Raimar am Sonntag, 31. August 2008


- via Tillmann

Raimar am Samstag, 30. August 2008

Wir waren nun dank Martin doch noch mit dem Auto unterwegs, nämlich zum zweiten mal am Strand von Rhode Island. Diesmal haben wir uns einen Naturstrand ausgesucht, ohne Touris und ohne viel Trubel. Die Atmosphäre war sehr schön, nur zum baden wars mir zu kalt ;-) Gelohnt hat sichs dennoch, denn wir konnten im nahen CLubhaus der High-Society von Rhode Island beim Dinieren zuschauen. Da es leider am Strand keine Muscheln gab haben wir tote Quallen gesammelt (siehe Bild ;-). Die eignen sich vorzüglich um sie in Grad-Dorm Duschen zu verstecken oder in kleinen Schälchen in den Gemeindschaftsküchen stehen zu lassen :D Ansonsten haben wir den Liquor Store in der Nähe geplündert und lecker frittierten Seafood gefuttert.

 

Raimar am Freitag, 29. August 2008

Wir sind wohl leider am Wochenende auf dem Campus gefangen, die Kombination Ausländer + unter 25 schließt uns bei bei einzigen Vermietung in der Nähe nämlich vom Mieten aus. Das fiese ist online kann man alles problos reservieren, aber wenn man dann anruft braucht man zusätzlich (!) zur dort abgeschlossenen Insurance eine „transferable car insurance“ die ich aus Deutschland dabei haben müsste. Leider existiert sowas in Deutschland nicht und deswegen ists unter 25 nichts mit dem mieten. Wir könnten zwar über Deutschland mieten aber da wären alle Autos in Hartford und das ist schon ein sehr gutes Stück weit weg.
Die einzige Möglichkeit sind die PeterPan Busse die aber weder schnell noch billig sind. Wir brauchen asap eine Lösung, die wohl eigenes Auto heißt. Sonst vergammeln wir alle im kleinen Freizeitpark namens Campus ;-)

Raimar am Freitag, 29. August 2008

Ich bin schon an den ersten Hausaufgaben und am WE steht (hoffentlich) Boston an. Leider ist das noch nicht ganz klar da die Mietwagenkombination unter 25 und Ausländer wohl nicht so problemlos ist (zumindest in Connecticut). Damit ihr trotzdem was zum lesen habt hier was mir so die Tage aufgefallen ist:

  • Das Schwimmbad im Gym ist pisswarm, Amis können wohl nur in Babybecken-Temperatur schwimmen.
  • Dafür muss sich niemand Sorgen um seine nasse Badehose machen, die kann man nämlich im Badehosentrockner trocknen!
  • Ulm rockt, zumindest was Druckerquota angeht. Ich kann nur kostenlos drucken weil die Engineering Typen mir nen falschen Account gemacht haben :D
  • In der Desserttheke ist das körnige weiße Zeug kein Milchreis sondern Hüttenkäse, sehr widerlich wenn man Früchte reinwirft.
  • Kontinentaleuropäische Mädels in Bikinis werden im Uni-Pool komisch angeschaut, hier hat jede nen züchtigen Badeanzug an.
  • Ausgehoutfits können hier durchaus Fussballtrikots sein. Und ja damit kommt man in die Campus‑“Clubs“
  • Squirrels sind überall, und wenn ich sage überall dann meine ich überall!
    „Only a dead squirrel is a good squirrel“ — unbekannter Autor
  • Nora hatte Geburtstag und ich habs dank Zeitverschiebung verbummel, dafür hat sie die Ehre hier erwähnt zu werden :D
  • Pappige Bagels nerven mich langsam, ich will Brot!
  • Eine Senseo ist geil :D
  • Erdnussbutter ist die leckerste Erfindung seit Nutella und laut Aufschrift unglaublich gesund oO
  • Der Fußgänger ist auf dem Campus ein kleiner Gott, an jedem Zebrastreifen ein zusätzliches Schild das darauf hinweist dass regarding to state law jeder unverzüglich zu halten hat

So nun noch kurz was zu meinen Kursen, ich hab nun heute die erste Aufgabe für Computer Networks gemacht, das war nur eine kleine C++ FIngerübung, nichts spannendes. Die Vorlesung dazu ist inzwischen auf dem akademischen Bodensatz angelangt, wir reden über DSL und Modem und was schnell is und was nicht. Time Division Multiplex und Frequence Division Multiplex wurde nur in einer Folie erwähnt, da hat Herr Kargl doch etwas mehr Tiefgang in Ubicomp gebracht. Bei Herrn Wei Wei ist alles wie gehabt straight forward, wie erwartet. Der Parallel Systems Mensch dreht sich mit O-Notation im Kreis, eig. auch noch chillig. Der liebe Laurent (ja er spricht lauter Wörter mit lustigem französischem Akzekt aus :D) hat nun angefangen mit ML, das ganze hat ein wenig den Touch von Haskell und ist bisher auch nicht so wild.

Soweit so gut, achja kauft nie in den USA Milch die  „non-fat“ heißt. Hab die aus Versehen gekauft und musste sie wegschütten, so widerlich war die.

Ferdinand am Donnerstag, 28. August 2008

Nachdem ich ja die erste Woche damit verbracht habe eine Wohnung in Guadalajara zu finden: hier ein kleiner Erfahrungsbericht:

Wohnen in Familien
Unsere erste Anlaufstelle war eine Liste vom Iteso, auf der haupsächlich Familien aufgelistet waren. Jeder der einen Auslandsaufenthalt plant muss sich überlegen, ob er in einer Gastfamilie leben möchte. Zu den Vorteilen gehört sicher: Man lernt die andere Kultur kennen, erfährt wie sie leben, essen … lernt die Sprache schnell.
Ich habe mich gegen eine Gastfamilie entschieden, da das auch eine Einschränkung der Freiheiten bedeutet: Man kann evtl. nicht so lange weg bleiben wie man will (teilweise haben die Studenten nicht mal einen eigenen Schlüssel), Besuche sind grundsätzlich schwierig. Letztendlich lebt man einfach in einem fremden Haus.

Liste vom Iteso
Speziell zur Liste vom Iteso: Es sind da wirklich tolle Familien darunter (in denen man relativ viele Freiheiten hat und die sich trotzdem um einen kümmern). Viele meiner Kommilitonen wohnen in Familien und sind damit glücklich. Allerdings waren speziell in der Iteso Liste auch einige sehr „gewöhnungsbedürftige“ Unterkünfte darunter. Fabi und ich haben eine Wohnung besichtigt, in der eine ältere Señora die Zimmer vermietet hat. Sie hat wirklich das letzte Loch noch mit vermietet, eh schon kleine Zimmer in der Mitte geteilt – um noch mehr Studenten unterzubringen. Ich kann also nur empfehlen, sich die Familien/Wohungen vorher einmal anzuschauen und auf gar keinen Fall irgendwo zu zusagen, was man nicht vorher gesehen hat!

Lage der Wohnung
Da die Verkehrswege in Guadalajara lang sind und die Uni teilweise sehr früh beginnt. Ist die beste Wohnlage nahe am Iteso. Man sollte drauf achten nicht hinterm Iteso zu Wohnen, sondern eher zwischen Zentrum und Uni. Mit Google Earth findet man in Guadalajara fast jede Straße (vereinzelt kam ich bei gleichnamigen Straßen in Guadalajara, Spanien heraus), und natürlich auch das Iteso. Auf diese Weise habe ich mir einen Überblick verschafft. Für die, die das Programm nicht kennen: Man kann Pinnnadeln an allen interessanten Orten hinterlassen und bekommt so ein bisschen ein Gefühl für die Entfernungen‑ die Stadt ist wirklich groß.
Eine gute Möglichkeit zu wohnen ist auch in der Nähe der S-Bahn Linie (Zum Einblenden bei Google Earth: Interessante Orte → Verkehrswesen → Straßenbahn). Die Endhaltestelle ist nahe am Iteso und es gibt einen kostenlosen Abhohlservice. Fabi hat diese Möglichkeit genutzt und wohnt direkt im Zentrum, in der Nähe der Haupthaltestelle

Zeitungen
Kurzzeitig haben wir versucht in Zeitungen nach WG-Angeboten zu suchen. Das Problem: Es werden fast ausschließlich leere unmöbilierte Wohnungen vermietet.

Internet
Es gibt viele schlechte Internetseiten, deshalb gleich den besten Link: http://www.compartodepa.com.mx Auf dieser Seite haben alle eine WG gefunden, die danach gesucht haben. Hoffe die Seite bleibt so aktuell.

Raimar am Mittwoch, 27. August 2008

So Freunde, heute haben meine ersten Vorlesungen stattgefunden und ich muss sagen ich hab die Amis unterschätzt. Ich hatte ja einen Moment noch überlegt einen kleinen Job anzunehmen da Informatiker-Kram hier gut bezahlt wird, aber das wird gaaaanz sicher nichts! Aber nun zu meinen Kursen, erstmal meinen Stundenplan. Der sieht soweit ganz harmlos aus, hats beim genauen wirklich in sich:

Parallel Systems (CSE4500)

Der nette Herr Shvartsman erinnert ein wenig an Herrn Schöning, nur nicht so lieb. Diese Vorlesung wird wohl eher die härteste das ich vom kompletten Inhalt nur wenig bis garkeine Ahnung habe. Solche Sachen wie „Emulation of Shard-Memory in message-passing systems“ sind für mich halt komplette Black-Boxen. Dazu kommen 5 Hausaufgaben (35 % der Note), eine Zwischenklausur (Mid-Term, 30 % der Note) und eine Endklausur (35%). Fachlich wahrscheinlich recht fordernd, ich bin gespannt.

Operating Systems (CSE4300)

Nun kommen wir zu Herrn Wei Wei (Ja Vorname wie Nachname), dieser Mensch spricht akzentfreies Englisch und hat super strukturierte Folien. Da könnte sich der Ulmer Betriebssysteme Dozent eine Scheibe von abschneiben *räusper*. Die Vorlesung wird wohl vom Überblick sehr straight forward solide sein. Bissl Prozesse, bissl Synchronisierung und paar C++ Aufgaben dazu. Aber in dem Thema hat mich ja ein schwäbischer Automobilkonzern schon zu genüge geschult ;-). Eigentlich wie erwartet, aber der Herr Wei macht einen sehr kompetenten und insbesondere didaktisch guten Eindruck, bisher mein Favorit unter den Dozenten! Insbesondere weil er die Liste der Studenten durchgegangen ist und jeden beim Namen kennen will.

Computer Networks and Data Communication (CSE3300)

Frau Cui hats dafür nicht so mit dem Englisch, ihr Akzent ist recht fies. Aber nach ner Viertel Stunde versteht man sie auch ;-) Hier gibts wohl auch wenig Überraschendes, außer dass eine Stunde lang auf Comic Sans Folien schauen wirklich weh tun kann. Ich weiß nicht, es ist einfach gruselig. Dafür steht sie auf pure C, dh Aufgaben werden im Laufe des Semesters sein einen HTTP Server und Client in purem Ⅽ zu schreiben, damit die kleinen Studenten mit Pointern umgehen lernen oO Hört sich nach wenig fachlichem Tiefgang und viel Programmiererei an.

Programming Languages (CSE4102)

Von diesem Kurs weiß ich noch nicht was ich davon genau halten soll, er scheint theoretischer als ich dachte. Halt schonmal jemand was von Lambda-Kalkül oder ML gehört? Das sind wohl Hauptbestandteile der Vorlesung. Einschätzen kann ich die Vorlesung noch garnicht, mal sehen.

Im Großen und Ganzen kann ich glaub ich sagen dass es viel Arbeit wird. Akademischer „Anspruch“ an mich werden wohl hoffentlich nur 2 Vorlesungen sein, dafür in allen 4 viel praktische Arbeit.

Ferdinand am Dienstag, 26. August 2008

Gestern war ich in einem Stadteil von Guadalajara (genau genommen ist es eine andere Stadt, die Mit GDL verwachsen ist) namens Tlaquepaque. Der Name hat seinen Ursprung bei den Indegenias, Spanier haben mindestens genau so große Probleme, wie sonstige Ausländer, das richtig auszusprechen ;-)

Heute ist Tlaquepaque das künsterlische Zentrum der Region.

       

P.S. Die beiden Mädels sind Austauschstundeten aus Frankreich und heißen Clémentine und Diane

Raimar am Dienstag, 26. August 2008

Wenn die Uni schon im Gemüse liegt muss natürlich den Studenten adequate Unterhaltung geboten werden, da wäre zum Beispiel Sport. Wir haben uns heute ein Spiel der angeblich sehr guten Damen Fußball Mannschaft angeschaut. Die Mädels waren schon nicht schlecht, leider wurds gegen die Mädels von der Central Connecticut State nichts. Interessant ist dass vor jedem Spiel die Nationalhymne gespielt wird und alle aufstehen. Die Regeln sind hier auch etwas seltsam, hier kann sooft ausgewechselt werden wie man will. Da kamen dann Leute rein die vorher erst ausgewechselt wurden, sehr seltsam.

Als weitere Unterhaltungsmöglichkeit gibts hier einen Game Room, und der wird seinem Namen voll gerecht! Volles Programm hier mit XBox, PS3 und Wii. Dazu noch eine kleine Bowling Bahn, ein paar Flipper und Automatenspiele. Natürlich bis auf Automaten alles kostenlos! :-) Ich stell mir grad die Gesichter im Studiengebührenausschuss vor wenn man sowas vorschlagen würde ;-) Spaß machts trotzdem, US Unis haben uns da echt was vorraus ;-)

   

Raimar am Montag, 25. August 2008


- via youtube

Raimar am Sonntag, 24. August 2008

Nach einigen Widrigkeiten bezüglich der Autos (unter 25 kann man in CT nach State Law nix ohne Zusatzscheiß mieten) haben wir dennoch zwei Autos zusammen bekommen um unseren ersten Roadtrip Tagesausflug zu machen. Unser Ziel war irgendein Strand in Rhode Island und danach noch Providence.
Die Strände sehen hier aus wie an der Ostsee, würde man nicht ein Alkoholverbot am Strand haben ;-) Aber das hat uns auch nicht von einem kühlen Corona an der Promenade abgehalten. Ich hoffe ihr seid bei dem Anblick der Bilder ein wenig neidisch, es war nämlich tierisch geil, insbesondere wenn man bedenkt dass das vll 45 mins von der UConn entfernt ist ;-) Am Strand wurden wir erstmal von Amis gefilmt weil sich am Strand umzuziehen hier wohl unglaublich abnormal ist oO Prüdes Land, unglaublich!

Auf der Fahrt sind wir noch an den größten Casinos der USA vorbeigekommen (nein die stehen nicht in Las Vegas!) sondern in Indianer Gebieten die noch das Recht auf Glücksspiel haben.

Später gings dann noch nach Providence, RI wo wir durch Zufall bei einem kleinen Event gelandet sind. Gestern war nämlich WaterFire, eigentlich ganz banal, dieht aber trotzdem sau cool aus. Die Fotos sind leider mangels Skills nicht so der Hammer. Wir haben dann noch ein bissl vorm Capitol von Rhode Island gechillt bevors nach nem Riesen Burger wieder zurück an die UConn ging.