfe ich in der Vorlesung vor allem damit, dass alles was ich mitgeschrieben habe in Spanisch ist, die Pflichtlektüre in Englisch und sich die Terminologien komplett unterscheiden.
Machbar und trotzdem anspruchsvoll sind wohl Betriebssysteme. Viele Dinge wie Mutex, Semaphoren, … sind schon aus dem Grundstudium bekannt. In dem Kurs werde ich wohl Assembler lernen (Da bin ich als Medieninformatiker in Ulm drum-rumgekommen)
Auf ähnlichem Niveau erscheint mir Embedded Systems. Ebenfalls Hardware-nah inkl. Assembler etc. und irgeneinen Chip programmieren, der wohl super toll ist und alles kann.
Meine beiden leichten Kurse sind einmal Web-Programmierung (am ersten Tag haben wir in einer Stunde soviel gemacht, wie in Ulm auf eine Folie passt – trotzdem: ich freu mich auf das Praktikum) und interkultureller Dialog (ein wirklich super toller Kurs in dem auch viele andere Austauschstudenten sind und ich wohl vieles über Mexiko lernen werde)
Das war jetzt natürlich immer nur ein erster Eindruck. Ich halte euch auf dem laufenden!
Vorlesungszeiten
Meine Vorlesungszeiten wären in Deutschland nicht durchsetzbar. Ich habe einen Kurs der um 7:00 Uhr beginnt (Das heißt für mich 5 Uhr aufstehen) Ich habe zweimal die Woche eine Vorlesung von 20 : 00 bis 22:00 Uhr. Um genau zu sein, habe ich Mittwochs bis zehn und Donnerstag gleich wieder um 7. Diese Woche bin ich mittwochs nach Hause gekommen, sofort ins Bett gefallen und war am nächsten Morgen doch super fertig.
Dafür habe ich an zwei Tagen eine Pause von 7 Stunden, zwischen den Vorlesungen. Der Campus ist schön, man findet einen ruhigen Ort und kann in aller Ruhe ein paar Stunden schlafen (warm genug ist es ja)
Außerdem hätte es mich schlimmer treffen können: Mario, ein Student aus Spanien hat die ganze Woche über jeden Tag Vorlesungen um 7.
Mensa
Auch eine praktische Sache ist hier die Verpflegung. Es gibt kein Studentenwerk oder so was, sondern private Firmen, die ihr Essen auf dem Campus verkaufen können. Der Vorteil: Ich habe die Auswahl zwischen mexikanischem, asiatischen Essen, Pizza und Burger etc zu absolut bezahlbaren Preisen
Hoffe ihr habt, den etwas längeren Artikel ganz gelesen
Wenn es etwas neueres gibt, schreibe ich es natürlich sofort in den Blog!
Diesmal kommt hier ein Thema über ein eher alltägliches Thema, nämlich wie das hier in den Dorm abläuft. Grob kann man sagen dass man hier unglaublich bemuttert wird, in jeder Hinsicht. Als erstes möchte die Uni nicht dass man hier Angst haben muss, und damit sicher niemand Angst haben muss gibt es einen Uni-eigenen Escort Service. Den kann man anrufen wenn man Angst hat und der bringt einen dann sicher nach Hause. Nun dürft ihr raten welche Gruppierung hier diese sinnvolle Institution schamlos ausnutzt? Die Deutschen natürlich, trotz des obligatorischen „We are not a taxi service“ wurden wir alle schön vom einen Ende des Campus zum anderen Ende gefahren. Interessant ist auch das bestellen denn man dort alle Namen angeben die mitfahren da ja nur zwei Fahrten pro Tag und Person möglich sind. Deutsche Namen sind nämlich für den Menschen an diesem Telefon nicht gerade Zuckerschlecker. Da werden aus 4 Vorname/Nachname Kombinationen leicht mal 8 Leute
Ein weiterer Punkt ist der Dorm, hier gibt es eine unglaublich lange Liste von Regeln. Es ist nicht erlaubt Mehrfachstecker oder Verlängerungskabel zu nutzen, es ist nicht erlaubt dass mehr als 5 Leute in einem Zimmer sind und so weiter. Damit das auch funktioniert gibt es eine Institutions namens Community Assistant, kurz CA. Dieser Student wacht über seinen „Block“ und sorgt für das einhalten der Regeln. Insbesondere ist er befähigt einmal im Semester eine „Health & Safety Inspection“ durchzuführen. Das bedeutet man hat einen Zettel an der Zimmertür das für die nächsten 24h einen CA ankündigt der das Zimmer inspiziert und die Rauchmelder testet. Insbesondere ist dann darauf zu achten dass es aufgeräumt ist und kein Alkohol rumsteht. Ihr findet das krass? Ja, ich auch.
So, ich bin leider etwas hintendran was meine Berichterstattung angeht, deswegen hier eine kurze Zusammenfassung:
Wal-Mart
Wir haben standesgemäß in einem gemieten Ford Mustang (Martin hat ein Upgrade von Japaner-Dose für $2 am Tag gemacht) den ersten Wal-Mart Einkauf organisiert. Unglaublich was es hier gibt, schauts euch einfach die Bilder an! Ich habs leider verpennt einen lustigen Wagen zu nehmen der so ähnlich wie ein Rollstuhl mit Motor ist, für adipöse Menschen
Underage Drinking
Ja, Alkohol trinken ist hier komplett anders als in Deutschland. Unglaublich reguliert, im Wal-Mart gabs kein Bier, nur in speziellen Liquor-Shops. In der einen Bar haben wir erstmal unseren Perso scannen lassen müssen, sonst wären wir ned reingekommen. Unter 21 ist sowieso garnix mit trinken, kein Tropfen, deswegen sind hier Fake-Ids durchaus gängig. Unglaublich, ja das hab ich auch gedacht, bis ichs gesehe hab. Die ersten Amis die wir getroffen haben haben uns auch gleich noch zu einer „anderen“ Bar mitgenommen und uns über das Partyleben aufgeklärt. Aber das Blog ist kein Platz um das auszuwalzen
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Do you also have 4th July?
More to come today
I’m quite busy!








