Ferdinand am Donnerstag, 9. Oktober 2008

Am Wochenende war ich mit einer Gruppe von um die 50 Leuten in Guanajuato. Fast alles waren Studenten vom Iteso, oder anderen Universitäten in Guadalajara, darunter viele Austauschstudenten die ein bisschen was vom Land sehen wollten. Insgesamt also eine lustige Gruppe. Loß ging es am Samastag morgen um 7(!!) in der früh. Das heißt natürlich ein bisschen später – bis halt die letzten Nachzügler da waren.



Cerro del Cubilete

Einen Zwischenstopp haben wir am Cerro del Cubilete gemacht, einem der Hauptpilgerstätten in Mexko. Nachdem sich meine Gläubigkeit in Grenzen hält, war es für mich hauptsächlich eine kleine Bergtour. Nachdem uns die Piglerbusse den Weg versperrt hatten (siehe erstes Bild), mussten wir ca. 40 min zu Fuß aufsteigen, mit Ausblick auf das Umland.

   



Guanajuato

Weiter ging es nach Guanajuato. Eine Stadt die – um ehrlich zu sein‑ wesentlich schöner ist, als Guadalajara. Viele Gebäude, die schon ein paar Jahrhunderte hinter sich haben. Der Charakter, der Stadt ist näher an seinen spanischen Vorbilden. Es gibt weniger Umweltbelastung, auch weil Busse und Lastwagen konsequent ausgesperrt werden.
Guanajuato ist außerdem wesentlich kleiner als Guadalajara. Sie hat 130 000 Einwohner, also ähnlich groß wie Ulm oder Arandas. Im gegensatz zu Arandas hat Guanajuato aber durchaus einen städtischen Charakter.
       



Foltermuseum

Eines der Highlights war ein Inquisitionsmuseum. Hier gab es hauptsächlich Nachbauten von Folterinstrumenten zu sehen. Schwule wurden beispielsweise auf eine Holzspize gesetzt (letztes Bild), ein paar Gewichte an die Beine …



Mine

Außerdem gab es in der Stadt eine Mine, in der hauptsächlich Silber abgebaut wurde.
     



Mumien

Das richtig krasse in dieser Stadt ist aber, die automatische Mumifizierung. Guanajuato ist der einzige Ort in der Welt, in der Menschen nach ihrem Ableben selbstständig zu Mumien werden, ohne jede chemische Einwirkung. Die einzige Voraussetzung ist eine trockene Lagerung. Ähnlich wie in der deutschen Ausstellung Körperwelten haben sich Menschen für ein Museum zur Verfügung gestellt.
Wenn ich es richtig verstanden habe, wird das sulfat-haltige Wasser für diesen Prozess verantwortlich gemacht.
   



Fazit

Insgesamt ein schönes Wochenende mit wenig Schlaf und super schönen Hotelzimmer

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