Der Tag der Toten (Dia de los muertos) ist ein besonderes Fest in Mexiko. Das Fest ist zeitgleich mit dem deutschen Allerheiligen, es geht um das Gedenken an die Toten geht und doch ist alles anders.
Der Tod als Teil des Lebens in der Kultur Mexikos
Der Umgang der Mexikaner mit dem Tod wirkt auf westliche Kulturen befremdlich, da der Tod dort nicht tabuisiert wird. Er wird als etwas betrachtet, vor dem man sich nicht zu fürchten braucht, etwas, dem man jederzeit begegnen kann – mit Ironie. Alltägliches in Mexiko wie: ‚La Calzada del Hueso‘ (Die gepflasterte Knochenstraße), ‚La Barranca del Muerto‘ (Die Todesschlucht) wurde so in Relation mit dem Tod gebracht. Der Tod ist allgegenwärtig und ein Teil des Lebens. Besonders deutlich wird das in der Zeit rund um die Días de los Muertos, wenn die Calaveras (Skelette aus Pappmaché, Gips oder Zucker) in allen möglichen Alltagssituationen dar‑ und in den Straßen und Geschäften aufgestellt werden.
Nach altmexikanischem Glauben kommen die Toten einmal im Jahr zum Ende der Erntezeit zu Besuch aus dem Jenseits und feiern gemeinsam mit den Lebenden ein fröhliches Wiedersehen mit Musik, Tanz und gutem Essen. Durch spanische Missionare, die vergeblich versuchten, das Fest abzuschaffen, wurden die Feiern mit den christlichen Feiertagen Allerseelen und Allerheiligen zusammengelegt. Parallelen zwischen der christlichen Vorstellung vom Tod und dem indigenen Glauben ermöglichten diese Verschmelzung. Schon die Azteken sahen den Tod nicht als Ende, sondern als Anfang neuen Lebens, eine Übergangsphase zu einer anderen Daseinsform. In Vermischung mit dem christlichen Glauben entstand ein einzigartiges kulturelles Fest, das die Bräuche des vorspanischen Mexiko teilweise weiterleben ließ.
[Quelle: wikipedia.de]
Wir haben letztes Wochenende einen Ausflug nach Pátzcuaro und Tzintzuntzan gemacht, die beide berühmt für diesen Feiertag sind. Die Friedhöfe waren mit Kerzen und Blumen geschmückt – wirklich umwerfend… Zum Teil aber hart an der Grenze zum Kitsch (Skelett-Puppe am Grabstein) natürlich nur in meinen westlichen Augen
An den Gräbern wurden Speißen mit den Verstorbenen geteilt, in den Straßen gab es ein Volksfest.
Einen guten Artikel zum Dia de los muertos gibt es auf mexiko-lexikon.de
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Am Rande gab es ein Hockeyspiel mit einem Feuerball – Viele andere Nachtaufnahmen vom Volksfest sind aber leider nichts geworden…
Auch berühmt ist der Tanz der Greisen/Baile de viejitos
(Aufgenommen von mir in Tzintzuntzan) :
Sonntags besuchten wir noch den Pátzcuarosee mit seiner Insel Janitzio. Die kleine Freiheitsstatue habe ich bestiegen. Oben hatte man aber eher das Gefühl aus einem Luftschutz-bunker zu blicken, so klein und unbequem waren die Öffnungen auf den wunderschönen ‚Lago de Pátzcuaro‘. In den verwinkelten Gassen auf der Insel befanden sich kleine Kunstmärkte. Gekauft habe ich allerdings nichts.
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Mit dabei waren Prisca, Ivan, Mario und ich.







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