Ich habe gestern zum ersten Mal jemanden gesehen, der in einem chinesischen Restaurant mit Messer und Gabel gegessen hat. Normalerweise gehört das Messer in Küche, die Gabel gibt es gar nicht und mit Küchengeräten isst man nicht. Das wäre Esskultur. Ich frage mich manchmal nur, ob es wirklich Esskultur ist, wenn man versucht Schnitzel (diese gibt es durchaus in China) mit den Stäbchen zu essen. Das sieht bei den meisten genauso elegant aus, wie ein Hund, der aus dem Napf frisst.
Nun habe ich aber gestern jemanden gesehen, der mit Messer und Gabel gegessen hat. Nur scheint dieser Gabel und Messer teilweise zu vertauschen: denn was liegt näher, als mit dem Messerl das Essen auf die Gabel zu schieben und die Gabel zum Mund zu führen? Richtig: Mit der Gabel das Essen auf das messer zu schaufeln und mit dem messer zu Essen! Und als ich ihn so beobachtet und mich darüber wunderte, wie Chinesen essen, ist mir aufgefallen, dass ich den Mann schon einmal gesehen habe und er ein Vietnamese und gar kein Chinese ist. Das war wohl die Rache der Franzosen!
Guten Appetit!
Die Fähre nach Korea war interessant. Man hat sehr gemerkt, dass normalerweise keine Ausländer mitfahren. Es war das erste mal, dass ich bei der Ausreise aus China die Departure-Card nicht selbst ausfüllen musste, weil die Grenzbeamten sich um mich sorgten. Auf der Fähre angekommen hat mich auch eine Bedienstete zu meinem Schlafplatz geführt, dass ich mich nicht verlaufe. Das war auch gut so, denn ich hätte wahrscheinlich schon verlaufen. Wir sind durch einen großen Saal gelaufen, der mehrere 10m² Flächen hatte, auf denen Matratzen verteilt lagen. Ein großer Schlafsaal. Ich hatte aber zum Glück ein Bett in der nächst höheren Klasse. Mehrere Gänge mit 2-Stockbetten auf beiden Seiten und Vorhang für das bisschen Privatssphäre. Weiter hinten gab es anscheinend noch Kabinen. Da die Fähre selten Ausländer gesehen hat und auch von einer „Kleinstadt“ kommt, war das Verhalten der Mitpassagiere auch recht chinesisch, d.h. es wurde munter von jedem 2. Handy Musik gespielt, Nudelsuppe geschlürft, danach Sonnenblumensamen geknackt und nach chinesischer Tradition die Schale auf den Boden fallen gelassen und hin und wieder aus tiefstem Rachen auf den Boden gespuckt. Zum Glück konnte man seine Schuhe unter dem Bett unterstellen. Nachdem dann alle im Bett waren, wanderte ich nochmal auf dem Schiff umher und fand einen erstaunlicherweise sehr ansprechenden Duschraum, bzw Baderaum, der mich quasi einlud nochmal eine richtig schöne heiße Dusche zu nehmen. Das war einfach wunderbar, nachdem ich in Dandong in der Wohnung keine wirkliche Möglichkeit hatte zu duschen und daher auf ne öffentliche Dusche zurückgreifen musste.
Am nächsten Morgen wurde ich sanft von den Spuckgeräuschen der Menschen geweckt, die ihre morgentliche Wäsche durchführten. Leider war der Waschraum zum Zähneputzen viel zu nah an meinem Bett, sodass ich ein feuchtfröhliches Spuckkonzert von 7 bis 9 miterleben durfte. Dieses Badezimmer hatte vor allem noch die Besonderheit, dass die Waschbeckenabflüsse nach einem Schlauch direkt auf dem Boden münden, sodass man das, was man eben im Ausguss verschwinden sah, kurz danach an seinen Füßen vorbeischwimmen sehen konnte. Ich war schon etwas glücklich, als ich in Incheon ankam, und als ich dann nach Südkorea eingereist war, überkam mich der Gedanke: „Oh mein Gott, du bist hier noch ein viel größerer Analphabet, als in China! Wie komm ich denn nun von hier aus zu einer U-Bahnstation?“ Die Lösung war ganz einfach: Vor dem Ausgang des Terminals gabs nur einen Buslinie, deren Endstation „Dongincheon“ ist, welche dem Bahnhof von Incheon entspricht und an das U-Bahnnetz von Seoul angeschlossen ist. Leider haben ein paar Linien in Seoul mehrere Endhaltestellen in verschiedenen Stadtteilen, sodass man aufpassen muss, in welchen Zug man einsteigt. Und dann bin ich gefahren, eine ganze Weile, einmal planmäßig umgestiegen und habe trotz undeutlicher Anfahrtsbeschreibung des Hostels, dennoch das Hostel auf Anhieb gefunden. Ich bin ja so gut
Untergekommen bin ich im Bebop-Guesthouse, in dem Jonathan auf mich gewartet hatte. Jonathan studiert auch an der SEU in Nanjing, wohnt auf meinem Gang im Wohnheim und hat eineinhalb Jahre in Seoul gelebt. Ich kann das Hostel wirklich empfehlen. Es ist recht neu und sauber, eine der billigsten Varianten in Seoul, relativ gut angeschlossen an die U-Bahn (10 Minuten zu Fuß) und im Studentenviertel der Hongik-Universität in Hongdae gelegen. Aber vor allem fühlt man sich dort verdammt wohl. So wohl, dass ich dort den ganzen restlichen Nachmittag verbracht habe und nichts getan habe. Am ersten Abend bin ich alleine auf Essensuche und habe zufällig ein chinesisches Restaurant erwischt. Da konnte ich die Speisekarte wenigstens lesen
Nachdem ich ausgeschlafen hatte, machte ich mich auf zum Gyeongbokgung, einem der Paläste und traf auf dem Weg dorthin eine Japanerin aus dem Hostel, die dort auch hinwollte. Schon die U-Bahnstation war thematisiert:
Am Eingang des Palastes stehen Wachen, die als wir dort ankamen ihre Wachablösung hatten:
Nach der Show kauften wir uns die Eintrittskarten und schauten uns das Palastgelände an:
Kleine Japanerin, noch kleinere Türen
Halb-gefrorener See und Pavillon
Wir werfen unsere Schatten vorraus
Das Gelände des Palastes war wirklich riesig, aber irgendwie war es auch etwas langweilig. Die Restaurationen sind wirklich gut, aber irgendwie sah jedes Gebäude gleich aus. Im Sommer, wenn die Wiesen grün sind und die Landschaft und Gärten etwas prächtiger sind, macht es sicherlich mehr Spaß. Wir entschieden uns einen Kaffee zu trinken und dann wollte Anna, die Japanerin, sich mit jemandem treffen. Ich zog also allein weiter und ging zu einer der beliebtesten Einkaufszonen, namens Insadong. Auf dem Weg dorthin schaute ich mir noch ein Kloster, namens Jogyesa, an:
abendliche Einkaufsgassen
der wohl sicherste Ort auf der Welt?
Ich bin daraufhin einfach irgendwo hin gelaufen, wo es mir interessant erschien. Den Weg kann ich leider nicht mehr wirklich nachvollziehen
Irgendwann kam ich dann an einem Markt an, in dem fast nur Essen verkauft wurde. Es tut mir im Nachhinein leid, dass ich nicht die Fleisch‑, Wurst‑ und Speckschwartenberge fotografiert habe, sondern nur eines der leckersten Gerichte Asiens Tteokbokki
Das aß ich auf einer beheizten Holzbank sitzend, während links von mir auf Augenhöhe ein paar gekochte Schweinefüße in den Fleischberg eingebettet waren. Nun neben dem eben Genannten, konnte man auch koreanische Pfannkuchen in verschieden Farben und Formen und diverse Sorten von Kimchi kaufen. Man konnte auch eine ganze frittierte und panierte Flunder am Spieß kaufen, also alles, was das Herz begehrt. Aber da die Reisknödel in Paprikasoße ziemlich satt gemacht haben, konnte ich mich gerade noch zurückhalten einen Schweinfuß auf einmal zu verschlingen und bin etwas weiterspaziert, bis ich mich verlaufen habe und dann irgendwie am Dongdaemon ankam, wo ich dann in die U-Bahn gestiegen bin.
Am nächsten Tag aß ich mit Jonathan, einer Deutschen aus dem Hostel und ihrer Freundin koreanisches Barbecue (Bulgogi).
90 % der koreanischen Restaurants sind Barbecue-Restaurants, daher hat sich dort eine ganz eigene Kultur entwickelt. Man muss normalerweise mindestens für 2 Personen bestellen. Bei 4 Personen bekamen wir 4 große Fleischstücke unterschiedlich mariniert, die man auf einem Grill, der in den Tisch eingelassen ist, grillt. Die Kellnerin übernimmt das Grillen für gewöhnlich, wenn nicht so viele Gäste da sind. Dabei wird das Fleisch, nachdem es durch ist, mit einer Schere in kleine Stücke geschnitten. Wie in allen koreanischen Restaurants gibt es dazu eine Auswahl an Beilagen (Banchan), zu denen Kimchi, eingelegter Rettich, Kartoffelsalat, Fischmehlpfannkuchen, etc. zählen, wie auch speziell für das Barbecue diverse Dips, Soßen und Salatblätter, in die man die gedippten Fleischstücke einrollt und isst. Von den Beilagen darf man sich für gewöhnlich so oft nachholen, wie man möchte. Schade, dass es so wenig koreanische Restaurants in Deutschland gibt, denn die koreanische Küche hat echt leckere Sachen zu bieten. Was in China sehr berühmt ist als koreanisches Gericht ist Dolsot Bibimbap. Das ist Reis mit diversem Gemüse, einem Ei und einer Paprikapaste im heißen Steinpott. Das klingt jetzt ziemlich langweilig, schmeckt aber hervorragend und ist freilich mit Fleisch modifizierbar. Das ganze gibts auch kalt ohne Steinpott, doch dann ists ein bisschen langweiliger. Ein weiteres Standardgericht ist Gimbap, die koreanische Version von Maki-Sushi.
Nach dem Essen gingen wir in ein Freilandmuseum eines koreanischen Dorfes (Namsangol Hanok Village).
Und wie moderne hippe Leute, haben wir auch ein paar „fotografier mich in der Luft“ Bilder gemacht.
Samstags war ich dann auf dem Konzert, das der ursprüngliche Grund für meine Reise nach Seoul war: Final Fantasy Distant Worlds, in dem Musikstücke des Komponisten Nobuo Uematsu, der diese Stücke für die Videospielreihe Final Fantasy komponiert hatte, von Chor und Orchester unter der Leitung von Arnie Roth inszeniert werden. Es war einfach toll und hat sich gelohnt, auch wenn es mich ärgert, dass ich die Karte vorbestellt habe und die Standardüberweisungsgebühr von Deutschland nach Korea etwa genauso teuer war wie das Ticket an sich, da das Konzert logischerweise auch nicht ausverkauft war.
Abends hatte Jonathan das Gefühl, dass ich zu wenig von Seoul gesehen hätte und dass wir unbedingt nochmal überall hin müssten. So waren wir in einer anderen Einkaufsstraße in Insadong, auf dem Soul Tower, der sich wirklich lohnt, und an diversen anderen Plätzen der Stadt, wo man abends ausgehen kann. Im Seoul Tower hat man eine atemberaubende Aussicht auf Seoul, leider durch Glasscheiben und noch „leiderer“ abends durch Glasscheiben, die die zu starke Beleuchtung der Aussichtsplattform innen spiegeln.
Und für das ganz besondere Erlebnis, kann man mit Aussicht pinkeln gehen
Sonntags fuhr ich mit der Deutschen gemeinsam zum Flughafen. Der erste Shuttlebus, der uns zum Flughafen bringen sollte war leider schon voll besetzt. Ich dachte dann, wenn das noch ein paar mal so ist, dann kommen wir wohl nie zum Flughafen. Das wäre nunmal das Los, wenn vor der eigenen 7 andere Stationen liegen und an dieser Station soviele Leute warten, dass man damit einen halben Bus füllen könnte. Doch der zweite Shuttlebus war fast leer und so gings zum Flughafen. Im Flughafen gab es eine traditionelle koreanische Aufführung in einem Teeladen.
Bevor ich mit dem Reisebericht weitermache muss ich mich nur einmal kurz darüber aufregen, dass in China einfach nichts auf Anhieb funktioniert. Das hat im Gegensatz zu allen anderen Sachen, für die man nur Glück benötigt, überhaupt nichts mit Glück zutun. Es ist daher die Regel, und diese ist absolut: „Wenn man etwas möchte (Amt, Bank, Post, etc.), was auch nur ansatzweise aus der Reihe fällt, dann gehts nicht, auch wenn es gehen müsste.“ Jedoch, wenn man lang genug diskutiert, denn Diskutieren macht ja Spaß (genauso wie Gräten im Fischgericht, oder Knochen und Knorpel im Gulasch), kann man das, was vorher noch völlig unmöglich war, möglich machen. Es geschehen somit geschätzt eine halbe Millarde Wunder in China pro Tag. Manche davon in 5 Minuten, manche davon in 10 und manche dauern sicherlich über eine Stunde. Nun wage ich zu behaupten, dass sich die Auftrittshäufigkeit des einzelnen Falls antiproportional zur benötigten Diskussionszeit verhält. Da Chinesen unergründliche Wesen sind, die man mit westlicher Logik (ich erinnere: das chinesische Wort für Logik wurde aus dem Westen importiert) nicht beschreiben kann, kann man auch keine westliche Logik anwenden um meine Behauptung zu beweisen. Nichtsdestotrotz war nun heute der Fall, dass ich mit meiner Notfallvisakarte, die von Visa extra für Notfälle und daher ohne PIN ausgestellt wird, am Schalter der zweitgrößten Chinesischen Bank kein Geld ausgezahlt bekam, obwohl mir das von den Visa-mitarbeitern zugesichert wurde, dass man das kann. Ohne PIN kann man nun kein Geld vom Automaten ziehen, man hat jedoch immernoch die Kartennummer und die Sicherheitsnummer (geschweige denn von meinem Perso und Reisepass als Absicherung), mit denen man im Internet alles bezahlen kann. Ich bin mir auch sicher, dass ich Geld bekommen hätte, wenn ich lange genug diskutiert hätte, was nach meiner These mit der Seltenheit meines Falles in dieser Bankfiliale wohl 5 Stunden und 3 Nervenzusammenbrüche und infolgedessen mindestens 5 Stunden meines wertvollen Lebens gekostet hätte. In Deutschland werde ich künftig zu schätzen wissen, dass die Leute in der Regel Ahnung von ihrem Job haben und bei Komplikationen oder Spezialfällen nachfragen, anstatt von Anfang an zu sagen, dass es nicht geht.
Prost! Achso Happy New Semester to me
Zuerst möchte ich noch einmal rekapitulieren wie der Stand war, bevor ich nach Dandong fuhr. Ich hatte dummerweise meine Kreditkarte sperren lassen, und hatte somit nurnoch Zugriff auf das Konto der Bank of China, das ich glücklicherweise für mein chinesisches Stipendium angelegt hatte. Ich hatte mir das Zugticket nach Dandong schon vor der Sperrung gekauft und so saß ich in der Wartehalle des Bahnhofs von Harbin, mit etwa 100 Euro in der Tasche und einem ungewissen Betrag auf dem chinesischen Bankkonto. In der Wartehalle traf ich einen Neuseeländer namens Tom, der in Dandong wohnt und mir seine Telefonnummer gegeben hatte, falls man mal abends weggehen möchte. Als ich dann am nächsten Morgen in Dandong ankam und den Stand meines Bankkontos abgefragt hatte, bekam ich erst einmal einen Schock: 800元 also etwa 80 Euro. Das war genau der Betrag, der die Fähre nach Südkorea kostet.
„Erst einmal eine Unterkunft finden, die am besten gar nichts kostet, und Freunde, die gerade nicht selbst reisen, fragen, ob sie mir Geld auf mein chinesisches Bankkonto einzahlen“, schwirrte in meinem Kopf umher. Maik hat mir zum Glück am Abend gleich mal Geld eingezahlt und somit meine Reise erst einmal gerettet. Ich schrieb auch Tom eine Nachricht, ob er eine Couch oder ähnliches zum Übernachten hätte und meldete mich gleichzeitig bei Couchsurfer an, das für Dandong eine Hand voll Leute anbot, die ihre Couch zur Verfügung stellen. Kurz danach meldete sich auch Tom zurück, der eine Übernachtungsmöglichkeit für mich gefunden hatte. Es war eine renovierungsbedürftige 2-Zimmer Wohnung mit Matratze und kaputtem Bettgestell. Es war in diesem Moment ein Traum, auch wenn ich nachts in Ermangelung einer Decke und einer genügend heizenden Heizung ein wenig fror.
Es meldete sich, kurz nachdem ich zu Mittag gegessen hatte, auch der eine Mensch von Couchsurfer, den ich wegen einer Unterkunft angeschrieben hatte. Er bot mir an mich ein bisschen rumzuführen und so wurde er mein Reiseleiter für die nächsten paar Tage, weil er zurzeit auch nichts besseres zutun hatte. Sein Name war Lüyou (吕游) und er ist ein ehemaliger Informatikstudent, der vor hat in Nigeria Chinesisch zu unterrichten um Geld für eine Europareise zu sparen.
Wir trafen uns am Bahnhof von Dandong, wo ein riesiger roter Mao über den Platz wacht
und gingen dann erstmal zu dem Ort, wo jeder Tourist zu allererst hingeht: Zur zerstörten Brücke nach Nordkorea. Damals in einem der Koreakriege hatte China über diese Brücke die nordkoreanische Armee mit Gütern versorgt, weil sie die einzige Eisenbahnbrücke von Nordkorea in die Ausenwelt war. Daher wurde sie von Amerika bombadiert und zerstört. China restaurierte sie zur Hälfte und machte ein Denkmal für die unendliche Freundschaft zweier kommunistischer Staaten daraus. Es wurde auch eine neue Eisenbahnbrücke etwa 50 Meter daneben errichtet, auf der 3 Mal in der Woche ein Zug von Beijing nach Pyongyang fährt. Das Tor in eine andere Welt.
Die halb zerstörte Brücke, nur auf chinesischer Seite wieder restauriert
Todesmutiger Mao
Aussichtsplatform nach Nordkorea
Brücken Kollaboration zwischen China und Nordkorea, aber auf ein einheitliches Design konnten sie sich nicht einigen
Ein Riesenrad, das immer stillsteht
Grenzübergang mit chinesischer Wache
Sinuiju auf der koreanischen Seite
Am nächsten Tag fuhr ich dann mit Lüyou und einem japanischen Freund, namens Yuki, zum Tigerberg 虎山 um einen restaurierten Teil der chinesischen „Großen Mauer“ zu sehen, der nicht so von Toursiten überlaufen war, wie der Teil bei Beijing. Zudem gibt es hier noch eine Besonderheit: der Berg liegt direkt an der nordkoreanischen Grenze und bietet bei freier Sicht einen tiefen Blick ins Land und am Fuße des Berges hat man die Möglichkeit nordkoreanisches Festland zu betreten, wenn man den Fluss überquert. Leider war die Sicht an diesem Tag sehr dunstig, dafür war aber der Fluss fest zugefroren. Doch zuerst ein paar Bilder von der Mauer und dem Mauermuseum:
Ein Blick auf Nordkorea (der weiße Fluss ist die Grenze)
Feldarbeiter, vielleicht
Ein ganz motivierter Fotograf
Spässle gmacht
Nachdem wir uns das Mauermuseum angeschaut hatten, was ziemlich unspektakulär war, begaben wir uns auf einen Wanderpfad um den Tigerberg herum. Von einem Geländer unterstützt musste man richtige Kletterpartien an dem Felsen ausführen bis man zu einer Treppe kam, die vom Berg herunter an das Flussufer des Flusses bzw. Baches, der China von Nordkorea trennte, führte. Auf beiden Ufern des Flusses wurde das jeweilige Land mit einem Stacheldrahtzaun geschützt. Doch auf chinesischer Seite gab es genau an dieser Treppe eine Tür im Zaun, und so kann jeder gewitzte Reisende kurz mal schnell aus China ausreisen, den gefrorenen Fluss überqueren und sich auf nordkoreanischem Territorium, aber noch vor dem schützenden Zaun, fotografieren lassen um zu beweisen wie wagemutig er ohne Pass und Visum in Nordkorea war. Doch die Grenzsoldaten, die die am Berg entlang kletternden schon lange im Vorraus sehen kann, muss dann zu dieser Stelle schlendern und mit einer routinierten wenig überzeugten Bissigkeit, die Wagemutigen verscheuchen. Man soll sein Glück ja nicht herausfordern und so gingen wir zurück auf chinesisches Territorium und ich machte von dort aus ein Foto des Soldaten. Danach setzten wir den Rundgang um den Berg fort und waren wieder dort, wo wir die große Mauer zuerst bestiegen hatten.
Das was China von Nordkorea trennt
Okay, Bergsteigerausrüstung vergessen?
Auf verbotenen Pfaden
In Nordkorea
So oft können Japaner nicht einreisen
Der Soldat, der uns verjagt hat
Am nächsten Tag zeigten mir Lüyou und ein Freund von ihm 2 der Dandonger Parks. Der erste war der Park um den Fernsehturm, der aussieht wie die halbe Version vom Shanghaier Fernsehturm. Nachts ist er auch so ähnlich erleuchtet … leider hab ich kein Bild davon machen können. Lüyou erzählte auch, dass Nordkorea sich über den Turm beschwert hat, weil er die nordkoreanischen Funksignale überstrahlt. Am Fuße des Berges, auf dem der Turm steht, war noch ein Nonnenkloster. Das war das erste Kloster, das mich wirklich an ein Kloster und nicht an eine Touristenfalle erinnert hat.
Der Blick vom Sockel des Fernsehturms (rein und rauf durfte man nicht). Die Pagode auf dem Berg gehört zum Park, in den wir danach gingen.
Das Ödland jenseits des Flusses ist Nordkorea
Bananenlimo, die es nur in Dandong gibt
Der andere Park hatte auch einen kleinen Tiergarten, obwohl mir die Tiere da eher Leid taten. Kleine Käfige und dreckig. Zu bemerken sei auch, dass in Dandong die Parks, im Gegensatz zu allen anderen Orten in China, an denen ich schon war, nichts kosten. Auf der Spitze des Parks war dann noch die Pagode, auf die man steigen konnte und einen schönen Blick über Dandong hatte.
Ein Blick auf Dandongs Bahnhof und die Eisenbahnbrücke nach Nordkorea
Am Ende des Tages wurden wir dann noch von Lüyous Mutter zum Essen eingeladen.
Doch später am Abend aß ich noch mit Tom und der kleinen Dandonger Ausländerclique Barbecue. Man bestellte Spieße verschiedener Sorten (Schwein, Rind, Hühnchen, Tofu, Baozi, Pilze, …) und steckte diese in den Aussparung im Tisch, in der mehrere Säulen mit glühenden Kohlen waren. Die Spieße drehte der Tisch automatisch (soviel Luxus muss sein). Zudem gab es noch Schalen auf der Kohle, auf denen man das Gebratene warm halten und zB Muscheln grillen konnte.
Auf der rechten Seite sieht man Tom und auf der linken (die Nudelschlürfende), die Frau, die mir die Wohnung zur Verfügung gestellt hat
Am nächsten Tag reparierte ich mit Tom noch notdürftig das Bett und machte mich Mittags auf den Weg zur Fähre nach Südkorea. Obwohl der Hafen zu Dandong gehört, liegt er in einer anderen Stadt, etwa eine Stunde per Bus gen Süden. Am Busbahnhof in Donggang angekommen musste ich noch ein Taxi zum Fährhafen nehmen, wo der Taxifahrer mit mir einen viel zu hohen festen Preis aushandeln wollte. Doch so leicht lasse ich mich nicht beluren und ich machten den Taxameter an. In der Wartehalle war ich erstaunt, wieviel Chinesen da mitschleppen. Das ist ja bei Zugfahrten auch schon krass, aber das hat mich echt überrascht:
Ansonsten noch ein paar Bilder von der Abfahrt und vom Pier beim Sonnenuntergang
und ein letzter Blick auf Nordkorea, das wirklich nur interessant ist, weil es dort einfach nichts zu sehen gibt
Es folgen nun die Bilder von den diversen Eis‑ und Schneeparks, die Eintritt gekostet haben und die Bilder vom Tiger-Wildpark. Ich habe nicht alle selbst geschossen, daher danke auch an Steffi, Robert, Robert und Caroline für die Bilder. Viel Spaß:
Beginnen wir die visuelle Reise in einem kleinen Park in der Nähe vom Stalin-Park. Es ist ein Park, der Wohl das ganze Jahr über auch Disney zum Thema hat, also Disneyland-XXS, und so waren auch die meisten Statuen und Gebäude von Disney inspiriert:
Nun folgen die Bilder von der Sunny-Island und dem Schneeskulpturenpark, der direkt gegenüber der Hauptattraktion von Harbin, der „großen Eiswelt“ gelegen ist. Ich war dort mit den 3 Deutschen (Steffi und 2 mal Robert) aus Jena, bzw. Wuhan, Caroline der Belgierin aus Lewen und Jed, dem Australier:
Die Pagode aus Wuhan
Gruppenrutschen
Robert, Jed, Caroline, Ich und Steffi an der Eisbar
Steffi und Caroline
Ich Trendsetter und meine Nachmacher aus Kanton
Wir lieben Mao
Nun die Bilder von der 冰雪大世界 (Bingxue Dashijie), der großen Eiswelt (gefroren Schnee groß Welt). Anwesend wieder Steffi, Caroline Robert x2, Ich und ein Kanadier. Anzumerken sei, dass die Gebäude wirklich riesig waren, wenn man den Maßstab auf den Bildern nicht sein kann. Als ich auf meiner Reise etwa 3 Wochen später in Guilin war, sagte mir jemand, dass sich hier wohl Steine gelöst hätten und jemand erschlagen haben, kurz nachdem ich dort war. Trotz des Unfalles kann ich den Park dennoch sehr empfehlen.
Das gute (schlechte) Harbin-Bier. Es gibt eine gute Biersorte aus Harbin, aber die gerade dargestellte ist es nicht
Gruppenfoto zum Abschluss
Nun kommen die Bilder vom Heilongjiang-Tiger-Wildpark: 黑龙江东北虎林园 (Heilongjiang Dongbeihu Linyuan). Anwesend wieder die Deutschen und die Belgierin, sowie der Australier und 2 Mädels aus Groß Britannien
Im Safaribus
Live-Fütterung auf dem Autodach
Tür auf, Fleisch raus, Tür zu
Einen weißen Tiger gabs auch
Im Rachen der Raubtiere
Kind, lass dich mal mit der Ausländerin fotografieren!
Jed und der Beweis: Hier gibts einen Liger
Der Liger, der auch ein Töwe sein kann
Hochqualitative Photokollage als Andenken für Zuhause gefällig?
Gehege für böse Tiger
Cheetah
Warten bis die Andenkensphotokollage fertig ist
Morgens beim Koreaner
Hätten wir doch das Rind genommen
Jetzt stellt euch mal vor, das wäre ein gefährlicher weißer Tiger
Mit den beiden Australiern in der ehemaligen japanischen Warfarebase:
So nun bin ich wieder ins schöne Nanjing zurückgekehrt. Als ich etwas müde aus der U-bahn stieg, wehte mir der staubige Duft der Stadt in die Nase. Das ist Nanjing, hier riecht es nicht so wie in Harbin oder Guilin, dachte ich mir. In meinem Wohnheimszimmer angekommen sehnte ich mich nach einer Dusche und einem Gang zur Toilette. Dort wurde mir gewahr, dass ich die ganzen 4 Wochen das Badezimmerfenster offen gelassen habe. Und als ich dann die Klobrille putzte war das Toilettenpapier ganz schwarz. Beim duschen sah man, wie das Wasser einen Staub und Dreckfilm vor sich weg schob und sich mit diesem langsam vermischte. Nanjing hat ganz schön viel Dreck in der Luft. Man sagt ja, ein Tag Beijinger Luft ist wie eine Schachtel Zigaretten. Hier ist das wohl so ähnlich.
Nichtsdestotrotz werde ich beginnen meine Fahrt zu rekapitulieren und mit Bildern (unselektiert 1300 Stück) zu untermalen. Harbin habe ich ja schon beschrieben, also folgen nun erst einmal die Bilder zu Harbin:
Auf dem Weg nach Harbin: Die Zugtüren frieren ein
Harbinner Baumkuchen bzw Straßenbelag
das Unigebäude irgendeiner Harbinner Uni
Eisaustellung am Bahnhof
Architektur in Harbin
Die Kirche St. Sofia
Und russische Touriware in der Kirche
Grandios! Vor St. Sofia kommt das heilige Licht aus dem Boden, atemberaubend!
Die 中央大街 (zhongyangdajie = große Hauptstraße)
–10℃
für gewisse Liebhaber und Rechtschreibprofis
nicht mal 10 Meter davon entfernt
McDonalds rosa Taro-Taschen, in Köln wäre das der Renner
Winterspaß auf dem zugefrorenem Fluss
Mit dem Halsabschneider auf kurzem Flussrundritt
Lichtshow auf dem Fluss
Harbin bei Nacht
Einkehren bei der deutschen Wurstfabrik
Mit den Australiern in der USA-Bar, australischen Nationalfeiertag feiern
Abseits vom Toursimus
Schlittschuhlaufen
Die lustigen Kinder, die mir Schlittschuhfahren beibringen wollten
In einer ehemaligen Synagoge
Man beachte die Unter‑ und Überschriften
Die Gesetze der Optik
Engländer im Hostel mit Gitarre
Ich sitze gerade in Seoul in einem sehr gemuetlichen Hostel und dachte mir, ich schreibe mal wieder etwas.
3. Tag in Harbin: Es ist erstaunlich warm. Die beiden Australier haben sich entschlossen heute die Sachen anzuschauen, die ich am ersten Tag schon gesehen hatte, also bin ich alleine umher gezogen. Ich wollte die ominoeso Gogol-srteet finden. Ich bin mir nicht sicher ob ich sie gefunden habe, dafuer habe ich eine echt schoene Uferpromeade eines Kanals gefunden, der durch Harbin hindurchfliesst. Ich ging durch einen Park, der im Sommer wohl so etwas wie ein Freizeitpark fuer kleine Kinder ist. Obwohl im Winter alles zu hatte, musste ich dennoch Eintritt (2 Yuan) zahlen. Dieser lag an besagtem Kanal, der auch zugefroren war. Man konnte also einfach ueber den Kanal gehen und in den Park „einbrechen“.
Als ich den Kanal so entlang schritt, fand ich eine Eisplatte vor, auf derman Schlittschuhlaufen konnte. Beobachtet von vielen neugierigen Augen, was fuer ein Auslaender sich denn hierhin verlaeuft, schoss ich ein paar Fotos, als eine Horde neugieriger Kinder auf mich zukam. Sie fragten mich wo ich herkaeme und wie ich hiesse und fragten mich, ob ich denn schon einmal Schlittschuhgelaufen waere. Bejahend ueberredeten sie mich doch auch welche auszuleiehn und ein bisschen zu laufen. Die Leihgebuehr betrug 10 Yuan, was ich fuer angemessen hielt und fing an zu laufen, zumindest versuchte ich es. Die meiste Zeit jedoch war ich damit beschaftigt mich mit den Kindern in chinesisch und englisch zu unterhalten: Was man in Deutschland und China so isst, was meine Lieblingsfarbe ist, usw. Das war sehr unterhaltsam und hat wirklich Spass gemacht.
Spaeter kamen noch ein paar andere Auslaender auf das Eis. Ich habe sie schonmal am Abend vorher gesehen, als ich mit den Jed und Nick den australischen Nationalfeiertag in einer USA-Bar gefeiert habe. Es stellte sich heraus, dass die Menschen in den russischen Winteranzuegen alles Englischlehrer aus Tianjin, Guangzhou oder Shanghai waren, die fuer das britische Konsulat Konsulat arbeiten. Ich haengte mich an sie dran und wir spielten in meinem Hostel noch etwas Gitarre und sangen dazu. Spaet am Abend kam noch eine Belgierin (Caroline) dazu, die auf ihre deutschen Reisegefahrten aus Wuhan wartete. Wir fanden heraus, dass sie an der selben Universitae wie Jolien studiert und sogar Kommilitonin von den anderen Belgierinnen aus Nanjing ist, die ich auch kenne (aber nicht sonderlich leiden kann).
Wir machten aus, dass wir am naechsten Tag zusammen den Tigerpark und den Eispark anschauen. Und so begann der 4. Tag in Harbi, nur mit dem Problem, dass ich meinen Geldbeutel nicht finden konnte. Ich liess sofort meine Kreditkarte sperren, weil man das halt so macht. Und so kam es wie es kommen sollte: Nach langem hin und her und erfolglosem Gelderfragen bei der Bank of China, fand ich meinen Geldbeutel dort, wo wir am Abend vorher sassen und Musik gespielt haben, unter nem Stuhl neben der Heizung. Da haette ich auch als allererstes schauen koennen! Mit der gesperrten Kreditkarte war auch meine Geldquelle mit einem Male futsch. Zu diesem Zeitpunkt wusste ich aber noch nicht, dass man Kreditkarten nicht entsperren kann und war bisher ganz gluecklich und unbeschwert.
So fuhren wir (das waren Jed, einer der Australier, der noch nicht abgereist war, Caroline, die Belgierin, die 3 deutschen Pharmazeuten aus Jena, Steffi, Robert und Robert, und 2 zufaellig zugestossene Maedels aus England) in den Tigrpark, der seine 65 Yuan echt Wert war. Man faehrt zuerst mit einem Kleinbus durch die Wildgehege, direkt an den Tigern vorbei, die sich von den Autos schon lang nicht mehr stoeren liessen. Diese pinkelten die Busse hoechstens an, so dass man obacht geben musste, dass m,an ja rechtzeitig das Fenster schliesst. Ein Ranger kam dann in den Bus und sammelte Geld ein um eine Live-Fuetterung vorzufuehren. Mit einem Haenchen auf dem Dach fuhr das Rangerauto in das Gehege und wurde mit einem Sprung sofort von einem Tiger erklommmen. Mit dem Tiger auf dem Dach, der das Haehnchen verzehrte, fuhr der Wagen eine Runde und kam zum stehen. Der Tierhueter oeffnete nur einen Spalt seine Tuer und warf immer wieder einen Fleischbrocken heraus, um de sich die anderen Tiger pruegelten.
Nach der Safari kann man noch etwas in einer Art Tierpark herumlaufen, und exotische Tiere wie den Liger oder weisse Tiger betrachten.
Nach dem Park besuchten wir die Sun Island auf der die Schneestatuen-austellung war. Der Eintritt kostet unermaessigt 150 Yuan, was schon recht happig ist. Ermaessigt als Student waeren das 75 Yuan. Man kann zur Not auch nen Fuehrerschein als Studentenausweis missbrauchen, so wie es die eine Englaenderin auf unser Anraten hin getan hat. Die Schneestatuen waren ziemlich beeindruckend, nur spuerte man auch hier, dass was Harbin schon die ganze Zeit umwehte. Vor allen Dingen als Auslaender wird man hier ausgenommen wie es geht. In einem Iglucafe wollte wir einen Kaffe geniessen, der 20 Yuan kosten sollte. Kein ungewoehnlicher Preis fuer Kaffee in China. Was wir aber bekamen waren waessrige Pulverkaffeemischungen, deren Einkaufswert wohl nicht 2 Yuan uebersteigen. Das war schon ganz schoen unverschaemt.
Als wir dann damit fertig waren fuhren wir zurueck in die Stadt, weil wir den ganzen Tag noch nichts richtiges gegessen haben. Wir fanden auch ein Restaurant mit angemessenem Preis und leckeren Gerichten, doch war es danach leider zu spaet um noch zum Eispark zu gehen, sodass wir das auf den naechstn Tag verschoben, was fuer mich etwas unpraktisch war, weil mein Zug nach Dandong auch an diesem Tag gehen sollte.
Mein letzter Tag in Harbin begann schleppend und lief den ganze Tag schleppend. Ich war wieder mit den Deutschen unterwegs und ein Kanadier begleitete uns noch. Zuerst fuhren wir zum Bahnhof, weil die anderen Zugtickets kaufen wollte, wobei sie zuerst die falschen kauften, die zurueckgeben mussten und sich fuer die anderen nicht sofort entschieden. Dann besuchten wir die Kirche, wobei ich draussen blieb, weil ich sie schon einmal gesehen habe und besuchten eine Synagoge. Dabei liessen sich alle soviel Zeit, wobei ich ja keine hatte. Unser Plan war es danach mit der Seilbahn zur Sun-Island zu fahren und von dort aus zum Eispark zu gehen. Wir kamen leider 10 Minuten zu spaet und die Seilbahn hat gerade geschlossen. Also versuchten wir zum Eisark zu kommen ohne ein Taxi zu verwenden, was von der Harbinner Innenstadt gar nicht so leicht is, weil nur ein Spezialbus dahin faehrt und der nur in grossen Zeitabstaenden. Schluss‑ und letztendlich kamen wir dann dort an, wobei ich mich von den anderen etwas abspaltete und alleine alles anschaute, bevor ich mich mit ihnen wieder traf und ein Abschiedsfoto schoss, um dann den Bus zum Hauptbahnhof zu nehmen.
Hallo zusammen.
Wer Reisen will in China muss frueh aufstehen! Der Umstand, dass ich das nicht gemacht habe, ist die Ursache, dass ich hier Zeit habe um zu schreiben. Ich sitze nun ziemlich im Nirgendwo im Harbiner Umland und warte darauf, dass die japanische Kriegsbasis in 2 Stunden wieder aufmacht. Ungluecklicherweise waren wir, das sind 2 Australier namens Nick und Jed und ich. Naja haette mir auch denken koennen, denn fuer Chinesen ist die Mittagspause heilig. Auch wenn der Job nur daraus besteht in einem Kabuff zu sitzen, Zeitung zu lesen und wichtig auszuschauen, gibt es haeufig eine Mittagspause, in der man Zeitung lesen, rumsitzen, wichtig ausschauen und obendrein essen und schlafen kann. Lange Rede kurzer Sinn: ich abe nun Zeit einen Blogeintrag zu machen, leider aber nicht die Utensilien dafuer Bilder hochzuladen. Diese werden sicherlich nachgereicht werden!
Fangen wir mal mit letztem Freitag an. Um mich gebuehrlich auf meine 28-stuendige Fahrt vorzubereiten wollte ich Freitag extra-lange aufbleiben und am Samstag so viel wie moeglich Unternehmen, dass ich von der Fahrt so wenig wie moeglich mitbekomme. Das hat dank Jolien und Flo auch ziemlich gut geklappt. Ich hatte Samstag sogar fast zu wenig Zeit, so dass ich ein paar Sachen gar nicht erledigen konnte. Wir waren All-you-can-eat-and-drink Hotpot essen mit kostenlosem Bier. Der Hotpot hat dank dem All-you-can-eat auch fast nur Fleisch gefuettert bekommen. Am Ende habe ich mit Jolien noch die PIXAR-Shortfilm-Sammlung angeschaut und bin dann gegen 1 Uhr nachts Richtung Bahnhof aufgebrochen.
Der Zug, der um 2 Uhr fahren sollte kam 20 Minuten zu spaet. In China gibt es im Grunde 4 Klassen von Plaetzen im Zug. Preislich aufsteigen sind das die Hartsitze (Hardseater), die Weichsitze (Softseater), die Hartbetten (Hardsleeper) und die Weichbetten (Softsleeper). Manchmal gibt es noch VIP, aber das weiss ich nicht genau, was das ist. Ich hatte einen Hardsleeper, welchen man bei so einer Reise mindestens haben sollte. Bei einem Hardsleeper gibt es pro Kabine 6 Betten, rechts und links jeweils 3 Betten uebereinander und keine Tueren zu den Kabinen. Die Betten sind mit Laken, Decke und Kissen ausgestattet. Ich hatte das obere Bett, welches im Vergleich zu den anderen weniger Kopffreiheit hat, man kann sich nicht gerade aufsetzen. Ausserdem muss man ein bisschen klettern, bis man oben ist. Ich fand das aber gar nicht so schlimm, denn ich habe die meiste Zeit eh geschlafen, und wenn ich mich hinsetzen wollte, bin cih einfach heruntergeklettert und habe mich im Gang auf die Klappsitze gesetzt. Ich habe fuer die Reise nach Dandong auch wieder so einen Platz reserviert. Ich fand den Recht schick, vor allem weil die Gepaeckablage auch direkt in greifbarer Naehe war und es niemanden gibt, der auf meinem Bett rumklettert. Die einzige Zeit, in der ich nicht schlafen konnte war gleich nachdem ich im Zug war. Es war ziemlich stickig, und es gab mehrere Schnarcher. Als ich dann eingeschlafen war, ging um 7 Uhr morgens das Aufweckprogramm mit chinesischen Seifenopern im Zugfersehen los. Wer diese Seifenopern kennt, der weiss, dass sie zu 80 Prozent aus aufgebrachten Streiter‑ und Heulereien, gepaart mit bloedsinnigen Slapstickeinlagen, bestehen. Ein riesen Spass, wenn man schlafen will. Ich kann aber versichern, dass ich die Fahrt noch genug schlafen konnte.
Etwa mit einer Stunde Verspaetung traf ich dann in Harbin ein. Mein anaengliches: „Es ist doch gar nicht so kalt!“ hat sich ziemlich schnell in ein: „Dieser verdammte Wind!“ gewandelt. Die Kaelte hier ist wirklich nicht so schlimm, sofern kein Wind weht. Auf der Suche nach der Jugendherberge, die ich mir herausgeschrieben habe, fragte mich ein Taxifahrer wohin ich wollte und meinte dann, dass es etwa 100 Yuan (10 Euro) bis dahin kosten wuerde. Bei einem Startpreis von 8 Yuan fuer die ersten 2 oder 3 Kilometer, kam mir das ziemlich spanisch vor. Tatsaechlich kostete gestern eine Strecke, die sogar etwas weiter war, nur 32 Yuan. Etwas argwoehnisch behandelte ich dann einen anderen Mann, der mich ansprach, waehrend ich verzweifelt damit kaempfte die Stadtkarte bei gefuehlter Windstaerke 10 zusammenzufalten. Er war anscheinend kein Taxifahrer, der den Auslaender abzocken wollte, sondern sagte mir mit welchem Bus ich fahren muss und wo dieser abfaehrt. Es gibt also noch gute Menschen auf der Welt, bzw. in China.
Das Little Fir International Youth Hostel ist sehr billig (30 Yuan fuer eine Nacht im Mehrbettzimmer), dafuer aber auch ziemlich gammelig. Eine Renovierung ist Meiner Meinung nach noetig. Die Sanitaereinrichtungen sind dreckig, stinkig und schimmelig, so wie auch die Zimmer. Lustig ist, dass die Duschen Warmelampen haben. Wenn es einem nach einem Sonnenbad steht, kann man sich gerne in die Dusche stellen. Die Serviceleute sind ziemlich nett und es gibt hier sehr nuetzliche Karten, mit welchem Bus man zu welcher Sehenswuerdigkeit kommt und mehrere Stadtkarten auf denen das auch nochmal eingezeichnet ist. Ich finde das sehr hilfreich. Auch wenn das Hostel nicht im Stadtinneren liegt, ist es dennoch sehr leicht erreichbar: (vom Bahnhof Linie 11 bis 哈医科大学 (ha yike daxue) dann ein bisschen weiter die Strasse entlang und dann dem grossen Jugenherbergsschild folgen). Alles in allem ist es als Unterkunft und Schlafplatz sehr gut geeignet, aber fuer mehr auch nicht. In der Naehe gibt es auch Einkaufszentren und ein Hotel, in dem man Zugtickets kaufen kann, was ich auch gleich fuer Freitag nach Dandong gemacht habe.
Nachdem ich Mittaggegessen habe, habe ich mich gleich in die Stadt aufgemacht um die St.Sofia Kirche anzuschauen. Danach bin ich zur 中央大街 (Zhongyangdajie) eine schoene Einkaufsstrasse, die direkt zum (Songhua Fluss) fuehrt.
Uebrigens hier waren die 2 Stunden im Internetcafe um.
Der Fluss, der zu dieser Zeit natuerlicherweise komplett zugefroren ist, ist im Moment ein Platz, an dem man viele lustige Dinge machen kann. Dazu gehoeren: Schlittschuhlaufen, Eisrutschen rutschen, Schlitten fahren, sich von einer Pferdekutsche auf dem Fluss rumfahren lassen, sich von Schlittenhunden ziehen lassen oder mit Autos auf dem Eis rumzurasen. Ich habe mich dann auch schnell abzocken lassen und bin mit so ner Kutsche mitgefahren. Die 30 Yuan, die es anfaenglich kosten sollte, wurden mit „Extras“ so aufgepeppt, dass ich geglaubt habe es ist wirklich 100 Yuan wert. Naja wie es in China so ist, war es hoechstens 30 Yuan wert. Dann wollten die mich noetigen Schlittenhund zu fahren und am Ende wollte der Kutscher noch Trinkgeld. Das ist schon ziemlich dreist, weil Chinesen Trinkgeld eigentlich als unhoeflich erachten, und ich war leicht sauer.
Hungrig habe ich mich auf dem Weg zu einem Park namens 兆麟公园 (zhaolin gongyuan) gemacht, in dem auch eine Eisstatuen Austellung sein sollte. Die 50 Yuan Eintritt haben sich gelohnt finde ich. Dennoch Leute mit einer Disney-Phobie sollten nicht hingehen. Denn die Meisten Statuen waren aus Disneyfilmen, es liefen im Hintergrund Disney-Lieder und eigentlich war der ganze Park auf Disney getrimmt.
Noch hungriger suchte ich nach einem netten Platz, um etwas zu Essen. Bei meinem bisherigen Glueck lag natuerlich kein gutes und billiges Chinarestaurant auf dem Weg. Dafuer habe ich einen Imbiss gefunden, der „deutsch chinesische Wurstfabrik“ hiess. Endlich Wuerstchen, die wie Wuerstchen schmeckten. Ich traf dort auch 2 Australier, die zufaellig im selben Hostel wohnen wie ich. Ich war mit denen noch in 2 Bars gestern. Eine hiess „International Jazz Club“, in dem ein Mann 5 Lieder auf dem Saxophon spielte und danach komische Menschen chinesische Eurodance Schlager traellerten. Also irgendwie nix mit Jazz. Die andere Bar war ein russischer Club, in dem House lief. Also auch nicht wirklich interessant.
Rechtschreibefehler bitte ich zu entschuldigen. Ich werde sie bei Gelegenheit ausbessern. Ich bin jetzt mal den australischen Nationalfeiertag feiern
Letzten Freitag war meine letzte Prüfung für dieses Semester. Die ist laut Lehrer 还可以 (háikěyǐ), also in Ordnung, abgelaufen. Am meisten hab ich mich beim korrigieren von falschen Sätzen verzettelt. Nichtsdestotrotz habe ich nun alle meine Fächer bestanden, und kann ohne Sorgen meine Reise planen … und sie ist eigentlich schon geplant.
Ich habe für den 24.01., 2:00 Uhr Morgens ein Zugticket nach Harbin gekauft. Harbin liegt weit im Norden und dort ist eines der bekanntesten Schnee‑ und Eisfestivals der Welt. Man soll viele bunt-beleuchtete Eisskulpturen und –laternen bewundern können. Zudem gibt es dort ein Reservat für Schneetiger, das laut Jolien sehr aufregend sein soll. Der Zug dauert etwa 27 Stunden, daher werde ich am 26. ankommen.
Von dort aus werde ich wieder Richtung Süden fahren und mir eine Hafenstadt anschauen, die eine Fähre nach Korea hat. Ich dachte da an Dandong. Obwohl diese Stadt anscheinend nicht viel zu bieten hat, gibt es doch etwas interessantes: Es ist eine Grenzstadt zu Nordkorea. Eine Flussbreite entfernt ist dann also dieser Staat mit dem verrücktem Diktator, der der Welt mit Atomraketen droht, aber seine Bevölkerung hungern lässt.
In Dandong werde ich dann höchstwahrscheinlich eine Fähre nach Incheon/Südkorea nehmen und von dort aus weiterfahren nach Seoul. Vielleicht schaue ich mir auch nochmal die Grenze zu Nordkorea an, aber diesmal nicht als friedliche Grenze sondern als Waffenstillstandszone. Am 6.2 werde ich dann einem Konzert in Seoul beiwohnen. Wollen wir mal hoffen, dass meine internationale Überweisung geklappt hat.
Nach dem Konzert möchte ich dann so schnell wie möglich nach Guilin kommen. Laowei hat mich nämlich eingeladen mir die Stadt zu zeigen, währenddessen er seinen Großvater besucht. Unter Umständen wird auch noch Flo dabei sein. Wir werden dort dann auch das chinesische Neujahrsfest (春节 chūnjié) verbringen.
Daraufhin möchte Laowei seine Familie in der Nähe von Peking besuchen. Ich muss das mit ihm noch abklären, wie wir das genau machen. Danach wirds dann wieder Zeit nach Nanjing zu fahren und das nächste Semester anzutreten.
Hier noch eine Karte, die meine vorläufige Route anzeigt:
Winterferien auf einer größeren Karte anzeigen
Wow wenn ich das so durchziehe sind das über 7400km, die ich da rumreise.
Es geschah am Wochenende des 4. Advent, dass mich und Maik die Reiselust packte, und wir von Samstag auf Sonntag nach Shanghai fuhren. Geplant war nicht wirklich was, nur dass wir am Abend eine Karaoke-Bar besuchen wollten. Und wie das so ist, wenn man nichts plant, war die Herberge, in die wir gehen wollten, wegen Renovierungen geschlossen. Alternative Möglichkeiten hatten wir uns auch nicht herausgesucht. Nach 3 Stunden, 2 anderen Herbergen und einem Dunkin Donut fanden wir eine Unterkunft, in der seltsamerweise noch viele Betten frei waren. Der Preis des Captain Inn war auch angemessen und die Matrosenanzüge der Angestellten waren Belohnung genug für den langen Marsch. die „Kajüten“ waren auch nicht schlecht.
Die Herberge befindet sich in der Fuzhou-Lu fast direkt an der Promenade des Huangpu-Flusses, die man auch BUND nennt. Zur Haupteinkaufszone, der Nanjing-Road, sind es von dort nur 10 Minuten zu Fuß und somit auch nur 10 Minuten zur nächsten U-Bahn. Die Lage hätte man sich gar nicht besser wünschen können. Und da wir ja direkt am BUND gewohnt haben, war das auch unser erstes Besichtigungs Ziel. Die Baustellen haben leider den Blick auf Pudong etwas verunschönt, doch der am Tag so hässliche Fernsehturm (auch genannt Perle des Ostens) erstrahlte in all seinen wechselnden Regenbogenfarben.
Mittlerweile war es auch schon ziemlich kalt geworden und ich entschied mich dann doch eine Wintermütze von einem Straßenhändler zu kaufen. Das tolle an dieser Mütze ist, dass sie aussieht wie ein Pandakopf. Wenn ich ehrlich bin, wollte ich mir so eine Mütze von vorneherein schon kaufen, seitdem ich sie zum ersten Mal sah. Es war der Beginn einer Reise, die immer wieder ein Lächeln auf die Gesichter der Menschen zauberte. Es gab also doch noch etwas, was die Chinesen zum Schmunzeln anregte, wenn es schon Brillenträger ohne Brillengläser oder Frauen im Schlafanzug beim Einkaufen im Supermarkt nicht mehr tun. Ich überredete Maik auch eine zu kaufen und beim nächsten Straßenhändler erstand er eine Mütze, Modell Mausohren; er meint Modell Koala.
Wir kamen kurz danach an einer supermegatollen HyperAttraktion an; Vielleicht die beste, die Shanghai zu bieten hat. Und weil ich euch auch am Pudong-Sightseeingtunnel teilhaben lassen möchte, habe ich eine kleine Dokumentation darüber gedreht:
Ich sehe man ist sichtlich begeistert. Dieses atemberaubende Spektakel kostete auch nur 40 Yuan, also 4 Euro, was für chinesische Verhältnisse doch schon recht viel ist. Nunja zumindest ist es aufregender, als mit der U-Bahn nach Pudong zu fahren. Wir schauten uns den BUND nun auch von der anderen Seite an.
Weiter ging es dann in einen ganz anderen Teil der Stadt: In die French Concession. Dieser Teil der Stadt sieht relativ europäisch aus. Es gibt eigentlich keine Hochhäuser, dafür aber viele Villen und Nobelrestaurants. Die Suche nach einem billigen Restaurant gestaltete sich hier schwierig, doch am Ende aßen wir relativ gut und recht billig.
Nach dem Essen machten wir uns auf diese Karaoke-Bar, namens Bobo’s Bar, zu suchen. Als wir sie fanden, fanden wir sie unbeleuchtet und geschlossen vor, kein Schild, ob nun endgültig geschlossen oder nur im Urlaub. Einen Alternativplan haben wir uns nicht aufgestellt und so liefen wir einfach nur zurück zur Herberge, was sich etwa 2 einhalb Stunden hinzog. Auf dem Weg fiel Maik auf, dass die Werbetafel-Sitzgelegenheiten in Shanghai absolut undurchdacht ist. Man stelle sich einen LCD-Bildschirm vor, an dessen eine Bank festgemacht ist. Wenn man sich nun hinsetzt blickt man von der Werbetafel weg, und zwar nicht in Richtung Straße oder gegenüberliegende Starßenseite mit Werbetafel, sondern Richtung Mauer, Hauswand oder Gebäude. Zudem werden diese nachts nicht ausgeschaltet, was ich bei der Stromsparpolitik Chinas, die in chinesischen Studentenwohnheimen um 11 Uhr oft den Strom abstellen lässt, nicht nachvollziehen kann.
Am nächsten Tag streiften wir nurnoch durch Shanghai und schauten uns Sachen an, die auf der Karte als Sehenswürdigkeit angezeichnet waren. So waren wir zuerst an einem altertümlichen Markt in der Fangbang-Lu, der dem Nanjinger Fuzimiao (Konfuziusmarkt) sehr ähnelt. Anbei gab es noch einen daoistischen Tempel, der sehr bunt und Kitschig war, aber schöne Figuren an den Dächern hatte. Von dort aus gingen wir geradewegs zu etwas, was auf der Karte als „Spice-Market“ angezeichnet war. Auf dem Weg kamen wir wieder an einer Art europäischem Viertel vorbei, wo es auch wirklich billige Sachen zu kaufen gab. Einfach die Fangbang-Lu Richtung Westen entlang gehen. Vor dem Spice Market war noch ein Park mit See, an dessen kompletter Uferpromenade eine gelbe Linie entlangführte, auf der stand: „Danger do not go beyond yellow line“. Der „Spice-Market“ stellte sich dann heraus als ein westliches Restaurant‑ und Kneipen-Viertel mit viel zu teuren Preisen (natürlich). Also für westliche Touristen eigentlich komplett uninteressant. Wir sind dann noch an einen anderen Platz gefahren mit einer Kirche und waren danach Kaffe trinken. Maik hat einen Irish Coffee und ich einen Latte Macchiato mit Irish Cream getrunken. Es war genau dasselbe.
Eine Kreuzung, bizarr hässlich
Die Wohnung des Teufels
Chinesiche Winterdeko: Kohlbäume
Nahe Innenstadt, Expo-Baustellen-Chaos
Der altertümliche Markt
Daoistische Tempel und Dachverzierung
Auf dem Weg zum „Spice-Market“
Extrem gefährlicher ausgetrockneter See und wilder Panda
Touristen-Geldausdertaschezieh-Viertel mit wunderschönen Weihnachtswichteln
Kirche und asiatisches Gebäude auf Hochhausdach
chinesische Logik: Unter gewissen Umständen ist Norden auch mal unten
Chinesen und der Regenbogen
Am Ende muss ich sagen, dass das interessanteste an der ganzen Sache die Reaktionen auf unsere Mützen waren. Ein flüchtiges Lächeln, ein lautes Gelächter, ein „可爱 (ke’ai)“ oder einfach nur ein „interesting hat“. Alles davon hat mich stolz gemacht, und irgendwie auch glücklich, auch wenn es den Anschein hat, dass wir uns stattdessen lächerlich gemacht haben. Denn die einzigen, die abfällig die Nase darüber gerümpft haben, waren die westlichen Touristen. Alle anderen haben sich gefreut uns zu sehen.
Amen





