Seit einer Woche ist Jutta nun hier in Mexiko und wir haben erst mal so richtig Urlaub gemacht. Außer Stadtbesichtigungen und kleineren Ausflügen sind wir zwei Tage an den Pazifik gefahren. Doch jetzt von vorne…
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Wie man hier sieht, bemüht sich auch Guadalajara um festliche Weihnachtsstimmung. Aber trotz bunter Beleuchtung und leicht kitschigem Weihnachtsschmuck (siehe Coca Cola) fehlt einfach der Schnee, etwas Kälte, Glühwein und schöne Weihnachtsmärkte. Dafür kam unser selbst gewürzter Glühwein (GlühFIX und 5 Riesen-Stangen Zimt vom Markt sei dank) bei der letzten WG-Party richtig gut an. Etwas seltsam mutet allerdings an, dass hier so auf den typischen Weihnachtsklischees bestanden wird von wegen Weihnachtsmann im dicken Mantel, weiße Weihnacht und Tannenbäume, was hier alles etwas fehl am Platze scheint…
Wie das Weihnachtsfest selbst hier gefeiert wird, werden wir morgen erfahren.
Bei typischen Weihnachtsfeiern, posadas genannt gibt es einen ganz lustigen Brauch: Man prügelt so lange auf einen Stern ein, bis die Süßigkeiten, mit denen er gefüllt ist, herausfallen. Damit es nicht ganz so einfach ist, werden einem dabei die Augen verbunden und der Stern immer wieder weggezogen. Das Spiel namens Piñata erinnert zwar ein bisschen an Topfschlagen, hat aber einen tieferen Sinn: die sieben Spitzen des Sterns symbolisieren die sieben Todsünden, die so zerschlagen werden. Folgendes Lied wird dabei gesungen und wenn es zu Ende ist, kommt der nächste dran.
Spanischer Text
- Dale, dale, dale
- No pierdas el tino
- Porque si lo pierdes
- Pierdes el camino
- Ya le diste una
- Ya le diste dos
- Ya le diste tres
- Y tu tiempo se acabó
Sinngemäße Übersetzung
- Schlag sie, schlag sie, schlag sie
- Verlier nicht dein Ziel (wörtl. Treffsicherheit)
- Denn verlierst du es
- Kommst du vom Weg ab
- Du hast einmal geschlagen
- Du hast zweimal geschlagen
- Du hast dreinmal geschlagen
- Und deine Zeit ist um
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Passend auch zur „Jahreszeit“ haben wir uns Barra de Navidad, ein kleines beschauliches Örtchen am Strand, herausgesucht. Naja, der eigentliche Grund war, dass es eine direkte Busverbindung dort hin gab…
Da wir morgens um halb sechs angekommen sind haben wir uns erst mal an den Strand gelegt und den Sonnenaufgang abgewartet, richtig schöne Morgenstimmung. Für weniger als Raimar’s günstige 16 € für’s Hostel haben wir ein laut Lonely Planet mid-range Hotel mit privatem Bad, Pool, Balkon und Aussicht in die Lagune bekommen.
Dann verbrachten wir den Tag mit Sonne tanken und dem Beobachten von amerikanischen Rentnern. Ferdi entdeckte auf einer Speisekarte sogar ein german Schnitzel, was er sich nicht zwei mal sagen ließ… Auch die Isla Navidad schauten wir uns an, aber außer ein paar, seltsamerweise verlassenen Luxushotels und einem Fischerdörfchen gab es dort nicht viel zu sehen.
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Back in Guadalajara schlenderten wir durch die Künstlerstadt Tlaquepaque, wo es auch richtig leckeres mexikanisches Essen gab: Quesadillas (Tortillas mit Käse gefüllt), Guacamole (Avocadocreme), Sopes (dicke Maisfladen mit Bohnen, Gemüse, Salsa und Käse) und natürlich Salsa roja y verde (rote und grüne Chilisoße). Während das Essen sehr, sehr lecker ist, sieht es für Vegetarier von der Abwechslung her eher schlecht aus. :s In Tlaquepaque gibt es viele individuelle Künstlerateliers oder –galerien, die unterschiedliche Stile haben und sehr schöne, aber für mexikanische Verhältnisse auch teure Dinge aus Glas, Metall, Ton u.v.m. anbieten
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Bevor wir Ferdis Eltern vom Flughafen abholten, haben wir noch eine kleine Tour durch Tequila gemacht, das 60 km von Guadalajara entfernt ist. Tourigerecht sind wir mit einem Tequilafass-Bus von Destillerie zu Destillerie gefahren und haben uns über die Kunst der Agavensaft-Zubereitung informiert.
Dank Ferdis Blog wusste Jutta schon, dass hier alles mit Limonen, Salz und Chili gewürzt wird. Als der Obstverkäufer dann aber genau diese Kombination über Melone, Ananas und Papaya kippte, war sie trotzdem einen Moment lang irritiert, vor allem wegen dem Salz… Schließlich schmeckte das aber so gut, dass sie nun nicht mehr ohne Fertiggewürz dieser drei Zutaten aus dem Haus geht.
In diesem Sinne wünschen wir allen Bloglesern ein schönes Weihnachtsfest und einen guten Rutsch ins neue Jahr!
2009 sehen wir uns alle wieder in Ulm im neuen Blog zurueck-in-ulm.de!
Ferdinand und Jutta


























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