mein letzter Tag an der Uni ist nun auch vorbei und muss sagen bin eigentlich ganz zufrieden, wobei auch recht glücklich ab jetzt wieder Kurse an der UUlm zu hören. Ich nehme aus meinem Semester hier zwar sehr viel an praktischem Wissen mit und vor allem auch wie man wirklich mal mathematische Formeln/Algorithmen implementiert, aber wird auch Zeit endlich wieder richtig selbst denken zu müssen :). Die Vorlesungen an sich waren auch bis zum Schluß recht interessant, vor allem weil mit Computergraphic mein Interessensgebiet getroffen wurde – hatte zwar schon befürchtet mich zu langweilen da ich das bei Prof. Lensch hatte, aber war wirklich ganz anders..beinhaltete hauptsächlich Modelierung und Animation, d.h. wie gehe ich praktisch vor, wenn ich ein Computerspiel bauen will. Highlight war dann definitiv mein Projekt „Grand Terrains in Computer Games“, eine Mischung zwischen Seminar und Praktikum. Wer will kann sich das auch selbst anschauen: grandterrains.sven-reichel.de.
Sonst kann ich jedem nur raten ein Semester an einer anderen Uni zu verbringen, es ist einfach unheimlich interessant andere Unterrichtsmethoden und Professoren kennen zu lernen! Auch wenns vielleicht nicht ganz so zufriedenstellend ist, aber u.U. lernt man dann die UUlm zu schätzen :). Also ihr Informatiker: raus aus eurem Keller und mal was neues entdecken => IO UUlm! Kann ja nicht sein, dass man von Frau Habermalz sofort mit Namen gegrüßt wird nur weil man Informatiker is und davon extrem wenig im Ausland sind :(.
Jut, dann fange ich langsam mal an meine sieben zuvielen Sachen zu packen und mich am Montag auf nach Stuttgart zu machen. Ein letzter Eintrag kommt dann von deutschem Boden :).
So langsam wird es mal Zeit über das wichtigste im Leben eines Franzosen zu schreiben..genau, das Essen :). Außerdem wurde die französische Küche im November in das UNESCO-Weltkulturerbe aufgenommen und ich bin auch noch in der kulinarischen Hochburg gelandet, d.h. lauter gute Gründe sich damit etwas ausführlicher zu beschäftigen.
Wer nun damit viel Gemüse, Kräuter der Provence, leichte Speisen und Fisch verbindet ist nicht in Lyon gelandet…hier geht es sehr fleischig zu. Lyon zählt sich selbst auch stolz zum Norden Frankreichs (wer den Film „Chez les Ch’tis“ gesehen hat stellt sich das einfach anders rum vor, wer ihn nicht gesehen hat holt das schleunigst nach!). Sonst legen die Franzosen sehr viel Wert auf frische Produkte (ok, Fertiggerichte gibt es auch, aber darüber wird eig. meist hergezogen) und man findet auch an jedem Eck nen Markt. Ebenso sind die Käse/Wurst/Gemüse/Fischtheken im Supermarkt viel appetitlicher angerichtet..beim ersten Mal war ich echt erstaunt, dass man Salat im Regal mit Wasser bestäubt. Ist auch echt lustig wie schnell man sich daran gewöhnt, dass die Waren im Supermarkt einfach schöner präsentiert werden – war vor kurzem hier in einem Discounter und fand das äußerst komisch meine Weinflasche selbst aus einem Karton nehmen zu müssen oder das Gemüse so lieblos auf ein Regal geschmissen zu sehen. Weiterhin lässt sich der Franzose auch sehr gerne an der Theke beraten oder hält ein kleines Schwätzchen => der eilige Einkäufer bewegt sich wohl lieber zur abgepackten Ware.
Natürlich muss auch jede Mahlzeit mindestens drei Gänge haben :-). Selbst beim Skifahren – wo unsereiner sein Brötchen, Wecken oder Semmel im Lift auspackt/isst – hat der Franzose eine Tupperschüssel dabei und auf der Piste wird erstmal gemütlich (~1h) gegessen. Oder auch heute beim Frisbee-Turnier haben die meisten als Zwischenimbis erstmal Salat, dann nen Sandwich als Hauptspeise, anschließend einen Kuchen, dann Obst und zuletzt Kaffee gegessen/getrunken. Geht aber auch gut, weil die Hauptspeisen recht klein und eig. darauf ausgelegt sind. Zumindest gibt es extrem wenig dicke Franzosen.
Inzwischen habe ich mir deswegen auch paar franz. Kochbücher besorgt und ist eig. sehr interessant, weil mal anders. Zumindest sind französische Gerichte bei uns nicht so wirklich bekannt (Pizza oder Pasta aus Italien kennt ja jeder..). Toll finde ich die Kombination aus süß und scharf und einfach mal Obst ins Essen zu schmeißen. Beim ersten Mal war ich wirklich etwas unsicher wie geröstete Pinienkerne, Rosinen, Spinat, etwas Chili und angebratener Fisch zusammenpassen können, aber dazu dann ein Baguette und man hat ein spitzen Essen! Oder man kann auch gut mit Walnüssen kochen. Tartes und Quiches sind auch beliebt, meist super lecker, konnte es nur noch nicht selbst probieren da mir ein Backofen fehlt..Pizza bekomme ich inzwischen in der Pfanne hin, aber was Überbackenes wird glaub schwierig ;-). Als BrotBaguetteaufstich kann ich grüne Oliven, Knoblauch, Salz, Pfeffer vermantscht mit Olivenöl sehr empfehlen :-)!
Gewürze sind auch etwas anders, zum Beispiel habe ich hier das erste Mal Ginger entdeckt und Koriander verzweifelt gesucht – gab es nur frisch in einer Schale in der laut Schild noch Basilikum, Schnittlauch, Petersilie, Minze standen. Blöd natürlich, dass ich kein Plan hatte wie Koriander und Minze so aussehen, somit eine 50⁄50 Chance hatte und klar, Minze erwischt habe (war übrigens auch interessant im Essen). Nachdem ich das Ding dann gegoogelt habe, habe ich es beim nächsten Mal mit Blattpetersilie verwechselt…aber jut im Endeffekt schmeckts mir auch nicht :). Aber ein kleiner Beweis, dass Einkaufen manchmal etwas schwierig ist…genauso Hefe (levure boulangère) und Backpulver (levure chimique) sehen leider gleich aus und kann man einfach verwechseln ;-). Deswegen findet man mich auch desöfteren mal mit Wörterbuch zwischen den Regalen.
Weiterhin darf natürlich auch bei keinem Essen Wein und Wasser fehlen – auch eine Sache die ich inzwischen adoptiert habe. Wobei ich leider zugeben muss, dass mir französischer Wein eher weniger schmeckt – teilweise fühlt man sich als hätte man nun eine Ladung Staub im Glas (@Franzosen die das viell. lesen: bitte nicht steinigen!!!). Das Wasser gibt es übrigens im franz. Restaurant so dazu – hat mir vor kurzem ein Franzose ganz erstaunt erzählt, dass er in Deutl. Essen war, der Kellner erst das Wasser vergessen hat und anschließend auch noch jede Flasche auf die Rechnung setzte, dabei wollte er nur Leitungswasser..dass das in Deutschland normal ist wollte er mir erst nicht glauben, hat bis zu dem Tag angenommen einen total unfähigen Kellner gehabt zu haben, tja c’est la vie :). Aber gut, ich kann jedem nur ans Herz legen bei einem Aufenthalt in Frankreich mal in ein typ. französisches Restaurant zu gehen! Man muss ja nicht unbedingt so Zeugs wie Schnecken(escargot) oder Froschschenkel(grenouilles) essen, aber es ist einfach eine nette Erfahrung – leider ganz und gar keine billige :-(. Achja und bitte ein Menü essen, nicht nur ein Einzelgericht! Ist zwar meist nicht ganz so leicht zusammen zu bauen, aber lohnt sich! Karten sind meist so aufgebaut, dass man verschiedene Typen an Menüs hat (z.B. 15⁄17/23 Euro). Darunter befinden sich jeweils mehrere abgetrennte Bereiche, wobei jeder für einen Gang steht. Somit wählt man einfach aus jedem Bereich eins aus und hat sein Menü – doch eigentlich gar nicht sooo schwer ;-). Gute Frage ist noch das Trinkgeld, mit den Studenten mit denen ich bisher weg war hat noch keiner Trinkgeld gegeben…finde ich etwas eigenartig, werde mal aber noch der Sache auf den Grund gehen. Außerdem bestellt normalerweise nicht jeder seinen eigenen Wein, sondern man hat halt immer eine Flasche auf dem Tisch stehen – bezahlt wird reihum. Genau das gleiche passiert übrigens in einer Bar, d.h. man hat plötzlich ein Glas Bier in der Hand und irgendwann muss man halt selbst mal ne Ladung Bier holen.
Soviel zu meiner heutigen kleinen Länderkunde..wie man glaub dem Artikel entnehmen kann, sind das einige der Sachen die mir hier echt unheimlich gut gefallen :).
Zurück in Lyon, so ziemlich jeder Muskel meldet sich zu Wort, aber war ein super Wochenende! War mit 6 anderen auf einem Ultimate Frisbee Turnier in Carpentras (ca. 200km südlich). Ausgenommen einem Erfahrenen war es für uns alle das erste Turnier und überraschenderweise kamen wir gleich auf den 4. von 10 Plätzen *freu*. War eine tolle Erfahrung und hat mich ein weiteres Mal von der Sportart überzeugt…die Fairness und Nettigkeit zwischen den Teams ist einfach überwältigend. Bspw. geht es nicht nur um den Sieg eines Spiels, sondern zusätzlich gab es noch eine Wertung für Fairness, d.h. jede Manschaft bewertet den Gegener in Punkten wie fair/nett/regeltreu/.. sie waren. Achja und das ganze klappt – als eine der wenigen Sportarten – ohne Schiedsrichter :).
Gibt auch noch einige Bilder..das mit den gelben T-Shirts hat den Hintergrund, dass das Thema des Turniers „Fruit et legumes“ war und nachdem wir wochenlang über eine Verkleidung gehirnt hatten, kam einer auf die Idee mit den gelben T-Shirts und dem Aufdruck „Bananes“ :). Somit waren wir die Moustix-Bananes.
|
|
|
|
|
Für alle die nicht wissen was Ultimate ist und warum man „von so bisschen Scheibenwerfen“ überhaupt Muskelkater bekommen kann, hier ein kleines Video:
Um bisschen Werbung zu machen, das gibt es auch in Ulm :). Falls jemand Interesse hat: ULMtimate
wünsche ich allen meinen Lesern :).
Auch ich bin gut in das neue Jahr gerutscht – zwar in Deutschland, aber war schön. Nachdem ich Weihnachten und Sylvester bei meiner Familie verbracht habe, bin ich nun wieder am Sonntag in Lyon angekommen. Erschreckenderweise musste ich auch feststellen, dass sich nun mein Auslandssemester auch schon dem Ende neigt. Heute habe ich bereits angefangen den bürokratischen Stein ins Rollen zu bekommen – heißt Bankkonto schließen, Wohnheim kündigen, Versicherung kündigen. Ebenso ist mir aufgefallen, dass ich bereits meine letzte franz. Vorlesung im alten Jahr gehört habe und nun die nächsten zwei Wochen „nur“ TPs und Projektarbeit habe, bevor dann in 3 Wochen die Präsentation meines Projektes ansteht…achja und natürlich noch eine Klausur – komischerweise diesmal mit allen Hilfsmitteln (heißt selbst Computer dürfte man mitbringen), ich find das ja alles andere als gut, aber „on va voir..“. Projekte werden hier übrigens auch an der Uni absolviert, heißt es gibt feste Zeiten im Computerraum, an welchen man dann von den Profs immer mal wieder besucht wird und nützliche Tipps bekommt. Einerseits eigentlich super, andererseits äußerst nervig wenn man mit OpenGL 3.3 „spielt“, Laptops hat die nur 1.4 unterstützen und an der Uni auch nur 1.4 hat :(. Aber gut, Programmieren ohne Ausführen gibt die gewisse Spannung beim Heimkommen und F5 drücken ;-).
Der letzte Artikel ist ja nun auch schon etwas her, aber im alten Jahr hat sich bei mir nicht wirklich viel getan. Zumeist saß ich 8h pro Tag in der Uni und hatte noch eine Klausur, sowie das Cambridge Certificate in English hinter mich gebracht. Die Klausur lief erstaunlicherweise gut, zumindest hatte ich genügend Zeit um bei allen Fragen etwas hinzukritzeln und ich meine ich hab das meiste auch verstanden, fragt sich nur noch ob der Korrekteur auch mein Französisch versteht :-O. Das Cambridge-Ding war auch gut, auch wenn ich beim Mündlichen immer auf Französisch antworten wollte *grml*.
So, nächstes Wochenende bin ich in Carpentras auf meinem ersten Ultimate Frisbee Turnier :).
lol, gerade franz. Nachrichten geschaut in denen es unter anderem auch um die Stationierung einer Bundeswehrtruppe Nähe Straßburgs ging [1]. Im Zuge dessen wurde eine Rentnerin interviewed, die sichtlich verstört darüber war, dass nun „schon wieder“ deutsche Panzer durch ihr kleines Städtchen rollen und dass man die doch letztes Mal nur schwer los wurde…ich hoff die gute Frau ist nun nicht nach Hause um ihr Maschinengewehr ans Fenster zu stellen…
War bisher zum Glück das einzige Mal, dass irgendjemand etwas Negatives über Dtl von sich gegeben hat, sonst sind alle immer total nett und aufgeschlossen :-). Und unter franz. Studenten ist es mehr und mehr IN ein Praktikum in Deutschland zu absolvieren (zumindest unter den CPElern, ich hab mehr und mehr das Gefühl, dass hier eine riesen Kluft zwischen privat und staatl. Uni besteht). Wobei mir alle die das bereits gemacht haben sagen, dass sie leider wenig Deutsch gelernt haben, weil alle mit ihnen Englisch redeten *noComment*.
Daaas Event schlechthin hier in Lyon: Fest der Lichter. Das Programmheft, mit 7.2MB und 17 Seiten so klein geschrieben als dass man am besten eine Lupe nimmt, hat mich schon durchaus beeindruckt. Ebenso die darin beschriebenen 71 Attraktionen, verteilt über der ganzen Innenstadt – welche sogar abends komplett für den Verkehr gesperrt wird. Nachdem ich mich dann den ganzen Tag mit OpenGL und blöden Vektoren rumgeschlagen habe, kam ich endlich um 21.30 raus, bewaffnet mit Kamera und 15cm Mini-Stativ. Die Hoffnung zur späten Stunde weniger Menschen vorzufinden hat sich aber als falsch herausgestellt, die Uferpromenade war mit Reisebussen vollgepflastert und auch in der Innenstadt so gut wie kein voran kommen – Menschen soweit das Auge reicht. Aber diese Art von Kunst ist unheimlich beeindruckend! Auch an jedem Fenster stehen unzählige kleine Lichter, die jede Häuserpromenade einzigartig machen. Auch schön dezent in gelb/orange/rot gehalten, nicht so blinkender Chinakram wie man das manchmal sieht. Aber am besten lasse ich die bescheidenen Bilder sprechen die ich dank Autodächern/Mülleimern/Parkuhren und sonstigen Kameraabstellmöglichkeiten zu Stande bekommen habe :).
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
Sehr beeindruckend fand ich eine Installation, welche auf eine Häuserwand projeziert und somit das Haus zum leben erweckt hat. Alles auch schön perspektivisch stimmig und eine tolle Illusion – war es mir doch glatt wert ein YouTube-Konto anzulegen:
War nur leider eine etwas nasse Angelegenheit…mehr Bilder folgen dann bei trockenem Wetter ;-).
kann man in Frankreich hervorragend :). Einfach nur zu genial was die Franzosen in ihre Alpen pflastern…schon die Zahlen sind beeindruckend: im „Les Trois Vallées“ sind 600km Piste zu finden, davon 150 in Courchevel und von Grün, Blau, Rot bis zu Schwarz alles. Und das mit 62 Liften => man schaut sich um und sieht nur Pisten und Lifte, einfach genial! Wobei ca. nur ⅓ offen war, aber für ein Tag trotzdem reichlich. Dazu noch blauer Himmel und Sonnenschein…achja und Ausblick auf den Mount Blanc :). Ich hät mein Auslandssemester in Grenoble machen sollen…Bilder gibts diesmal bei Facebook, bin zu faul die nochmal zu Picasa hochzuladen.
Eure Wolke hat sich nun auch hier in Lyon mit viel Schnee bemerkbar gemacht – also ca. 15cm. Hat aber gereicht, dass natürlich sämtlicher Transport zusammenbricht, Profs nicht erscheinen und meine Exkursion morgen zur Firma „Vision Alliance“ abgesagt wurde. Gut, dafür hatte ich heute unvorhergesehen einen freien Morgen und würde ich – wie wohl jeder gute Informatiker – morgens meine Mails lesen hätte ich auch keinen 25min Morgenspaziergang zur Uni und zurück gemacht :-). Folglich Fazit: hier ist alles genau so wie da wo ich herkomme (!Nähe Stuttgart!), kaum fällt mal paar cm Schnee geht nichts mehr. Achja, die gute, schwäbische Kehrwoche mit morgens vor 7 Uhr Schneeschippen gibts allerdings nicht => Straßen werden etwas geräumt, Gehwege und Fahrradwege sind Eispisten.
Aber hat natürlich auch was die ganze Stadt unter einer Schneedecke zu haben. Speziell in der Innenstadt, die eigentlich fast ausschließlich aus schönen alten Häusern besteht, welche auch alle hell erleuchtet werden. Aber seht einfach selbst die Bilder meines kleinen Abendausflugs:
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
Achja, blöderweise habe ich kein richtiges Stativ => sind die teilweise etwas verwackelt :(. Zu jedem habe ich auch Belichtungsreihen für HDR-Bilder. Unglücklicherweise sind die, bei denen ich die Kamera nicht abstellen konnte, auch nicht so ganz gleich. Mein Gimp-Plugin bekommt das leider nicht auf die Reihe die übereinander zu legen, kennt jemand ein Programm welches das kann? Also die drei Bilder automatisch aneinander ausrichten und dann ein HDR Bild erstellen? Und bitte nicht Matlab mit Moravek-Operator vorschlagen! Ich weiß, ist nicht soooo komplex, dennoch hab ich gerade anderes zu tun ;-).
so, die schöne Zeit mit wenig Kursen ist vorbei, die zweite Hälfte des Semesters hat nun begonnen und ich bin nun wie jeder franz. Student Vollzeit beschäftigt – heißt auch jeden Tag Uni :(. Gleichfalls wurde mir klar, dass bereits auch schon über die Hälfte meines Aufenthaltes hier verstrichen ist, unglaublich wie schnell das ging…ahhhhh!
Aber gut, dafür finde ich mich inzwischen recht gut zurecht und bin auch schon lange nicht mehr in falsche Kurse gegangen ;-). Meine erste Klausur habe ich auch bereits hinter mir, Ergnisse lassen noch auf sich warten, aber ich hoffe nun einfach mal auf 50%…wobei sie mit den praktischen Arbeiten verrechnet wird, also sollte zumindest mal zum bestehen dann reichen. Inzwischen habe ich auch erfahren, dass immer mal wieder eine praktische Arbeit ausgearbeitet und abgegeben werden muss. Mich hat es mit SVD (Singular Value Decomposition) getroffen, heißt man muss irgend eine Implementierung in Matlab schreiben und anschließend ein 4–5-seitiges Paper. Als Implementierung habe ich gewählt: 3D-Point-Clouds ausm OFF-Format zu laden und dann über Usereingabe um einen Eulerwinkel zu drehen um anschließend zu zeigen, dass man mit SVD die Winkel wieder extrahieren kann :). Eigentlich eine ganz nette kleine Aufgabe für zwischendurch. Die Ausarbeitung war dann zum Glück in Englisch möglich und somit auch machbar – es ist ein recht komischer Kontrast mit den Sprachen: einerseits sind alle VL/Skripte in französisch, dennoch ermuntern alle Profs ihre Studenten die Arbeiten in Englisch zu verfassen..komische Welt.
Weiterhin hat dann nun ein richtig gutes Modul begonnen, nennt sich auch Computergrafik steckt aber bisschen etwas anderes drin als in Ulm. In Ulm war das recht theoretisch, hier ist alles sehr praktisch orientiert. Ebenso ist der Mensch der es hält gerade mal seit 2 Jahren selbst mit dem Studium fertig und man merkt, dass Computergrafik sein Hobby ist :). Beispielsweise hat er letzte Woche seine Vorlesung anhand eines Ausschnitts aus Avatar gehalten, d.h. kleinen Film gezeigt, angemerkt was für Techniken da verwendet wurden und die dann in der Vorlesung behandelt. Bei ihm werde ich auch mein Projekt/Seminar-Mischding machen, als Thema gibt es „Große CG-Landschaften die nicht mehr ins RAM passen“. D.h. alle möglichen Tricks die man anwenden kann z.B. Multiresolution, Perlin-Noise, Subdevision-Surfaces, usw. Bei der Literaturrecherche bin ich hier auch auf 3 unheimlich spannende Bücher von Nvidia gestoßen: GPU Gems 1 GPU Gems 2 GPU Gems 3 (alle frei verfügbar!). Für alle die sich bisschen interessieren was hinter ToyStory, Shrek, Avatar usw steckt ;-).
Mal wieder was erstaunliches zum Abschluss…französische Buchhandlungen können keine engl. Fachbücher bestellen. Wollte mir ein OpenGL-Buch zulegen und traue nicht so ganz ob es Amazon auch ins Wohnheim schafft => Buchhandlung gelaufen. Erstmal hat mich der Buchhändler mit meiner ISBN verständnislos angeschaut, die Unterhaltung lief dann ca. so ab „Könnten Sie das bestellen?“ – „Engl. Buch?!?!?!? WTF, noooo“ – „öh ok, gibt es sonst i-wie ein Laden der das kann“ – „aucune idée….“ (ganz nach dem Motto auf was für blöde Ideen ich den komme..). Tja, dann nach Hause liefern lassen und meine Eltern haben es mir bei ihrem Besuch letzte Woche vorbeigebracht :). Blöderweise brauche ich nun schon wieder eins => erster Versuch: Amazon Marketplace aus den Staaten ins franz. Wohnheim, ich bin gespannt.
findet man zuhauf im französischen Fernsehen. Also ein Traum für alle CV-Menschen die gerne mit sämtlichen Blur-Filtern arbeiten. Ich frage mich die ganze Zeit ob das automatisch geblurt wird oder ob da 20.000 1-Euro-Jobber von Hand nacharbeiten müssen?
Aber gut, worum geht es eigentlich. Am besten erkläre ich das an einem Beispiel: Ich habe heute eine Reportage über kleine Ein-Mann-Firmen in Frankreich geschaut. Aber irgendwie habe ich mehr verpixelte Bereiche gesehen, als richtiges Material (verpixelte Bereiche sind wie unkenntlich gemachte Häuser bei Google StreetView). Folgendes wird wohl unkenntlich gemacht: Menschen im Hintergrund, Nummernschilder, Markennamen, Werbeschilder (und wenn es nur für eine Veranstaltung eines Restaurant ist) und jegliche Firmennamen.
Also man stelle sich ein Hauptakteur im Supermarkt vor:
- viele Menschen im Hintergrund => Verpixelt
- Produkte im Regal => Verpixelt
- Person trägt Markenshirt mit Aufdruck => Verpixelt
- Produkte im Einkaufswagen => Verpixelt
Somit bleibt noch das Gesicht übrig ;-).
Wobei…eigentlich finde ich das ja persönlich positiv, schaue normalerweise sowieso kein Fernsehen und schafft Arbeitsplätze für Informatiker im Bildbearbeitungsbereich :).






